Themen der SuedKultur-Initiative https://www.tiefgang.net Sat, 24 Oct 2026 15:11:12 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 Erfolgsmodell Kunstleihe Harburg wächst weiter https://www.tiefgang.net/erfolgsmodell-kunstleihe-harburg-waechst-weiter/ https://www.tiefgang.net/erfolgsmodell-kunstleihe-harburg-waechst-weiter/#respond Sat, 24 Oct 2026 22:00:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=14628 [...]]]> Die Kunstleihe Harburg ist ein Leuchtfeuer der kulturellen Teilhabe, ein Ort, an dem die sogenannte Share Economy – also das gemeinschaftliche Nutzen statt Besitzen von Gütern (hier der Kunst) – auf den ästhetischen Eigensinn eines Originals trifft. Doch dieser anhaltende Erfolg bringt den Verein an schmerzhafte Grenzen.

Wie aus der jüngsten Bilanz der Jahreshauptversammlung hervorgeht, hat der Fundus mittlerweile die Marke von 400 Werken lange geknackt. Darunter befindet sich ein bemerkenswerter Neuzuwachs: Werke des bekannten früheren Harburger Künstlers und Bühnenbildners Carl Ihrke, darunter ein Akt und ein farbiger Druck, die eine spannende Erweiterung zu seinem ansonsten vor allem für Schwarz-Weiß-Arbeiten bekannten Œuvre darstellen. Es ist diese nahbare Vermittlung von Gegenwartskunst, die ich erst kürzlich in einer mehrteiligen Betrachtung (siehe die Tiefgang-Beiträge Das Wohnzimmer als Kunst-Labor, Sharing Geist ohne Kunst, Die Ästhehtik des Teilens oder Der Weg zu Hamburgs größter Kunstausstellung) als demokratisierenden Motor gewürdigt habe. Die Idee, Kunst aus den staubigen Depots direkt in den alltäglichen Lebensraum zu holen, verändert unweigerlich die Wahrnehmung von Raum und Ästhetik von Grund auf.

Doch genau diese Vermittlungsarbeit droht nun an harten räumlichen Gegebenheiten zu scheitern. Für kreative Workshops, Kurse oder die einst so florierenden Kunstsalons von und mit der Harburger Künstlerin Petra Hagedorn fehlt in den aktuellen Räumlichkeiten schlicht der Platz. Auch thematische Sonderausstellungen lassen sich im zu engen Domizil kaum realisieren. Die intensive Suche nach geeigneten, größeren Wirkungsstätten – man sondierte dabei Optionen wie das ehemalige Karstadt-Gebäude in Harburg, das Ex-Miskatonic-Theater oder leerstehende Ladengeschäfte – blieb in den vergangenen Monaten leider ausnahmslos ohne greifbares Ergebnis.

Neu im Fundus: ein ungewöhnliches Werk des bekannten Harburger Künstlers Carl Ihrke.

Dennoch gibt es ein unmissverständliches Bekenntnis zum Standort. Der Vorstand, bestehend aus Heiko Langanke als erstem Vorsitzenden, Sabine Schnell als zweiter Vorsitzender und Peter Leibrock als Schatzmeister, wurde im Amt bestätigt und treibt die Suche mit Nachdruck voran, um das kulturelle Angebot im Hamburger Süden langfristig zu sichern. Harburg braucht diesen Freiraum für den Diskurs.

Man kann nur die Daumen drücken, auf kunstverständige Mäzen hoffen oder dort Kunst leihen, um diesen Schatz eigentümlicher Kunstsammlung zu erhalten, zu fördern und zu heben.

Informationen zur Kunstleihe unter: www.kunstleihe-harburg.de


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Das Harburger Kultur-Karree https://www.tiefgang.net/das-harburger-kultur-karree/ https://www.tiefgang.net/das-harburger-kultur-karree/#respond Tue, 06 Oct 2026 22:47:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=14441 [...]]]> Am Sa., 10. Oktober startet wieder die SuedKultur Music-Night: Über 40 Acts in 16 Locations. Wir schlagen Dir vor, wie Du´s schaffen kannst …

Willkommen zum großen Finale unserer 5-teiligen Tournee-Serie! Für unseren letzten Vorschlag zur 16. SuedKultur Music-Night am Samstag, den 10. Oktober 2026, begeben wir uns in das absolute Epizentrum der Live-Kultur im Harburger Zentrum – das charmante „Bermuda-Dreieck“ rund um den Harburger Ring, die Rieckhoffstraße und den Gloria-Tunnel.

Hier liegen vier fantastische Locations so nah beieinander, dass du komplett auf Auto oder Bus verzichten und innerhalb weniger Minuten von Akustik-Pop über fetten Ska und Indie-Folk bis hin zum Club-Ausklang wechseln kannst!

Der Fahrplan für das Kultur-Karree: Kurze Wege, maximale Musikvielfalt

  • Wir starten um 18.30 Uhr weltmusikalisch im Kultur Palast Harburg (Rieckhoffstraße 12): Echoes of Anatolia (anatolischer Psycho-Rock & Funk)

Echoes of Anatolia (Koblenz) verbindet anatolische Musik mit Psychedelic Rock und Funk. Traditionelle türkische Volkslieder und Musik großer Volksdichter wie Aşık Veysel – neu interpretiert und verbunden mit Psychedelic Rock und Funk. 
Die vier Musiker kennen sich seit mehr als 20 Jahren und verbinden nicht nur verschiedene Stile sondern erzählen im Grunde auch ihre eigene Geschichte zwischen Koblenz und Anatolien.

Dann geht es weniger Meter gemütlich weiter ins Kulturwohnzimmer.

20 Uhr | Kulturwohnzimmer e.V. (Lüneburger Str. 1a, am Gloria-Tunnel):

  • 20 Uhr: Paul bringt entspannten deutschen Indie-Pop mit tiefgründigen Texten auf die Bühne, die direkt ins Herz gehen und zum Nachbeben und Nachdenken einladen.
  • 20 Uhr (oder direkt im Anschluss) | Kultur Palast Harburg (Rieckhoffstraße 12):

Nur ein kurzer Fußweg bringt uns wieder direkt zum Kultur Palast.

  • 20 Uhr: Hier erwartet uns Nervling – das außergewöhnliche Songwriter-Duo aus Hamburg verzaubert mit einer energetischen Mischung aus Pop, Soul, Reggae und Folk. Mit akustischer Gitarre, Loopstation und zweistimmigem Gesang klingen die beiden wie eine komplette Live-Band!
  • 21.00 Uhr | Zur Stumpfen Ecke eG (Rieckhoffstr. 14 – direkt nebenan):

Wir fallen quasi direkt nebenan in die „Stumpfe Ecke“.

  • 20  Uhr: K-Mob übernimmt das Ruder. Die tief im Hamburger Süden verwurzelte Band (gegründet 2003) zelebriert ihre große Liebe zu Ska, Soul, Reggae und Punk. Eine echte Garanten-Band, um jede Party zum Kochen zu bringen!
  • 22.30 Uhr | Zurück ins Kulturwohnzimmer e.V. (oder ins Stellwerk):
    • 22.30 Uhr (Kulturwohnzimmer): Zum perfekten musikalischen Ausklang spielen Philipp & Felix kraftvollen Klavier-Blues, Gesang und Saxofon – melancholisch, erdig und wunderschön anzuhören.
    • Alternative für Nachtschwärmer: Wer danach noch weiterziehen will, läuft in wenigen Minuten zum Stellwerk Hamburg im Bahnhof und feiert zu Drum & Bass oder 90er-Hip-Hop bis in die frühen Morgenstunden!

