Young writers club – Tiefgang – das Kulturfeuilleton https://www.tiefgang.net Kultur, Politik, Kulturpolitik und mehr Thu, 29 Feb 2024 10:24:42 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 Heimfelds Ort für Geschichten https://www.tiefgang.net/heimfelds-ort-fuer-geschichten/ Fri, 01 Mar 2024 23:58:35 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=10602 [...]]]> Seit dem Januar 2021 gibt es in Hamburg-Heimfeld einen besonderen literarischen „Ort für Geschichten“ – nämlich das HinZimmer am Hinzeweg.

Zimmer-Patronin ist Cornelia von der Heydt, die mit viel Enthusiasmus mit der Hamburger BürgerStiftung Lesungen am Fenster oder im Zimmer insbesondere für die Kleinsten anbietet. Regelmäßig nimmt es natürlich auch an den SuedLese-Literaturtagen statt und stellt gerne lokale Autor*innen vor. Wir haben nun mal nachgefragt …

Tiefgang (TG): Hallo Cornelia, das HinZimmer in Heimfeld ist seit seiner Entstehung fester Bestandteil auch der SuedLese-Literaturtage geworden. Wie kam`s und was trägt das HinZimmer bei?

Cornelia von der Heydt: Das HinZimmer ist ein Ort für Geschichten für große und kleine Menschen. Die BürgerStiftung Hamburg stellt in Heimfeld diesen Raum zur Verfügung, damit Menschen sich begegnen können, Menschen aus der Nachbarschaft, die Geschichten hören oder erzählen wollen, Geschichten aus dem Alltag oder aus dem Leben oder aus der Fantasie. Deshalb haben wir uns bei der Suedlese sofort gut aufgehoben gefühlt.

TG: Ihr veranstaltet auch einen Literaturquiz. Was hat es nun damit auf sich?

Cornelia von der Heydt: Jeder kennt doch das beliebte Spiel Trivial Persuit und den Nervenkitzel, ob man die Fragen, die kommen beantworten kann, oder die tollen Quiz-Shows im Fernsehen. So ein bisschen literarischen Nervenkitzel wollen wir im HinZimmer verbreiten. Wer weiß was? Man spielt alleine oder im Team. Und die Fragen gehen von leicht bis echt schwer. Ich freue mich schon auf die Vorbereitungen und auf viele Quiz-Liebhaber:innen.

TG: Welche Autorinnen und Autoren werdet Ihr präsentieren und warum passen diese Deiner Meinung nach gut zum HinZimmer?

Cornelia von der Heydt: Wir haben eine Gruppe junger Autor:innen, die sich im Young Writers Club wöchentlich eigentlich in Dulsberg treffen. Nun machen sie die Reise nach Harburg, um herauszufinden, was ein HinZimmer ist.

Christian Baudy macht eine zweisprachige Lesung seines gereimten Kinderbuches „Roberts Teddy“. Das passt super zu den noch jungen Gästen im HinZimmer, die wir auch zu unseren Fensterlesungen aus den umliegenden Kitas immer eingeladen haben.

Und Silke Vry ist unsere Promi-Lesung für Grundschulkinder, die in den Ferien zu Hause sind und erfahren wollen, was die Forscher:innen, die die ersten Dinosaurier-Knochen ausgegraben haben, wohl dachten, angesichts dieser gewaltigen Knochen. Silke Vry hat für ihr Sachbuch sogar einen Preis bekommen: „Wissensbuch des Jahres 2023“ 11/2023 („Bild der Wissenschaft“) in der Kategorie „Perspektive“ als „Sachkundigstes Kinderbuch“ für: Der Dinosaurier im Fels

Und auch diese Veranstaltung passt super in das HinZimmer, weil die Kinder, die zu unseren Workshops und Samstagsaktionen kommen, sehr wissbegierige, neugierige und interessierte Kinder sind. Silke Vry hat auch schon Workshops im HinZimmer gegeben.

TG: Welche Rolle spielt die Verbindung von Literatur und Live-Erlebnis für Dich persönlich und welche besonderen Leseerlebnisse erhoffst Du Dir für die Besucherinnen und Besucher?

Cornelia von der Heydt: Für mich persönlich ist es immer toll Menschen zu erleben, die Bücher schreiben. Das ist eine so spezielle Tätigkeit, weil man so total abtauchen muss, um dem Faden der aufzuschreibenden Geschichte folgen zu können oder weil man so intensiv zu dem Thema recherchiert, was gerade dran ist, und auch damit völlig fokussiert an dem Fortlauf des Textes arbeitet. Ich habe immer mindestens 10 sehr unterschiedliche Projekte im Kopf, mit denen ich jongliere, und bin fasziniert von diesem Fokus auf eine Geschichte – wahrscheinlich ist das auch ein bisschen romantisch gedacht. (lacht)

TG: Die SuedLese Literaturtage finden im Süden Hamburgs statt. Was macht diese Region aus Deiner Sicht zu einem geeigneten Ort für ein Literaturfestival?

