Henrike Reemtsma https://www.tiefgang.net Thu, 13 Oct 2022 14:23:33 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1 Zusammenhalt auf kleinstem Raum https://www.tiefgang.net/zusammenhalt-auf-kleinstem-raum/ Fri, 14 Oct 2022 22:16:45 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=9397 [...]]]> Der mit 50.000 Euro dotierte Barbara Kisseler Theaterpreis wird für die Spielzeit 2021/2022 an das Theater das Zimmer vergeben.

Ganz im Sinne der im Oktober 2016 verstorbenen Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler wird damit ein Privattheater gewürdigt, das eine für alle Kultureinrichtungen schwierige Saison mit viel Engagement erfolgreich abschließen konnte und das Publikum mit seiner ganz eigenen Atmosphäre begeistert. Der Preis wird jedes Jahr auf Vorschlag eines anonymen Jurors/einer anonymen Jurorin vergeben.

 In der Begründung des Jurors/der Jurorin heißt es:

„Das Programm folgt keinem (Mode-)Trend, sondern setzt sich mit der Welt und der Literatur auseinander – buchstäblich auf kleinstem Raum, in Coronazeiten hart an der Einstelligkeit vorbei. Stets hochkonzentriert auf die Sache, den Gegenstand. Die große Welt auf kleinstem Raum. Man trifft fortwährend auf ein interessiertes, fachkundiges Publikum, das sich hier erkennbar zuhause fühlt – der Klassiker in Privattheatern. Hier, in der Washingtonallee, wird konkret, was Theater bedeutet, wenn es heißt, es schaffe gesellschaftlichen Zusammenhalt durch sein Vorhandensein und durch seine Themen, die es einbringt.“

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Die sehr gute Entscheidung zeigt, wie vielfältig die Theaterlandschaft in Hamburg ist. Dass der Theaterpreis über die Jahre diese Vielfalt auch mit den ganz unterschiedlichen Preisträgern würdigt, wäre ganz im Sinne Barbara Kisselers. Gerade die kleinen Privattheater müssen sich oft im umfangreichen kulturellen Angebot behaupten.  Das Wagnis, Theater in einem Zimmer, direkt und ohne Rang oder Parkett zu präsentieren, ist eine beherzte, mutige und von der Hingabe zum Theaterspiel geprägte Entscheidung. In der intimen Atmosphäre des Theater das Zimmer kann man hervorragend spüren, was den Zauber des Theaters ausmacht. Daher an dieser Stelle auch mein herzlicher Dank an den Juror oder die Jurorin. Und mein Dank gilt selbstverständlich auch der Unterstützung durch die Hermann Reemtsma Stiftung, die mit diesem schönen und besonderen Preis dazu beiträgt, das Andenken an Barbara Kisseler zu bewahren.“ 

Henrike Reemtsma: „Corona-bedingt ging der Preis im letzten Jahr an ein Projekt im Freien, nun können wir wieder ein festes Haus auszeichnen. Hier wird Theater in seiner Reinform gegeben: Auf kleinstem Raum, unmittelbar, 1:1 Schauspieler/Besucher, ohne Netz und doppelten Boden. Wunderbar!“

Der mit 50.000 Euro dotierte Preis wird im Andenken an die im Oktober 2016 verstorbene Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler jährlich verliehen und unterstützt von der Hermann Reemtsma Stiftung. Mit dem Theaterpreis wird die Bedeutung und Qualität insbesondere der Privattheater und der Freien Gruppen in Hamburg gewürdigt.  Er ist zugleich Würdigung und Ansporn all derjenigen Theater, die die vielfältige Hamburger Theaterlandschaft mit mutigen und begeisternden Stücken bereichern. Die Preisverleihung durch Senator Dr. Carsten Brosda findet am 6. November, 11:00 Uhr im Opernloft statt.

