Fischhalle – Tiefgang https://www.tiefgang.net Kultur, Politik, Kulturpolitik und mehr Fri, 13 Aug 2021 07:48:49 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.3 Das war mal ein KultUrLaub! https://www.tiefgang.net/das-war-mal-ein-kulturlaub/ Fri, 13 Aug 2021 22:36:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=8276 [...]]]> Vom 9. Juli bis 8. August ist das Netzwerk SuedKultur im südlichen Hamburger Bezirk Harburg dem Aufruf des Kultursenators Brosda gefolgt und veranstaltete einen riesigen SuedKulturSommer. Die Bilanz: „Wir leben noch!“

 Anfang Mai stellte die Behörde für Kultur und Medien die Idee eines Hamburg weiten Kultursommers vor. Veranstaltende sollten sich mit Ideen für Kulturprogramme zur Urlaubszeit bewerben und mit einer millionenschweren Finanzierung der Kulturbehörde zum einen möglichst viele Kreative in Open-Air-Events kurzfristig in Beschäftigung bringen. Zum anderen sollte ein Programm entstehen, dass viele Daheimgebliebene mit Kulturangeboten die Urlaubszeit versüßt.

Das Netzwerk SuedKultur nahm die Einladung an, bewarb sich und erhielt zu Anfang Juni eine Finanzierungszusage, die schon wenige Wochen später ihre Umsetzung fand.

So gab es vom 9. Juli bis 8. August über vier Wochen auf drei verschiedenen Plätzen in Harburg ein Kulturspektakel, dass es so in Harburg noch nicht gegeben hatte. Beteiligt hatten sich Marias Ballroom, das Komm du, der Old Dubliner, das Stellwerk, das Kulturhaus Süderelbe, der Rieckhof, die Fischhalle, der Kulturverein Alles wird schön, die Kunstleihe Harburg, die Genossenschaft Dreifalt eG, die Kulturwerkstatt Harburg, das KulturWohnZimmer, der Kulturverein ContraZt, das Habibi Atelier, die Kunstkarawane, dem Sozialkontor Hamburg-Süd und die Kunstgruppe wattenbergART. Heraus kamen 214 Stunden Live-Kulturprogramm jeder Couleur und mit knapp 350 Künstler*innen – dabei viele direkt aus Harburg, manche gar in Kooperation mit dem Landesmusikrat Hamburg.

Nun ist der KultUrLaub vorbei und der Netzwerksprecher und Hauptakteur von SuedKultur, Heimo Rademaker zieht Bilanz: „Wir sind alle platt und brauchen eine Pause vom Festivalleben. Zeit zum Genießen hatten wir noch nicht, aber von allen Künstler*innen aber auch dem Publikum und gar den beteiligten Gewerken durchweg positive Resonanz. Und alle diese Leute wieder zu sehen und nun zu wissen, wer noch bei der Stange ist aber auch leider, wer nicht, ist für alle wichtig gewesen.“ Denn letztlich sei es eine Aktion solidarischer Kulturarbeit gewesen. „Es galt, Geld gegen Kulturarbeit in den Markt zu schießen, die Sommerzeit produktiv zu nutzen und die eigene Attitüde hinten anzustellen! Und das ist fast durchweg geglückt!“

Das Programm enthielt so ziemlich alles von Klassik, Rock, Punk, Ska, Reggea, Jazz, Folk oder Klezmer, über Kinderprogramm, Kino, Kabarett oder Klamauk, von Flamenco, Tanz und Kunst bis Kino und Shanties. Der nötige Sicherheitsdienst sorgte für die Einhaltung der Corona-Verordnung und bliebt dennoch oft unbemerkt, der Eintritt war mehr als moderat, die Licht- und Tontechniker*innen verhalfen jedem Klang zum fetten Sound, Öko-Toiletten für das abbaubare Nebengeschäft und so konnte das letztlich mehr als wechselhafte Wetter keinen Veranstaltungstag in Gefahr bringen. „Das war logistisch eine absolute Herausforderung! Und wenn es auch üblicherweise immer mal etwas stressiger wird – die Zusammenarbeit unter all den Playern sucht seinesgleichen und es zeigt: SuedKultur kann, wenn sie darf! Und so wurde es wie eine Art ´Klassentreffen` und wir denken für viele Künstler*innen von nördlich der Elbe eine gute Werbung für den kultursonnigen Süden der Stadt!“, so Heimo Rademaker. Nebenbei könne er auch anmerken, dass es zu keinem Zeitpunkt der vier Wochen irgendwo ernst zu nehmenden Ärger, Komplikationen oder bemerkenswerte Störungen gab. „Selbst ein Hubschrauberpilot wartete bis zum Ende eines Songs einer Band bevor er wieder seine Rotoren zum Start anwarf. Respekt und Rücksicht sind also noch da!“

Und was kommt als nächstes? „Ich selbst bin schon wieder in den Vorbereitungen des „Sommers im Park“, habe noch jede Menge Abrechnungen und Nachweise zu erledigen, plane aber auch schon eine neue  Clubreihe in meinem Club Marias Ballroom zusammen mit dem Landesmusikrast Hamburg. Mal etwas ganz Neues“, so Rademaker. Vom 1. Harburger Kunstfest habe er mitbekommen, dass sich fast alle Künstler*innen wünschten, dieses Outdoor-Format auch 2022 zu wiederholen und die Inklusionsband „Station 17“, die am letzten Tag fürs Sozialkontor HH-Süd auftrat spielte, habe auch viele Veranstalter der SuedKultur so nachhaltig begeistert, dass auch hier unbedingt weitere Ideen gefragt seien. „Vor allem wollen wir hoffen, dass auch wir im Süden Hamburgs unseren Beitrag leisten konnten, dass die Kultur nicht vor die Hunde geht und wir diese grausame Zeit der Pandemie irgendwie durchstehen und uns unsere Lust auf Kreativität erhalten bleibt!“  

Einige Fotos mit Eindrücken der vier Kulturwoche sind auf der SuedKultur-Facebook-Gruppe hinterlegt und jede Menge Videomitschnitte finden sich auf YouTube unter SuedKulturSommer!

