Kunststätte Bossard https://www.tiefgang.net Sat, 16 Aug 2025 11:30:15 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 Kultur von von Buxtehude bis Jesteburg https://www.tiefgang.net/kultur-von-von-buxtehude-bis-jesteburg/ Fri, 22 Aug 2025 22:36:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=12287 [...]]]> Die Sommerferien sind vorbei und im Süden Hamburgs blüht die Kultur auf! Von Theater-Stars in Buxtehude über kreative Malkurse im Museum bis hin zu einem Fest für die ganze Familie auf der Kunststätte Bossard!

Die Region hat einiges zu bieten. Tauchen wir mal ab in die Highlights der kommenden Wochen!

Theater-Stars und Magie in Buxtehude

Unter dem Motto „Die Kraft der Kultur erleben“ startet Buxtehude in eine neue Spielzeit, die es in sich hat. Hier kommen nicht nur Theater-Fans auf ihre Kosten, denn das Programm bietet eine bunte Mischung aus klassischem Theater, packendem Kabarett, Komödien und Konzerten. Und: Es sind einige bekannte Gesichter dabei! Peter Bause brilliert in „Der Theatermacher“, und Nina Kronjäger sowie Stephan Benson sorgen mit „Was war und was wird“ für Spannung.

Aber auch der Humor kommt nicht zu kurz: Ulrich Gebauer lädt zur „Weinprobe für Anfänger“ ein, und Comedian Markus Maria Profitlich sorgt für beste Unterhaltung. Für musikalische Gänsehautmomente sorgt die A-cappella-Gruppe Maybebop, während Peter Valance die Welt der Illusionen öffnet.

Termine in Buxtehude: Vorverkaufsstart: 20. August, 10 Uhr | Maybebop: Konzert in der neuen Spielzeit | Markus Maria Profitlich: Gastspiel in Kooperation mit Kleinkunst Igel e.V.

Kreativ werden im Buxtehude Museum

Wer nicht nur zuschauen, sondern selbst aktiv werden möchte, hat im Buxtehude Museum die Gelegenheit dazu. Unter der fachkundigen Anleitung des Künstlers Matthias Weber finden zwei besondere Atelierkurse statt, die Inspiration aus musealen Objekten mit dem eigenen kreativen Schaffen verbinden. „Wer das Museum einmal aus einer völlig neuen, aktiven Perspektive erleben möchte, ist bei den Atelierkursen an der richtigen Stelle“, heißt es in der Ankündigung.

Am 31. August steht alles im Zeichen des Gesichts: Im Kurs „Gesicht zeigen – Portraits malen mit Pastellkreiden“ lernen Interessierte, wie man die Seele eines Menschen auf Papier bannt. Am 21. September geht es dann um „Eine gute Figur machen – Figur im Raum zeichnen“. Hier lernst man, wie man die Spannung zwischen Figur und Raum darstellt, jenseits anatomischer Perfektion.

Termine in Buxtehude: Atelierkurs „Gesicht zeigen“: Sonntag, 31. August, 11:30–15:30 Uhr | Atelierkurs „Eine gute Figur machen“: Sonntag, 21. September, 11:30–15:30 Uhr

Anmeldung: buchung@buxtehudemuseum.de | 50 Euro pro Kurs (Material inklusive) | Die Kurse richten sich an Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren.

Fest für die Sinne auf der Kunststätte Bossard

Die Kunststätte Bossard lädt am Sonntag, den 24. August, zum jährlichen Museumsfest ein. Dieser besondere Sommertag bietet einen Einblick in die vielfältige Arbeit des Museums und startet festlich mit der Kinderausstellungseröffnung „25 Jahre Kinderatelier“. Hier stellen die jungen Künstler*innen unter der Leitung von Museumspädagogin und Künstlerin Sara Heinrich ihre liebsten Werke aus.

Das bunte Programm bietet zudem thematische Kurzführungen, ein Kreativprogramm für die ganze Familie und musikalische Untermalung durch den Cellisten Jakob Solle, der sowohl im Freien als auch im Kunsttempel spielen wird. Im Café im Hof gibt es leckere sommerliche Genüsse.

Termine in Jesteburg: Museumsfest: Sonntag, 24. August, ab 11 Uhr | Museum Kunststätte Bossard, Bossardweg 100, 21266 Jesteburg

  • Eintritt: 8 Euro, Kinder bis 18 Jahre und Freundeskreis-Mitglieder frei

Das Beste: Man kann an all diesen Orten die „Kraft der Kultur erleben“ – ob im Theater, im Museum oder unter freiem Himmel.

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Ein Abend voller Leidenschaft und Intrigen https://www.tiefgang.net/ein-abend-voller-leidenschaft-und-intrigen/ Fri, 08 Aug 2025 22:31:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=12230 [...]]]> Ein lauschiger Sommerabend, eine idyllische Kulisse und eine Geschichte voller Tratsch und Intrigen erwartet die Besucher*innen im August im Freilichttheater auf der Kunststätte Bossard.

Die Deutsche Schauspiel-Vereinigung von 1913 e.V. gastiert erneut in Jesteburg und bringt mit Carlo Goldonis Komödie „Krach in Chiozza“ einen Hauch italienisches Lebensgefühl in die historischen Gebäude.

Die Kunststätte Bossard ist ein einzigartiger Ort, an dem sich Architektur, Bildhauerei, Gartenkunst und Malerei zu einem Gesamtkunstwerk verbinden. Geschaffen von dem Künstlerehepaar Johann Michael und Jutta Bossard, ist dieses Ensemble von beeindruckenden Gebäuden und einem verwunschenen Garten der perfekte Schauplatz für ein Theaterstück unter freiem Himmel. Inmitten dieser historischen Atmosphäre, umgeben von kunstvollen Skulpturen und der Ruhe der Natur, entfaltet sich die Geschichte von „Krach in Chiozza“ auf ganz besondere Weise.

Das Stück entführt uns in das kleine Fischerdorf Chiozza, wo die Frauen sich die Zeit mit Klatschen und Intrigen vertreiben, während ihre Männer auf See sind. Als ein Taugenichts auf die verlobte Lucietta trifft, gerät das Dorfleben aus den Fugen. Die Heimkehr der Fischer heizt die Gemüter nur noch weiter an, als sie sich unwissentlich in die Ränkespiele ihrer Partnerinnen verstricken lassen. Ein köstlicher Spaß, inszeniert von Regisseur Remco Berents, der mit spritzigen Dialogen und viel Charme das italienische Temperament auf die Bühne bringt.

Die Deutsche Schauspiel-Vereinigung Hamburg e. V. wurde bereits 1913 gegründet und ist eine feste Größe in der Hamburger Kulturlandschaft. Die Darsteller*innen, die neben ihrem Engagement auf der Bühne den unterschiedlichsten Berufen nachgehen, bespielen das Theater an der Marschnerstraße in Hamburg-Barmbek-Süd mit fünf verschiedenen Produktionen pro Jahr. Ihre Gastspiele auf der Kunststätte Bossard sind eine wunderbare Möglichkeit, die beeindruckende Leistung dieser engagierten Laienschauspieler*innen in einem ganz besonderen Ambiente zu erleben.

Hinweis: Bei kurzen Schlechtwetterphasen wird das Stück unterbrochen.

Deutsche Schauspiel-Vereinigung Hamburg e.V. spielt „Krach in Chiozza“

Sa./So., 16. /17. August jeweils 18.30 Uhr | Eintritt: 20 Euro (Abendkasse oder im Vorverkauf)

Museum Kunststätte Bossard, Bossardweg 100, 21266 Jesteburg

Karten können direkt an der Abendkasse oder dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr an der Museumskasse erworben oder unter der Telefonnummer 04183/5112 oder per E-Mail an info@bossard.de reserviert werden.

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Harburgs „Gören“ bekommen Gesellschaft! https://www.tiefgang.net/harburgs-goeren-bekommen-gesellschaft/ Fri, 25 Jul 2025 22:13:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=12193 [...]]]> Das Museum Kunststätte Bossard hat eine einzigartige Schenkung erhalten, die nicht nur die Geschichte einer faszinierenden Künstlerin neu beleuchtet, sondern auch einen tiefen Einblick in die Entwicklung ihrer Werke ermöglicht.

Die „Großstadtgören“ – wer kennt sie nicht? Diese ikonische Plastik, die das Herz der Harburger Innenstadt ziert, ist das unverkennbare Markenzeichen ihrer Schöpferin, der 1924 in Harburg geborenen Bildhauerin Uta Falter-Baumgarten. Nach ihrem Tod im Jahr 2022 öffnet sich nun ein neues Kapitel in ihrem künstlerischen Erbe: Ein umfangreicher Teil ihres Nachlasses findet ein neues Zuhause im Museum Kunststätte Bossard. Und das Beste? Sogar erste Entwürfe zu den berühmten „Großstadtgören“ sind dabei!

Insgesamt 35 Objekte – von Skulpturen bis hin zu kunsthandwerklichen Arbeiten – sowie prall gefüllte Aktenordner mit Fotografien und Archivalien wurden dem Museum großzügig geschenkt. Ein wahrer Fundus! Besonders spannend daran: Uta Falter-Baumgarten war von 1940 bis 1943 Schülerin von Johann Michael Bossard an der Staatlichen Kunstgewerbeschule Hamburg. Sie war die letzte lebende Schülerin Bossards, mit der das Museum noch im Herbst 2021 eine Sonderausstellung organisierte. Doch keines ihrer Werke befand sich bisher in der Sammlung des Museums.

Katharina Groth, Kuratorin und stellvertretende Leiterin des Museums Kunststätte Bossard, kann ihre Begeisterung kaum verbergen: „Die großzügige Schenkung ist ein besonderer Glücksfall, da sie die erste umfangreiche Sammlung der Werke Uta Falter-Baumgartens im Museum darstellt und uns ermöglicht, die Rolle Bossards als Lehrer und die Werkentwicklung einer weiteren Schülerin erforschen zu können.“ Ein Blick hinter die Kulissen, der uns die Entwicklung einer Künstlerin von ihren Studienjahren bis zu ihren reifen Werken näherbringt!

Von Porträtmasken bis zu Harburger Aufträgen

Die Kuratorin hat eine beeindruckende Auswahl zusammengestellt, die die verschiedenen Schaffensphasen und Werkgruppen der Künstlerin widerspiegelt. Darunter befinden sich faszinierende Stücke aus ihrer Studienzeit bei Johann Michael Bossard, wie eine Porträtmaske aus dem Jahr 1942. Aber auch Arbeiten mit starkem regionalem Bezug sind Teil der Sammlung.

Die Vielfalt ist beeindruckend: Porträtbüsten, filigrane Gipsskulpturen, kunsthandwerkliche Arbeiten wie florale Vasen, keramische Objekte, Werbekeramik und kleinere Bronzen samt ihren Gips-Vorarbeiten sowie Bronzereliefs. Und für alle, die sich für ihre Spuren im öffentlichen Raum interessieren, gibt es Fotografien von Auftragsarbeiten, die die tiefe Verbundenheit der Künstlerin mit ihrer Harburger Heimat unterstreichen.