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Theater als und am Leuchtturm https://www.tiefgang.net/theater-als-und-am-leuchtturm/ Fri, 10 Sep 2021 22:36:27 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=8369 [...]]]> Das Theaterstück „Der Fröhliche Fischer“ wurde mit dem Barbara Kisseler Theaterpreis ausgezeichnet und nun an einem Leuchtturm uraufgeführt.

Der mit 50.000 Euro dotierte renommierte Barbara Kisseler Theaterpreis wird in der Regel für eine gelungene Spielzeit oder herausragende Inszenierungen einer Spielzeit vergeben. Corona-bedingt wurde dieses Jahr die Idee für eine Inszenierung an einem ungewöhnlichen, bisher unentdeckten Aufführungsort ausgezeichnet. „Der Fröhliche Fischer“ von Stella Roberts hat am 16.9.2021 am Rissener Leuchtturm direkt an der Elbe Premiere. Das Zweipersonenstück handelt von einem verletzten, verlorenen Mann, von menschlichen Umbrüchen und Abgründen, von Liebe und Selbstliebe und den Fragen, was geschieht, wenn das Leben zur inneren Zerreißprobe wird.

Der Spielort des Stückes ist einzigartig und befindet sich direkt am Leuchtturm Unterfeuer, Rissener Ufer, 22559 Hamburg. Ein Ausnahmespielort, unberührt, unangepasst, leise und laut zugleich. „Am Rissener Leuchtturm mein Stück ‚Der fröhliche Fischer‘ zu inszenieren, ist eine große Chance und eine Riesenfreude zugleich. Nicht umsonst wird dieser Ort täglich von vielen Menschen besucht – er elektrisiert, er lockt, er lädt ein, er hält seine schützende Hand über einen“, so Autorin und Regisseurin Stella Roberts.

Kultursenator Dr. Carsten Brosda: „Der diesjährige Barbara-Kisseler-Theaterpreis ist keine Auszeichnung für eine bereits gezeigte außerordentliche Produktion, sondern eine Ermutigung und Ermöglichung einer herausragenden Idee. Der Inszenierung von Stella Roberts des Stückes ‚Der fröhliche Fischer‘ liegt eine solche Idee zugrunde, bei der sich Theater und Ort gegenseitig bereichern. Stella Roberts ermöglicht das sinnfällige Zusammenspiel von Hamburger Landmarke und Theaterinszenierung. Hier hat das Stück ‚Der fröhliche Fischer‘ genau die Umgebung entdeckt, die ihm eingeschrieben ist. So schenkt uns diese Inszenierung neue Perspektiven auf die Stadt und den Neustart unserer Kunst.“

Henrike Reemtsma: „Die Privattheater waren und sind vom Kultur Lockdown besonders hart betroffen. Wir freuen uns, dass die mit dem Barbara Kisseler Preis prämierte Idee nun zur Aufführung kommt. Bühne frei für Stella Roberts ‚Fröhlichen Fischer‘ am Rissener Leuchtturm!“

Weitere Informationen

Vorstellungen: Von Donnerstag, den 16.9.2021 (Premiere) bis Sonntag, den 19.9.2021 läuft das Stück jeden Tag um 19:30 Uhr. Der Einlass beginnt ab 18:30 Uhr.

Tickets als auch weitere Infos zum Stück, den Spielzeiten und der Anfahrt finden Sie auf der Website: https://derfroehlichefischer.de. Es ist eine Open Air Veranstaltung. Wetterfeste Kleidung ist daher ratsam. Einlass erfolgt nur mit einem der 3G Nachweise.

Der von der Hermann Reemtsma Stiftung unterstützte Barbara Kisseler Theaterpreis wird im Andenken an die im Oktober 2016 verstorbene Kultursenatorin jährlich verliehen. Mit dem Theaterpreis wird die Bedeutung und Qualität insbesondere der Privattheater und der Freien Gruppen in Hamburg gewürdigt.

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Theatrale Innovationen https://www.tiefgang.net/theatrale-innovationen/ Fri, 23 Apr 2021 22:59:08 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=7856 [...]]]> In diesem Jahr wird der mit 50.000 Euro dotierte Barbara Kisseler Theaterpreis zum fünften Mal ausgelobt. Gewünscht sind Innovation und Mut.