Cornelia von der Heydt: Es gibt hier in Harburg literaturbegeisterte Menschen, die die Idee für dieses Festival hatten, es immer wieder schaffen viele Akteure zu begeistern und die SuedLese tatsächlich machen. Das zählt.

TG: Welche Rolle spielen lokale Autorinnen und Autoren in Ihrem Programm?

Cornelia von der Heydt: Das ist immer etwas ganz Besonderes, wenn man den eigenen vertrauten Ort in einem Buch oder einer Geschichte wiedererkennt. Man identifiziert sich, lernt etwas dazu, geht mal wieder raus und schaut sich die Orte an, erzählt es dem Nachbarn und kommt in Kontakt.

TG: Was ist Dir persönlich besonders wichtig, wenn es um die Vermittlung von Literatur geht?

Cornelia von der Heydt: Für mich ist es das gute, ausdrucksvolle und liebevolle Vorlesen. Geschichten sind lebendiger Zauber zwischen Vorleser:in und Zuhörer:in.

TG: Gibt es besondere Angebote für Kinder und Jugendliche?

Cornelia von der Heydt: Wir versuchen unseren Teil dafür zu leisten die Suedlese auch für Kinder und Jugendliche interessant zu machen.

TG: Wie können sich Interessierte über die verschiedenen Veranstaltungen informieren und Tickets erwerben?

Cornelia von der Heydt: Am besten über die Hinweise auf der Webseite der Suedlese. Ich hoffe, dass die Presse auch auf einiges einzeln hinweisen wird und alle Veranstalter sollten ihren Ort und ihre Netzwerke mit Informationen füttern, Plakate aufhängen und allen davon erzählen.

TG: Welche weiteren Highlights – aus Deiner persönlichen Sicht – erwarten die Besucherinnen und Besucher der SuedLese Literaturtage in diesem Jahr?

Cornelia von der Heydt: Das muss jeder für sich selber schauen. Guckt Euch das Programm an und findet Euer persönliches Highlight …

TG:  Eine Frage noch:  Was empfiehlst Du einem Literaturliebhaber, der noch nie an den SuedLese Literaturtagen teilgenommen hat, um ihn neugierig auf das Festival zu machen?

Cornelia von der Heydt: An ungewöhnlichen Orten in Harburg Autor:innen und Geschichten hören, von denen man noch nichts weiß oder die man so gerne immer schon mal kennen lernen wollte, das ist die Suedlese. In kleiner netter Runde oder mit hundert anderen kann man deutschlandweit bekannten Autor:innen lauschen oder dem Heimfelder Nachbarn, der spätberufen sein schriftstellerisches Talent entdeckt hat.  Das ist alles möglich bei der Suedlese.

TG: Besten Dank und weiterhin viel Erfolg!

Termine:

Mi., 06. März, 14.30 Uhr, Christian Baudy – „Robert`s Teddy“ (für 1./2. Klasse), Eintritt: frei!

Do., 07. März, 17 Uhr, Schreibwerkstatt des Young Writers Club – Fantastische Teens, Eintritt: frei!

Die., 12. März, 18 Uhr, Literatur-Quiz mit Cornelia von der Heydt (ab 14 J.), Eintritt: frei – Spende erbeten

Do., 14. März, 17 Uhr, Young Writers Club: „Jetzt sind wir dran!“, Eintritt: frei – Spende erbeten

Die., 26. März, 10 Uhr, Silke Vry & Claudia Lieb (Illustr.) – Der Dinosaurier im Fels (für 3./4. Klasse), Eintritt: frei!

(Das Interview führte Heiko Langanke)

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Kids, Quiz und Comedy https://www.tiefgang.net/kids-quiz-und-comedy/ Fri, 01 Mar 2024 23:09:36 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=10633 [...]]]> Die SuedLese-Literaturtage im Süden Hamburgs gehen in die 2. von vier Lesewochen. Geboten wird Lesestoff für Kids, allerlei Angebote zum Selbstschreiben und -machen aber auch Quiz, Comedy und Poesie …

Das Programm der zweiten SuedLese-Woche:

Mo., 11. Mrz, 10 Uhr: Birte Müller – Die Kartoffel und der Sinn des Lebens (Lesung und Kartoffeldruck-Werkstatt); Eintritt frei! (ab 6 J.)