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200 Absagen und gut 300.000,- € Schaden! https://www.tiefgang.net/200-absagen-und-gut-300-000-e-schaden/ Mon, 16 Mar 2020 16:22:53 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=6510 [...]]]> Harburgs Kulturszene ist seit Jahren unterfinanziert und basiert auf viel privatem Engagement. Die Krise rund um die Corona-Pandemie trifft sie nun mitten  ins Herz.  

Die Vorsichtsmaßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus treffen viele, die Harburger Kulturszene aber besonders hart.  Museen, Theater,  Volkshochschule und Bücherhallen haben bis auf weiteres geschlossen. Viele sind fest gefördert oder gar in kommunaler Hand, manche zumindest mit öffentlichen Geldern unterstützt. Aber der Großteil der Harburger Clubs und Kulturorte bieten Konzerte, Lesungen, Ausstellungen, Theater oder Vorträge aus privatem Engagement und  Risiko.

Sie trifft es jetzt ungewöhnlich hart, denn dass der Bezirk Harburg Hilfe geben kann, bezweifeln sie. Als Zusammenschluss in der Initiative SuedKultur  sind gut 50 Kulturinstitutionen im Bezirk Harburg vereint, die seit 12 Jahren sich gegenseitig unterstützen und für eine bessere Wahrnehmung der Kultur im Süden der Stadt sorgen. Aber sie kritisiert auch seit Jahren, dass z.B. in der Verteilung der Stadtteilkulturmittel des Senats an den Bezirk Harburg eine schwere Unterfinanzierung besteht. Rund 300.000,- € weniger als der Durchschnitt aller Hamburger Bezirke fehlen jährlich. Nun da Hilfe dringend geboten wäre, um abgesagte Auftritte und Einnahmen  sowie die Bedienung von Verbindlichkeiten in der größten Härte abzufedern, belegt sich dieser Missstand.

In einer Blitzumfrage vom vergangen Freitag (13. März 2020) zeigt sich schon jetzt: rund 200 Veranstaltungen sind alleine im März betroffen, mit rund 20.000 erwarteten Besuchern und einem direkten finanziellen Ausfall von konservativ geschätzten 300.000 €! Und noch haben nicht alle Kulturorte Rückmeldung gegeben. Hinzu kommt das private Vermietungsgeschäft, das die Kulturangebote aber eben auch Miete, Personal und Gastronomie mit finanzieren.

Heimo Rademaker, Sprecher der Initiative SuedKultur und selbst privater Betreiber des Marias Ballrooms: „Es stehen Existenzen auf dem Spiel! Es braucht dringend und vor Ort Hilfestellung für die Clubs und Kulturschaffenden. Die Kulturbehörde hat großzügige Unterstützung angesagt. Aber was kommt davon und für wen in Harburg an? Unsere Erfahrungen waren schon guten Zeiten nicht gut. Jetzt könnte es bedeuten, dass mancher Laden nicht nur vorübergehend schließt.“

Und sie machen einen Großteil des Harburger Kulturangebots aus: sei es Marias Ballroom, das Stellwerk, das Kulturcafé Komm du, die Fischhalle, das Old Dubliner, die Stumpfe Ecke, der Verein ContraZt e.V., die Inselklause aber auch der Speicher am Kaufhauskanal oder die Musikgemeinde Harburg, die gerade Konzerte mit den Hamburger Symphonikern absagen musste.

„Und wir wollen keine Extra-Wurst in Harburg. Denn bei vielen Kulturschaffenden in Hamburg geht es gerade ans Eingemachte. Aber Harburg ist besonders hart getroffen und hat seit Jahren sich zu wenig um Sicherungsmechanismen gekümmert und kümmern können. Von was auch?“, so Heimo Rademaker.

 

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Party und Tipps für alle https://www.tiefgang.net/party-und-tipps-fuer-alle/ Fri, 11 Jan 2019 23:24:16 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4726 [...]]]> Party als gesellschaftliches Miteinander – das ist das Ziel eines Vereins, der nun auch Hamburgweit Termine in einem Faltblatt veröffentlicht.