Der Preis wird von der Hermann Reemtsma Stiftung gefördert und zusammen mit der Behörde für Kultur und Medien im Andenken an die im Oktober 2016 verstorbene Kultursenatorin verliehen. Mit dem Preis werden Privattheater oder Freie Gruppen für herausragende Leistungen der jeweiligen Spielzeit von einer anonymen Jurorin/ einem anonymen Juror ausgezeichnet.

Auf Grund der Corona bedingten Theaterschließungen für die Spielzeit 2020/2021, wurde das Verfahren in diesem Jahr an die aktuelle Situation angepasst. In diesem Jahr wird mit dem Preis kein bereits abgeschlossenes Projekt ausgezeichnet, sondern das Preisgeld soll für eine kreative Produktionsidee eingesetzt werden.

Jurorin/Juror: „Der Barbara-Kisseler-Theaterpreis honoriert Innovation und Mut. Daher möchte ich eine oder zwei eigenwillige Produktionsidee/n für den öffentlichen Raum mit dem Preisgeld auszeichnen. Zentrales Auswahlkriterium soll der ungewöhnliche, vielleicht bisher theatral unentdeckte Aufführungsort sein. Das Projekt kann inhaltlich auf diesen Ort Bezug nehmen. Die Umsetzung sollte sofern möglich noch in diesem Spätsommer/Herbst erfolgen. Für diesen mit 50.000 Euro dotierten Preis können sich Hamburger Freie Künstlerinnen und Künstler aus dem Bereich darstellende Kunst sowie Hamburger Privattheater bewerben. Bei zwei prämierten Projektideen reduziert sich der Preis entsprechend.“

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Diese Zeiten erfordern von uns allen neue Wege. Barbara Kisseler schätzte ungewöhnliche Ideen, wenn sie klug durchdacht waren. Sicher hätte ihr diese besondere Preisvergabe, die der flexiblen Unterstützung der Kultur in herausfordernden Zeiten dient, sehr gefallen. Schon jetzt dürfen wir gespannt sein, welche kreativen Projektideen im öffentlichen Raum realisiert werden. Und vielleicht entdecken wir dank des Theaters einen künstlerischen Raum, der auch zukünftig bespielt wird. Mit diesem angepassten Verfahren wird dafür Sorge getragen, dass künstlerische Arbeit auch unter den derzeit geltenden Bedingungen sichtbar bleibt. Dafür danke ich allen Beteiligten.“

Henrike Reemtsma: „Im Sinne seiner Namensgeberin darf der Barbara Kisseler Theaterpreis in diesem Jahr nicht unter den Tisch fallen, sondern soll vielmehr Mut machen und der kulturellen Entbehrung entgegen wirken“.

Das Vorgehen bei der diesjährigen Vergabe des Barbara Kisseler Theaterpreises gestaltet sich wie folgt

Bewerberinnen und Bewerber können sich bis zum 25. Mai 2021 mit ihrer Idee für eine Projektrealisierung im öffentlichen Raum (Open Air Veranstaltung) bei der Behörde für Kultur und Medien bewerben. Die Bewerbung muss Angaben zur Bewerberin/zum Bewerber, zum Projektort, der Projektidee (max. 1.500 Zeichen) sowie zu Mitwirkenden enthalten. Anfang Juni folgt die Entscheidung des Jurors/der Jurorin. Eine erste Umsetzung der ausgezeichneten Projektidee soll möglichst im August/September 2021 erfolgen, grundsätzlich sollten mindestens drei weitere Vorstellungen folgen.

Das Bewerbungsformular steht zum Download auf der Website der Behörde für Kultur und Medien bereit: www.hamburg.de/bkm/theaterfoerderung.

Die Bewerbung erfolgt per Mail an folgende Adresse: kb-theater@hamburg.de

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte ebenfalls an diese Adresse.