Ein Dank spricht Groth vor allem den Kindern von Uta Falter-Baumgarten aus – Reglindis Isernhagen-Rieckmann, Eckhardt Falter und Hubertus Falter –, die diese außergewöhnliche Schenkung überhaupt erst möglich gemacht haben. Ihr Engagement sichert das künstlerische Erbe ihrer Mutter für kommende Generationen.

Die neu erworbenen Werke bleiben im Schaumagazin des Museums in Jesteburg. Dort werden sie nun einer gründlichen restauratorischen Prüfung unterzogen, inventarisiert und sorgfältig verräumt. Doch keine Sorge, kunstbegeisterte Besucher*innen können die Objekte schon bald selbst bestaunen: Einzelne Stücke werden im Rahmen der öffentlichen Führungen durch das Schaumagazin sichtbar sein. Die nächste Führung findet am Sonntag, dem 31. August 2025, um 15 Uhr statt. Wer dabei sein möchte, sollte sich schnell anmelden unter 0 41 83 – 51 12 oder info@bossard.de. Ein Muss für alle Kunstliebhaber*innen und jene, die mehr über die faszinierende Uta Falter-Baumgarten erfahren möchten!

Kunststätte Bossard, Bossardweg 95, 21266 Jesteburg

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Kunststätte Bossard wird digital – und überrascht mit Tiefe https://www.tiefgang.net/kunststaette-bossard-wird-digital-und-ueberrascht-mit-tiefe/ Fri, 04 Jul 2025 22:54:06 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=12050 [...]]]>

Manchmal ist es ein leises Summen im Hintergrund, ein Hauch von Zukunft in historischen Gemäuern, der die Magie eines Ortes neu belebt. Im Museum Kunststätte Bossard ist dieses Summen nun unüberhörbar – und erlebbar.

Wer den prächtigen Eddasaal betritt, dem fällt sie sofort ins Auge: eine Medienstation, transparent, hochformatig, schwebend wie ein modernes Artefakt, das sich nahtlos in die imposante Ausstattung des Raumes fügt, ohne je von ihr abzulenken. Ein Hauch von Hightech im Herzen eines Gesamtkunstwerks – und der sichtbare Beweis, dass das Kulturerbe im 21. Jahrhundert angekommen ist.

Dieser innovative Zugang zur Kunst des Künstlerehepaares Bossard ist das Herzstück des erfolgreich abgeschlossenen Projekts „Neustart Kunststätte Bossard“. Mit einer großzügigen Förderung von 100.000 Euro durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur im Rahmen von „Pro*Niedersachsen – Kulturelles Erbe“ wurde eine „echte Vermittlungsoffensive“ gestartet, wie Heike Duisberg-Schleier, die begeisterte Leiterin der Kunststätte Bossard, betont: „Wir sind digital geworden.“

Die Vision ist klar: Jeder Besucherin und jedem Besucher soll es ermöglicht werden, „außerhalb einer Führung in seinem Tempo und mit seinem Wissensanspruch das Museum Kunststätte Bossard zu verstehen.“ Das bedeutet nicht nur die Auseinandersetzung mit den Werken selbst, sondern auch mit dem authentischen Ort, der das Leben der Künstler in fünf Zeitepochen lebendig werden lässt.

Zwischen Vergangenheit und Diskurs: Forschung trifft Vermittlung

Hinter dieser digitalen Transformation steckt die akribische Arbeit der Historikerin Dr. Eva Lütkemeyer, die das Projekt über ein Jahr hinweg umsetzte. „Durch die kritische Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Geschichte und den zeithistorischen Kontexten auf Grundlage neuer Forschungsergebnisse erfährt das Museum Kunststätte Bossard neben seiner kunsthistorischen Bedeutung eine Neubewertung als Ort mit einem komplexen Kulturerbe“, erklärt Dr. Lütkemeyer. Dieser Ansatz ermöglicht es, nicht nur die Kunst zu präsentieren, sondern auch den gesellschaftlichen Diskurs anzustoßen und Raum für konstruktiven Austausch zu bieten. Denn, so führt sie weiter aus, „Schwerpunkt des Konzeptes ist die inhaltliche Implementierung der Forschung hier vor Ort, niedrigschwellig und dennoch wissenschaftlich fundiert.“

Die sichtbaren Ergebnisse dieses ambitionierten Projekts sind vielfältig: Neben der bereits erwähnten Medienstation im Eddasaal, die komplexe Bildprogramme und Hintergrundinformationen leicht zugänglich macht, gibt es einen Glaskorpus, der sich sensibel dem umstrittenen Hakenkreuz-Mosaik im Eddasaal widmet und den Umgang damit thematisiert.

Das Museum in der Hosentasche: Die Bossard-App

Ein weiteres Highlight, das sich aktuell in der technischen Abschlussphase befindet und über den renommierten Anbieter Bloomberg Connects realisiert wird, ist die neue Museums-App. Sie verspricht ein „umfangreiches Hintergrundwissen zu allen Museumsinhalten“ – von den Biografien der Bewohner*innen der Kunststätte über das umfassende Bildprogramm bis hin zu überraschenden Details wie Kochrezepten der Bossards. Die App ist als ideale Ergänzung zum Rundgang gedacht, bereichert die bestehende Beschilderung und bietet eine tiefere Immersion, ohne die beliebten Themenführungen zu ersetzen. Eine Fachtagung zu Jahresbeginn und ein in Arbeit befindlicher Tagungsband unterstreichen zudem den wissenschaftlichen Anspruch und die Weiterentwicklung des Hauses als Lernort.

Die Umsetzung dieser neuen Vermittlungswege durch Dr. Eva Lütkemeyer ist ein „Riesenschritt in der analog-digitalen Vermittlungsarbeit des Museums“, ein fortlaufender Prozess, der in den kommenden Jahren stetig weiterentwickelt und ausgebaut werden soll. Begleitet wurde das Projekt vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege (NLD), dessen denkmalfachliche Expertise die besondere Bedeutung der Kunststätte für die Denkmalpflege hervorhebt.

Die Kunststätte Bossard beweist eindrucksvoll, wie ein historisches Gesamtkunstwerk den Sprung in die Moderne wagen kann, ohne seine Seele zu verlieren. Im Gegenteil: Durch die neuen digitalen Angebote wird die Vergangenheit lebendiger und zugänglicher denn je. Ein Besuch verspricht nun noch mehr Einblicke in ein einzigartiges Kulturerbe, das Haltung zeigt und zum Nachdenken anregt.

Museum Kunststätte Bossard | Bossardweg 95 | 21266 Jesteburg

 

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Nils Jockel präsentiert „Kellertänzer“ https://www.tiefgang.net/nils-jockel-praesentiert-kellertaenzer/ Fri, 10 Jan 2025 23:59:40 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=11412 [...]]]> Das Museum Kunststätte Bossard eröffnet das neue Museumsjahr mit einer besonderen literarischen Veranstaltung.

Das Museum Kunststätte Bossard eröffnet das neue Museumsjahr mit einer besonderen literarischen Veranstaltung. Am Donnerstag, dem 16. Januar 2025, wird der Autor Nils Jockel im Museum zu Gast sein und seinen Roman »Kellertänzer« vorstellen. Die Lesung beginnt um 18 Uhr, der Eintritt beträgt 10 €.

In seinem Romandebüt „Kellertänzer“ stellt Jockel die tragische Geschichte von Lavinia Schulz (1896–1924) und Walter Holdt (1899–1924), zwei herausragenden Vertretern des expressionistischen Maskentanzes in Deutschland, in den Mittelpunkt. Im Juni 1924 werden die beiden Künstler tot in ihrer Hamburger Kellerwohnung aufgefunden, neben ihnen liegt ihr schlafender Säugling. Jahrzehnte später meldet sich dieser als alter Mann bei Nick Lainwander, der zufällig den Nachlass der Maskentänzer auf dem Dachboden des Museums für Kunst und Gewerbe entdeckt hat.

Nils Jockel

Nils Jockel wird nicht nur aus seinem Roman lesen, sondern auch in einem begleitenden Bild-Vortrag von der realen Entdeckungsgeschichte der Ganzkörpermasken dieses einzigartigen Hamburger Künstlerpaars aus den 1920er Jahren berichten. Zudem fließt seine eigene Familiengeschichte als Enkel von Richard Luksch (1872–1936), einem Professorenkollegen von Johann Michael Bossard an der Hamburger Kunstgewerbeschule, in die Erzählung ein.

Nils Jockel war der Leiter der Kunst- und Designvermittlung am Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg. Dort initiierte er eine Theaterwerkstatt und kuratierte zahlreiche Ausstellungen, die sich mit Themen wie Tanz und Theater auseinandersetzten. Die künstlerischen Beiträge seiner Großeltern zu den legendären Hamburger Künstlerfesten der 1920er Jahre sowie sein bemerkenswerter Fund von Masken der Künstler Schultz und Holdt auf dem Dachboden haben sein Interesse an dieser faszinierenden Zeit über Jahrzehnte hinweg geprägt. Mit „Kellertänzer“ hat er sein erstes Buch veröffentlicht.

Der Roman »Kellertänzer« ist im Museumsshop erhältlich. Tickets (10 €) können im Vorverkauf an der Museumskasse unter 0 41 83 / 51 12 oder per E-Mail an info@bossard.de sowie an der Abendkasse erworben werden

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Bossards „Tatkraft“ wieder entdeckt https://www.tiefgang.net/bossards-tatkraft-wieder-entdeckt/ Fri, 02 Aug 2024 22:09:30 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=11054 [...]]]> Monumental und doch 100 Jahre unentdeckt. Jetzt wurde Bossards „Tatkraft“ zutage gefördert.Bei den Sanierungsarbeiten am Wohn- und Atelierhaus im Museum Kunststätte Bossard legen die Dachdecker gerade Stück für Stück den Dachstuhl frei. Dabei machten sie jetzt einen sensationellen Fund. In einem nicht zugänglichen Dachraum über dem sogenannten „Schatzkämmerchen“ im Eddasaal lagerten mehr als 100 Jahre lang die eingerollten Einzelbilder von Johann Michael Bossards Monumentalgemälde „Tatkraft“ aus dem Jahr 1907/08. Die Handwerker beförderten nicht nur 22 zu diesem Monumentalgemälde gehörende Leinwände aus dem unbekannten Lager, sie entdeckten auch drei weitere Gemälde und eine Zeichnung aus dem Frühwerk Bossards vor 1900 und aus dem Jahr 1918 sowie Teile einer bemalten Rahmung.

„Dieser sensationelle Fund ist ein bedeutender Gewinn für unser Museum“, so Heike Duisberg-Schleier, Leiterin des Museums Kunststätte Bossard. „Er eröffnet uns neue Perspektiven auf das Werk von Johann Michael Bossard und hilft uns, das Bild des Künstlers weiter zu schärfen.“

Das Monumentalgemälde ist nicht unbekannt. Ein Entwurf, Einzelstudien sowie historische Fotografien zu diesem Werk befinden sich im Bestand der Stiftung Kunststätte Johann und Jutta Bossard. Doch der Verbleib des beeindruckenden Gemäldes war bisher nicht geklärt. „Tatkraft“ besteht vermutlich aus 27 Einzelleinwänden mit einer Gesamtlänge von 18 Metern und einer Höhe von etwa 5 Metern und entstand in den Jahren 1907 bis 1908.