Der Verein Harburg Tanzt e.V. steht für einen toleranten, offenen und vielfältigen Stadtteil. Sein Ziel ist es, Menschen aus den verschiedensten Gruppen zusammenzuführen. So auch Menschen mit Handicaps. Dies klappt ihrer Meinung nach am besten in einer lockeren Atmosphäre, wie auf einer guten Party. Daher gibt es seit geraumer Zeit regelmäßig die „Party für alle“ etwa im Stellwerk im Bahnhof Harburg. Das Team besteht aus einem Mix aus Heilerziehungspfleger*innen und weiteren Freiwilligen. Nun hat der Verein mit Unterstützung unter anderem des Bezirks Harburgs erstmal einen zweiseitigen Flyer herausgebracht, der Veranstaltungstipps in „gewissen Abständen“ veröffentlicht. Denn manche Locations gehen im Wust an Informationen unter und vor allem jene, bei denen es gut wäre, zu wissen, ob sie etwas barrierefrei sind. Party-Termine und Veranstaltungsvorschläge können an Party@harburg-tanzt.de gesandt werden.

Besonders viel findet sich in der ersten Ausgabe noch nicht. Aber ob Stellwerk-Punk, Fischhallen-Tanz oder Küche in der Sauerkrautfabrik – insbesondere Harburg wird mal aus einer anderen Perspektive sichtbar.

Die Infos sind auch online abrufbar unter: https://docdro.id/Ll1deh6

Übrigens: auf dem Terminportal www.sued-kultur.de finden sich die Locations des Süderelbe-Raumes mit einer Kurzdarstellung, bei der oft auch auf eine mögliche Barrierefreiheit hingewiesen wird. Wo es vermisst wird, lohnt es sich, die Location mal direkt darauf hinzuweisen, denn im Süden sind bei den SuedKultur-Locations alle Menschen willkommen, so lange sie sich respektvoll benehmen.

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Batterien des Lebens! https://www.tiefgang.net/batterien-des-lebens/ Fri, 12 Oct 2018 22:56:09 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4318 [...]]]> Am 20. Oktober rockt die 8. SuedKultur Music-Night Hamburgs Süden! 20 Locations, gut 40 Acts und das Ganze für einen 5er Eintritt! Da braucht man Orientierung. Wir helfen. Heute ein Blick in die Fischhalle im Harburger Hafen.

Die Fischhalle am Hafenbecken Harburgs eröffnete im Mai 2017 und ist für die meisten schon so selbstverständlich geworden, dass man sich Harburg ohne sie gar nicht mehr vorstellen kann. Initiator und Betreiber der altehrwürdigen Umschlagshalle ist Werner Pfeifer. Und den wiederum kennt man ohnehin als charmanten Hafenbarde. Drum eröffnet er am 20. Oktober gegen 18h auch den musikalischen Reigen in seiner vier Wänden, der von deutschen Hafenliedern über Rock, Pop, Balladen bis hin zum kernigen Blues aus Berlin führt. Doch nach einander …

Werner Pfeifer und die Hafenbande starten gegen 18h mit Hafenballaden, neue Chansons, Blues und Geschichten von und mit Werner Pfeifer (Voc & Git.), Sabine Dreismann (Sax), Detlef Schaper (Perc.), Gregor Nuxoll (Bass). Website: www.werner-pfeifer.eu

Gegen 19.30h gibt es dann „Rükkenwind“. Seit 2010 weht dieser frische Wind nämlich durch die deutsche Musiklandschaft und nun auch den Harburger Hafen. Mit ihrer Rock-Pop Band ´Rükkenwind` eroberten die beiden Freunde Christian Penno und René von Hagen die Herzen der Fans im Sturm. In Singles wie „ Sieh dir alles genau an“ und „Neubeginn“ zeigen die Hamburger Herzblut, Verstand und Originalität.

´Rükkenwind` sind auch gut von Vorne erlebbar. (Foto: PR)

Die Musik als „Batterie des Lebens“ begleitet die beiden waschechten Hanseaten schon seit der frühen Kindheit, deshalb gründeten sie im zarten Alter von 21 Jahren die Band Rükkenwind. Mittlerweile haben die beiden Musiker Zuwachs bekommen und sind zu einem stattlichen Quintett geworden. Die Songs wirken authentisch, die Texte sind „handmade with love“ und zudem entstehen die Kompositionen im eigenen Tonstudio. Auf dem Debüt Album „Sorgenfrei“ von 2015 zeigen die Windmacher einen hohen Wiedererkennungswert. Die kreativen Köpfe sind nicht nur einmalige Musiker, sondern managen sich auch selbst. Obwohl ihr Heimathafen in Hamburg liegt, rocken die Vollblutmusiker Bühnen in ganz Deutschland. Umso schöner, sie heute Abend im Harburger Hafen vor Anker gehen zu lassen. Wer Lust hat, sich treiben zu lassen und unverfälschte Musik zu erleben, ist bei einem Konzert von Rükkenwind genau richtig! Viel Power und Leidenschaft sorgen für die frische Brise! weiterführender Link: www.ruekkenwind.de

Last but not least tritt um 21.30 Uhr dann die Berliner Band „NotReally BluesBand“ auf.

Die drei jungen Berliner, Anfang bis Mitte 20, sorgten in den vergangenen 15 Monaten in Berlins Szene für Aufregung: Sie spielen Musik die man so gar nicht mit ihrer Generation in Verbindung bringt, nämlich Blues-Rock!

Aber was ist auch schon Blues-Rock? Wenn man genau hin hört, entdeckt man sofort die zeitgenössischen Einflüsse der jungen Wilden. Wäre ja auch komisch…. Außerdem hat der Blues sich immer bewegt und in Berlin ist sowieso immer alles anders.