Bücherhalle Harburg, Eddelbüttelstraße 47a, 21 073 HH-Harburg

Wie oft hören wir als Kinder oder Erwachsene die Worte »Du musst …!« Aber müssen wir wirklich die festgelegten Erwartungen anderer immer erfüllen?

In Birte Müllers Geschichte folgt eine kleine Kartoffel nicht ihrem vorgegebenen Weg in die Kartoffelsuppe, sondern hüpft über den Tellerrand, um zu sehen, was andere so mit und aus ihrem Leben machen.

Im Anschluss an die Lesung können die Kinder selbst ein Buch mit Kartoffeln drucken.

Für eine Schulklasse ab Klasse 1

Birte Müller wurde 1973 in Hamburg geboren, wo sie auch heute als Bilderbuchillustratorin, Autorin und Kolumnistin arbeitet.

 

Mo., 11. Mrz., 10 Uhr, Kai Pannen – Zombert (ab 6 J.), Eintritt frei!

Bücherhalle Neugraben, Neugrabener Markt 7, 21149 Hamburg

Eine Lesung für Schulklassen der Jahrgänge 1 und 2

2018 bekam Kai Pannen für sein Buch „Zombert und der mutige Angsthase“ den „Preuschhof-Preis für Kinderliteratur“, der jährlich in Hamburg-Wilhelmsburg für das beste Erstlesebuch vergeben wird. Seitdem ist die inzwischen fünfbändige Reihe um den sympathischen Zombie Lieblingslektüre bei Erstleser*innen. Die Kinder können sich auf einen abwechslungsreichen Vormittag freuen. Kai Pannen liest vor, zeichnet und Zombert zeigt wunderbar anschaulich, zu welchen praktischen Neukombinationen seine Körperteile als Zombie fähig sind.

Kai Pannen, Kinderbuchautor und Illustrator, ist geboren und aufgewachsen am Niederrhein und hat lange als Illustrator und Trickfilmer gearbeitet, u.a. auch für das Fernsehmagazin Plusminus. Seit 2015 arbeitet er überwiegend als Kinderbuchautor und illustriert natürlich seine Bücher selbst. 2017 wurde er auf der Leipziger Buchmesse als Lesekünstler des Jahres ausgezeichnet. „Mal naseweis und keck, mal knurrig oder gemütlich: Beim Vorlesen werden Kai Pannens Buchhelden so lebendig, dass Jungen und Mädchen gebannt zuhören und staunen. Seine Erzählfreude und Kreativität beeindruckt Kinder und Erwachsene. Die Jury findet: Kai Pannen ist eine wirkliche Entdeckung und ein echter Lesekünstler“, so die Jury.

 

Louise Pelt liest in Buxtehude (Foto: Ines Marquet)

Mo., 11. Mrz., 19.30 Uhr, Louise Pelt – Die Halbwertszeit von Glück; Eintritt: 15,- €

City-Kino Buxtehude, Bahnhofstr. 11, 21614 Buxtehude

Kann Glück mehr als nur ein Augenblick sein? Paris 2019: Mylènes Glück steht eigentlich nichts mehr im Weg. Doch dann wird durch eine erschütternde Enthüllung ihre ganze Welt auf den Kopf gestellt. Mylène fragt sich: Kann man überhaupt glücklich sein, solange man nicht weiß, wer man ist?

DDR-Grenzgebiet 1987: Einsiedlerin Johanna findet im Wald ein 17-jähriges Mädchen und versteckt es vor den Grenztruppen. Dadurch wird sie unversehens mit einer Vergangenheit konfrontiert, von der sie glaubte, sie längst hinter sich gelassen zu haben. Aber auch Erinnerungen an vergangenes Glück kommen wieder hoch. Doch darf man irgendwann wieder glücklich sein, auch wenn die eigene Schuld zu groß ist? Los Angeles 2003: Bei einem Unglück ist Hollys Kollegin Jay ums Leben gekommen – und das nur, weil sie spontan für Holly eingesprungen ist. Von Schuldgefühlen geplagt, versucht Holly unter einem Vorwand, Jays Freund und Sohn etwas Glück zurückzugeben. Aber hätte auch sie selbst es verdient, wieder glücklich zu sein? Ergreifend und kunstvoll verknüpfte Geschichten von drei starken Frauen erzählt mit kraftvoller, klarer Sprache.

Louise Pelt, Jg. 1982, in Hamburg geboren, bereiste mit dem Kinderopernchor früh die Welt, studierte Anglistik und Germanistik und schrieb für Film und Theater. „Die Halbwertszeit von Glück“ schrieb sie als Roman, obwohl vieles und viele dagegensprachen. Vielleicht ist Mut ihre größte Superkraft – auf jeden Fall aber hat er ihre schönste Geschichte hervorgebracht. Sie lebt mit ihrer Familie zwischen Alster und Elbe.