Egal ob Rock, Weltmusik, Avantgarde, Indie in Neugraben oder das Kultur-Karree im Zentrum – mit diesen Routen bist du bestens gerüstet für die 16. SuedKultur Music-Night am 10. Oktober 2026.

👉 Alle Touren im Überblick zum Nachlesen:


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Die Süderelbe- & Vielfalts-Tour https://www.tiefgang.net/die-suederelbe-vielfalts-tour/ https://www.tiefgang.net/die-suederelbe-vielfalts-tour/#respond Mon, 05 Oct 2026 22:18:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=14438 [...]]]> Am Sa., 10. Oktober startet wieder die SuedKultur Music-Night: Über 40 Acts in 16 Locations. Wir schlagen Dir vor, wie Du´s schaffen kannst …

Willkommen zu Teil 4 unserer Tournee-Serie! Heute reisen wir ganz in den Westen des SuedKultur-Gebiets und schlagen die Brücke von Neugraben über den Weltladen direkt ins urbane Herz von Harburg. Wer handgemachten Indie-Pop, Post-Punk, Weltmusik und charmante Akustik-Klänge liebt, ist hier genau richtig.


Der Fahrplan für Entdecker: Von Neugraben über den Weltladen in den Harburger Süden

  • 19.30 Uhr | JoLa (Kulturhaus Süderelbe, Am Johannisland 2, 21147 Hamburg-Neugraben):
    • 19.30 Uhr: Start mit Picture Of A Red Seagull – fünf Freunde spielen deutschsprachigen Indie-Pop mit der Energie und Melodie von Bands wie Juli oder Wir sind Helden. Mit eingängigen Hooks und treibenden Gitarren bringen sie echte Open-Air-Festival-Energie auf die Bühne.
    • 20.30 Uhr: Nahtloses Weitermachen mit Kultfaktor, einer 5-köpfigen Band aus Hamburg. Ihr Mix aus Post-Punk und Indie-Rock erinnert an die Neue Welle und liefert mit treibenden Drums, verzerrten Bässen und emotionalen Texten eine mitreißende Live-Performance.
  • (Fahrzeit ins Harburger Zentrum ca. 15 Minuten mit der S-Bahn oder dem Auto)
  • 19.20 Uhr | Weltladen Harburg (Hölertwiete 5, 21073 Hamburg-Harburg):
    • Hinweis: Wer früher dran ist, kann hier bereits ab 19.20 Uhr den Indie-Rock-Pop-Newcomer 20nach erleben. Wer aus Neugraben kommt, genießt hier im Anschluss die gemütliche Atmosphäre des Weltladens für einen entspannten spätabendlichen Zwischenstopp oder als tollen Übergang mitten ins Harburger Nachtleben.

Ausblick: Im nächsten und letzten Teil besuchen wir das kompakte „Bermuda-Dreieck“ rund um den Rieckhoff- und Gloria-Tunnel!

👉 Verpasst nicht die weiteren Touren unserer Serie:


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Experimentelle Klänge, Kirche & Improvisation https://www.tiefgang.net/experimentelle-klaenge-kirche-improvisation/ https://www.tiefgang.net/experimentelle-klaenge-kirche-improvisation/#respond Sun, 04 Oct 2026 22:10:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=14432 [...]]]> Am Sa., 10. Oktober startet wieder die SuedKultur Music-Night: Über 40 Acts in 16 Locations. Wir schlagen Dir vor, wie Du´s schaffen kannst …

Willkommen zu Teil 3 unserer Tournee-Serie! Wer bei der 16. SuedKultur Music-Night am Samstag, den 10. Oktober 2026, nach dem besonderen musikalischen Kick, dem Unerwarteten und avantgardistischer Klangforschung sucht, für den führt kein Weg an dieser Route vorbei.

Wir verbinden hochmoderne mathematische Algorithmen, modifizierte Instrumente und interaktive digitale Interfaces im Hafen mit stimmungsvoller Kirchen-Akustik in Heimfeld.

Der Fahrplan für Entdecker: Vom ligeti zentrum in die St. Paulus-Kirche und zurück (z.B. Buslinie 42)

  • 17 Uhr | ligeti zentrum (Veritaskai 1, 10. Stock, Harburg Hafen):

Pünktlicher Auftakt im womöglich höchstgelegenen Konzertraum Harburgs!

  • Ab 17 Uhr: Interaktive Installationen und faszinierende Ölmalerei-Ausstellung des chinesischen Künstlers Dai Jianhua.
  • 17.15 Uhr: Sonomathematische Impulsarchitekten (Simon Linke & Rolf Bader) – Free Noise Improvisation mit der Impulse Pattern Formulation (IPF), einem physikalischen Modellierungsalgorithmus, der als virtueller Mitmusiker eigenwillige Klänge und Rhythmen erzeugt.
  • 18 Uhr: Guan Yanyi – Die chinesische Gastkünstlerin vertont alte chinesische Gedichte mit Gesang, Gitarre, Mundharmonika und Synthesizer.
  • 18.35 Uhr: Liang Yiyuan – Zeitgenössische Improvisation auf modifizierten traditionellen chinesischen Instrumenten (Yangqin und Suona) kombiniert mit Gitarre und selbstgebauten Klangobjekten.
  • 19.30 Uhr: Potluck – Eine spontane Jam Session, bei der verschiedene musikalische Stile, Einflüsse und Geräte wie bei einem gemeinsamen Abendessen zusammengewürfelt werden.

Kurzer Ortswechsel nach Heimfeld (ca. 10–15 Minuten mit (Stadt-)Rad, Auto oder Bus 42)

  • 21 Uhr | St. Paulus-Kirche Heimfeld (Alter Postweg 46):
  • XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX
  • Kurzer Rückweg in Richtung Hafen
  • 22.00 Uhr | ligeti zentrum: Kieran McAuliffe & Friends – Perfekter, experimenteller Ausklang des Abends mit einer sehnsüchtigen und zugleich experimentierfreudigen Verschmelzung irischer Folkmelodien und jazziger Klänge.

Ausblick auf die kommenden Teile unserer Serie:

Im nächsten Teil reisen wir in den Hamburger Süden nach Neugraben und besuchen den bunten Weltladen!