Die offizielle Auszeichnung der Projektidee ist für den 31. Oktober 2021 im Ernst Deutsch Theater geplant. Hier soll auch die verschobene Auszeichnung aus 2020, mit dem Preisträger Plattform Festival, nachgeholt werden.

Quelle:  www.hamburg.de/bkm

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„plattform“ mit Qualität https://www.tiefgang.net/plattform-mit-qualitaet/ Fri, 03 Jul 2020 22:04:54 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=7065 [...]]]> Zum vierten Mal wurde der mit 50.000 Euro dotierte Barbara Kisseler Theaterpreis in diesem Jahr vergeben und ging an die Jugendsparte des Ernst-Deutsch-Theaters. Aus gutem Grund …

In der Mitteilung der Behörde für Kultur und Medien heißt es:

„Die/der unbekannte Jurorin/Juror hat auch in diesem Jahr einen würdigen Preisträger gefunden: Das seit 17 Jahren mit unermüdlichem Einsatz durchgeführte Plattformfestival, das auch ein Ergebnis der kontinuierlichen künstlerischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist. Ganz im Sinne der im Oktober 2016 verstorbenen Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler wird damit ein Privattheater gewürdigt, das ein großes und keineswegs selbstverständliches Engagement im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit aufbringt und dabei in jedem Jahr erneut mit einem auch künstlerisch bemerkenswerten Festival überzeugen kann.

In der Begründung des Jurors/der Jurorin heißt es: „Die Jugendsparte ‚plattform‘ des Ernst Deutsch Theaters gibt es seit 2003. Jugendliche sehen professionelles Theater, erfahren wie es entsteht und erleben einen komplexen, professionellen Bühnenbetrieb. Das Wichtigste aber ist die Erfahrung, selbst auf der Bühne zu stehen. Unter Anleitung von Theaterprofis werden in verschiedenen Jugendclubs eigene Stücke erarbeitet, die dann beim jährlich stattfindenden ‚plattform‘ Festival auf der großen Bühne gezeigt werden. Sämtliche Bühnen (Haupt- und Studiobühne, Probebühne und plattform-Bühne) des Ernst Deutsch Theaters gehören in diesen Tagen den Jugendlichen. Und ihre Aufführungen zeigen dabei nicht nur eine große Vielfalt von Themen und Formen, sie präsentieren in hoher Qualität eine erstaunliche inhaltliche Tiefe, zeigen riesiges Engagement und theatrale Intelligenz. Das Festival ist ein Höhepunkt für die Jugendlichen, fester Bestandteil im Spielplan des Ernst Deutsch Theaters und ein Highlight der Theatersaison. Es hat den Barbara Kisseler Theaterpreis 2019/20 wahrlich verdient.“

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Die kluge Entscheidung des/der Jurors/Jurorin würdigt die engagierte Haltung und Verantwortung eines Theaters für zukünftige Generationen und für eine Kultur der Anerkennung. Ein Festival über so viele Jahre hinweg zu realisieren und dafür Sorge zu tragen, dass Kinder und Jugendliche den Wert von Kultur für unsere Gesellschaft unmittelbar erfahren können, ist ein mit viel Anstrengung verbundenes Vorhaben. Ich danke Isabella Vértes-Schütter, dem Ernst Deutsch Theater und allen am Festival Beteiligten, dass sie ihre Arbeit jedes Jahr auf künstlerisch vielfältige Weise verbreiten und präsentieren und einen wichtigen Beitrag zur Vielfalt von Hamburgs Theaterszene leisten.“

Henrike Reemtsma, Hermann Reemtsma Stiftung: „Das große Thema des plattform-Festivals im Februar 2020 war ‚Veränderung‘. Die Jugendlichen haben lange daran gearbeitet, alles gegeben und mit ihrer Leistung überzeugt. Wie relevant ihre im Ernst Deutsch Theater ausgehandelten Fragen wenige Wochen später für uns alle werden würden, hat wohl niemand geahnt. Um die Bedeutung mutiger Privattheater in schwieriger Zeit zu unterstreichen, stellt die HERMANN REEMTSMA STIFTUNG neben dem Preisgeld in diesem Jahr weitere 50.000 Euro zur Verfügung. Sie sollen die Theaternacht 2020 ermöglichen und damit alle Hamburger Privattheater wieder ins Rampenlicht rücken.“