Auf unzähligen Sessions und im harten Alltagsbetrieb der Berliner Live-Clubs, erspielten sich die jungen Männer jedenfalls in kurzer Zeit Respekt und Anerkennung und brachten das Publikum zum Tanzen, Schwitzen und Trinken obendrein. Alte Blues-Opas und junge Austausch-Studentinnen aus aller Herren Länder sind sich einig: Diese Jungs machen Spaß! Da ist dann egal, wie die Musik heißt.

2016 schaffte es die NotReally BluesBand als einziger Newcomer-Act der Szene auf das international besetzte Berlin Blues Festival. Angespornt durch die gute Resonanz zuvor, gingen die Jungs danach direkt ins Studio und nahmen ihre erste CD mit den beim Publikum beliebtesten Eigenkompositionen auf. Nach einigen intensiven Studio-Tagen machte sich die Band Luft und zog erst mal auf Straßenmusik-Tournee quer durch Deutschland. Mit einem alten LT, einem Stromaggregat und ein paar Paletten Kidney-Bohnen für unterwegs arbeiteten die Jungs sich zurück auf die Straße und in die Herzen vieler junger Mädchen.

 

Neben ihren eigenen Liedern, spielt die NotReally BluesBand heute Abend aber auch Klassiker des Genres: Songs von ZZ Top, Eric Clapton und Johnny Winter werden mit erfrischend neuem Ansatz untergemischt. Vom Blues-Keller bis zum Studentenclub, vom Straßenfest bis zur Tattoo-Convention: Die Jungs passen überall hin und heute Nacht insbesondere in Harburgs Fischhalle!

Weiterführend: www.nrbb.de

 

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5. Lange Nacht der Literatur https://www.tiefgang.net/5-lange-nacht-der-literatur/ Fri, 17 Aug 2018 22:12:50 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=3854 [...]]]> Das erste Jubiläum wird gefeiert: Zum fünften Mal findet in Hamburg die Lange Nacht der Literatur statt – und das mit einem Veranstaltungsrekord.

Während im ersten Jahr an 21 verschiedenen Orten gelesen wurde, hat sich die Zahl inzwischen mehr als verdoppelt.

Am Samstag, den 1. September treten ab 14 Uhr überall in der Stadt mehr als 60 Künstlerinnen und Künstler auf und lesen nationale und internationale Autorinnen und Autoren aus aktuellen Werken. In über 50 Buchhandlungen und anderen literarischen Orten finden überall in Hamburg Lesungen, Literaturperformances, Diskussionsrunden sowie Buchpräsentationen statt.

Die Lange Nacht der Literatur Hamburg ist eine Initiative vom Literaturhaus Hamburg und dem Büchereck Niendorf Nord.

Vor allem inhabergeführte Buchhandlungen, aber auch Bücherhallen, Verlage und andere kulturelle Einrichtungen laden zu Lesungen, Literaturperformances oder Diskussionsrunden ein.

Und im Rahmen der Abschlussveranstaltung der 5. Langen Nacht der Literatur wird der 3. Buchhandlungspreis der Kulturbehörde Hamburg in der Hamburger Kunsthalle vergeben werden. Die bisherigen Preisträger sind: Buchhandlung Christiansen (2014), Lüders. Buchhandlung & Antiquariat (2016) sowie der KiBuLa (Förderpreis für besonders spezialisierte Buchhandlungen 2016).

Das Programm im Zeitlauf – Orte und Lesungen im Süderelbe-Raum sind hervorgehoben:

14:00 – Bücherhalle Volksdorf
Wolfgang Thon liest aus „Blutiges Land“

16:30 BOD – Books on Demand
Mit Self-Publishing zum eigenen Buch – Einstieg, Lesung & Poetry Slam

16:30 – KiBuLa
Martin Fuchs‘ „Butscher“ – eine interaktive Lesung über das Großwerden

17:00 – abc Buchhaus
Carola Christiansen liest aus „Der andere Zwilling“

17:00 – Buchhandlung Bücherwurm
Uwe Laub liest aus „Sturm“

17:00 – frau BÜCHERt
Stefanie Taschinski liest aus „Die kleine Dame“

18:00 – Buchhandlung Alte Holstenstraße
Karin Kalisa liest aus „Sungs Laden“

18:00 – Buchhandlung Bücher & Co.
Oliver Lück liest aus „Flaschenpostgeschichten“

18:00 Buchhandlung Christiansen
„Unter Palmen aus Stahl“: Lesung und Gespräch mit Dominik Bloh

18:00 – Buchhandlung Kortes
Matthias Schmoock liest aus: Ereignisse, die Hamburg prägten

18:00 – DENKtRÄUME – hamburger *frauenbibliothek
Karen-Susan Fessel liest aus „Mutter zieht aus“

18:00 – Buchhandlung & Antiquariat Lüders
Katharina Adler liest aus „Ida“ – Lesung und Gespräch, moderiert von Saša Stanišic

18:00 – Rudolf Steiner Buchhandlung
Svenja liest aus „Staub“

18:30 – Büchereck Niendorf Nord
Maike Wetzel liest aus „Elly“

18:30 – stories! – Die Buchhandlung
„Heimatabend“ mit Stefan Kruecken und Ben O. Bömkes (Akkordeon)
Zu Hause in Hamburg: 10 Jahre Ankerherz Verlag und 10 Jahre stories

