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„Nah dran!“

Demokratie wirkt oft wie ein großes Theater. Theater kann aber auch zur Demokratie beitragen.

Das fördert nun der Dachverband der Amateurtheater und schiebt einen Wettbewerb dazu aus. Bewerbungsschluss ist der 21. Mai 2018.

In der Mitteilung des Bunds Deut­scher Ama­teur­thea­ter e.V. heißt es:

„Im Rah­men der Preis­ver­ga­be des fünf­ten Deut­schen Ama­teur­thea­ter­prei­ses ´amarenaim` Sep­tem­ber 2018 in Leip­zig, ver­leiht der Bund Deut­scher Ama­teur­thea­ter e.V. (BDAT) in Koope­ra­ti­on mit dem Insti­tut für Bera­tung, Beglei­tung und Bil­dung e.V. (B3) den Son­der­preis „Nah Dran!  – Ein Preis für Demo­kra­ti­e­thea­ter“. Die Aus­zeich­nung wird mit 2.000 Euro dotiert.

Wie wol­len wir heute und mor­gen mit­ein­an­der leben? Rechts­po­pu­lis­ten het­zen gegen Geflüch­te­te, Poli­tik und Pres­se. Eine öffent­li­che Debat­ten­kul­tur scheint im öffent­li­chen Raum unmög­li­ch gewor­den zu sein. Das gegen­sei­ti­ge Zuhö­ren wurde durch das Her­aus­schrei­en von Argu­men­ten abge­löst. Jeg­li­che Ver­su­che, eine Spal­tung zwi­schen den öffent­li­ch ange­pran­ger­ten „Gut­men­schen“ wie auch dem „besorg­ten Bür­ger“ zu ver­mei­den sind geschei­tert.

Das Insti­tut B3 setzt sich in Sach­sen für eine nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung einer demo­kra­ti­schen Kul­tur ein. Es gehört dazu, Argu­men­te vor­brin­gen zu kön­nen, sich Gegen­ar­gu­men­te anzu­hö­ren und einen gemein­sa­men Weg zu fin­den. Wie kann eine neue Streit­kul­tur ent­ste­hen, die auf demo­kra­ti­schen Regeln fußt?

Das Insti­tut B3 möch­te zusam­men mit dem BDAT die künst­le­ri­sche Aus­ein­an­der­set­zung mit wich­ti­gen Fra­gen unse­rer Gesell­schaft anre­gen und eine Thea­ter­grup­pe aus­zeich­nen die sich mit ihrem Stück in beson­de­rem Maße mit dem Rin­gen um die­sen demo­kra­ti­schen Dia­log beschäf­tigt. Die Prei­sin­itia­to­ren gehen davon aus, dass immer die Mög­lich­keit bestehen soll­te, unter­schied­li­cher Mei­nung zu sein, ohne dass die Grä­ben zwi­schen den Men­schen tie­fer gegra­ben wer­den. Gera­de der Aus­tra­gungs­ort von amarena2018 – Leip­zig – ver­eint Men­schen, die Mut und Stär­ke bewie­sen haben, um gesell­schaft­li­che Ver­än­de­run­gen vor­an­zu­trei­ben.

Gesucht wird eine Insze­nie­rung einer Ama­teur­thea­ter­büh­ne, die sol­che Fra­gen bei­spiel­haft auf­greift und mit den Mit­teln der Dar­stel­len­den Kunst ver­ar­bei­tet. Insze­nie­run­gen, die sich the­ma­ti­sch mit gesell­schaft­li­chem Zusam­men­halt, demo­kra­ti­scher Gesprächs­kul­tur und den damit ver­bun­de­nen Fra­ge­stel­lun­gen beschäf­ti­gen, sol­len durch die­sen Son­der­preis gewür­digt wer­den. Der struk­tu­rel­le Hin­ter­grund der sich bewer­ben­den Ama­teur­thea­ter­büh­nen wird eben­falls beach­tet.

Ins­be­son­de­re sind auch Insze­nie­run­gen ange­spro­chen, die unkon­ven­tio­nell und fle­xi­bel auf Markt­plät­zen, in Sport­hal­len, in Schu­len, in Sit­zungs­sä­len von Gemein­de­ver­wal­tun­gen oder bei der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr gezeigt wur­den bzw. gezeigt wer­den kön­nen.

Die Inszenierung soll keine Antworten liefern, sondern vielmehr die Probleme einer Beteiligung von unterschiedlichen Akteuren/ Positionen innerhalb des öffentlichen Dialoges/ der öffentlichen Streitkultur aufzeigen. Im Idealfall weist die Inszenierung Wege in eine faire Kommunikationskultur.

Wer kann sich wie bewerben?

Preisträgerfestival

Der Preisträger wird mit Vertreter*innen seiner Amateurtheaterbühne zum „amarena – Preisträ- gerfestival“ eingeladen, das vom 27. bis 29.09.2018 in Leipzig (Sachsen) stattfindet. Während dieses Festivals wird sich die ausgezeichnete Bühne im Rahmenprogramm präsentieren können. Der genaue Modus der Präsentation wird nach Auszeichnung in Absprache mit der Festivalleitung festgelegt. Die Reise- und Unterkunft/ Verpflegungskosten für die Preisträger werden vom Institut B3 übernommen. Preisgeld Der Sonderpreis ist mit 2.000 Euro dotiert.

Bewerbungsvoraussetzungen und Bewerbungsunterlagen

o Verpflichtend: Kurzdarstellung der Gruppe (für die Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen des Preises) und eine Beschreibung der Inszenierung (jeweils max. ½ DIN A4-Seite)

o Optional: weitere Unterlagen, die für die Sonderpreisjury erkenntnisgewinnend sind (u.a. Zeitungsartikel, Werbematerial – nur digital, Stellungnahmen öffentlicher Träger, ausführliche Projektbeschreibungen etc.)

o Optional: Film- und Bildmaterial, das im Zusammenhang mit dem ausgeschriebenen Sonderpreis steht, z.B. Inszenierungsmitschnitte oder WorkshopDokumentationen (bevorzugt digital, in Form von YouTube/Vimeo-Links, WeTransfer oder Dropbox).

Antrags­un­ter­la­gen und Hin­wei­se

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Info & Kontakt:

Bund Deut­scher Ama­teur­thea­ter e.V., Ulri­ke Strau­be, amarena – Deut­scher Ama­teur­thea­ter­preis, Inno­va­ti­ons­för­de­rung, Senio­ren­thea­ter, Lüt­zow­platz 9, 10785 Berlin, Fon 030 263 98 59 – 17; Fax 030 263 98 59 – 19; straube@bdat.info [4]; www.bdat.info [5]

Quelle: bdat.info [6]

 

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