Der mit 50.000 Euro dotierte Preis wird im Andenken an die im Oktober 2016 verstorbene Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler verliehen und jährlich, unterstützt von der Hermann Reemtsma Stiftung, vergeben. Mit dem Theaterpreis wird die Bedeutung und Qualität insbesondere der Privattheater und der Freien Gruppen in Hamburg gewürdigt. Er ist zugleich Würdigung und Ansporn all derjenigen Theater, die die vielfältige Hamburger Theaterlandschaft mit mutigen und begeisternden Stücken bereichern. Ganz im Sinne Barbara Kisselers wird der Preisträger immer unbedingt subjektiv von einem/einer unbekannten Juror/Jurorin vorgeschlagen.

Für die kommende Spielzeit wird jetzt eine neue Person benannt, die Ihren Vorschlag für die Spielzeit 2020/21 im Sommer 2021 in der Funktion als Juror/ Jurorin vorlegen wird.“

Quelle: Behörde für Kultur und Medien Hamburg

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Unerschrocken https://www.tiefgang.net/unerschrocken/ Fri, 18 Oct 2019 22:59:55 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=5959 [...]]]> An diesem Sonntag wird zum 3. Male der Kisseler-Preis in Gedenken an die einstige Kultursenatorin vergeben. In diesem Jahr überzeugte das Altonaer Theater mit der „Deutschen Chronik“.

In der Mitteilung der Behörde für Kultur und Medien heißt es:

„Der Barbara Kisseler Theaterpreis wird seit 2017 jährlich im Gedenken an die im Oktober 2016 verstorbene Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler verliehen und von der Hermann Reemtsma Stiftung gefördert. Für die Spielzeit 2018/2019 erhält das Altonaer Theater, eines der großen und wichtigen Privattheater der Stadt, den Preis. Es wird für das erfolgreiche und vielfältige Programm ausgezeichnet, das unterschiedliche Publikumsschichten anspricht. Besonders mit der „Deutschen Chronik“ von Walter Kempowski haben Intendant Axel Schneider und sein Team in der letzten Spielzeit einen großen Stoff szenisch überzeugend umgesetzt.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Das Altonaer Theater ist das erste große Privattheater, das den Barbara Kisseler Preis erhält. Mit seiner Wahl würdigt der anonyme Juror oder die Jurorin nicht nur den vielfältigen Spielplan des Hauses, sondern ganz besonders das mutige Programm der letzten Spielzeit, das der Intendant Axel Schneider und sein Team auf die Bühne gebracht haben. Die Realisierung der ‚Deutschen Chronik‘ von Walter Kempowski in vier Teilen war ein Wagnis für die Bühne und überzeugte Publikum und Kritik. So macht der Kisseler Preis für das Altonaer Theater das vielfältige Spektrum der Theaterlandschaft unserer Stadt sichtbar. Ich danke der Hermann Reemtsma Stiftung, die diesen Preis fördert, mit dem wir gemeinsam das Andenken an Barbara Kisseler lebendig halten.“

Henrike Reemtsma: Barbara Kisseler war eine unerschrockene und unbeirrbare Frau, die sich mit großer Leidenschaft für unsere Theater eingesetzt hat. Der nach ihr benannte Preis setzt ein Zeichen und ermutigt zu Freiheit und Unabhängigkeit.