„In Johann Michael Bossards Briefen an seinen Freund und Förderer Emil Hegg berichtet der Künstler von der Arbeit an diesem Monumentalgemälde“, berichtet die Kuratorin und stellvertretende Leiterin des Museums, Katharina Groth, und ergänzt: „Bossard fertigte das Gemälde „Tatkraft“ für eine Präsentation auf der Großen Berliner Kunstausstellung 1908. Vor dieser Ausstellung erhielt Bossard jedoch die Möglichkeit, sein Werk bereits im Februar 1908 in der Aula der Hamburger Kunstgewerbeschule zu zeigen. Nach seiner Präsentation in Berlin, die von verschiedenen Kunstzeitschriften und Zeitungen begleitet wurde, zeigte Bossard das großformatige Gemälde vermutlich auch in Ausstellungen in Chemnitz, Danzig und Zug in den Jahren 1909 und 1910.“

Das Werk ist ein wichtiges Schlüsselwerk, mit dem sich Johann Michael Bossard zum Antritt seiner Stelle als Lehrer für Bildhauerei an der Kunstgewerbeschule Hamburg als Monumentalkünstler in der Hansestadt vorstellte und auf anschließende Aufträge hoffte. Die Kuratorin steht jetzt vor der Aufgabe, die weitere Geschichte der insgesamt 26 gefundenen Werke zu erforschen. Erste Ideen, die Funde und ihre ungewöhnliche Fundgeschichte in den Mittelpunkt einer Sonderausstellung im Winterprogramm 2025 zu stellen, hat Katharina Groth schon.

Die Fundstücke werden in den kommenden Tagen von der Restauratorin des Museums, Stefanie Nagel, vom Staub befreit, auf mikrobiologischen Befall untersucht, gereinigt und anschließend in das Schaumagazin zur Einlagerung überführt. Über den weiteren Umgang mit den Funden wird im Laufe der nächsten Monate entschieden. Mehr zur Bergung der Kunstwerke und zur Geschichte des Monumentalgemäldes erfahren Besucherinnen und Besucher beim Museumsfest am 15. September 2024. Der Stand der Sanierungsarbeiten des Wohn- und Atelierhauses wird unter www.bossard.de dokumentiert.

Kunsthandwerkermarkt

Am Sonnabend und Sonntag, dem 10. und 11. August 2024, findet im Museum Kunststätte Bossard der jährliche Kunsthandwerkermarkt statt. Von jeweils 10 bis 18 Uhr präsentieren rund 40 Künstler ihre einzigartigen Werke und Kunsthandwerksarbeiten in der inspirierenden Atmosphäre des Museums und bieten diese zum Verkauf an.

Die besondere Umgebung im Museum Kunststätte Bossard verleiht dieser Veranstaltung ihren besonderen Reiz. Stände und Pavillons reihen sich in der Gartenanlage, vor dem Neuen Atelier und auf der Ackerfläche ein. Besucherinnen und Besucher haben die Möglichkeit, handgefertigte Unikate zu entdecken – von Keramiken über Schmuck, Goldschmiede-, Metall – und Holzkunst bis hin zu Textilien. Einige Kunsthandwerker arbeiten direkt vor Ort und geben damit einen exklusiven Einblick in ihre Arbeitsweise.

An beiden Tagen hat das Café im Hof geöffnet. Die Besichtigung des Museums und der aktuellen Sonderausstellung ist parallel zum Kunsthandwerkermarkt möglich und im Eintritt inbegriffen. Kinder bis 18 Jahre und Mitglieder des Freundeskreises haben freien Eintritt. Der Eintritt für Erwachsene beträgt 4 Euro.

Tipps für die Anfahrt: Mit dem Heide-Shuttle Ring 3 lässt sich das Museum Kunststätte Bossard erreichen. Außerdem fährt die Linie 4148 der KVG samstags und sonntags ab Hamburg-Harburg. Eine Liste der teilnehmenden Künstler ist unter www.bossard.de eingestellt. Infos unter 04183/5112 oder info@bossard.de.

 

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Der Kunstmarathon kommt auf die Zielgerade! https://www.tiefgang.net/der-kunstmarathon-kommt-auf-die-zielgerade/ Tue, 18 Jun 2024 22:21:15 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=10941 [...]]]> Die einzigartige Kooperation von gut 25 Kunstinstitutionen der südlichen Metropolregion Hamburgs geht am 24. Juni in die letzte der vier Festwochen! Und da geht es nochmal richtig zur Sache!

Schon den ganzen Juni über präsentiert die SuedArt24 gut 25 Kunstinstitutionen, ihre Orte, Geschichte, Ausrichtung und eben aktuellen Künstler*innen in der südlichen Metropolregion Hamburgs. Hunderte Kunstinteressierte zog es schon in Führungen, Ausstellungen und Kursangebote von Stade bis Hamburg-Harburg. Und meist mit der S-Bahn! „Die Resonanz ist schon jetzt großartig“, so Heiko Langanke, Vorsitzender der Kunstleihe Hamburg e.V.“ und Initiatorin der SuedArt. „Kunstorte und ihre Ausstellungen sind ein echtes Gesprächsthema geworden. Der Blick hinter die Kulissen der Kunststätten wie Kunsthaus Stade, Falckenberg-Sammlung, Schloss Agathenburg oder Galerie1565 aber auch die Unterschiedlichkeit der Kunstpositionen auf so dichtem Raum zu erleben, hat Menschen aus der Metropolregion erstaunt und neugierig gemacht. Viele sind von der Menge, Qualität und Vielfalt positiv überrascht. Andere wiederum konnten ihr Blickfeld über die angestammten Interessen hinaus deutlich erweitern.“ Und so lohnt es sich, auch die letzte Woche nochmal intensiv die Kunst des Südens Hamburgs zu inhalieren! Los geht es in der Harburger Lämmertwiete …

Mo., 24. Jun., 13 Uhr: Mayr´sches Haus / Künstler zu Gast in Harburg e.V., Lämmertwiete 14, 21073 Hamburg-Harburg

Atelierbesuch bei Stipendiatin Uzma Sultan

Dass in Harburg jedes Jahr Stipendien für Bildenden Künstler*innen vergeben werden, ist vielen nicht bekannt. Dabei gibt es seit den 80er Jahren gar einen Verein namens „Künstler zu Gast in Harburg e.V.“ und der verfügt sogar über ein eigenes Haus – das Mayr´sche –  samt Atelier und Künstler*innenwohnung an prominenter Stelle. Dieses Jahr etwa ist die eigentlich in London lebende und arbeitenden Künstlerin Uzma Sultan zu Gast. Uzma Sultan lebt und arbeitet in London und ist eine der nominierten Künstlerinnen für den Moth Art Prize 2021, eine Gewinnerin des Newsprint Open 2021 und steht auf der Longlist des Jacksons Painting Prize 2022. Zu den jüngsten Ausstellungen gehören Artspace’23 im Old Pacels Office, Scarborough, Townhouse Open ’23, Stardust, Edition X, Museo Archealogico, Atri, Abruzzo, A Generous Space 3, Huddersfield Art Gallery

Uzma Sultan ist die aktuelle „Künstlerin zu Gast in Harburg“

In ihren Arbeiten spiegeln sich ihre multikulturellen Einflüsse wider. Da Sultan hat in vielen Ecken der Welt gemalt und Materialien und Inspirationen während ihrer Reisen bezogen. Ihre Bilder bestehen aus detaillierten Innenräumen, hellen Farbpaletten und einer großen Aufmerksamkeit für Muster.

Typische Materialien ihrer Arbeit sind Plexiglas, Aluminium und Vinyl bis hin zu traditionellen Leinwand und Leinen. Die Materialien findet sie oft auf den Märkten ihrer Heimatstadt Karachi. In einer Welt, in der Dinge nur noch aus Plastik sind, sieht Uzma Sultan auch die Notwendigkeit Kunst aus ihm zu machen.

www.Uzmasultan.com, www.singulart.com

Die., 25. Jun., 14 Uhr – Harburger Rathausplatz (beim Tubaspieler), 21073 Hamburg-Harburg,

Führung mit Hans-Ulrich Niels

Eintritt frei! Anmeldung erbeten unter: 040 / 42871 2497

Das hat kein anderer Hamburger Stadtteil zu bieten: Einen Kunstpfad, der sich durch die Innenstadt schlängelt und die markantesten 27 Kunstwerke des öffentlichen Raumes miteinander verbindet.

Zu erkennen ist der Pfad an den bronzenen Bodenmarkierungen mit dem Schriftzug „Kunstpfad“. Die klassischen wie auch zeitgenössischen Werke sind nicht nur ein Spiegel der Kunstgeschichte, sie sind vor allem lesbare Stadtgeschichte. Prominente Künstler der Gegenwart reihen sich an die nun vergessenen, aber einst berühmten Künstler vergangener Zeiten – gemeinsam ist ihnen die enge Verbundenheit mit Harburg.

Anlässlich der SuedArt bietet das Stadtmuseum Harburg eine geführte Tour an, die spannende Details und Hintergründe zu den Kunstwerken vermittelt.

Der Harburger Kunstpfad wurde erstmals 1994 als Rundgang zu Kunstwerken im öffentlichen Raum ins Leben gerufen. Nachdem er einige Zeit in Vergessenheit geriet, wurde er 2007 durch die Initiative des einstigen Kulturredakteurs Ernst Brennecke, dem Kulturpolitik Siegfried Bonhagen und dem seinerzeit neuen Museumsdirektor Rainer-Maria Weiss wieder belebt und vergrößerte sich sogar. Mit Unterstützung der „Norddeutschen Affinerie“ (heute Aurubis) wurden tropfenförmige Wegweiser aus Kupfer gegossen und in den Boden gesetzt und führen heute zu knapp 30 Kunstwerken mit eigener Ge-schichte, eigener Position und eigener Zeit.

Eine Broschüre des Museums aber auch eine Kulturrouten-App erläutern Hintergründe zur Kunst und ihren Urheber*innen.

Mi., 26. Jun., 19 Uhr: Altes Rathaus Buxtehude, Breite Str. 2, 21614 Buxtehude: 40 Jahre Artothek Buxtehude

Gespräch mit Torsten R. Lange (Kulturbüro Buxtehude), Marie-Theres Beinroth (Artothek Buchholz i.d.N.), Heiko Langanke (Kunstleihe Hamburg e.V.)

Artotheken: Zeit für Kunst – Kunst auf Zeit

In Buxtehude, Buchholz i.d.N. und Hamburg-Heimfeld gibt es Artotheken, also Kunstverleihe. Die Artothek Buxtehude feiert aktuell gar ihr 40-jähriges Bestehen. Grund genug über die Rolle des Kunstverleihs im allgemeinen Kunstbetrieb mal ausführlicher zu reden.