👉 Verpasst nicht die weiteren Touren unserer Serie:

  • Teil 1: Die ultimative Rock- & Alternative-Tour (bereits erschienen)
  • Teil 2: Die Weltmusik-, Groove- & Club-Culture-Tour (bereits erschienen)
  • Teil 3: Experimentelle Klänge, Kirche & Improvisation (dieser Artikel)
  • Teil 4: Die Süderelbe- & Vielfalts-Tour (Start in Neugraben & Weltladen) (folgt in Kürze)
  • Teil 5: Das Harburger Kultur-Karree („Bermuda-Dreieck“ rund um den Rieckhoff- & Gloria-Tunnel) (folgt in Kürze)

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Die Weltmusik-, Groove- & Club-Culture-Tour https://www.tiefgang.net/die-weltmusik-groove-club-culture-tour/ https://www.tiefgang.net/die-weltmusik-groove-club-culture-tour/#respond Sat, 03 Oct 2026 22:57:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=14428 [...]]]> Am Sa., 10. Oktober startet wieder die SuedKultur Music-Night: Über 40 Acts in 16 Locations. Wir schlagen Dir vor, wie Du´s schaffen kannst …

Willkommen zu Teil 2 unserer Music-Night-Serie! Nach dem rockigen Auftakt widmen wir uns heute einer musikalischen Weltreise und einer unvergesslichen Club-Nacht. Am Samstag, den 10. Oktober 2026, erwarten euch bei der 16. SuedKultur Music-Night über 40 Acts in mehr als 16 Locations.

Wer den Hamburger Süden tanzend, rhythmisch und international erleben möchte, schnappt sich das Eintrittsbändchen und folgt am besten unserem erprobten Routenvorschlag für Weltenbummler und Nachtschwärmer.

Der Fahrplan für Globetrotter und Tänzer: Von Harburg Info bis zum Stellwerk-Bass

  • 18.30 Uhr | ContraZt e.V. (Treffpunkthaus Heimfeld, Friedrich-Naumann-Straße 9):

Wir starten ganz entspannt in Heimfeld zum Einlass, um uns auf den Rhythmus des Abends einzustimmen. Wer mag, schaut hier direkt beim Auftakt mit dem Hamburger Liedermacher Bernd Janeke vorbei oder startet direkt im Zentrum.

  • 19.00 Uhr | Harburg Info (Hölertwiete 6):

Hier begrüßt uns Lui Sarawuth Townao an Gitarre und Saxofon. Der erfahrene Musiker aus Thailand verbindet pädagogisches Können mit feinem musikalischen Gefühl und sorgt für einen stilvollen, warmen Empfang.

  • 20.15 Uhr | Ebenfalls Harburg Info (Hölertwiete 6):

Nahtloser Übergang zu Descarga Latina. Das Ensemble hat sich voll und ganz dem Latin Jazz verschrieben – eine mitreißende Mischung aus klassischen Jazz-Arrangements und afrokubanischer Perkussion nach Vorbildern wie Tito Puente und Dizzy Gillespie. Hier bleibt garantiert kein Fuß ruhig!

  • 21.30 Uhr | ContraZt e.V. (Treffpunkthaus Heimfeld):

Wir wechseln nach Heimfeld zur Téry Kafo Band (initiiert von dem senegalesischen Musiker Kekso Lamine Diabang). Das Ensemble zelebriert senegalesische Rhythmen wie Mbalach, Yae Yang und Reggae, begleitet von der traditionellen Kora (der afrikanischen Harfe) der Griots. Ein absolutes Highlight aus feurig-spritzigen Tanzrhythmen und lyrischen Texten.

  • 23.00 Uhr (oder davor ab 20 Uhr) | Stellwerk Hamburg (Hannoversche Str. 85, im Bahnhof über Gleis 3):

Das große, basslastige Finale für Nachtschwärmer:

  • 20.00 Uhr (Lounge): NoTvRaps bringt echten 90er-Jahre-US-Rap aus dem Underground und Indie-Rap direkt von Vinyl auf die Ohren.
  • 23.00 Uhr (Lounge): DJ Marekuja (Shut Up Crew) übernimmt das Ruder für eine explosive Mischung aus top-energetischen Drum & Bass-Sets mit fetten Soundsystemen!

Ausblick:

Im nächsten Teil widmen wir uns den experimentellen Klängen, der Kirche und der faszinierenden Welt der Improvisation!

👉 Verpasst nicht die weiteren Touren unserer Serie:

  • Teil 1: Die ultimative Rock- & Alternative-Tour (bereits erschienen)
  • Teil 2: Die Weltmusik-, Groove- & Club-Culture-Tour (dieser Artikel)
  • Teil 3: Experimentelle Klänge, Kirche & Improvisation (folgt in Kürze)
  • Teil 4: Die Süderelbe- & Vielfalts-Tour (Start in Neugraben & Weltladen) (folgt in Kürze)
  • Teil 5: Das Harburger Kultur-Karree („Bermuda-Dreieck“ rund um den Rieckhoff- & Gloria-Tunnel) (folgt in Kürze)

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Die ultimative Rock- & Alternative-Tour https://www.tiefgang.net/die-ultimative-rock-alternative-tour/ https://www.tiefgang.net/die-ultimative-rock-alternative-tour/#respond Fri, 02 Oct 2026 22:09:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=14412 [...]]]> Am Sa., 10. Oktober startet wieder die SuedKultur Music-Night: Über 40 Acts in 16 Locations. Wir schlagen Dir vor, wie Du´s schaffen kannst …

Es ist wieder so weit: Am Samstag, den 10. Oktober 2026, verwandelt sich der Hamburger Süden in eine einzige große Live-Bühne! Bei der 16. SuedKultur Music-Night öffnen über 16 Locations ihre Türen und präsentieren mehr als 40 Acts aus allen Himmelsrichtungen und Musikfarben. Das Geniale daran: Mit nur einem einzigen Einlassbändchen für günstige 7,50 € steht dir der gesamte Kosmos offen!

Doch bei dieser gigantischen Auswahl an Schauplätzen und Klängen stellt sich sofort die Frage: Wie soll man das bloß alles schaffen, ohne sich zu verheddern oder die absoluten Kracher zu verpassen? Keine Sorge – wir haben für euch den perfekten Masterplan in einer 5-teiligen Serie ausgearbeitet.

Den Auftakt machen wir heute für alle, die Benzin im Blut, Strom auf der E-Gitarre und Schweiß auf der Stirn brauchen: Tour 1 – Die ultimative Rock- & Alternative-Tour!

Von der stumpfen Ecke bis in den Rock-Olymp

Wenn du den Abend kompakt, handgemacht und mit ordentlich Wumms erleben willst, folgst du am besten diesem straff durchgeplanten Routenvorschlag:

  • 18 Uhr | Zur Stumpfen Ecke eG (Rieckhoffstr. 14):

Wir starten ganz entspannt, aber direkt rockig im Herzen von Harburg. Das Reh (bekannt aus dem Dunstkreis des 70s-Rock) eröffnet den Abend. Mit E-Gitarre und rauchigem Gesang mischt der Solo-Act eigene und gecoverte Songs (auf Englisch, Spanisch und Deutsch) zu einem bunten, erdigem Auftakt zusammen. Perfekt zum Warmwerden mit Bier in der Hand!

  • 19 Uhr | The Old Dubliner (Lämmertwiete):

Ein kurzer Spaziergang führt uns in Harburgs gastliches Herz, die malerische Lämmertwiete. Hier wartet Mark Curran. Der irische Singer/Songwriter ist kein leiser Troubadour, sondern ein echter Vollblut-Rockstar. Mit seinen mitreißenden Lieblingssongs und stadiontauglicher Energie sorgt er dafür, dass sich dieser frühe Samstagabend sofort wie eine ausgelassene Freitagnacht anfühlt.