 

Die., 12. Mrz. 2024 18-20 Uhr Literatur-Quiz mit Cornelia von der Heydt, (ab 14 J.), Eintritt frei!

Hinzimmer, Hinzeweg 1, 21075 HH-Heimfeld,

Während der Suedlese ist Harburg bevölkert mit literaturbegeisterten Leser:innen. Und da man manchmal von dieser Begeisterung ein bisschen ausruhen, und das viele Wissen, das man so angesammelt hat, teilen möchte, laden wir Alle sehr herzlich zu einem Literatur-Quiz ein. Es wird ein lustiger Abend, kurzweilig, mit ein bisschen Wettbewerb, denn am Ende winken zwei schöne Preise für 1. und 2. Gewinner:in. Frage-Beispiel: Welcher deutsche Schriftsteller und welche deutsche Schriftstellerin haben jeweils als erste den Literaturnobelpreis bekommen? In welchem seiner Bücher beschreibt Günter Grass eine verheerende Schiffskatastrophe?

Für Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren. Eintritt frei, Anmeldung erforderlich.

 

Do, 14. Mrz. 2024, 17-19 Uhr Lesung des Young Writers Club „Jetzt sind wir dran!“

Hinzimmer, Hinzeweg 1, 21075 HH-Heimfeld, Teilnahme kostenfrei

Die literarische Wundertüte – Lesung für Neugierige und Talentsucher jeden Alters

Autoren und Autorinnen des Young Writers Club der Fantastischen Teens präsentieren frische Texte aus ihrer Schreibwerkstatt vom 7. März. Bunt, überraschend, gedankenvoll, heiter.

Seit fast zwei Jahren versammeln sich im Young Writers Club der Fantastischen Teens junge Talente zum Austausch über das Geschichtenerzählen. Regelmäßig entstehen dabei auch kurze Texte von überwältigender Schönheit zu einem spontan gesetzten Thema. Sie beschäftigen sich mit kleinen oder großen Dingen des Lebens, erzählen von Nebensachen oder Wesentlichem, schaffen Raum für Phantasie – und das an immer wieder neuen Orten.

 

Do., 14. Mrz, 18Uhr: Regine Seemann – Bitterkaltes Land, Eintritt frei!

Freizeithaus Kirchdorf, Stübenhofer Weg 11, 21109 HH-Kirchdorf

In der Walpurgisnacht feiert die Mordbereitschaft 5 die Hochzeit ihres Chefs Thorsten Fock mit der Polizeipsychologin Katharina Meyer-Paretzki. Auf dem Rückweg von der Party müssen Banu Kurtoğlu, Stella Brandes und ihre Kollegen einen Umweg nehmen und stoßen im Wald auf ein brennendes Haus. Todesopfer: die Journalistin Viktoria Beck. Obwohl die Mitarbeiter der M5 eigentlich am nächsten Tag frei haben, bestehen sie darauf, den Fall zu übernehmen. Der erste Verdacht fällt auf Becks Ex-Mann, denn er wurde am Abend des Brandes in der Nähe gesehen. Eine andere interessante Fährte: in den Aufzeichnungen der Journalistin gibt es Hinweise auf eine Familie, die sich von Hexenzauber verfolgt fühlt. Und auch eine Kinderpflegerin, die einem Dutzend Kindern das Leben gerettet hat, war Ziel ihrer Recherchen. Beide Geschichten verbindet ein Schauplatz: das Alte Land. Und so tauchen die Ermittlerinnen ein in die Atmosphäre dieser einzigartigen Landschaft, deren Vergangenheit ein grauenvolles Geheimnis birgt.

SuedLese-„Stamm-Autorin“ Regine Seemann, Jg., 1968, lebt mit Ehemann, Sohn und einem Rudel Katzen nahe der Fischbeker Heide, hat Deutsch und Biologie auf Lehramt studiert und arbeitet seit mehreren Jahren als Schulleiterin einer Hamburger Grundschule, was ähnlich spannend ist wie Krimis schreiben. Ihr Interesse an der Geschichte ihrer Heimatstadt spiegelt sich in ihren Krimis wider, die neben der Handlung in der Gegenwart auch immer ein Stück Hamburger Vergangenheit aufgreifen. www.regine-seemann.de

 

Fr., 15. Mrz., 18 Uhr – Gesammelte Werke – eine poetische Zeitreise, Eintritt frei!