Collage: Hansestadt Buxtehude

Das Verleihen von Kunst entstammt einer Idee der 1920er Jahre, Kunst zu demokratisieren und allen zur Verfügung zu stellen. Für eine Weile nimmt man die Kunst ins persönliche Umfeld auf, setzt sich ganz individuell mit Technik, Motiv, Position auseinander und erhält zugleich einen Einblick in die meist lokale zeitgenössische Kunstszene. Die Ansätze sind verschieden und reichen vom Aspekt der Würdigung der lokalen Kunstszene bis hin zur niedrigschwelligen Kunstvermittlung. In Zeiten der share economy also ein hochaktuelles Thema.

Das 40jährige Bestehen der Buxtehuder Artothek ist uns Anlass, alle drei Kunstverleihe der südlichen Metropolregion zu Wort und Bild kommen zu lassen, ihre unterschiedlichen Grundlagen und Arbeitsweisen kennen zu lernen und einen tieferen Einblick in ihre ergänzende Rolle zu im allgemeinen Kunstbetrieb bekommen.

Do., 27. Jun., 18:30 Uhr: MSH (Medical School HH), Schellerdamm 22 (3. OG),  21079 HH-Harburg:

Abschlussgespräch mit Sebastian Dannenberg / Michael Ganß zur Kunstaktion „Traces of Human Presence“

Mit „Traces of Human Presence“ loten Michael Ganß und Sebastian Dannenberg die Möglichkeit von bildnerischen Mitteln im Stadtraum aus. Traces of Human Presence ist eine performative Aktion im Stadtraum Harburg, die immer ausgehend vom Campus am Schellerdamm den Stadtraum mit gemalten Pinselspuren vermisst.

Ganß und Dannenberg arbeiten dazu während der gesamten Laufzeit mit Studierendengruppen des Arts and Social Change Campus zusammen und malen ephemere Linien mit Kreide auf Bürgersteige und Wege. Dabei wird der Stadtraum erkundet und sich auf eine ungewöhnliche Weise zeigen gemacht. Die Künstler greifen dabei auf gewohnte Seherfahrungen des Urbanen zurück, allerdings auf eine absurde, spielerische Weise. Die Linie irritiert, sie hat keine Funktion, sie teilt nicht, sie leitet nicht, sie regelt nicht und erfüllt damit keine der Gesetzmäßigkeiten mit den wird im Stadtraum konfrontiert sind.  Seien sie gespannt wo diese Linien erscheinen werden, und fühlen sie sich eingeladen den Spuren ein Stück zu folgen um zu sehen wohin sie führen.

Fr., 28. Jun., 17 Uhr: Alles wird schön e.V., Friedrich-Naumann-Str. 27, 21075 Hamburg-Heimfeld, Vernissage „Zodel-Cut“

Kunst und Fußball-EM – das kann sich auf ungewöhnliche Art und Weise befruchten. „Möge das Beste gut abschneiden“, hat sich also auch Dietmar Schaz alias Willi Zodel gesagt und die Schere zerteilt die Fußballsticker zu langen Schlangen und schafft dadurch Raum. Von der Nasenspitze über die Augenhöhle zum Haarscheitel hin zu uniformierten Nationaltrikots.

Beim Stein: der Stein wird eingeschnitten, mit einer Flex brechen die Einschnitte die Runde Form des Steins gibt dem Stein Gesicht. In wenigen Sekunden schneidet die Trennscheibe die Form der durch Eiszeiten und dem Weg hierher abgerundeten Form, schafft einen neuen Blick wie auf Flusssteine, diese kleinen Findlinge. Dietmar Schaz zerschneidet den Stein und Willi Zodel den Fußballsticker, so dass sich alles wieder zu einer Person fügt: Der Person des Bildhauers.

Die Leichtigkeit in der Arbeit mit Papier und Schere ist für Zodel Erholung und Inspiration zugleich für die Arbeit in Stein. Der Ball schnitt sich seinen Weg zwischen den Gegenspielern ins gegnerische TOR!

Dietmar Schaz alias Willi Zodel lebt und arbeitet in Hamburg als Bildhauer, Steinmetz und freier Künstler. Er wurde 1965 in Tuttlingen/Donau geboren und machte in Meßkirch seien Ausbildung zum Steinmetz. Kunst studierte er erst ab Mitte der 90er Jahre in München und Hamburg. Zuvor initiierte er einige Jahre das Projekt „Walddörfer Wanderwege – WWW“, das Wanderwege mit Findlingen kunstvoll ausschmückte. Er war 2016 Mitbegründer des Comic-Büros Hamburg und stellt seit Jahren regelmäßig an diversen Orten in Hamburg aus.

Während der Ausstellung finden auch Live-Übertragungen der Fußball EM in der Galerie statt und es bietet sich auch die Möglichkeit Panini-Sammelbildchen zu tauschen oder zu zerschneiden. Die Ausstellung ist dann noch bis zum 14. Juli zu sehen.

Sa., 29. Jun., 16 Uhr: MSH, Schellerdamm 22 (3. OG), 21079 Hamburg-Harburg:

KAP – Künstlerische Abschluss Präsentation der Studiengänge der MSH

Die Ausstellung KAP24, Künstlerische Abschluss Präsentation 2024, gibt einen Einblick in die diversen künstlerisch-sozial oder künstlerisch-therapeutischen Studiengänge der Medical School Hamburg in den Räumen des Arts and Social Change Campus im Schellerdamm 22 in Hamburg Harburg. Die Studierenden der Studiengänge EAST BA (Expressive Arts in Social Trans-formation), Kunsttherapie BA, Musiktherapie BA und Intermediale Kunsttherapie MA zeigen im Rahmen dieser Veranstaltung ihre künstlerischen Abschlussarbeiten. Zu erleben sind diverse künstlerische Arbeiten aus den Bereichen Bildender Kunst, Musik, Sound, Poesie, und Performance. Seien sie gespannt mit welchen Strategien und Werken die Student*innen sich dem öffentlichen Diskurs stellen.

Sa., 29. Jun., 18:30 Uhr: Kulturhaus Süderelbe, Am Johannisland 2, 21149 Hamburg-Neugraben:

Führung zur Finissage “Iryna Kogan – Vilnius”

Entdecken Sie die faszinierende Welt von Vilnius in einer Ausstellung, die dem Glanz und der Liebe zur Hauptstadt Litauens gewidmet ist. Die Bilder zeigen Vilnius, eine Stadt, eingebettet in Mythen, Kunst und dem Drang nach Freiheit. Tauchen Sie ein in die Legende um den litauischen König Gedemin und den eisernen Wolf, dessen mystisches Heulen einst den Grundstein für die Gründung Vilnius’ legte.

Die Ukrainerin Iryna Kogan lebt seit 2007 in Deutschland und führt mit der Ausstellung durch ihre persönliche Reise der Verzauberung und Zuneigung zu Vilnius. Als Hausärztin mit einer brennenden Leidenschaft für Kunst und Malerei, schöpft Kogan ihre Inspiration aus der Natur, antiken Städten, Mythologie und Geschichte. Die ausdrucksstarken Ölgemälde der Autodidaktin laden dazu ein, eine tiefe Verbindung zur Stadt Vilnius zu knüpfen. Die Ausstellung endet dann am 30. Juni.

So., 30. Jun., 11 Uhr: Kunstverein Buchholz i.d.N., Kirchenstr. 6, 21244 Buchholz i.d.N.:

Elke Kegel-Judis – Finissage

Elke Kegel-Judis (Jg. 1938) wurde in Berlin geboren, studierte an den Kunsthochschulen Hamburg (Prof. Kurt Kranz, Karl Kluth) und Berlin (Prof. Hann Trier) sowie der Universität Hamburg. Sie leitete von 1973 bis in die 90er Jahre die GALERIE JOLKA in Buchholz, die regionale Künstler mit Ausstellungen im eigenen Wohnraum förderte. Sie war Dozentin für Malerei an der Volkshoch-schule in Hittfeld, Kunsterzieherin am Gymnasium Am Kattenberge, Buchholz hatte seit 1989 ein Sommeratelier in Vissec im franz. Languedoc, lebt und arbeitet in Buchholz.

Der Kunstverein Buchholz ehrt sie mit der Ausstellung „Spuren von Zeit“ für ihr jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement für Kunst und Kultur. Elke Kegel-Judis war Ideengeberin für Kunstausstellungen, für Gründungen von Künstlergruppen oder Buchveröffentlichungen. Ihre eigene Kunst (Öl, Acryl, Aquarell, Radierung) hat sie nie in den Vordergrund gestellt. Vielmehr war ihr daran gelegen, junge aufstrebende Künstler zu unterstützen und zu fördern. Sie war beteiligt an Katalogveröffentlichungen des BBK Hamburg, der SEEVETALER Künstler und am Buch „Kunst in Buchholz“ sowie an weiteren Büchern wie „Bildende Kunst im Landkreis Harburg“ und der Sammlung hit-Technopark Hamburg Kunst verbindet.

Ihre Bilder sind im Besitz der Stadt Buchholz und den Buchholzer Partnerstädten Canteleu und Järvenpää. Seit 2001 ist sie in der Artothek der Stadtbücherei Buchholz vertreten.

Im Kunstverein Buchholz und im Geschichts- und Museumsverein ist Elke Kegel-Judis‘ Rat gefragt und gewünscht.

 Zur SuedArt24:

SuedArt24 ist eine neuartige Kooperation der bedeutendsten Kunstorte im Süden Hamburgs. Sie stellt Künstler*innen und aktuelle Ausstellungen aber vor allem auch die Kunstorte, ihre Geschichte und Entwicklungen vor. Sie wird dabei von der Adalbert Zajadacz- und Claussen-Simon-Stiftung, der Sparkasse Harburg-Buxtehude und der Hamburger Kulturbehörde unterstützt.

Zum Event, das den ganzen Juni über läuft, gibt es neben einer ausführlichen Website www.sued-art.de auch ein gedrucktes Programmheft, das haptisch hochwertig gestaltet auch ein Statement der Kunstregion abgibt. Und auch dies ist online abrufbar. Und wer den einen oder anderen Termin nicht wahrnehmen kann: das Programm gibt auch Hinweise, wann und wie lange welche Ausstellungen wo auch so zu besuchen sind.

Teilnehmende Institutionen: Kunsthaus Stade, Schloß Agahtenburg, Kunststätte Bossard, der Marschtorzwinger und die Artothek Buxtehude, die Buxtehuder Kunstinsel, die kleine Flethphilharmonie wie auch die Kunströsterei Buxtehude, das Neugrabener Kulturhaus Süderelbe, die Heimfelder Hall, die MSH Hamburg, die Kunstinitiative der TUHH, die Kunstleihe Harburg, der Kunstverein „Alles wird schön“ in Heimfeld, die Harburger Galerie 1565, das Mayr´sche Haus Harburg, der Harburger Kunstpfad, das Harburger HabibiAtelier, die Freiluftgalerie Walls Can Dance, das Stadtmuseum Harburg, das Harburger Kulturwohnzimmer, der Kunstverein Harburger Bahnhof, die Sammlung Falckenberg in Harburg, die Artothek und der Kunstverein in Buchholz / Nordheide.