Axel Schneider, Intendant des Altonaer Theaters: „Die Auszeichnung würdigt die Saisonleistung des Altonaer Theaters und ist damit eine Bestätigung für das gesamte Team in ganz grundsätzlicher Weise. Mit dem Höhepunkt der Kempowski-Saga wird zudem nicht nur die Kunst, sondern auch der wirtschaftliche Mut eines Privattheaters gewürdigt, sich einem Thema sozusagen ohne doppelten Boden zu verschreiben. Auch diese spezielle Hervorhebung hat uns sehr gefreut, da der Drahtseilakt der Privattheater zwischen Kunst und ‚Kommerz‘ selten positiv wahrgenommen wird. Da ich die Namensgeberin des Preises sehr geschätzt habe, ist diese Auszeichnung eine besondere Ehre.“

In der Begründung des Jurors oder der Jurorin heißt es: „Getreu seinem Motto ‚Wir spielen Bücher‘ hat sich das Altonaer Theater mit den sechs Romanen aus Walter Kempowskis ‚Deutscher Chronik‘ an ein literarisches Monumentalwerk gewagt. Mit seiner vierteiligen Theaterfassung hat Intendant Axel Schneider ein außergewöhnliches Zeitdokument auf die Bühne gebracht, das mit großem erzählerischen Bogen, prägnantem szenischen Zugriff und glaubwürdigen Charakteren deutsche Geschichte in deutschen Geschichten aufspürt. Mit drei weiteren starken Inszenierungen – ‚Baskerville‘, ‚Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke‘ und ‚Absolute Giganten‘ – zeigte das Theater seine große stilistische und thematische Bandbreite, mit der es ganz unterschiedliche Publikumsschichten begeistert.“

Der Barbara Kisseler Theaterpreis

Der mit 50.000 Euro dotierte Preis wird seit 2017 jährlich in Andenken an die im Oktober 2016 verstorbene Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler verliehen und von der Hermann Reemtsma Stiftung gefördert. Mit dem Theaterpreis werden die Bedeutung und Qualität insbesondere der Privattheater und Freien Gruppen in Hamburg gewürdigt und zugleich besonders mutige künstlerische Produktionen ausgezeichnet. 2017 hatte die Kinder- und Jugendtheatergruppe „Kirschkern und Compes“ den Preis erhalten, 2018 das Lichthof Theater. Der beziehungsweise die Preisträger werden von einem jährlich wechselnden anonymen Juror oder einer Jurorin verbindlich vorgeschlagen, der oder die während der Spielzeit die Produktionen der Hamburger Theater besucht. Für die kommende Spielzeit wurde eine neue Person benannt, die ihren Vorschlag für die Spielzeit 2019/20 im Sommer 2020 vorlegen wird.

Das Altonaer Theater

Das Motto lautet “Wir spielen Bücher”! Literarische Vorlagen sind das Markenzeichen des Altonaer Theaters, das nach wechselvoller Geschichte und einigen Umzügen heute im Zentrum Altonas zu Hause ist. Das Theater ist repräsentativ für seinen Stadtteil und hat gleichzeitig eine starke Strahlkraft über Hamburgs Stadtgebiet hinaus. Bühnenerfolge wie „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ und „Wann wird es endlich wieder so wie es nie war“ nach den Romanen von Joachim Meyerhoff, die Kempowski-Saga, oder Bestseller wie „Die Känguru-Chroniken“ und „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ zählen zu den erfolgreichsten Produktionen des Hauses. Erfolgreiche Autoren und eigens für das Theater erstellte Bühnenfassungen unterstreichen die Qualität des Hauses.

www.altonaer-theater.de

Quelle: www.hamburg.de/bkm

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Volles Risiko belohnt https://www.tiefgang.net/volles-risiko-belohnt/ Fri, 26 Jul 2019 22:00:50 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=5575 [...]]]> Als Privattheater bleibt nicht viel Spielraum für Experimente und Risiko. Kempowskis Monumentalwerk „Deutsche Chronik“ am Altonaer Theater war so eines. Und es hat doch geklappt. Das wird nun belohnt.