Kulturwohnzimmer, Lüneburger Str. 1a, 21073 HH-Harburg

Wir wollen den Blick auf die Zukunftsvisionen von gestern legen: Im magischen siebten Jahr des Kulturwohnzimmers schauen wir uns an, was für Texte in dieser Zeit entstanden sind, wie utopische Ideen sich zu real Gelebtem entwickelt haben und was die Zukunft so bringen mag. Angereichert mit den Inhalten aus vier Ausgaben unartig.harburg Magazin und gerahmt durch musikalische Auftritte sowie lyrische Beiträge auf der Open Stage, wird dieser Abend im Stadtteilatelier “Kulturwohnzimmer” gewohnt gemütlich, bunt, lustig und experimentell. Nach Möglichkeit In- und Outdoor. Es gibt Lesungen, Open Stage, Community, Kunst und Musik mit open end. www.kulturwohnzimmer.de

 

Fr., 15. Mrz., 19 Uhr: Burbach, Baudy & Baudy – Am Rand der Stille – Poetische Prosa- und Lyrik, Eintritt frei

Samtgemeindebücherei Jesteburg / Heimathaus Jesteburg, Niedersachsenplatz 2, 21266 Jesteburg, www.jesteburg.de/leben-bei-uns/buecherei/

Die im Wechsel von den drei Autor:innen vorgetragenen Prosa- und Gedichttexte lassen ein kunstvolles Sprachgeflecht zu menschlichen Beziehungen sowie unserem Unterwegssein in inneren und äußeren Landschaften entstehen.

Die Lesung führt mit „Weitester Himmel“ an besondere Orte, etwa in die Wüste, in die der 11-jährige Jan seine Traumreise unternimmt. Oder in den Südwesten der USA, wohin die Malerin Carla nach dem Tod ihres Mannes geflohen ist und von ihrer alten Freundin Maleen aufgespürt und zu einem neuen Leben verführt wird. Oder an einen skurrilen Rand der Welt, einem Ort zwischen Traum und Wirklichkeit. Dazu mischen sich lyrische Betrachtungen von Gisela Baudy und Christian Baudy aus ihren Lyrikbänden „Worthaut“, „Blaues Ufer“ und „Blättern unter Bäumen – Haikus und andere Gedichte“. Während der Lesung sind auch illustrierende Malereien von Christian Baudy aus den Gedichtbänden zu sehen.

Ulrike Burbach ist freischaffende Künstlerin in den Bereichen Literatur, Malerei und Tanz, arbeitete als freie Mitarbeiterin beim Hamburger Abendblatt, schrieb für einen Arbeitskreis hochbegabter Frauen und ist heute in der Leseförderung tätig. Mittlerweile liegt ihr zweiter Erzählband Weitester Himmel vor.

Gisela Baudy liebt Dramen, Märchen und sozialkritische Filme. Nach langjähriger Verlagstätigkeit arbeitet sie heute als freie (Online-) Journalistin im „grünen Bereich“ und veröffentlicht Gedichte, Aphorismen, Kurzgeschichten und (Natur-) Fotos in verschiedenen Medien.

Christian Baudy arbeitet freiberuflich als Online-Journalist, Bildungsakteur und Übersetzer. Er liest, malt und fotografiert gern und schreibt Gedichte, Kurzgeschichten und Kinderbücher – auf Deutsch und Englisch.

Fr., 15. Mrz., 20 Uhr: Tanja Drecke / Anja Schubert – Literarische Häppchen, Eintritt: 15,- €

Buchhandlg. SCHWARZ auf WEISS, Ritterstr. 9, 21614 Buxtehude

Buchhändlerinnen Tanja Drecke und Anja Schubert stellen die neuesten Bücher vor, die uns sie am Anfang des Jahres begeistert haben. Und: die Literaturleckerbissen werden kulinarisch begleitet!

Ob Krimi, Liebesroman oder Zeitgenössisches – Die beiden Buchhändlerinnen nehmen Sie mit auf eine Reise durch die Neuerscheinungen und Lieblingsbücher des letzten Jahres.

Die Plätze sind begrenzt, daher wird um Anmeldung gebeten.

 

 Sa., 16. März 2024, 10-14 Uhr, Online-Kursus: Bina Noss – Schreibwerkstatt: Schreibzeit – Inspiration, Impulse, Feedback; Gebühr: 31,- €

VHS Wilhelmsburg im Bildungszentrum Tor zur Welt, Haus A, Krieterstraße 2 A, 21109 HH-Wilhelmsburg; www.vhs-hamburg.de

 Kompakt und komprimiert – drei Stunden gemeinsam kreativ schreiben mit konkreten Impulsen, unsere Texte vorlesen, die Texte der anderen hören, uns gegenseitig inspirieren. Die praktischen Schreibübungen helfen uns, die handwerklichen Fähigkeiten des Kreativen Schreibens weiterzuentwickeln und neue Anregungen zu erhalten.

Dieser Online-Kurs findet mit ZOOM Meeting statt (www.zoom.us).