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Depots, Gärten und ein Picnic https://www.tiefgang.net/depots-gaerten-und-ein-picnic/ Thu, 13 Jun 2024 11:55:55 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=10926 [...]]]> Die einzigartige Kooperation von gut 25 Kunstinstitutionen der südlichen Metropolregion Hamburgs geht am 17. Juni in die 2. Woche und es gibt sogar ein Picnic!

Mo., 17. Jun., 12 Uhr: HabibiAtelier: Kunstkursus „Pastell“, Lüneburger Str. 39 (Harburg Arcaden, OG) | 21073 Hamburg-Harburg

Am Montag, den 17.06 wird Luka im Rahmen der “Winter” Ausstellung im Habibi Atelier einen Pastell Workshop anbieten. Sie ist 22 Jahre alt und Meisterschülerin in Malerei. So wie bei dieser Ausstellung hat sie bereits bei der “ArtExpo” im Winter 2023 mitgewirkt und ist Teil des Habibi Ateliers.
Luka malt hauptsächlich mit Pastellkreiden und freut sich darauf, noch mehr Menschen für dieses Medium zu begeistern!

Das Depot (Foto: Deichtorhallen ( Sammlung Falckenberg)

Mo., 17. Jun., 14 Uhr: Sammlung Falckenberg: Führung durchs Depot, Wilstorfer Str. 71 | 21073 Hamburg-Harburg

Eintritt: 10,- €, Anmeldung über post@sued-art.de, begrenzte Teilnehmerzahl!

Die Sammlung Falckenberg umfasst mehr als 2.200 Werke von 450 Künstler*innen. Ihr Schwerpunkt liegt auf deutscher und amerikanischer Gegenwartskunst der letzten 40 Jahre, die nach dem Zweiten Weltkrieg als Aufstand gegen die Eliten und das Kunstestablishment insbesondere in den USA und Deutschland entstanden ist. Die großzügigen Räume machen es möglich, größere Installationen und multimediale Projekte von Künstler *innen wie John Bock, General Idea, Thomas Hirschhorn, Mike Kelley, Jon Kessler, Sarah Lucas, Jonathan Meese und Gregor Schneider zu präsentieren. Neben der Sammlung werden auch hier regelmäßig umfangreiche Wechselausstellungen gezeigt. Ein umfangreiches Rahmenprogramm ergänzt die Ausstellungen.

Die Sammlung ist international mehrfach ausgezeichnet und setzt Akzente auf Querdenker und Außenseiter des Kunstbetriebs, die mit subversiven, oft genug ironischen bis hin zu sarkastisch-zynischen Betrachtungsweisen die traditionellen Vorstellungen einer Repräsentationskunst des Guten, Wahren und Schönen unterlaufen.

Die., 18. Jun., 12:30 Uhr: Galerie 1565: „Franz Kaiser – Oh, schöne Welt““, Harburger Schloßstr. 13 | 21079 Hamburg-Harburg

Führung mit Andreas Winzer durch die Ausstellung.

18.6. Franz Kaiser, Galerie1565 Harburg

Franz Kaiser (1888-1971) war ein vielseitiger Künstler mit einer ungewöhnlichen Biografie. Als kritisch kommen-tierender Zeitgenosse erlebte er zwei Weltkriege, die bewegten zwanziger Jahre, die NS-Zeit und die Jahre nach 1945, in denen sein Hauptwerk entstand. Seine künstler-ische Vielfalt präsentiert sich in Malerei, Collagen, Zeichnungen, Skulpturen, Keramik- und Holz-Arbeiten sowie Textilien. In einigen Sparten entwickelte er spezifische Techniken, um seine Ideen zu vertiefen, z.B. eine Brandtechnik für Collagen. Schon zu Lebzeiten fanden seine Werke interessierte Sammler, die wohl Bekanntesten waren Helmut und Loki Schmidt. Kaisers umfangreiches Werk wurde nach seinem Tod von Dr. Jürgen Winzer in Hamburg bewahrt, der ihm als Freund und Arzt nahestand. Seit 2017 setzt sich der „Freundeskreis Franz Kaiser“ dafür ein, den heute vergessenen Künstler und sein Werk mit über 1500 Arbeiten von Gemälden, Collagen, Reliefs, Stoffmalereien, Zeichnungen, Mischtechniken und Skulpturen zu würdigen.

Zwischenzeitlich befasste sich der Künstler zum Broterwerb mit angewandter Kunst und Kunsthandwerk. Seine selbstgewebten, künstlerisch hochwertigen Teppiche und Wandbehänge wurden zu Lebzeiten in verschiedenen Ausstellungen gezeigt.

Autodidaktisch eignete er sich die Technik der Holzverarbeitung und Keramikherstellung an, schnitzte Dekorationen, baute Möbel, brannte in einer umgebauten Teertonne große Gefäße, künstlerische Objekte und Gebrauchsgeschirr. Sie verhalfen dem asketisch lebenden Paar zum Überleben.

Die Ausstellung ist noch bis zum 31. Aug. 2024 zu sehen

Die., 18. Jun., 14 Uhr – Harburger Rathausplatz (beim Tubaspieler): der Harburger Kunstpfad  | 21073 Hamburg-Harburg

Führung mit Hans-Ulrich Niels, Eintritt frei! Anmeldung erbeten unter: 040 / 42871 2497

Das hat kein anderer Hamburger Stadtteil zu bieten: Einen Kunstpfad, der sich durch die Innenstadt schlängelt und die markantesten 27 Kunstwerke des öffentlichen Raumes miteinander verbindet.

Zu erkennen ist der Pfad an den bronzenen Bodenmarkierungen mit dem Schriftzug „Kunstpfad“. Die klassischen wie auch zeitgenössischen Werke sind nicht nur ein Spiegel der Kunstgeschichte, sie sind vor allem lesbare Stadtgeschichte. Prominente Künstler der Gegen-wart reihen sich an die nun vergessenen, aber einst berühmten Künstler vergangener Zeiten – gemeinsam ist ihnen die enge Verbundenheit mit Harburg.

18.6., Kunstpfad, Aufrechter Gang, Harburg

Anlässlich der SuedArt bietet das Stadtmuseum Harburg eine geführte Tour an, die spannende Details und Hintergründe zu den Kunstwerken vermittelt.

Der Harburger Kunstpfad wurde erstmals 1994 als Rundgang zu Kunstwerken im öffentlichen Raum ins Leben gerufen. Nachdem er einige Zeit in Vergessenheit geriet, wurde er 2007 durch die Initiative des einstigen Kulturredakteurs Ernst Brennecke, dem Kulturpolitik Siegfried Bonhagen und dem seinerzeit neuen Museumsdirektor Rainer-Maria Weiss wieder belebt und vergrößerte sich sogar. Mit Unterstützung der „Norddeutschen Affinerie“ (heute Aurubis) wurden tropfenförmige Wegweiser aus Kuper gegossen und in den Boden gesetzt und führen heute zu knapp 30 Kunstwerken mit eigener Geschichte, eigener Position und eigener Zeit.

Eine Broschüre des Museums aber auch eine Kulturrouten-App erläutern Hintergründe zur Kunst und ihren Urheber*innen.

Mi., 19. Jun., 12 Uhr: Galerie 1565: Führung durch Galerie & Gruppenausstellung, Harburger Schloßstr. 13 | 21079 Hamburg-Harburg

Gruppenausstellung: Elena Bulycheva | Daniel Hörner | Stephanie Jacobs | Sandrine Mahéo

Bei der Führung werden die Galerie wie auch die Gruppenausstellung gleichermaßen vorgestellt und erläutert.

Die GALERIE1565 ist ein Raum für zeitgenössische Kunst, eine der größten privaten Galerien Hamburgs mit über 660qm Ausstellungsfläche. Seit Frühjahr 2023 hat sich die GALERIE1565 mit monatlich wechselnden Ausstellungen zu einem etablierten Ort für zeitgenössische Kunst lokaler und internationaler Künstler in Hamburg gemacht.

Elena Bulycheva (Hamburg) studiert an der HFBK bei Prof. Anselm Reyle. Charakteristisch für ihr Werk sind abstrakte Gemälde, die durch ein Zusammenspiel von lebendigen Farben, Texturen und ungewöhnlichen Formen gekennzeichnet sind. Unkonventionelle Prozesse, zum Beispiel das bearbeiten der Leinwand in einer Waschmaschine, führen zu Rissen und Spalten im Material. So werden die darunterliegenden Farben oder Oberflächen sichtbar.

Daniel Hörner (Hamburg) studierte Kunst an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel bei Prof. Ludger Gerdes. Er malt seine farbintensiven, oft monochromen Bilder mit selbstgemachter Ölkreide, die er in einem aufwändigen Prozess und in beeindruckender Farbvielfalt herstellt. Er zieht präzise Linien, um Kästen und Streifen für die Farbverläufe zu schaffen. Diese Technik ist sein Alleinstellungsmerkmal und beschäftigt Hörner seit über 10 Jahren. Er arbeitet in seinem Atelier in Hamburg und betreibt dort gemeinsam mit anderen Künstlern auch den Ausstellungsraum “Lycra”.

Stephanie Jacobs (Hamburg) studierte an der HFBK in Hamburg bei Prof. Werner Büttner. Jacobs erzählt uns durch ihre Malereien auf Leinwand oder auf Keramiken von rätselhaften Nachtwelten, Giftpflanzen und Körpern in Not. Sie untersucht die Wirkmacht des Symbolismus und dessen Effekt auf den Betrachtenden. Zunächst nähert sie sich ihren Fragen auf theoretischer Ebene an. So beeinflussen kulturwissenschaftliche und anthroposophische Texte, aber auch Werke und Motive aus Popkultur und Kunst Jacobs Oeuvre.

Sandrine Mahéo (Berlin) studierte an der Hochschule für Bildende Künste in Montpellier, Frankreich. Die großformatigen Leinwände der französischen Künstlerin sind eine lebendige Feier der Farbe und des Kontrastes. Wie der Akt der Schöpfung wird die Farbe auf die Leinwand gesprüht, auf eine Weise, die an Künstler wie Hartung und K. Grosse erinnert. Diese Technik, vielleicht beeinflusst von einer Neigung zu weitläufigen Gesten, schafft ein Gefühl von Tiefe innerhalb des Kunstwerks. Dabei werden gewollte Unschärfen genutzt, um diese Tiefenwirkung zu intensivieren.

Die Ausstellung ist noch bis zum 4. Jul. 2024 zu sehen.

Fr., 21. Jun., 17 Uhr: Kulturwohnzimmer: INNENstadtDIALOGE, Lüneburger Str. 1a (Gloria-Tunnel)| 21073 Hamburg-Harburg

Zur SuedArt dreht sich im Kulturwohnzimmer alles um die kreative Ko-Produktion, den Dialog und das Entstehen von Nachbarschaftlichkeit und Zukunftsvisionen.

Zahlreiche in den letzten Jahren entwickelte, getestete und verfeinerte Formate des gemeinsamen künstlerischen Gestaltens liefern spannende Einblicke in das Harburger Stadtteilleben und die Kreativität seiner Bewohner*innen.