19:00 – Bücherhalle Barmbek
Kristine Bilkau liest aus „Eine Liebe, in Gedanken“

19:00 – Bücherhalle Wandsbek
Matthias Göritz liest aus „Parker“

19:00 – Bücherstube am Krohnstieg
Ulrike Busch liest aus „Mordsrevanche“

19:00 – Buchhandlung am Sand, Fischhalle Harburg
Hannes Köhler liest aus „Ein mögliches Leben“

19:00 – Buchhandlung Ulrich Hoffmann
Krischan Koch liest aus „Pannfisch für den Paten“

19:00 – Buchhandlung Klauder
Anne Müller liest aus „Sommer in Super 8“

19:00 – Buchhandlung Seitenweise
Günter Zint zeigt seine Fotos und erzählt

19:00 – Buchladen Osterstraße
Max Annas liest aus „Finsterwalde“

19:00 – Svenska Intensiv
Katrin Seddig und die Liebe

19:00 – Cohen + Dobernigg
Lucy Fricke liest aus „Töchter“

19:00 – Dr. Götze Land & Karte
Peter Korneffel liest aus „Die Humboldts in Berlin. Zwei Brüder erfinden die Gelehrtenrepublik“ – Fotoreportage

19:00 – Museumsshop der Freunde der Kunsthalle e.V.
Katrin Burseg liest aus „Liebe ist ein Haus mit vielen Zimmern“.

19:00 – Fachbuchhandlung Sautter + Lackmann
Niklas Maak liest aus „Durch Manhattan“

19:00 – Institut français de Hambourg
Gespräch mit Catherine Millet

19:00 – WEDE Fachbuchhandlung
Michael Batz stellt sein neues Buch „Hiev op! Requiem für die Hafenkrane der Stückgutzeit“ vor

19:00 – Bücherhalle Lokstedt
Eva Almstädt liest aus „Ostseerache“

19:30 – Buchhandlung Heymann
Michael Kumpfmüller liest aus  „Tage mit Ora“

19:30 – Jussi – Mein skandinavisches Krimi-Buch-Café
Jan Mehlum liest aus „Kalte Wahrheit“

19:30 – Literaturhaus Hamburg, Buchhandlung Samtleben und Freie Akademie der Künste
Alex Capus liest aus „Königskinder“

19:30 – Schwarze Hafen-Nächte in der Speicherstadt-Kaffeerösterei
Die entgleiste Kameliendame

19:30 – Boysen + Mauke
Petra Morsbach liest aus „Justizpalast“

19:30 – Bücherhalle Holstenstraße
Verena Carl liest aus „Die Lichter unter uns“

20:00 – Strips & Stories
„The Joke Is On You“ – Comiclesung (dt. / engl.) mit Kathrin Klingner, Lizz Lunney, Elizabeth Pich & Nadine Redlich

20:00 – Bücherhalle Elbvororte
Till Raether liest aus „Neunauge“

20:00 – Bücherstube Fuhlsbüttel
„WIR SIND DIE SELIGEN!“ – LESUNG, MUSIK UND MEHR…

ab 20:00 – GEDOK Hamburg und Deutsche Haiku-Gesellschaft
Haiku trifft Gott (Workshop, Wettbewerb und Live-Musik – Beginn stündlich)

20:00 – Lesesaal Buchhandlung
Rachel Gratzfeld liest aus „Bittere Bonbons“ – Georgische Geschichten

20:00 – Sachsentor Buchhandlung
Mareike Krügel liest aus „Sieh mich an“

20:00 – Forum Hamburger AutorInnen und writers´room
AHAB-Lesereihe zur Langen Nacht

20:00 – Buchhandlung Lüdemann
Georg Thiel liest aus „Jud“

20:00 – Zentralbibliothek der Bücherhallen Hamburg
Poetry Slam im Rahmen der Langen Nacht der Literatur

20:15 – Mathilde Bar Ottensen
Lea Streisand liest aus: „Im Sommer wieder Fahrrad“

20:15 – Thalia Buchhandlungen Hamburg
Angelika Klüssendorf liest aus „Jahre später“

22:00 – Behörde für Kultur und Medien
Verleihung des dritten Hamburger Buchhandlungspreises

ab 22:00 – Ausklang: Jetzt wird gefeiert!

Quelle: langenachtderliteratur.de

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Zum Brunch bei Maria https://www.tiefgang.net/zum-brunch-bei-maria/ Fri, 18 May 2018 22:53:19 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=3633 [...]]]> Das Clubkombinat Hamburg lädt einmal im Monat seine Mitglieder zum Branchen-Brunch. Jetzt war es in Harburg im Marias Ballroom. Wir haben mal reingeschaut.

Einmal im Monat findet der sogenannte Club-Brunch statt und am liebsten in jeweils einem anderen Club, um auch mal einen expertiven Blick hinter die Kulissen werfen zu können. Diesmal im Phoenixviertel, denn der Süden ist eine echte Hausnummer in Sachen Hamburger Clublandschaft geworden. Unter den mittlerweile 150 Mitgliedern des seit 2004 existierenden Dachverbands der Hamburger Clubbetreiber*innen und Partymacher sind etliche Clubs im Süden, wie es ja jährlichs choin die Music-Night belegt. Sei es das Stellwerk, die Inselklause, der Old Dubliner, die Fischhalle, die Kulturwerkstatt oder eben Marias Ballroom. Glaubt man der verbandsinternen Statistik ist der Süden der Stadt drittstärkster Live-Club-Bezirk der Metropole. Und so ist es fast folgerichtig, dass auch im Vorstand des Verbandes sich (wieder) ein Harburger findet. Heimo Rademaker vom Ballroom in der Lasallestraße.