  • 20 Uhr | Auferstehungskirche Marmstorf (Elfenwiese 1):

Jetzt machen wir einen kurzen Sprung nach Marmstorf. Per Bus von Harburg Rathaus mit den Linien  1145, 245 oder 345 gut erreichbar. Die dortige Kirche ist längst berühmt für ihre spektakulären Rock-Abende. Um 20 Uhr übernehmen Beauties&Beats feat. ThoMarius die Bühne. Die bekannte Tribute-Formation zelebriert Deutschrock-Hymnen von Westernhagen bis Grönemeyer – Mitsingen und Arme-in-die-Höhe-Reißen garantiert!

  • 21 Uhr | Wieder Auferstehungskirche Marmstorf:

Du musst die Location gar nicht wechseln, denn direkt im Anschluss bricht der Ausnahmezustand aus: Dissmeland betritt die Bühne. Hamburgs erste und einzige „Stoned-G-Punk“-Band mischt seit Jahren die norddeutsche Clublandschaft auf. Euch erwartet eine schweißtreibende, kompromisslose Mischung aus Noiserock, Crossover, schnellen Rhythmen und Reimen, bei denen auch mal mitten im Song die Instrumente getauscht werden. Volles Brett auf die Ohren!

  • 22 Uhr bis tief in die Nacht | Marias Ballroom (Lassallestraße 11):

Das absolute Epizentrum des Rock-Abends! Hier greifen drei Hochkaräter nahtlos ineinander, um den Club in einen echten Hexenkessel zu verwandeln:

  • 21.20 / 22.00 Uhr: Sweet Cougar Dreams – Ein Crossover aus Genialität und purer Rock-Energie, bei dem der Raum nach echtem Rock-Olymp riecht.
  • 22.40 Uhr: Anemone – Das niederländische Psychedelic-Rock-Quartett bringt schwebende 90er-Alternative-Gitarren, hypnotische Bässe und rohe emotionale Intensität auf die Bühne.
  • 0.00 Uhr: Asteroid Kane – Der perfekte, nächtliche Rausschmeißer. Indierock wie eine sternklare Highway-Nachtfahrt, irgendwo zwischen den Pixies, Radiohead und noisigem Postpunk.

Hol dir dein Eintrittsbändchen (7,50 €) am besten direkt an der Abendkasse der ersten Location.

Ausblick:

Im nächsten Teil widmen wir uns der großen Weltmusik- und Groove-Tour mit afrikanischen Rhythmen, Latin Jazz und fetten Club-Beats!

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  • Tour 2: Die Weltmusik-, Groove- & Club-Culture-Tour (folgt in Kürze)
  • Tour 3: Experimentelle Klänge, Kirche & Improvisation (folgt in Kürze)
  • Tour 4: Die Süderelbe- & Vielfalts-Tour (Start in Neugraben & Weltladen) (folgt in Kürze)
  • Tour 5: Das Harburger Kultur-Karree („Bermuda-Dreieck“ rund um den Rieckhoff- & Gloria-Tunnel) (folgt in Kürze)

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Termeh Yaghoubi und das Häuten der Erinnerung https://www.tiefgang.net/termeh-yaghoubi-und-das-haeuten-der-erinnerung/ https://www.tiefgang.net/termeh-yaghoubi-und-das-haeuten-der-erinnerung/#respond Mon, 31 Aug 2026 22:21:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=14471 [...]]]> Zwischen Teheran und Hamburg: Wenn man den Raum betritt, den Termeh Yaghoubi mit ihrer Kunst öffnet, spürt man sofort dieses feine, elektrische Knistern zwischen Ankommen und Verlorensein. Nun stellt sie in Harburg aus.

Die 1989 in Teheran geborene Künstlerin, die sich über ihre Malerei, Grafik und Lyrik eine neue Existenz erkämpft hat, malt keine gefälligen Landschaften. Sie kartiert die Geographie des Inneren. „Ich hinterfrage den Zustand der Identität auf individueller, kollektiver und biologischer Ebene“, beschreibt Yaghoubi den Kern ihrer Arbeit. Ihre Leinwände sind Schauplätze eines unerbittlichen Ringens: Überlieferte Zeichen ihrer iranischen Heimat verschmelzen mit den abrupten Brüchen des Exils zu einer visuellen Wucht, die niemanden unberührt lässt.

Unter dem programmatischen Titel Second Skin verdichtet sich Yaghoubis aktuelles Schaffen nun in einer abschließenden Ausstellung im Kunstverein Harburger Bahnhof zu einer eindringlichen Materialschlacht der Gefühle. Nach gefeierten Stationen – etwa im Frühjahr in der Kunstklinik Eppendorf, wo ihre mehrfachen Serien bereits das Publikum in den Bann zogen – zeigt sich im September im Hamburger Süden die ganze Reife dieses Prozesses. Ihre Bilder funktionieren wie eine epidermale Membran: Sie atmen, sie schmerzen, sie zeigen die Narben von Migration und politischer Repression. Es ist jene kompromisslose Ehrlichkeit, die den schnellen, energischen Stil der Künstlerin auszeichnet. Hier wird Malerei zur physischen Notwendigkeit, zu einer zweiten Haut, die den Schmerz des Verlassenseins aushält und in pure, widerständige Schönheit transformiert.

Dass Yaghoubi diese radikale künstlerische Handschrift in Hamburg ungehindert entfalten kann, ist keineswegs selbstverständlich, sondern das Resultat einer solidarischen Kulturpolitik. Getragen vom INTRO-Förderprogramm der Hamburger Behörde für Kultur und Medien, haben vor allem der Verein Künstler zu Gast in Harburg und der Kunstverein Harburger Bahnhof einen geschützten Raum geschaffen. Sie beweisen, dass die Hansestadt mehr sein kann als nur ein administrativer Transitort: Sie wird zum echten Exil für die Kunst. Harburg etabliert sich damit einmal mehr als lebendiger Außenposten für internationale, widerständige Stimmen, die den globalen Diskurs bereichern.

Wenn sich vom 11.-20. September nun die Türen für das große Finale von Second Skin im Kunstverein Harburger Bahnhof (über Fernzuggleis 3+4) öffnen, schließt sich ein Kreis aus Residenz, Schmerz und kreativer Selbstermächtigung. Es ist eine der dringendsten Ausstellungen dieses Herbstes – nahbar, politisch und von einer elektrisierenden ästhetischen Dringlichkeit.

Termeh Yaghoubi – Second Skin (Finale Werkschau der Residenz)

Kunstverein Harburger Bahnhof, Im Fernbahnhof über Gleis 3/4, Hannoversche Straße 85, 21079 Hamburg

Die Ausstellung läuft vom 11.-20. September. Informationen zu Öffnungszeiten und Eintritt finden Sie direkt auf der Website des Kunstvereins unter www.kvhbf.de.

auf Tiefgang dazu auch: „Ein Exil für die Kunst“ (26.07.2025) und Wer werden wir? (10.02.2026)


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Lebendige Bauten https://www.tiefgang.net/lebendige-bauten/ https://www.tiefgang.net/lebendige-bauten/#respond Sat, 29 Aug 2026 22:59:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=14457 [...]]]> Vom 11. bis 13. September 2026 lädt der Tag des offenen Denkmals wieder dazu ein, Hamburgs Denkmäler neu zu entdecken. Unter dem Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“ öffnen rund 175 Denkmalorte ihre Türen. Auch in Harburg.