Die Ausstellung umfasst sowohl verschiedenste Gemeinschaftswerke und -bilder, gemalt oder gesprüht, kleinformatig, mehrteilig oder riesengroß, als auch Serien und Werke lokaler Künstler*innen, Installationen, Musik und intermediale Jam-Sessions.

Vom Harburger Bahnhof kommend, werden Besucher*innen schon in der Seevepassage, vor dem Gloria-Tunnel und in Richtung Lüneburger Straße blickend, von strahlenden Farben empfangen. Denn der Bauzaun am Neubauprojekt HAR6 ist das jüngste Gemeinschaftswerk und Ausstellungsstück im Sinne der INNENstadtDIALOGE. Geziert werden die rund 80m² von einem großen, vielschichtigen Gemeinschafts-Graffiti, initiiert und umgesetzt vom Kulturwohnzimmer e.V. in Zusammenarbeit mit über 100 Beteiligten, Passant*innen und spontan Entschlossenen.

21.6., WallsCanDance Harburg-Führung, Nevercrew Ansicht 2022_Copyright-NEVERCREW

Am Tag der Vernissage bildet dieser Zaun den Ausgangs-punkt einer Reise in die dialogische Produktion von Gemeinschaftswerken. Der Gloria-Tunnel wird zur Galerie-Passage, verhüllt von riesigen, noch in der Pandemie entstandenen Werken, gemalt mit 1,5m langen Pinsel unter dem Projekttitel “mit-Abstand-Malen”.

Begleitet von Jam Sessions, Licht und Videoinstallationen führt die Ausstellung in das Innere des Stadtteilateliers. In 3 Räumen, bei Getränk, und Gespräch laden wir zum Eintauchen in die verschiedensten Bildwelten früherer Atelier Besucher*innen sowie zum Betrachten der Werke aktuell vor Ort aktiven Künstler*innen.

Fr., 21. Jun., 17:30 Uhr: S-Bahnstation Harburg (Ausgang Moorstraße): walls can dance |21073 Hamburg-Harburg

Mural Walk mit Rudolf Klöckner, Anmeldung: HIER; Teilnahme frei – Spende erbeten

Walls Can Dance will Brücken schlagen: Der Hamburger Stadtteil Harburg steht seit Jahren vor einer großen Herausforderung: Wie lässt sich die räumliche Trennung der zwei zentralen Stadtteile “Innenstadt” und “Binnenhafen” durch eine Bahn- und Autotrasse aufheben? Mit Walls Can Dance entstehen beidseitig der Trasse künstlerische Fassadengestaltungen und schaffen so symbolisch eine Verbindung. Gemeinsam mit den InitiatorInnen von Walls Can Dance geht es im Rahmen der Führung, den Kunstwerken folgend, von der Harburger Innenstadt hinüber in den Binnenhafen. Die Macher*innen berichten dabei über Hintergründe und Wissenswertes zu den einzelnen Kunstwerken und Künstler*innen.

Sa., 22. Jun., 13 Uhr: Wiese am Freilichtmuseum: „Marinella Senatore – together we picnic!“ | Auf der Insel 2 | 21682 Stade

Anlässlich der Ausstellung „together we stand“ wird zur SuedArt24 eine Performance mit dem Titel „together we picnic!“ auf der Wiese am Freilichtmuseum kreiert. Speisen bitte selbst mitbringen, Infos unter: www.museen-stade.de/kunsthaus

Marinella Senatore, THE SCHOOL OF NARRATIVE DANCE, Venedig, 2015, als Teil von The Creative Time, Summit 56th Venice Biennale, Courtesy the artist und Creative Time, New York (Foto: Andrea Samonà)

Die aus Italien stammende Marinella Senatore (*1977) ist international bekannt für ihre öffentlichen Paraden, die Tanz, Musik, Popkultur und Aktivismus verbinden und mit Menschen aus der Bevölkerung vor Ort entstehen. Ihre groß angelegten Umzüge, bei denen bereits über sieben Millionen in 23 Ländern mitgewirkt haben, machen neue Formen von Gemeinschaft erlebbar. Entgegen sich zuspitzender Logiken von Perfektion, Produktion und Erfolg geht es um die Erfahrung eines „gemeinsamen Herzschlags“, wie die Künstlerin sagt, und um eine „Wiedergutmachung auf der Straße“. Die Ausstellung zeigt Werke, die Senatore aus dieser DNA ihrer Paraden heraus entwickelt. Farbenfrohe Zeichnungen, Collagen, Skulpturen, Videos und Installationen befassen sich mit (historischen) Protestkulturen. Im Zentrum steht dabei der Körper als etwas, das immer auch öffentlich ist, individuell und kollektiv. Er ist ein Ort aktueller Krisen und birgt zugleich das Potenzial von Veränderung und Zusammengehörigkeit.

Ein Schlüsselelement in Senatores Werk ist die Überzeugung, dass Kunst als Katalysator für sozialen Wandel fungieren kann. In einer Welt, in der soziale Nachhaltigkeit immer dringlicher wird, trägt sie mit ihrer Kunst dazu bei, eine inklusivere, engagiertere und resilientere Gesellschaft zu gestalten. Diese zentralen Aspekte sozialer Nachhaltigkeit sollen auch im Rahmenprogramm zur Ausstellung zum Tragen kommen.

Ausstellungsdauer: 08. Juni bis 08. September 2024

So., 23. Jun., 12 Uhr: Kunststätte Bossard: das Gesamtkunstwerk | Bossardweg 95 | 21266 Jesteburg

Führung durch das Gesamtkunstwerk Kunststätte Bossard

Der Kunsttempel der Kunststätte Bossard in Jesteburg (Foto: PR)

Das Museum Kunststätte Bossard: Am Rande von Jesteburg errichteten Johann und Jutta Bossard in der Zeit von 1911 bis 1950 auf einem gut 3 Hektar großen Heide-grundstück ein einmaliges Gesamtkunstwerk – die Kunststätte Bossard. In dem heutigen Museum können Sie Architektur, Bildhauerei, Malerei, Kunstgewerbe und Gartenkunst erleben.

Zwischen Jesteburg und Lüllau verwirklichten Johann Michael Bossard und seine Frau Jutta Bossard-Krull ihren Lebenstraum von einer Stätte, an der die verschiedenen Künste Architektur, Bildhauerei, Malerei, Kunstgewerbe und Gartenkunst zu einer Einheit verschmelzen. Sie arbeiteten bis zum Tode Johann Michael Bossards (1950) unermüdlich an diesem Werk. Dabei wurden nicht nur die verschiedenen Stile der Zeit aufgegriffen, sondern auch unterschiedliche und moderne Materialien verwendet.

Die historischen Gebäude der Kunststätte Bossard sind im Originalzustand erhalten. Das Wohn- und Atelierhaus im Heimatschutzstil ist bis in das kleinste Detail künstlerisch ausgestaltet. Neben dem Wohnhaus ist der 1926 in Backsteinexpressionismus errichtete Kunsttempel zu besichtigen. Auf dem Waldgrundstück hat das Künstlerehepaar eine beeindruckende Gartenanlage mit z.B. Baumtempel, Klostergarten, Gemüse- und Obstbaumgärten geschaffen.

Heute ist die Kunststätte Bossard ein einzigartiger Ort, an dem expressionistische Wandmalerei und Raumausstattung im ursprünglichen Zusammenhang erhalten geblieben sind. Zu sehen sind die Ausstellungen im Neuen Atelier, der Kunsttempel sowie der Eddasaal und das Urgebraus im Wohn- und Atelierhaus. Viele Fragen zur Geisteshaltung des Künstlers Johann Bossard und seiner Frau insbesondere im Nationalsozialismus sind noch heute ungeklärt. Im Sommer 2021 beauftragte die Stiftung Kunststätte Johann und Jutta Bossard das Institut für Zeitgeschichte München-Berlin mit der objektiven und wissenschaftlich fundierten Aufarbeitung der Rolle des Ehepaares Johann und Jutta Bossard zur Zeit der nationalsozialistischen Diktatur. Das Forschungsvor-haben wird sich über mehrere Jahre erstrecken. Die Ergebnisse und Zwischenergebnisse dieser Forschung werden regelmäßig im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Reden wir über Bossard“ an der Kunststätte Bossard vermittelt.

Reg. Öffnungszeiten: Mrz – Okt.: Di-So 11-18 Uhr / Nov. – Feb.: Di-So 11-16 Uhr

 So., 23. Jun., 14 Uhr: Kunststätte Bossard: „Lebenswelten“ | Bossardweg 95 | 21266 Jesteburg

Führung durch die Ausstellung “Lebenswelten – das private Leben des Künstlerehepaars Bossard“

Das private Leben des Künstlerehepaars Bossard und das Leben an der Kunststätte stehen im Mittelpunkt dieser Sonderausstellung.

Zwischen 1911 und 1950 verbindet Johann Michael Bossard, ab 1926 gemeinsam mit Jutta Bossard (1903–1996), verschiedene Künste zu einer großen Einheit, zu einem Gesamtkunstwerk. Wichtiger Bestandteil dieser Idee ist auch der Mensch.

Die Bewohnerinnen und Bewohner mit ihren Gästen sind hier jedoch nicht nur künstlerisch tätig, sondern sie bestreiten ihr Leben, ihren Alltag. Selbstversorgung ist aufgrund der ländlichen Lage eine Notwendigkeit. Anzucht von Gemüse und Obst, Tierhaltung, aber auch der Anbau von Getreide oder Buchweizen gehören zum Alltagsleben dazu. Ebenso spielt das Kunsthandwerk eine große Rolle. Neben der Gestaltung von Textilien, wie Teppichen und Kissen für den Eigengebrauch, gestalten Bossards auch Porzellanservice.

Das private Leben, der Alltag an der Kunststätte Bossard, steht im Mittelpunkt dieser Sonderausstellung. Wer waren die Bewohnerinnen und Bewohner der heutigen Kunststätte? Wie sah ihr Leben hier aus? Diesen »Lebenswelten« im Kontext der Entwicklung der Idee von der Wohn- zur Kunststätte spüren wir nach.

Ausstellungsdauer: 02. Jun. 2024 – 10. Nov. 2024

Zur SuedArt24:

SuedArt24 ist eine neuartige Kooperation der bedeutendsten Kunstorte im Süden Hamburgs. Sie stellt Künstler*innen und aktuelle Ausstellungen aber vor allem auch die Kunstorte, ihre Geschichte und Entwicklungen vor. Sie wird dabei von der Adalbert Zajadacz- und Claussen-Simon-Stiftung, der Sparkasse Harburg-Buxtehude und der Hamburger Kulturbehörde unterstützt.

Zum Event, das den ganzen Juni über läuft, gibt es neben einer ausführlichen Website www.sued-art.de auch ein gedrucktes Programmheft, das haptisch hochwertig gestaltet auch ein Statement der Kunstregion abgibt. Und auch dies ist online abrufbar. Und wer den einen oder anderen Termin nicht wahrnehmen kann: das Programm gibt auch Hinweise, wann und wie lange welche Ausstellungen wo auch so zu besuchen sind.