In der Mitteilung der Behörde für Kultur und Medien heißt es dazu:

„Ganz im Sinne der im Oktober 2016 verstorbenen Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler wird dieses Jahr mit dem Altonaer Theater ein Privattheater ausgezeichnet, das eine risikoreiche Saison überzeugend und erfolgreich abschließen konnte. Der Preis würdigt seit der Spielzeit 2016/17 jährlich herausragende Leistungen Hamburger Privattheater oder Freier Gruppen und wird für zehn Jahre von der Hermann Reemtsma Stiftung gefördert. Über die Vergabe des Preises entscheidet ein jedes Jahr neu bestimmter unbekannter Juror oder eine unbekannte Jurorin, der oder die ganz bewusst und unbedingt subjektiv arbeiten soll. Die Preisverleihung findet voraussichtlich im Oktober statt.

In der Begründung des diesjährigen Jurors/der Jurorin heißt es:  „Getreu seinem Motto ‚Wir spielen Bücher‘ hat sich das Altonaer Theater mit den sechs Romanen aus Walter Kempowskis ‚Deutscher Chronik‘ an ein literarisches Monumentalwerk gewagt. Mit seiner vierteiligen Theaterfassung hat Intendant Axel Schneider ein außergewöhnliches Zeitdokument auf die Bühne gebracht, das mit großem erzählerischen Bogen, prägnantem szenischen Zugriff und glaubwürdigen Charakteren deutsche Geschichte in deutschen Geschichten aufspürt. Mit drei weiteren starken Inszenierungen – ‚Baskerville‘, ‚Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke‘ und ‚Absolute Giganten‘ – zeigte das Theater seine große stilistische und thematische Bandbreite, mit der es ganz unterschiedliche Publikumsschichten begeistert.“

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Diese hervorragende Wahl des unbekannten Jurors oder der unbekannten Jurorin zeigt – auch im Rückblick auf die letzten Entscheidungen – wie vielfältig die Theaterlandschaft in Hamburg ist. Beginnend mit der Kindertheatergruppe Kirschkern & Compes über den Lichthof als wichtiges off-Theater hat jetzt ein großes privates Theater der Stadt diesen wunderbaren Preis erhalten. Diese Vielfalt auch in den unterschiedlichen Preisträgern zu dokumentieren, hätte Barbara Kisseler mit Sicherheit sehr gefallen. Gerade für ein privates Theater ist es ein Wagnis, einen Kempowski-Zyklus auf die Bühne zu bringen. Es spricht für das Altonaer Theater, dass es vor schwierigen Stoffen nicht Halt macht und damit großen Erfolg hat. Diese Bühne ist eine große Bereicherung für das vielfältige Angebot der Kulturstadt Hamburg. Mein Dank gilt der Hermann Reemtsma Stiftung, die mit diesem besonderen Preis dazu beiträgt, das Andenken an Barbara Kisseler zu bewahren.“

Henrike Reemtsma, Hermann Reemtsma Stiftung: „In der Spielzeit 2018/19 ist das Altonaer Theater voll ins Risiko gegangen, künstlerisch und wirtschaftlich. Eine vierteilige Kempowski-Saga, das hätte auch schief gehen können. Am Ende stand ein großer Erfolg. Deshalb verdient das Altonaer Theater den nach Barbara Kisseler benannten Preis.“

Der mit 50.000 Euro dotierte Theaterpreis wird im Andenken an die im Oktober 2016 verstorbene Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler verliehen. Unterstützt wird die jährliche Vergabe durch die Hermann Reemtsma Stiftung. Jedes Jahr wird eine Person benannt, die ihren Vorschlag für die kommende Spielzeit vorlegt und das Vergabeverfahren anonym betreut. Mit dem Theaterpreis wird die Bedeutung und Qualität insbesondere der Privattheater und der Freien Gruppen in Hamburg gewürdigt.  Er ist zugleich Würdigung und Ansporn all derjenigen Theater, die die vielfältige Hamburger Theaterlandschaft mit mutigen und begeisternden Stücken bereichern.“

Quelle: www.hamburg.de/bkm

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