Der Beton vibriert. Nicht jenes ohrenbetäubende Beben der Großbaustellen, sondern ein leises, fast sakrales Summen, das tief aus dem Untergrund heraufkriecht. Wir leben in einer Epoche, die dem Augenblick huldigt. Alles muss glatt sein, frisch gewienert, schnurlos und ohne Patina. Doch unter dem Pflaster, hinter den verrußten Backsteinfassaden und in den rostenden Adern unserer Städte pulsiert eine andere Zeitrechnung: die der Netzwerke.

Wenn sich im Spätsommer wieder die Pforten des Tag des Denkmals öffnen, feiern wir keine museale Leichenschau verstaubter Steine. Das diesjährige Motto – NetzWERKE: Denkmale und Infrastruktur – führt uns an den Ort zurück, an dem Geschichte nicht ausgestellt, sondern gemacht wurde. Es geht um die physischen Leitungen, die Rohre, die Schienen und die unsichtbaren Bänder, die das Gemeinwesen einst zusammenkneteten und bis heute im Verborgenen halten.

Denkmäler sind keine Denkmäler, weil sie alt sind. Sie sind es, weil sie stumme Zeugen davon sind, wie wir miteinander ins Geschäft kamen, wie Wasser floss, wie Energie fließend wurde und wie Mobilität die Enge des Raumes sprengte. Sie sind die seismografischen Spuren unserer Herkunft. Ein Plädoyer für den Blick in die zweite Reihe – dorthin, wo die Metropole ihre rauen, ehrlichen Kanten zeigt, wo der Schweiß der Arbeiter in den Mörtel drang und wo das urbane Nervensystem freiliegt. Wer bereit ist, genauer hinzusehen, entdeckt in diesen funktionalen Kathedralen der Technik eine eigene, fast schmerzhafte Poesie.

Doch um diese Poesie zu finden, müssen wir den Blick weiten und den gewohnten Horizont hinter uns lassen. Wer in Hamburg vom urbanen Kosmos spricht, meint meist die feine Kante der Alster, die gläsernen Kuben der Speicherstadt oder die piekfeinen Villenviertel im Nordwesten. Doch jenseits der großen Ströme, dort, wo die Elbe ihre Arme weit ausbreitet, liegt ein Territorium, das im kollektiven Bewusstsein allzu oft als blinder Fleck gehandelt wird: der Süden. Ein Sprung über die Elbbrücken ist immer auch ein Sprung in eine andere Dimension der HafenCity.

Harburg. Allein der Klang des Namens ruft bei manchen Großstädtern ein vages Schulterzucken hervor – verbunden mit der psychologischen Schranke des Südens, der vermeintlich hinter dem Strom im Schatten liegt. Ein Irrtum, der kaum größer sein könnte. Denn während an der Binnenalster flaniert und parliert wurde, goss man hier draußen das fundamentale Rückgrat des industriellen Aufstiegs.

Hier regiert eine ganz eigene Souveränität. Der Süden Hamburgs hat sich seine zupackende, zähleibige Identität bewahrt. Hier riecht die Luft noch nach Arbeit, nach Geschichte und nach dem Stolz einer eigenständigen Stadt, die ihre Eingemeindung in das große Hamburg zwar schlucken musste, aber ihren kernigen Charakter nie verloren hat. Wer sich auf den Weg über das Wasser macht, verlässt das postmoderne Hochglanzpapier und betritt das Archiv der harten Arbeit, wo Ziegelstein noch Bedeutung hat und der Wind von den Werften und Kaianlagen weht.

Konkrete Begegnungen im Süden

Wer sich auf Spurensuche im Harburger Terrain begibt, stolpert unweigerlich über Orte, die im Vorübergehen leicht übersehen werden, bei genauerem Hinsehen aber ganze Epochen offenbaren.

Da ist etwa der alte Wartesaal im Harburger Hauptbahnhof. Wo heute der Kunstverein Harburger Bahnhof residiert, wehte einst der Wind des Aufbruchs. Reisen in der Ersten Klasse bedeutete Genießen im feinen Salon, während auf der anderen Seite (heute Club Stellwerk) man auf harten Holzbänken, eingehüllt in Ruß, Dampf und die nervöse Erwartung des Nächsten wartete. Heute schlägt in diesen Hallen der Puls der Gegenwartskunst. Künstler*innen bespielen genau jenes Dazwischen, jenen Zustand des Übergangs, der Bahnhöfen seit jeher innewohnt. Es ist eine faszinierende Symbiose: Die historische Hülle atmet den Geist des Schienennetzes, während drinnen Fragen an unsere heutige Existenz gestellt werden.

Nur ein paar Schritte weiter tut sich ein noch gewaltigerer Schnitt auf. Das Phoenix-Viertel mit seinen imposanten Werksanlagen erinnert an jene Jahrzehnte, als hier Kautschuk verarbeitet wurde, als die Räder nie stillstanden und der Geruch von Gummi über den Straßenzügen lag. Inmitten dieses Industrieareals befindet sich die Sammlung Falckenberg. Der Wandel von der schweißtreibenden Produktionsstätte zum lichten Ausstellungsraum wirkt wie ein urbanes Wunder. Die Hallen haben ihre Narben nicht weggeschminkt; die stählernen Stützen und rau verputzten Wände erzählen vom Lebensalltag Tausender Arbeiter*innen. Wo einst Maschinen dröhnten, fordert die Kunst nun zum Innehalten heraus. Transformation gelingt hier nicht durch Glattbügeln, sondern durch das sichtbare Weiterleben der Vergangenheit.

Doch Harburg erschöpft sich keineswegs im Industriezeitalter. Wer tiefer gräbt und den Weg in das historische Herz rings um die Schlossstraße einschlägt, trifft auf das Kanzlerhaus (Neue Straße 59). Ein Bauwerk, das an jene Ära erinnert, als Harburg noch herzogliche Residenz und politisches Zentrum war. Die roten Backsteine künden von Macht, Verwaltung und den frühen handelsbezogenen Verflechtungen der Region. Es bildet den historischen Ankerpunkt in einem Viertel, das sich über die Jahrhunderte hinweg ständig neu erfunden hat.

Diese Orte zeigen eindrücklich: Infrastruktur ist nicht bloß graue Logistik. Sie ist das kulturelle Gedächtnis, das im Hamburger Süden besonders vielschichtig verankert ist.

Der Tag des Denkmals ist mehr als ein bloßes Event für Nostalgiker. Er ist eine Einladung, den mentalen Autopilot des Alltags abzuschalten, die gewohnten Trampelpfade zu verlassen und den Blick für jene unsichtbaren Texturen zu schärfen, die unsere gebaute Umwelt durchziehen. Wer sich auf den Weg macht, begreift: Geschichte ist kein Museum, das hinter Glas verstaubt. Sie ist das Fundament, auf dem wir heute stehen, atmen und handeln. Der Süden Hamburgs zeigt uns, dass gerade dort, wo einst gearbeitet, geschwitzt und gerungen wurde, die packendsten Geschichten lauern – man muss sie nur lesen wollen.