Bina Noss studierte Kommunikationsdesign mit dem Schwerpunkt Audiovisuelle Medien. Sie arbeitet als freie Künstlerin und Theaterpädagogin in Hamburg und NRW. Bei der VHS Hamburg bietet sie verschiedene Online-Schreibkurse an.

Den Link zum Kurs teilen wir Ihnen frühestens zwei Tage vor Kursbeginn per E-Mail mit.

Anmeldung erforderlich, Kursnummer 0554MMW15 unter vhs-hamburg.de oder Tel. 428414284

 

Sa., 16. Mrz, 10-15.15 Uhr: Anke Wistinghausen – Kreatives Schreiben zur Ästhetik des Wabi-Sabi; Gebühr: 38,- € / Erm. Siehe unter www.vhs-hamburg.de

VHS-Zentrum Harburg Carrée, Eddelbüttelstraße 47a, 21075 HH-Harburg

In diesem Kurs lenken wir den Fokus unserer kreativen Texte auf Wabi-Sabi, der Schönheit im Makel. Diese Ästhetik steckt hinter der japanischen Kintsugi-Philosophie und bedeutet, die Schönheit im Vergänglichen, Alten oder Fehlerhaften zu verstehen. So ist eine zerbrochene Teeschale nicht weniger kostbar als eine makellose, neue Schale. Im Gegenteil: Die zerbrochene Schale kann durch ihre Restauration einen einzigartigen neuen Status von großem Wert bekommen.

Anhand unterschiedlicher Übungen des intuitiven und kreativen Schreibens lassen wir uns von der Magie der neuen Schönheit der alten Dinge inspirieren. Wer möchte, darf vorlesen und wertschätzendes Feedback wird geübt.

Bitte Schreibutensilien (Papier und Stift oder Laptop) mitbringen.

Anke Wistinghausen ist Autorin und Mitglied im Bundesverband junger Autoren und Autorinnen (BVjA) e.V. Als ausgebildete Buchhändlerin und Buchhandelsfachwirtin war sie viele Jahre in der deutschen Verlagsbranche tätig. Seit früher Jugend ist sie ehrenamtlich im Kinder- und Jugendbereich aktiv. Aktuell als ausgebildete Beraterin in der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Hamburg e.V. Weiterhin reisend und schreibend die Welt entdecken ist ihr wichtigstes Credo.

Anmeldung mit Kursnummer O10552SHH08 unter www. vhs-hamburg.de oder Tel. 428 41 4284

 

Sa., 16. Mrz., 19 Uhr: Ulrich Lubda / Łucja Wojdak – Von Swinemünde bis Auschwitz, Eintritt frei / Spende erbeten!

Alles wird schön e.V., Friedrich-Naumann-Str. 27, 21075 HH-Heimfeld

Ze Świnoujścia do Oświęcimia, Śledź Północny nadal płynie.
Von Swinemünde bis Auschwitz, Śledź Północny schwimmt weiter.
In einer musikalisch-szenischen Lesung inszenieren Ulrich Lubda (Text) und Łucja Wojdak (Cello) zwischenpolnische Impressionen und Reisenotizen eines halbmöglichen Juden.
Der im Landkreis Harburg lebende und arbeitende Ulrich Lubda (Autor, Übersetzer, Künstler) liest, und die Danziger Jazzerin Łucja Wojdak improvisiert am Cello.

 

Comedy und Kurzgeschichten: Heinrich & Micha kommen ins Stellwerk

So., 17. Mrz., 18.30 Uhr: Heinrich & Micha – Comedy & Kurzgeschichten, Eintritt frei / Spende erbeten!

Stellwerk HH, im Bahnhof HH-Harburg über Fernzuggleis 3, 21079 HH-Harburg

Nach den großen Erfolgen in der Rendsburger Kultur Schlachterei machen die beiden Hobbyautoren Heinrich & Micha nun den ganzen Norden unsicher. Nach bereits einem Jahr sind die beiden Wortakrobaten in ihrer Heimatstadt in aller Munde und mittlerweile auch regelmäßig in der lokalen Presse und im lokalen Fernsehen von Kiel-TV und Flensburg-TV mit ihren Shows und Lesungen zu sehen. Während Heinrich skurrile und überraschende Kurzgeschichten schreibt, beackert Micha den Bereich feinster Comedy und Satire. Genau diese Mischung ist es, die fesselt und fasziniert. Ein Abend voller Überraschungen mit Tiefsinnigkeit und Blödsinn. Das sollte man sich nicht entgehen lassen.

 Heinrich, Jg. 1974 und Micha, Jg. 1982, wohnen beide in Rendsburg und haben sich nicht gesucht, aber für eine Zusammenarbeit gefunden, denn beide verbindet die Leidenschaft für das Schreiben.