Und er lud vergangenen Mittwoch zum Branchen-Brunch. Neben Kaffee, Brötchen und Bacon-Eggs dient der Brunch immer auch zum „Netzwerken“, sich kennen- und voneinander lernen und Neues erfahren.

Neu war einiges in Sachen Ökologie. So stellte sich eine Initiative des Vereins Clubkinder vor mit dem kompakten Namen und Programm „fuckstraws!“.

Ihr Begehren: „Plastik in den Weltmeeren. Plastik in der Elbe. Plastik in unserem Trinkwasser. Täglich erreichen uns neue spektakuläre Bilder und eindrucksvolle Zahlen. Leider. Wir finden Müll in Korallenriffen, in Walen, Schildkröten, Vögeln und in unserem Körper. Immer mehr Länder besteuern oder verbieten Plastiktüten oder Einweggeschirr. Endlich. DEN GRÖSSTEN SCHRITT KÖNNEN WIR SELBER MACHEN. TAGTÄGLICH NUTZEN WIR VIEL ZU VIEL PLASTIK. LASST UNS DAS LASSEN!“

Über im Flüssig (Foto: Alexas_Fotos / Pixabay)

Kurzum: Ideen werden gesammelt und umgesetzt, möglichst jeden Plastikmüll im Nachtleben zu meiden. Back to Stroh-Halm im wahrsten Sinne. Die Trinkröhren gibt es übrigens mittlerweile auch edel aus Glas – aber unpraktisch und teuer im Club-Alltag. Ein Tipp an die Clubs war so aber auch: Halme für Drinks überhaupt erst auf Nachfrage rauszugeben.

Mehr Infos dazu: #FCKPLASTIC; fckplastic.org; facebook.com/fckplastic.org

Ebenso interessant ein Vortrag von Vertretern von Greenpeace Energy. Ein Ableger des Umweltvereins, der aber auch Clubs u.a. beim Energiesparen unterstützt. Und das reicht vom Handtrockner über die Glühbirne, dem Bewegungsmelder bis zum Kühlschrank. Man lernt und spart eben nie aus.

Auch konnte freudig für Verbandsmitglieder wieder die ein oder Partnerschaft mit satten Rabatten im Einkauf verkündet werden wie auch der Service des Kombinats ohnehin kaum eine Frage offen zu lassen scheint: clubkombinat.de/mitglieder/service

Harburg ist also mittendrin im urbanen Club-Geschehen, das noch kurze Zeit zur Aktion #FutureMusicCityHH (´Tiefgang` berichtete mehrmals) uns zur gleichnamigen Petition aufruft. Und auch steht fest: Hamburger Musikveranstalter*innen ohne Mitgliedschaft im Clubkombinat ist wohl nur schwer zu helfen. Alle anderen nutzen sie schon.

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Preis für Pfeifers Penetranz https://www.tiefgang.net/preis-fuer-pfeifers-penetranz/ Fri, 24 Nov 2017 23:59:08 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=2530 [...]]]> Am 6. Mai 2017 eröffnete sie wieder, kein halbes Jahr später heimst sie den ersten Preis ein. Wegen ihrer Vorgeschichte: die Fischhalle Harburg. 

Am vergangenen Dienstag, (21. Nov. 2017) verlieh der Museumsverein Harburg zum dritten Mal die 2015 geschaffene Auszeichnung „Denkmalpreis Museumsverein Harburg“. In diesem Jahr ging die Auszeichnung an den Initiator und Inhaber der Fischhalle Harburg, Werner Pfeifer. Das neue Kulturzentrum im Harburger Binnenhafen erhält den Preis für eine vorbildliche Sanierung. Die 1906 gebaute Fischhalle sollte ursprünglich abgerissen werden, um Platz für Büroneubauten am Wasser zu schaffen. Mit Unterstützung der Harburger Bezirkspolitik ist es Werner Pfeifer aber nicht nur gelungen, die Halle zu erhalten, sondern sie zugleich für alternative kulturelle Zwecke zur Verfügung zu stellen. Und dies schon jetzt mit großen Erfolg. Mit der jährlichen Vergabe des Denkmalpreises will der Museumsverein das Engagement der Eigentümer denkmalgeschützter Gebäude anerkennen, die zum Erhalt historischer Bausubstanz in Harburg beitragen.

Identitätsstiftend

Harburg hat ein reiches baukulturelles Erbe. Denkmäler prägen das Gesicht des Hamburger Stadtteils – vom Fachwerkhaus bis zum Schloss. „Wer Denkmäler erhält, bewahrt Lebensraum und stiftet Identität für die Zukunft. Der Erhalt und die Sanierung historischer Gebäude ist aber mit viel Idealismus und Engagement der Eigentümer verbunden“, begründet Prof. Dr. Peter Hornberger, Vorsitzender des Museumsvereins, die Initiative. Der Verein will mit dieser öffentlichen Wertschätzung künftige Bewerber animieren und motivieren, sich für den Erhalt und die Bewahrung ihrer Harburger Denkmäler aktiv einzusetzen. Der „Denkmalpreis Museumsverein Harburg“ ist nicht dotiert. Der Preis besteht aus einer Urkunde und einer Plakette, die am Denkmal angebracht werden kann.