Überblick

  • Das offizielle und vollständige Gesamtprogramm des Aktionstages mitsamt allen Detailzeiten und Anmeldemöglichkeiten für Führungen im Bezirk Harburg finden Sie direkt auf der Website der Hamburger Denkmalstiftung.
  • Spezifische geschichtliche Stadtteil-Rundgänge, thematische Führungen (wie zu Harburgs Industrie- und Kolonialgeschichte) sowie Anmeldungen organisiert die Geschichtswerkstatt Harburg.
  • Informationen zu Ausstellungen, Führungen und Öffnungszeiten der Sammlung Falckenberg sowie des Kunstverein Harburger Bahnhof sind über deren jeweilige institutionelle Webseiten abrufbar.

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Der Bezirk wird wieder zur Bühne https://www.tiefgang.net/der-bezirk-wird-wieder-zur-buehne/ https://www.tiefgang.net/der-bezirk-wird-wieder-zur-buehne/#respond Tue, 25 Aug 2026 07:54:18 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=14416 [...]]]> Es gibt diesen einen Abend im Herbst, an dem Harburg den Atem anhält, um im nächsten Moment in Tausenden verschiedenen Frequenzen zu vibrieren. Es naht wieder die SuedKultur Music-Night!

Menschen wandern mit bunten Armbändern in den Straßen und Gassen im Süden Hamburgs von Club zu Club, schmieden Pläne und lachen den kühlen Herbstwind einfach weg. Am Samstag, den 10. Oktober 2026, ist es wieder so weit: Das Netzwerk SuedKultur lädt zur 16. SuedKultur Music-Night. Ein einziges Ticket für schlanke 7,50 € öffnet die Türen zu weit über 40 Live-Acts an 16 Spielorten in Harburg, Heimfeld, Marmstorf und Neugraben. Es ist ein unschlagbares Angebot für eine Nacht, die sich längst in das kulturelle Gedächtnis der gesamten Metropolregion eingebrannt hat.

Wie aus einer Provokation Kult wurde

Um die Faszination des Spektakels zu verstehen, lohnt es ein paar Kapitel in der Chronik des Hamburger Südens zurückblättern. Als sich 2006 engagierte Kulturschaffende, Clubbetreiber*innen und Initiative-Köpfe zusammenschlossen, geschah das auch aus einem Impuls der Selbstbehauptung heraus. Das gängige Vorurteil „Im Süden ist doch nix los!“ forderten die Macher*innen des Netzwerkes SuedKultur kurzerhand heraus. Schon das legendäre erste Motiv aus dem Jahr 2010 entkräftete mit feiner Ironie und einem träge auf dem Sofa sitzenden Paar die These der kulturellen Öde.

Daraus entstand auch recht zügig die mutige Idee einer dezentralen „Leistungsschau“ der lokalen Musikszene. Anders als bei überdimensionalen Events in Hamburg setzte SuedKultur von Anfang an auf die Stärken der Nachbarschaft: intime Räume, kurze Wege, lebendige Vielfalt und direkte Begegnungen. Über die Jahre wuchs das Festival, überstand Pandemie-Hürden mit neu gedachten Konzepten und feierte im vergangenen Jahr bereits ein fulminantes 15. Jubiläum. Die Music-Night ist geblieben, was sie immer war: ein ehrliches, spürbares Bekenntnis zum Bezirk.

Ein genresprengendes Sound-Kaleidoskop 2026

Wer am 10. Oktober durch die Straßen streift, begegnet einer musikalischen Bandbreite, die ihresgleichen sucht. Das Programm im Vorfeld liest sich wie eine Entdeckungsreise durch Stile, Welten und Klangexperimente.

Für Liebhaber*innen avantgardistischer und grenzüberschreitender Kunst wird das ligeti zentrum im Harburger Hafen zum aufregenden Experimentierfeld. Unter dem Titel „Klang à la Carte!“ verschmelzen interaktive Installationen von Dai Jianhua, somomathematische Impuls-Noise-Improvisationen, der Avantgarde-Pop von Clarks Planet und facettenreicher Jazz zu einem multisensorischen Gesamtkunstwerk.

Rock-Enthusiast*innen ziehen eher weiter ins Marias Ballroom, wo die Wände verlässlich beben. Hier teilen sich Stoner-Rock von The Paintbox, die kompromisslose Energie von Sweet Cougar Dreams, melancholisch-psychedelische Klänge von Anemone und atmosphärischer Indierock von Asteroid Kane die Bühne.

Wer den urbanen Beat sucht, findet im Stellwerk Hamburg sein Zuhause: Die Incredible Soulfood Crew liefert Oldschool Funk & Soul, NoTvRaps bringt den rohen Underground-Sound des 90er-Jahre-US-Hip-Hop zurück, und DJ Marekuja treibt die Nacht mit mitreißenden Drum-&-Bass-Rhythmen voran.

Dass Kultur im Süden keine Schwellen kennt, beweisen die leiseren, aber nicht minder intensiven Orte. Im Treffpunkthaus Heimfeld (ContraZt e.V.) entfalten Bernd Janecke und Leonore Lilja feinsinnige Liedermacher-Kunst, Komorebi zeichnet atmosphärische Klangbilder, während Frederiksson und das Schusseltier das Chanson feiern und die Téry Kafo Band mit westafrikanischen Mbalach- und Reggae-Rhythmen zum Tanzen anregt.

Sogar sakrale Räume werden zu Klangkörpern voller Magie: Die St. Paulus-Kirche in Heimfeld verwandelt sich mit Frank Meiller & Kollegium sowie der Jazzkonferenz in eine stimmungsvoll erleuchtete Oase für Jazz, Swing und Bossa Nova. In der Auferstehungskirche Marmstorf trifft traditioneller Rockgottesdienst auf die ungefilterte Energie der Punkrocker von Senkrechtstarter. Der Kultur Palast Harburg wiederum lässt das Publikum mit dem Akustik-Duo Nervling tief in eine gefühlvolle Welt aus Pop, Soul, Reggae und Folk eintauchen.

Ob etablierte Größen in der Lämmertwiete wie The Old Dubliner, überraschende Live-Momente in der Harburg Info, im Weltladen, bei der Haspa am Sand, im Habibi Atelier des Integrationsrats, im JoLa Kulturhaus Süderelbe, in der Stumpfen Ecke eG oder im Kulturwohnzimmer im Gloria-Tunnel: An jeder Ecke wartet eine neue Entdeckung.

Ein Fest der Zusammengehörigkeit

Jan Schröder, Sprecher des Netzwerkes SuedKultur, fasst das Gefühl dieser besonderen Nacht zusammen: „Die SuedKultur Music-Night ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie lebendig, solidarisch und facettenreich das kulturelle Leben im Hamburger Süden ist. An diesem Abend zeigt sich Harburg von seiner besten Seite – offen, experimentierfreudig und musikalisch absolut erstklassig.“

Das Geheimnis der Music-Night liegt genau in dieser Verbundenheit. Künstler*innen, ehrenamtliche Initiativen, Gewerbetreffs und erfahrene Clubbetreiber*innen ziehen an einem Strang, um Kultur für alle zugänglich zu machen. Wer sich auf den Weg macht, entdeckt nicht nur neue Musik, sondern auch die Vielfalt der Nachbarschaft.