Teilnehmende Institutionen: Kunsthaus Stade, Schloß Agahtenburg, Kunststätte Bossard, der Marschtorzwinger und die Artothek Buxtehude, die Buxtehuder Kunstinsel, die kleine Flethphilharmonie wie auch die Kunströsterei Buxtehude, das Neugrabener Kulturhaus Süderelbe, die Heimfelder Hall, die MSH Hamburg, die Kunstinitiative der TUHH, die Kunstleihe Harburg, der Kunstverein „Alles wird schön“ in Heimfeld, die Harburger Galerie 1565, das Mayr´sche Haus Harburg, der Harburger Kunstpfad, das Harburger HabibiAtelier, die Freiluftgalerie Walls Can Dance, das Stadtmuseum Harburg, das Harburger Kulturwohnzimmer, der Kunstverein Harburger Bahnhof, die Sammlung Falckenberg in Harburg, die Artothek und der Kunstverein in Buchholz / Nordheide.

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Wände, Welten und Winter-Kunst https://www.tiefgang.net/waende-welten-und-winter-kunst/ Tue, 04 Jun 2024 22:53:27 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=10910 [...]]]> Die einzigartige Kooperation von gut 25 Kunstinstitutionen der südlichen Metropolregion Hamburgs geht am 10. Juni in die 2. Woche und startet an einer Betonwand …

Mo., 10. Jun., 15 Uhr: Heimfeld-Hall, S-Bahn Heimfeld (Kirchenplatz) | 21075 Hamburg-Heimfeld

Foto: Brozilla

Der Harburger Graffiti-Künstler Brozilla führt zur und an der Heimfeld Hall vorbei durch die Welt der Hamburger Graffiti-Kunst. Eintritt frei – Spende erbeten!

Graffiti-Kunst nahm in den 1970er Jahren Schwung auf, gilt als klassische StreetArt und hat mit Banksy aktuell wohl den berühmtesten Repräsentanten. Dabei musste Graffiti lange gegen das Vorurteil der Schmiererei ankämpfen.

Die Idee kam 2008 bei einem Spaziergang entlang des Bostelbeker Hauptdeichs. Nandor Olah (Erziehungs-wissenschaftler), Alexander Grieschat (Veranstaltungs-kaufmann) und Stefan Hoch (Grafiker) – allesamt aktiv in subkulturellen Projekten in Harburg – malten sich aus, wie schön eine große, triste und graue Flutschutzwand wirken könnte, wäre sie bunt und voller malerischer Geschichten. Aber wem gehört eigentlich die Wand? Wer verwaltet sie? Wen müsste man fragen?

Man wandte sich an lokale Politiker und dann an den Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) und sandte ein Konzept. Ergebnis: Absage. Farbe könnte den Beton angreifen und die optische Wirkung als Flutschutzwand dürfe nicht verloren gehen.

Zwei Jahre und viele Gespräche und Medienartikel später aber wurde der Idee nachgegeben. Und mit der Gründung des Vereins GroßstadtRaum e.V. wurde dieser dann berechtigt, Künstler*innen zur offiziellen Wandgestaltung einzuladen.

Seither ist der Bostelbeker Hauptdeich zur größten offiziellen Graffiti-Wand Hamburgs geworden. Auf 500 Meter Länge haben seither Künstler*innen aus ganz Deutschland ihre temporäre StreetArt praktiziert. Und weder hat es dem Beton geschadet noch ist es den Ordnungskräften ein Dorn im Auge. Im Gegenteil: in einer Zwischenbilanz wurde attestiert, wie ordentlich und kontrolliert Graffiti dort praktiziert wird.

Und auch wenn die Kunst immer nur temporär zu sehen ist: sie ist steter Ausdruck des Zeitgeistes.

Mi., 12. Jun., 18 Uhr: Alles wird schön e.V.: „Sanna Duschek – Flüchtige Landschaften“,

Friedrich-Naumannstr. 27 | 21075 Hamburg-Heimfeld

Sanna Duschek ist eine finnische Künstlerin und lebt und arbeitet in Hamburg seit 10 Jahren. Sie beschäftigt hauptsächlich in ihren Werken mit Natur, Umwelt, Klimawandeln wie auch Veränderung und Vergänglichkeit. Erinnerungen und Träumen spielen eine wichtige Rolle in ihre Werke. Unsichtbar zu sichtbar machen und umkehrt. Bedeutend in ihren Werken sind Farben und Strukturen.

Sanna Duschek arbeitet hauptsächlich mit Öl, Acryl und Aquarell. Ihr Atelier liegt in der Friedrich-Naumann-Staße 32, das sie zusammen mit dem Bildhauer Dietmar Schaz nutzt.

Sanna Duschek – Abend, 2024

Die „Flüchtigen Landschaften“ der aktuellen Ausstellung bilden sich aus Erinnerungen von Bahnreisen, Wanderungen und Spaziergängen. Flüchtig wie Träume und Wahrnehmungen von außen in Bewegung und Stillstand.

Wie fühlt es sich an in der Bahn zu sitzen mit augenblicklich sich verändernden Landschaften? Aus dem Zugfenster in schneller Fahrt sich verbindende einzelne Punkte zu Linien und einzelne Farben zu etwas Neuem. Verändern wir uns auch dabei? Wie viel unserer gesehenen Landschaften beeinflusst uns? In Gegenwart und in Vergangenheit. Wir leben in unfertigen Gegenden. Die Künstlerin Sanna Duschek ist am 12. Juni vor Ort. Es wird sowohl über die künstlerische Ausrichtung des Vereins „Alles wird schön e.V.“ als auch über Hintergründe der Ausstellung informiert.

Die Ausstellung läuft vom 1. bis zum 15. Juni 2024.

Do., 13. Jun., 17 Uhr: Kunstverein Harburger Bahnhof e.V.: „Noémi Barbaglia – The Hallway“,

Hannoversche Str. 85 (über Fernzuggleis 3) | 21079 Hamburg-Harburg

Eine kostenfreie Führung durch die Ausstellung „The Hallway“: Die junge Bildhauerin Noémi Barbaglia feiert im Kunstverein Harburger Bahnhof ihre erste institutionelle Einzelausstellung. Für die Ausstellung entsteht eine neue Arbeit, die sich mit den Besonder-heiten des Kunstvereins im Bahnhof auseinandersetzt und zugleich die Eigenschaft des Ausstellungsraums als Heterotopie thematisiert. Barbaglias großformatige Skulpturen aus Glasfaser und Kunstharz sind in einem Schwebezustand zwischen Leichtigkeit und Gewicht, Transparenz und Opazität.

typische Arbeit: Noemi Barbaglia: Serious SedictionII,2022 (Foto: Helge Mundt)

Mit seiner gläsernen Eingangstür und dem prinzipiell freien Eintritt scheint der Kunstverein ein durchlässiger und zugänglicher Ort zu sein. Gleichwohl muss man beim Betreten unsichtbare Schwellen übertreten, die den institutionellen Rahmen abstecken und das spezifische Regelwerk eines Kunstortes vom umgebenden Alltag abgrenzen. Michel Foucault hat für solche Orte den Begriff der Heterotopie geprägt, Orte, an denen in besonderer Weise gesellschaftliche Verhältnisse reflektiert, repräsentiert, negiert oder umgekehrt werden. Im Kunstverein Harburger Bahnhof kommt die Architektur des Ausstellungsraumes hinzu, die noch von seiner einstigen Nutzung als Wartesaal der 1. und 2. Klasse spricht – große Pilaster zwischen den riesigen Fenstern, reichhaltige Stuckornamente und eine bemalte Holzkassettendecke. Zugleich liegt dem Saal der Grund-riss einer einfachen Hallenkirche zugrunde, sodass der Raum eine spürbare Sichtachse und Theatralität besitzt. Barbaglia wird sich in einer neuen raumgreifenden Installation mit diesen Eigenheiten des Ortes, seinen Einschreibungen und Regeln auseinandersetzen.

Als zentrale Metapher nutzt Barbaglia den Schleier, der das Innen und Außen, das Davor und Dahinter sowie unsere eigene Position zu ihm thematisiert, was sich in Harburg auf den Ausstellungsraum übertragen wird.

Noémi Barbaglia (Jg. 1993) stammt aus Luxemburg. Sie studierte bei Andreas Smolinski an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg mit Masterabschluss, lebt und arbeitet in Hamburg.

Sie hatte bereits zahlreiche nationale und internationale Ausstellungen, erhielt 2019 den Karl-H.-Ditze-Preis in Hamburg und den Kunstpreis „junger Westen 2023“, Recklinghausen.

Die Objektserien von Noémi Barbaglia beeindrucken durch eine außergewöhnlich feine, konzise Formen-sprache, die sich einer narrativen Auflösung verwehrt. Robust wirkende Körper aus Glasfaser und Epoxidharz sind bei Barbaglia beständig in Auflösung begriffen, zerfasern, fransen aus. Texturen, Flächen und Figuren gehen in präzisen Kompositionen permanent ineinander über und ergeben so ein komplexes Verweissystem.
Barbaglia sagt über ihre Arbeit selbst: Die Frage der Konstruktion von Zugehörigkeit und Verortung ist zentrales Moment meiner künstlerischen Praxis.

Ausstellungsdauer: 01. Jun. – 25. Aug. 2024

Das Depot (Foto: Deichtorhallen ( Sammlung Falckenberg)

 Fr., 14. Jun., 14 Uhr: Sammlung Falckenberg: Depot-Führung der Sammlung Falckenberg,

Wilstorfer Str. 71 | 21073 Hamburg-Harburg

Eintritt: 10,- €; Anmeldung über post@sued-art.de; begrenzte Teilnehmerzahl!

Die Sammlung Falckenberg umfasst mehr als 2.200 Werke von 450 Künstler*innen. Ihr Schwerpunkt liegt auf deutscher und amerikanischer Gegenwartskunst der letzten 40 Jahre, die nach dem Zweiten Weltkrieg als Aufstand gegen die Eliten und das Kunstestablishment insbesondere in den USA und Deutschland entstanden ist. Die großzügigen Räume machen es möglich, größere Installationen und multimediale Projekte von Künstler *innen wie John Bock, General Idea, Thomas Hirschhorn, Mike Kelley, Jon Kessler, Sarah Lucas, Jonathan Meese und Gregor Schneider zu präsentieren. Neben der Sammlung werden auch hier regelmäßig umfangreiche Wechselausstellungen gezeigt. Ein umfangreiches Rahmenprogramm ergänzt die Ausstellungen.

Die Sammlung ist international mehrfach ausgezeichnet und setzt Akzente auf Querdenker und Außenseiter des Kunstbetriebs, die mit subversiven, oft genug ironischen bis hin zu sarkastisch-zynischen Betrachtungsweisen die traditionellen Vorstellungen einer Repräsentationskunst des Guten, Wahren und Schönen unterlaufen.

