Mit Arbeitsstipendien für die bildende Kunst schafft die Hansestadt Hamburg einen geschützten Raum für Experimente, Konzentration und Weiterentwicklung. Nun ist der Startschuss für die Ausschreibung Jahrgang 2027 gefallen.
In einer Stadt, die so sehr von ihrer kulturellen Vielfalt lebt wie Hamburg, ist die Unterstützung künstlerischer Visionen kein bloßer Luxus, sondern ein essenzieller Baustein für die Zukunftsfähigkeit der Szene. Seit nunmehr 45 Jahren verfolgt die Behörde für Kultur und Medien eine ebenso beharrliche wie erfolgreiche Strategie:
Was 1981 als Pilotprojekt begann, hat sich längst als eines der nachhaltigsten Förderinstrumente der Stadt etabliert und ist bundesweit zum Vorbild für ähnliche Programme geworden. Über 400 Künstler*innen konnten in den vergangenen viereinhalb Jahrzehnten von dieser Unterstützung profitieren, die weit über eine finanzielle Zuwendung hinausgeht.
Senator Dr. Carsten Brosda betont die Bedeutung dieser Förderung: „Die Arbeitsstipendien schaffen Freiraum, sich intensiv auf die kreative Arbeit zu konzentrieren und bieten zugleich wertvolle Möglichkeiten des Austausches und der Vernetzung untereinander. Damit tragen sie wesentlich dazu bei, die Hamburger Kunstszene lebendig, vielfältig und innovativ zu halten.“
Das Stipendium ist für die Dauer eines Jahres angelegt und mit monatlich 1.500 Euro dotiert. Diese finanzielle Basis ermöglicht es den ausgewählten Künstler*innen, den Druck des Alltagsgeschäfts zu mindern und sich voll und ganz neuen Projekten oder der konzeptionellen Weiterentwicklung ihres Werkes zu widmen. Doch der Fokus liegt nicht allein auf der Atelierarbeit: Ein wesentlicher Bestandteil des Förderprogramms ist die abschließende Gruppenausstellung im Kunsthaus Hamburg. Dieser öffentliche Auftritt, begleitet von einer fachkundigen Publikation, bietet den Stipendiat*innen eine wertvolle Plattform, um ihre Ergebnisse einer breiten Öffentlichkeit und der Fachwelt zu präsentieren.
Bewerbungsphase läuft
Gesucht werden herausragende, eigenständige künstlerische Positionen. Teilnahmeberechtigt sind bildende Künstler*innen mit Hauptwohnsitz in Hamburg und einer abgeschlossenen Ausbildung. Eine unabhängige Fachjury wird im November die Auswahl treffen, die Entscheidung erfolgt voraussichtlich Anfang Januar 2027. Wer die Chance nutzen möchte, Teil dieses langjährigen Erfolgsmodells zu werden, sollte sich beeilen: Bewerbungsschluss ist der 24. September 2026.
Die Ausschreibung für die Arbeitsstipendien für bildende Kunst 2027 erfolgt in Hamburg, Bewerbungen sind bis zum 24. September 2026 online über das Serviceportal der Stadt Hamburg möglich, die Stipendien sind mit monatlich 1.500 Euro dotiert, Website: serviceportal.hamburg.de [1]
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