Dieser erste Einblick verrät nur einen Teil des monumentalen Programms. Das vollständige, feingliedrige Zeit- und Ablauf-Line-up mit allen exakten Auftrittszeiten wird Mitte September 2026 offiziell veröffentlicht. Doch der Termin steht fest: Der 10. Oktober gehört der Musik.

16. SuedKultur Music-Night: Sa., 10. Oktober 2026

Spielstätten in Harburg, Heimfeld, Marmstorf und Neugraben; Eintritt: 7,50 € (Eintrittsbändchen gilt für alle Locations); Detailliertes Programm & Infos bald auf: www.sued-kultur.de


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Bühne des Lebens, Spiegel der Stadt https://www.tiefgang.net/buehne-des-lebens-spiegel-der-stadt/ https://www.tiefgang.net/buehne-des-lebens-spiegel-der-stadt/#respond Sat, 22 Aug 2026 22:35:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=14034 [...]]]> Harburg kann sich glücklich schätzen, nicht nur ein eigenes – sondern eben dieses Harburger Theater zu haben. Denn wenn sich im Herbst der Vorhang hebt, beginnt wieder weit mehr als nur eine neue Spielzeit.

Es ist der Startschuss für eine Saison, die den Anspruch hat, unsere Gegenwart in all ihrer Komplexität zu spiegeln. In einer Zeit, die sich oft rastlos und fragil anfühlt, antwortet das Harburger Theater mit dem, was wir am meisten brauchen: mit Orten der Begegnung, mit Geschichten, die unter die Haut gehen, und mit einem Humor, der befreit, statt nur zu betäuben.

Die kommende Spielzeit 2026/2027 versteht sich als ein lebendiger Dialog zwischen Tradition und Moderne, zwischen lokaler Verwurzelung und globalen Fragen. Intendant Axel Schneider und sein Team haben ein Programm zusammengestellt, das den Mut besitzt, unbequeme Themen – von ethischen Grenzfragen bis hin zur geschichtlichen Verantwortung – in das Zentrum zu stellen. Doch keine Sorge: Neben dieser intellektuellen Tiefe kommt die Leichtigkeit nicht zu kurz. Ob musikalische Hommagen, die direkt ins Herz treffen, oder kabarettistische Sezierungen des alltäglichen Wahnsinns – das Theater lädt uns ein, den Alltag für ein paar Stunden hinter uns zu lassen, um am Ende doch bereichert in ihn zurückzukehren.

Wir können uns also auf eine Spielzeit freuen, die ebenso neugierig wie mutig ist. Hier eine Vorschau auf eine Saison, die das Denken herausfordert, die Lachmuskeln beansprucht und die uns zeigt, dass das Theater vor unserer Haustür der beste Ort ist, um die Welt zu verstehen.

Das politische Theater in Harburg setzt in dieser Spielzeit auf zwei Schwergewichte, die den Finger direkt in die Wunden unserer Zeit legen. Es geht um die großen Fragen von Recht, Wahrheit und menschlicher Schuld – verpackt in eine Form, die niemanden unberührt lässt.

Wenn Ferdinand von Schirachs neues Stück „Sie sagt. Er sagt.“ die Bühne der Hamburger Kammerspiele betritt, ist das mehr als nur eine Aufführung – es ist ein ethisches Experiment für das Publikum (19.02. bis 27.02.2027). Das Stück greift ein gesellschaftliches Dilemma auf, das aktuell so schmerzhaft wie kaum ein zweites ist: Die Unmöglichkeit einer absoluten Wahrheit in Fällen sexualisierter Gewalt, wenn Aussage gegen Aussage steht. Intendant und Regisseur Axel Schneider, der bereits bei „Gott“ bewies, wie man philosophische Grenzfragen inszeniert, wählt hier einen präzisen, kammerspielartigen Ansatz. Die Presse beschreibt den Abend als „aufrüttelnd“ und betont, dass die Urteilsfindung untrennbar mit unseren eigenen gesellschaftlichen Vorurteilen verknüpft ist.

Ferdinand von Schirach, der als ehemaliger Strafverteidiger eine einzigartige Perspektive mitbringt, verweigert in seinen Texten stets die einfache Moral. Sein Ziel ist nicht das Urteil, sondern der Diskurs. Die Zuschauer*innen werden hier zu Schöffen, die ihr eigenes Gerechtigkeitsempfinden permanent hinterfragen müssen. Die Inszenierung ist laut Hamburger Abendblatt eine Fortführung dieses anspruchsvollen, moralischen Theaters, das das Harburger Publikum in den letzten Jahren schätzen gelernt hat.

Den zweiten Ankerpunkt setzt die Uraufführung „Nächstes Jahr Bornplatzsynagoge“ (19.03. bis 27.03.2027). Dieses Stück von Axel Schneider ist ein notwendiger lokaler Reflex auf das jüdische Leben in unserer Stadt. Es erzählt die Geschichte eines Sohnes, der die Lücke im Hamburger Stadtbild – die zerstörte Bornplatzsynagoge – als Symbol einer tiefen gesellschaftlichen Leerstelle begreift.

Dass dieses Stück gerade jetzt, zeitgleich zum Voranschreiten der Pläne für den Wiederaufbau, auf dem Spielplan steht, macht es außergewöhnlich. Die Uraufführung wurde bereits mit minutenlangem Beifall gefeiert, was zeigt, dass auch das Harburger Theater den Nerv der Zeit trifft. Schneider gelingt hier eine Gratwanderung: Er verknüpft das große historische Trauma der Shoah mit der sehr persönlichen, fast intimen Suche eines Einzelnen nach Identität und Glauben in einer Stadt, die ihre Geschichte mal verdrängt, mal mühsam aufgearbeitet hat.

Beide Inszenierungen zeigen gerade in diesen Zeiten deutlich, dass das Theater hier nicht nur unterhalten möchte, sondern auch einen Resonanzraum schaffen. Es ist dieser Mut, sich nicht hinter leichten Stoffen zu verstecken, der das Profil des Hauses in der Spielzeit 2026/2027 so scharf zeichnet.

Musik, Nostalgie und Comedian

Neben intellektueller Schärfe des Gerichtsdramas lädt der Spielplan aber auch zur emotionalen Einkehr ein. Musik ist am Harburger Theater schon längere Zeit weit mehr als eine atmosphärische Untermalung; sie ist ein Schlüssel zur Geschichte, der uns über die Ohren direkt ins Herz führt.

Besonders herausragend in dieser Spielzeit ist die Inszenierung der „Comedian Harmonists“ (09.01. bis 16.01.2027). Die Geschichte des legendären Sextetts ist eine Achterbahnfahrt der Gefühle: Vom euphorischen Aufstieg in den Berliner Clubs der 1920er Jahre bis hin zum schmerzhaften Berufsverbot für die drei jüdischen Mitglieder durch das NS-Regime im Jahr 1935.