Beharrliches Engagement

„Der Museumsverein Harburg hat sich in diesem Jahr bei der Verleihung seines Denkmalpreises für die Fischhalle Harburg bzw. Werner Pfeifer entschieden, da hier die private Initiative eines Harburgers zum Erhalt eines für den Harburger Binnenhafen bedeutenden Gebäudes geführt hat. Besonders hervorheben möchte der Museumsverein, dass durch das beharrliche Engagement des Preisträgers ein Kulturzentrum entstanden ist, das die Identität des Hafen würdigt und gleichzeitig ein lebendiges Umfeld für Kultur schafft“, so Prof. Dr. Hornberger weiter.

Prof. Dr. Hornberger (Foto: AMH)

Hintergrund: Die Fischhalle Harburg wurde 1906 erbaut und zunächst als städtische Fischhalle genutzt. Bereits 1908 widmete man die Halle zur sogenannten Hafenarbeitervermittlungsstelle um. Mit der rasanten Umstellung auf die Containerschifffahrt verloren die kleinen Stückgutumschlagsbetriebe allerdings zunehmend an Bedeutung und Hafenarbeiter wurden kaum noch benötigt. Die Hafenarbeitervermittlungsstelle wurde schließlich geschlossen, das Gebäude blieb im Besitz der Stadt. Als der Senat und der Bezirk begannen, den brachliegenden Binnenhafen neu zu entwickeln, sollte die leerstehende Fischhalle abgerissen werden, um Platz für einen Büroneubau zu schaffen. Es gab bereits einen gültigen B-Plan, der an dieser Stelle ein Hochhaus vorsah.

Sachgerechte Erhaltung

Bei einem Harburger Binnenhafenfest wurde der Musiker und Wohnschiffer Werner Pfeifer auf das Gebäude aufmerksam. Er entwickelte ein Konzept zur Rettung der Halle, das eine Nutzung für alternative Kulturveranstaltungen vorsah und konnte die Harburger Bezirksversammlung und die Bezirksverwaltung von seiner Idee überzeugen. Besondere Unterstützung erhielt er dabei von Bezirksamtsleiter Thomas Völsch und Baudezernent Jörg Penner. Am 1. April 2016 war Werner Pfeifer schließlich der neue Eigentümer der Fischhalle Harburg. Obwohl das Gebäude nicht unter Denkmalschutz steht, wurde bei der Sanierung dennoch besonders auf die sachgerechte Erhaltung der ursprünglichen Bausubstanz geachtet. Im Rahmen eines Vertrags auf Gegenseitigkeit mit der Stadt ist er verpflichtet, Räume für Vereine zu schaffen und für eine entsprechende Infrastruktur zu sorgen. Eine Spekulation mit dem Grund und Boden ist vertraglich ausgeschlossen. Am 6. Mai 2017 wurde die Fischhalle Harburg eröffnet. Inzwischen haben hier die Büros der Vereine Museumshafen und der Geschichtswerkstatt Harburg sowie ein Bistro mit Galeriebetrieb eine Heimat gefunden. Die sanierte Halle steht allen Harburgern und besonders den Bewohnern im Harburger Binnenhafen für Treffen, Feiern, Konzerte oder soziale Aktivitäten offen.

Um das Bewusstsein für Denkmäler als Kulturgut und als Standortfaktor zu schärfen, will der Museumsverein auch im nächsten Jahr wieder einen Denkmalpreis vergeben und freut sich über Vorschläge aus der Bevölkerung zu beachtenswerten Denkmälern, die es verdienen, ausgezeichnet zu werden.

Quelle: www.amh.de

 

 

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Thank you for the music! https://www.tiefgang.net/thank-you-for-the-music/ Fri, 13 Oct 2017 22:00:36 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=2300 [...]]]> Zum 7. Mal fand am passenden 7. Oktober 2017 die SuedKultur Music-Night statt. Und sie war für alle Beteiligten ein großes Fest der Musik! Ermüdungserscheinungen? Keine Spur.

Im Frühjahr wurde dieses Jahr von SuedKultur eigens das Motto „rock your region!“ ausgerufen und es hallte bis in die Music-Night nach. „Wir kommen allesamt direkt aus Harburg-City“, verkündete Marcus Genard vom ´Circus Genard` beim Konzert im Kulturcafé ´komm du` und schaffte mit minimalistischem Technikaufwand eine breite Palette an Reggae-Dub-Sounds in den Saal zu streuen. Ganz so nah musste es natürlich nicht überall sein und war es auch nicht. Im „Marias Ballroom“ etwa waren gleich zwei Bands eigens aus dem Ruhgebiet angereist und hatten teils auch ihren Fanpulk im Schlepptau. Passend zog das in Bochum ansässige Musikportal „Musikiathek“ Bilanz: „Vor der Bühne wurde fleißig getanzt, gesungen und mitgefeiert. Fazit: SuedKultur-MusicNights war ein toller grandioser Abend mit satten Sounds und toller Rockmusik! Gerne wieder!“ Okay, wir werden sehen, was wir tun können!