 

Weitere Informationen

Das gesamte Programm der 9. SuedLese Literaturtage finden Sie online unter www.suedlese.de.

Die SuedLese Literaturtage werden gefördert von der Behörde für Kultur und Medien Hamburg, den Bezirken HH-Mitte und HH-Harburg sowie zahlreichen Anzeigenkunden.

Wir laden Sie herzlich ein, die 9. SuedLese Literaturtage zu besuchen und die Vielfalt der Literatur zu erleben!

#SuedLese #Literatur #Hamburg #SuedLese2024

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„Literatur macht das Leben reicher“ https://www.tiefgang.net/literatur-macht-das-leben-reicher/ Fri, 23 Feb 2024 23:12:38 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=10581 [...]]]> Stadtschreiber*in zu sein heißt in eine fremde Stadt zu kommen, sie kennen zu lernen und die gesammelten Eindrücke literarisch zu verarbeiten. Dies wird nun bei den 9. SuedLese-Literaturtagen erstmals einem breiten Publikum vorgestellt.

Katelijne Gillis kommt aus dem belgischen Antwerpen und der flämische Maler Rubens, der von 1577 bis 1640 gelebt hat, gehört in direkter Linie zu ihrer Ahnenreihe. Katelijne Gillis nutzte 2019 das Hamburger Literatur-Stipendium „Hamburger Gast“ dazu, neue Werke zu schreiben und sich von der Hansestadt und auch Harburg inspirieren zu lassen, arbeitete im Schloss Bergedorf aber auch der Harburger Kulturwerkstatt. (siehe auch „Rubens Nachfahrin wird Hamburger Gast 2019“, Tiefgang vom 15. Jun. 2019 und „´Hamburger Gast` in Harburg“, Tiefgang vom 28. Sept. 2019) Nun hat sie das Konzept „Hamburger Stadtschreiber*in“ übernommen und stellt es auf ungewohnte Weise bei den 9. SuedLese-Literaturtagen in Buxtehude vor. Grund genug, mal nachzuhaken …

Tiefgang (TG): Frau Gillis, das Buxtehuder Kulturforum ist zum ersten Mal bei den SuedLese Literaturtagen dabei und auch die Hamburger Stadtschreiber*in. Was hat Sie dazu bewogen, sich für ein Hamburger Literaturformat ausgerechnet dann in Buxtehude zu engagieren?

Katelijne Gillis: Als ich zum ersten Mal in Buxtehude war, hat diese kleine Stadt mich sofort bezaubert. Ich fühlte mich in Holland am Meer, mit den wunderschönen Holzschiffen, den kleinen Häusern, den Fleeten. Dabei ist es eine Hansestadt, die jede Menge Kultur bietet und reich an Geschichte ist.

Das Kulturforum am Fleet ist romantisch, frisch, originell und sehr herzlich. Es ist der ideale Ort für den Anfang eines Schreibstipendiums.

Eigentlich sollte es auch eine Stadtschreiberin Buxtehude geben.

TG: Was genau ist dieses Format der Stadtschreiber*in eigentlich und wie sind Sie dazu gekommen?

Katelijne Gillis: Stadtschreiberin ist ein dreimonatiges Schreibstipendium, man nimmt anhand einer Kurzgeschichte teil. Der Gewinner, die Gewinnerin wird nach Hamburg eingeladen, bekommt eine Wohnung, Taschengeld und jede Menge Möglichkeiten, zu schreiben und das Geschriebene an einem Publikum zu testen.

Ich habe 2019 ein ähnliches Stipendium gewonnen, Hamburger Gast. Als es dann aber auslief, habe ich es weiterentwickelt und unter dem Namen Stadtschreiberin neu organisiert. Ich fand es zu schade, es einfach so in den Elbsand versickern zu lassen.

TG: Sie veranstalten eine Lesung zu Bewerbungstexten für das Hamburger Stipendium. Welche Autorinnen und Autoren werden Sie dort präsentieren und was für eine Art Potpourri erwartet die Zuhörenden?

Katelijne Gillis:  Zusammen mit der Theaterpädagogin Petra Max werde ich Teile der eingesendeten Texte interpretieren und vortragen. Die Kurzgeschichten sind oft so schön, traurig, witzig oder krass geschrieben, dass sie nicht einfach gelöscht werden können. Wir werden die entsprechenden Autor*innen kontaktieren und um die Freigabe der Textteile bitten. So entsteht eine neue Geschichte. Vielleicht hat das Publikum auch etwas dazu zu sagen, so dass eine interaktive Geschichte entsteht.

Für die musikalische Umrahmung der Texte wird uns der Singer/ Songwriter Jan Schröder begleiten.