Was diese Inszenierung so besonders macht, ist das kreative Wagnis: Jan-Christof Scheibe haucht Klassikern wie „Mein kleiner grüner Kaktus“ oder „Ein Freund, ein guter Freund“ neues Leben ein, indem er sie mit einer Prise modernem Boyband-Feeling versieht. Dass dieses Regie-Debüt ausgerechnet von der Schauspielerin Cornelia Schirmer verantwortet wird, die selbst mit ihrem Duo „Cocodello“ Furore macht, verspricht eine Inszenierung, die genau weiß, wie man die Balance zwischen musikalischer Präzision und emotionaler Wucht hält. Das NDR 90,3 Kulturjournal lobte bereits, dass der Abend „direkt ins Herz“ gehe und am Ende kaum ein Auge trocken bleibe.

Diese musikalische Ader des Theaters zieht sich wie ein roter Faden durch den Spielplan, denn auch die Sonderveranstaltungen setzen auf diese tiefgehende Verbindung von Biografie und Klang:

Nina Simone with Love (31.12.2026): Die Künstlerin Love Newkirk würdigt die Ikone des 20. Jahrhunderts und spannt den Bogen von Jazz und Soul bis hin zu Simones politischem Widerstand gegen Rassismus.

Musik war meine erste Liebe – Eine Hommage an Udo Jürgens (14.02.2027): Eine Hommage an Udo Jürgens, bei der Eric Paisley und Heidrun von Goessel durch das Leben und die Hits des unvergessenen Komponisten führen.

Gustav Peter Wöhler Band (11.04.2027): Mit einer Mischung aus Pop-Klassikern und One-Hit-Wonders feiert die Band ihre 25-jährige Bühnenpräsenz, wobei Wöhler seine Musik stets mit persönlichen Anekdoten verknüpft, die das Publikum regelmäßig zu Standing Ovations bewegen.

Es ist diese Kombination aus musikalischer Virtuosität und der Lust am Storytelling, die diese Spielzeit ausmacht. Musik wird hier zum Vehikel für Lebensgeschichten – mal nostalgisch-beschwingt, mal politisch-kämpferisch, aber immer nahbar und mitreißend.

Comedy und Kabarett mit Tiefgang

Wenn das Lachen im Hals stecken bleibt, um dann in befreiender Ironie zu explodieren, dann sind wir im Bereich Comedy und Kabarett angekommen. Das Programm der Spielzeit 2026/2027 in den Hamburger Kammerspielen und am Harburger Theater beweist, dass Unterhaltung kein Synonym für Flachheit ist.

Foto: Bo Lahola

Der Tatortreiniger – Staffel 2 (29.01. bis 06.02.2027): Mizzi Meyers Kultfigur Schotty kehrt zurück, um in vier neuen Folgen in den Abgründen der menschlichen Existenz zu putzen. Die Episoden sind weit mehr als Comedy: Ob Schotty in einem Maklerbüro für Religionen über das Paradies philosophiert oder einen sadistischen Geschäftsführer in einer Consulting-Firma demaskiert, hier wird das Absurde zum treffenden Gesellschaftskommentar.

Alfons: Le Best Of (15.11.2026): Der „Deutschen liebster Franzose“ seziert mit seinem messerscharfen journalistischen Blick und der unverwechselbaren orangefarbenen Trainingsjacke die deutsche Nachrichtenlage. Alfons widmet sich seiner lebenslangen Mission: Dem Versuch, das Mysterium der Deutschen in freier Wildbahn endlich zu entschlüsseln.

Andreas Rebers: rein geschäftlich: BILANZ (23.01.2027): Rebers liefert tanzbare Kapitalismuskritik und nachhaltige Heiterkeit in einer Republik, die sich selbst gerade etwas verloren hat. Seine wortgewaltige Präsenz erinnert an die Glanzzeiten eines Dieter Hildebrandt oder Gerhard Polt.

Heike Feist: Alle Kassen, auch privat (16.03.2027): In einer furiosen Dreifachrolle verwandelt Feist den Theatersaal in eine Hausarztpraxis, in der Risse im Gesundheitssystem und die Pharmaindustrie gleichermaßen ihr Fett wegkriegen.

Thomas Freitag: Rückzug über die Minen der Ebene (21.04.2027): Mit schauspielerischem Talent setzt Freitag einen Schlusspunkt und entlarvt die menschliche Hybris, die unsere Errungenschaften – von KI bis Reichtum – regelmäßig in Missbrauch verwandelt.

LaLeLu: Urlaub vom Hirn (02.10.2026): Die A-cappella-Comedy-Profis bieten eine therapeutische Auszeit von der digitalen Welt: Zwei Stunden ganz ohne Geräte, Stecker oder Empfang.

Johann König: Heute ein König (26.02.2027): König kombiniert den familiären Irrsinn seines Alltags mit leuchtenden Gedichten und „wahnwitzigen Wortwellen“, die ein regelrechtes Synapsenfeuerwerk beim Publikum auslösen.

Dieses Programm ist ein kräftiges Plädoyer für den Humor als Widerstandskunst. Es sind die Spiegelungen unseres eigenen, oft überlasteten Alltags, die hier – mal mit sanfter Ironie, mal mit beißender Schärfe – in Unterhaltung verwandelt werden.

Das Kinderprogramm

Theater ist ein Abenteuer, das idealerweise schon im Kindesalter beginnt. Das Harburger Theater stellt in der Spielzeit 2026/2027 sicher, dass auch die jüngsten Zuschauer*innen voll auf ihre Kosten kommen – mit Stoffen, die so zeitlos wie liebevoll inszeniert sind.

Michel aus Lönneberga (29.11. bis 20.12.2026): Astrid Lindgrens Klassiker bringt die Abenteuer vom Hof Katthult in Småland auf die Bühne. Die Inszenierung fängt Michels neugierige und aufgeweckte Art ein, bei der trotz bester Absichten – wie etwa dem Versuch, Fleischsuppe aus der Schüssel zu lecken – am Ende meist ein lustiger Schlamassel steht.

Der kleine Rabe Socke – Alles meins (01.12. bis 27.12.2026): Basierend auf den Büchern von Nele Moost und Annet Rudolph, befasst sich dieses Stück mit einem Thema, das alle Kinder kennen: Teilen und Freundschaft. Der Rabe Socke lernt hier auf seine Weise, dass Reichtum an Spielzeug wertlos ist, wenn man niemanden hat, mit dem man ihn teilen kann – eine wichtige Botschaft für das junge Publikum.

Dieses Kinderprogramm setzt auf spiel- und verwandlungsfreudige Ensembles, die komplexe soziale Themen wie Freundschaft, Missgeschicke und das Miteinander in eine mitreißende und komische Form übersetzen.

Die Spielzeit 2026/2027 beweist, dass das Harburger Theater weit mehr als eine Unterhaltungsbühne ist. Es ist ein Ort der Begegnung, der es wagt, große historische Fragen mit den Absurditäten des Alltags zu verweben. Wer neugierig auf eine Theaterarbeit ist, die wachrüttelt, ohne die Leichtigkeit zu verlieren, findet hier ein Programm, das noch lange nachhallt.

Informationen und Karten:

Harburger Theater |Museumsplatz 2 | 21073 Hamburg

Programm & Tickets: online unter www.harburger-theater.de


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