Trio Calamare (Foto: hl)

„Gerne wieder!“

Das lokale Nachrichtenportal „Harburg aktuell“ titulierte „Wow. Da war ordentlich Musik in der Nacht!“ und zitiert Fischhallen-Betreiber Werner Pfeifer: „Wahnsinn was hier los ist!“ Pfeifer selbst hatte mit seiner „Hafenbande“ den musikalischen Auftakt in der vergleichsweise neuen Location im Harburger Hafen gegeben. Anschließend spielten Nora Sänger mit Band und später Kate Louisa samt Band und das Haus war gerappelt voll. Standing Ovations beglückten denn auch die Sängerinnen. Nora Sänger schrieb auf ihrer Facebook-Seite: „Volles Haus, tolles Publikum, super Stimmung – es hat mir riesigen Spaß gemacht!“ Na denn.

„Begeisterte Stimmung!“

Auch das Trio Calamare hatte gute Startkonditionen in der „Stumpfen Ecke“ hinterm Rieckhof.  Denn Wirt Jan konnte schon vor Konzertbeginn niemanden mehr reinlassen – außer jemand kam auch wieder raus. Und so rockte und punkte sich die Hamburger Band durch eine hitzige, schwitzige und zugleich glückliche Meute. Zitat eines Herren auf den sanitären Anlagen: „Hier ist wenigst ordentliche Luft!“ Muss man auch erst mal hinbekommen.

Kate Louisa (Foto: W. Pfeifer)

Das Harburg-Portal „Besser im Blick“ titulierte „Begeisterte Stimmung!“ und traf vor Ort Joachim Bode von Eisenbahnbauverein, der von Anbeginn an die SuedKultur Music Night sponsert: „Ich freue mich, dass die neue Location Fischhalle so gut angenommen wird. Und in Marias Ballroom gab es dann ordentlich was auf die Ohren. Man hat viele Leute getroffen, die Locations waren voll, die Stimmung gut und die Leute waren begeistert.“ Für die Zukunft wünsche sich Bode, dass auch der Rieckhof wieder dabei ist. „Den haben wir vermisst.“ Der Eisenbahnbauverein werde auch in Zukunft die SuedKultur Music-Night unterstützen. Na, dann ist ja alles top!

Und so war auch manche Skepsis am Wochenende schnell verflogen. Heimo Rademaker etwa, der Betreiber vom Marias Ballroom, wird von „Harburg aktuell“ zitiert: „Um ehrlich zu sein hatten wir uns überlegt, ob wir überhaupt wieder mitmachen. Das neue Konzept hat aber gegriffen. Wir haben früher begonnen und auf junge Bands gesetzt.“ Also: keep cool, Heimo. Im Süden geht doch was!

Mowah (Foto: Jenny Dhaouadi)

Volles Haus vermeldeten auch das Stellwerk im Bahnhof Harburg, die Goethe-Schule Harburg, der Lämmertwieten-Pub The Old Dubliner, in denen die Irish-Rocker „Jack in the green“ ihr heißes Wunder erlebten. In der Kulturwerkstatt war „The Friday Club“ anzumerken, dass sie von der guten Stimmung regelrecht zu neuen Höhen angetörnt wurden. Und es ist nicht ganz ohne für die Bands: denn kaum glaubt man sein Publikum bändigen zu können, stellen manche Bands fest, es ist schon wieder neues da. So ist es eben bei einer Tour durch die Clubs!

Und so können auch wir SuedKulturler sagen: die Mühe hat sich wieder gelohnt. Glückliche Freunde des guten Tons, ebenso glückliche Musiker*innen und glücklich gestresste Clubbetreiber. Dafür tun wir´s ja alle! Danke an alle!

Und ja, war es nun halb voll oder halb leer das Glas? Halb voll, weil nach oben hin im Süden immer noch gutes Potenzial schlummert. Aber man muß es nicht erzwingen. Es kommt schon irgendwann ganz von alleine zum Vorschein. Halb leer, weil man wie immer einfach nicht alle Konzerte und Clubs  schaffen kann. So what. Nächstes Jahr vielleicht!

Hintergrund:

SuedKultur als loser aber nicht unwirksamer Zusammenschluss Kulturschaffender im Süden Hamburgs kam 2010 auf die Idee zur ersten SuedKultur Music-Night: Die wurde dann auch im Oktober 2011 erstmals Wirklichkeit. Die seinerzeitig noch erschienenen „Harburger Anzeigen & Nachrichten“ zitierte damals: „Das Angebot an Livemusik im Hamburger Süden ist bisher noch relativ bescheiden“, sagt Heiko Langanke vom Stellwerk. „Das werden wir ändern.“ Das war der Plan, der im Wesentlichen ja aufging. Dabei waren damals: der damalige Jazzclub im Stellwerk, die KulturWerkstatt, das Old Dubliner, Maria’s Ballroom, die Stumpfe Ecke, der Rieckhof – damals ausweichend im Audimax der TU Hamburg, da Brandschutzmaßnahmen damals den Rieckhof vorübergehend zur Baustelle machten – die Reihe „Musik im Gespräch“ (damals mit Ex-HAN-Redakteur und Kulturlegende Ernst Brennecke) und das Café Che an der Neuen Straße. Das Kulturcafé ´komm du` gab es damals noch ebenso wenig wie die Fischhalle oder die Bespielung des Treffpunkthauses in Heimfeld. Von Beginn an hatte der Dauersponsor Eisenbahnbauverein Harburg sich engagiert und so einen wesentlichen Mit-Verdienst an der guten Wahrnehmung der heutigen lebendigen Clubszene im Süden. Engagement, das sich für alle Seiten lohnt.

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