TG: Welche Rolle spielt die Verbindung vom Schreiben und Gast in einer bis dahin wenig bekannten Stadt zu sein?

Katelijne Gillis: Sobald eine Stadt beschrieben wird, ändert sie sich. Wir haben Lust, mit Buxtehude Energie auszutauschen. Die Stadt wird uns beeinflussen und wir sie. Wir haben eine Win-win-Strategie.

Das Thema für den Kurzgeschichtenwettbewerb ist „Auf zu neuen Ufern“. In Buxtehude fangen wir an. Die Kraft neuer Texte, die sich alle ums gleiche Thema drehen, werden die Zuhörer auf eine Reise ins Unbekannte mitgenommen. Neue Einsichten und Dialoge entstehen.

TG: Die SuedLese Literaturtage finden im Süden Hamburgs statt. Was macht diese Region aus Ihrer Sicht zu einem geeigneten Ort für ein Literaturfestival?

Katelijne Gillis: Hamburgs Süden steht für das wahre Hamburg. Hier sind die Schiffe, die Lotsen, die Industrie, es riecht hier nach Altöl und nach Meer. Gleichzeitig hat der Süden von Hamburg eine überraschend vielfältige Natur, mit Bergen und Wäldern. Die Elbe, die Este, die Heide und die Moorlandschaften inspirierten schon immer die Künstler. Das reiche Kulturangebot sorgt für Kreativität und Verbindung.

TG: Was ist Ihnen persönlich besonders wichtig, wenn es um die Vermittlung von Literatur geht?

Katelijne Gillis: Mir ist wichtig, dass jeder einen Zugang zu Literatur finden kann. Wenn genug gelesen, erzählt, geschrieben und ausgetauscht wird, gibt es eine inspirierte, kreative, tolerante Gesellschaft. Wenn man die Geschichten, die man in sich trägt, in Literatur spiegeln kann, wächst man über sich hinaus. Literatur macht das Leben reicher.

Die Augen des Künstlers interpretieren, was sie sehen. Ohne Kunst verstehen wir die Welt nicht. Ohne Kunst gibt es keine Verbindung zwischen den Menschen.

TG: Welche Rolle spielen lokale Autorinnen und Autoren in Ihrem Programm?

Katelijne Gillis: Couleur locale ist wichtig in einer globalen Welt. Wie äußert sich ein Ort? Wie beeinflusst die Umgebung die Leute, die dort wohnen? Schreibt man besser in einer Stadt oder auf dem Land? Der Austausch zwischen Stadtschreiberin und lokalen Autor*innen ist bereichernd und sehr spannend.

TG: Gibt es besondere Angebote für Kinder und Jugendliche?

Katelijne Gillis: Das Stipendium Stadtschreiberin arbeitet zusammen mit dem „Young Writer’s Club“ der „Fantastischen Teens“. Bei unseren Veranstaltungen motivieren und stimulieren wir Kinder und Jugendliche, mitzumachen. Wir laden sie ein, ihre eigenen Geschichten vor einem Publikum vorzutragen.

TG: Wie können sich Interessierte über die verschiedenen Veranstaltungen informieren und Tickets erwerben?

Katelijne Gillis: Dazu gibt es die Webseite www.stadtschreiberin.de, mit Möglichkeiten, Tickets zu erwerben, sich zu informieren und auszutauschen. Post empfangen wir gerne unter hamburg@stadtschreiberin.de

TG: Zum Abschluss: Was würden Sie einem Literaturliebhaber sagen, der noch nie an den SuedLese Literaturtagen teilgenommen hat, um ihn neugierig auf das Festival zu machen?

Katelijne Gillis: Es ist eine einzigartige Möglichkeit, Neues zu entdecken, Abenteuer zu erleben und etwas Unvorhergesehenes zuzulassen. Die eigene Kreativität wird geweckt, die Inspiration. Ein Festival ist ein Fest, eine Freude, ein Zusammensein.

Außerdem sind die Literaturtage ein Ansporn, die eigenen Quellen der Freude und Kreativität sprudeln zu lassen.

TG: Besten Dank für das Interview und den Appetit, den Sie uns dazu gemacht haben … 

Termine:

7. März, 17 Uhr, HinZimmer, Hinzeweg 1, 219075 HH-Heimfeld: Schreibwerkstatt des Young Writers Club – Fantastische Teens

14. März, 17 Uhr, HinZimmer, Hinzeweg 1, 21075 HH-Heimfeld: Young Writers Club: „Jetzt sind wir dran!“

25. März, 19 Uhr, KulturForum Buxtehude, Hafenbrücke 1, 21614 Buxtehude: Snippets aus dem Wettbewerb Stadtschreiber*in Hamburg 2024

(Das Interview führte Heiko Langanke)

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