Fr., 14. Jun., 15 Uhr: HabibiAtelier: Vernissage „Winter Kunst“,

Lüneburger Str. 39 (Harburg Arcaden, OG) | 21073 Hamburg-Harburg

In der Ausstellung “Winter” werden um die 8-10 Künstler*innen des Habibi-Ateliers ihre Werke präsentieren. Im letzten Jahr ist im Habibi-Atelier viel passiert, es fanden mehrere Ausstellungen und Projekte statt. Zudem wurde das Atelier renoviert. Darum hat sich das Team seit Januar neben seinen täglichen Aufgaben zurückgezogen. Jetzt kann die Crew es kaum erwarten, die im Winter entstandenen Projekte zeigen zu können!
Gemalt wurde in Öl und Pastell. Außerdem wird es Collagen zu sehen geben!
Die Ausstellung wird am 14.06 um 15:00 im Habibi Atelier in den Arcaden Harburg eröffnet. Valerie, eine der sogenannten Habibis, wird eine Eröffnungsrede halten und in die Ausstellung einführen und wer will bekommt auch einen Wein. Am Montag, den 17.06, wird Luka einen Pastell Workshop anbieten, der offen ist für alle die teilnehmen möchten. Atelier-Initiator und -Leiter Sly wird der Ansprechpartner für alles weitere sein.
Insgesamt dauert die Ausstellung eine Woche.

Aus dem Habibi-Atelier: Reise von Künstler Sly

Ausstellungsdauer: Fr., 14. Jun. – 20. Jun

Fr., 14. Jun., 17:30 Uhr: S-Bahnstation Harburg (Ausgang Moorstraße):

Mural Walk zu „walls can dance“ | 21073 Hamburg-Harburg

Mural Walk mit Rudolf Klöckner, Anmeldung: HIER; Teilnahme frei – Spende erbeten

Walls Can Dance will Brücken schlagen: Der Hamburger Stadtteil Harburg steht seit Jahren vor einer großen Herausforderung: Wie lässt sich die räumliche Trennung der zwei zentralen Stadtteile “Innenstadt” und “Binnenhafen” durch eine Bahn- und Autotrasse aufheben? Mit Walls Can Dance entstehen beidseitig der Trasse künstlerische Fassadengestaltungen und schaffen so symbolisch eine Verbindung. Gemeinsam mit den InitiatorInnen von Walls Can Dance geht es im Rahmen der Führung, den Kunstwerken folgend, von der Harburger Innenstadt hinüber in den Binnenhafen. Die Macher*innen berichten dabei über Hintergründe und Wissenswertes zu den einzelnen Kunstwerken und Künstler*innen.

Sa., 15. Jun., 15 Uhr: Schloß Agathenburg: Workshop „In die Luft gezeichnet“, Hauptstraße | 21684 Agathenburg

Kunst-Werkstatt mit Anne Dingkuhn, Sa., 15. Juni, 15-17.30 Uhr, Gebühr: 15,- €

Anmeldung unter www.schlossagathenburg.de

Zeichnen ist Vieles: Denken, Träumen und Raumnehmen. Als Spur macht die Zeichnung innere und äußere Be-wegung sichtbar. Als Gebilde ist sie aber auch Trägerin neuer Möglichkeiten, Ideen und Träume. Dazu muss sie nicht klassisch auf das Papier gebannt sein. Sie kann sich von der Fläche lösen, luftig werden oder sich mit Licht und Schatten in den Raum einschreiben…

Anlässlich der Ausstellung LUFTSCHLÖSSER werden wir das Medium Zeichnung experimentell nutzen, um unseren Tagträumen und Luftschlössern Raum zu geben. Licht, Luft und Bewegung sind dabei unsere Gestaltungs-mittel; ebenso wie durchsichtige Folien, auf denen wir zeichnen, oder Fundstücke und mehr, die wir zu hängenden Mobiles verarbeiten. Wer mag, bringt eine Taschenlampe mit!

So., 16. Jun., 11 Uhr: Stadtmuseum HH-Harburg: „Brigitte Nolden – Parallele Welten“,  Museumsplatz 2 | 21073 Hamburg-Harburg

Aus Anlass ihres 80. Geburtstages zeigt das Stadtmuseum Harburg eine große Retrospektive des künstlerischen Schaffens der Hamburger Künstlerin Brigitte Nolden. Als besonderes Erlebnis für Besucher anlässlich der SuedArt24 bietet der geführte Rundgang mit der Künstlerin Brigitte Nolden. Die Künstlerin führt durch ihre Ausstellung „Parallele Welten“, gibt Einblicke in ihre künstlerische Arbeit und lädt Besucher dazu ein, sich mit ihr über ihr Werk auszutauschen.

Kosten: 8 Euro (nur Eintritt) Anmeldung: 040 / 42871 2497

Brigitte Nolden wurde als Tochter des Silhouettisten Harry Nolden 1944 in Celle geboren. Sie besuchte die Werkkunstschule Hamburg (1962-66), hielt sich in Rom und Prag auf und gründete 1969 das ATELIER NOLDEN. 1972 erhielt sie den Lehrauftrag „Farbe und Form“ an der Fachhochschule Hamburg, 1990 besuchte sie Indiana (USA), ab 2002 mehrfach Peloponnes. Seit 2009 lebt sie in Rosengarten. Sie hat seit 1982 zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland, Europa und auch den USA.

Harburg ist die Stadt, in der Brigitte Nolden aufwuchs und der sie bis heute verbunden ist. Die Industrielandschaft dieses Stadtteils faszinierte sie schon als Kind, und ist immer noch eine stetige Inspiration für ihre Arbeit: Der Harburger Hafen mit seiner Industrie- und Maschinenthematik flossen ebenso in ihre Bilder ein, wie mythologische Themen. In der Ausstellung erwartet die Besucherinnen und Besucher ein vielfältiger Bilderkosmos: Gemälde aus der Harburger Frühzeit der Künstlerin werden aktuellen Arbeiten gegenübergestellt.

Brigitte Nolden ist dem Museum seit vielen Jahren eng verbunden und schon 1994 und 2014 wurden in Sonderausstellungen ihre Werke präsentiert. In der neuen Schau „Brigitte Nolden – Parallele Welten“ zeigt das Museum nun auf drei Etagen mehr als hundert ihrer Werke aus über sechs Jahrzehnten.

Die Ausstellung läuft vom 31. Mai bis zum 8. Sept.

Das Beste: fast alle Orte sind leicht mit der S-Bahnlinie 5 erreichbar

Zur SuedArt24:

SuedArt24 ist eine neuartige Kooperation der bedeutendsten Kunstorte im Süden Hamburgs. Sie stellt Künstler*innen und aktuelle Ausstellungen aber vor allem auch die Kunstorte, ihre Geschichte und Entwicklungen vor. Sie wird dabei von der Adalbert Zajadacz- und Claussen-Simon-Stiftung, der Sparkasse Harburg-Buxtehude und der Hamburger Kulturbehörde unterstützt.

Zum Event, das den ganzen Juni über läuft, gibt es neben einer ausführlichen Website www.sued-art.de auch ein gedrucktes Programmheft, das haptisch hochwertig gestaltet auch ein Statement der Kunstregion abgibt. Und auch dies ist online abrufbar. Und wer den einen oder anderen Termin nicht wahrnehmen kann: das Programm gibt auch Hinweise, wann und wie lange welche Ausstellungen wo auch so zu besuchen sind.

Teilnehmende Institutionen: Kunsthaus Stade, Schloß Agahtenburg, Kunststätte Bossard, der Marschtorzwinger und die Artothek Buxtehude, die Buxtehuder Kunstinsel, die kleine Flethphilharmonie wie auch die Kunströsterei Buxtehude, das Neugrabener Kulturhaus Süderelbe, die Heimfelder Hall, die MSH Hamburg, die Kunstinitiative der TUHH, die Kunstleihe Harburg, der Kunstverein „Alles wird schön“ in Heimfeld, die Harburger Galerie 1565, das Mayr´sche Haus Harburg, der Harburger Kunstpfad, das Harburger HabibiAtelier, die Freiluftgalerie Walls Can Dance, das Stadtmuseum Harburg, das Harburger Kulturwohnzimmer, der Kunstverein Harburger Bahnhof, die Sammlung Falckenberg in Harburg, die Artothek und der Kunstverein in Buchholz / Nordheide.

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Schlösser, Passagen, Inseln und Vilnius https://www.tiefgang.net/von-schloessern-passagen-inseln-und-vilnius/ Fri, 24 May 2024 22:32:17 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=10862 [...]]]> Am kommenden Samstag, 1. Juni, startet das vierwöchige Kunstspektakel SuedArt24 und präsentiert gut 25 Kunstinstitutionen und ihre aktuellen Ausstellungen im Süden Hamburgs. Die ersteWoche führt nach Buxtehude, Neugraben, Heimfeld, Harburg und Aghathenburg …

Das Programm ist vielseitig und auch unabhängig der SuedArt-Termine sollte man sich die laufenden Ausstellungen mal genauer ansehen. Das ausführliche Programm findet sich unter www.sued-art.de. Dort auch ein Download des Programmheftes möglich, das aber auch an den teilnehmenden Kunstorten erhältlich ist.

Sa., 01. Jun., 15 Uhr: Marschtorzwinger Buxtehude: Ehrung von Jürgen K.F. Rohde, Liebfrauenkirchhof | 21614 Buxtehude

Der Marschtorzwinger Buxtehude (Foto: Daniela Ponath Fotografie)

Seit 2009, als der Künstler Jürgen K.F. Rohde die Idee zu einer „Kunstinsel“ hatte, stellen Künstler der Region auf einer Plattform ihre Kunstwerke ins Wasser des Flusses. So schwimmt die Kunst auf der Este, aber sie schwimmt nicht davon. Ganz unterschiedlich sind die Exponate, immer wieder anders wirken sie auf der schwankenden Oberfläche, doch stets haben sie ein Jahr Zeit, um sich den Buxtehudern und den Gästen der Stadt zu zeigen.
Zur Feier von 15 Jahren Kunstinsel wird im Marschtor-zwinger Buxtehude die Kunstinsel und ihr visionärer Schöpfer Jürgen K.F. Rohde geehrt. Alle Kunstbegeisterten sind eingeladen, sowohl an der Eröffnung der neuen Kunstinsel auf der Este als auch an der Feierlichkeit zum 15jährigen Bestehen der Kunstinsel teilzunehmen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

So., 02. Jun., 13 Uhr: Sammlung Falckenberg (HH-Harburg): “Jakob Lena Knebl & Ashley Hans Scheirl – Passage”, Führung durch die Ausstellung, Wilstorfer Str. 71 | 21073 Hamburg- Harburg

In den sinnlichen, ästhetisch stark aufgeladenen Installationen des österreichischen Duos Jakob Lena Knebl und Ashley Hans Scheirl ist nichts wie es scheint: Über alle Etagen des Sammlungsgebäudes erschaffen sie in einem Mix aus Skulptur, Malerei, Design, Inszenierung, Fotografie und Film begehbare, verführerische Welten, die die Besucher*innen in ihren Bann ziehen.

In diesen »Begehrensräumen« beziehen sich Knebl und Scheirl auf die Kunst- und Designgeschichte, um deren Rolle in der Konstruktion von Identität aufzuzeigen und sie im zeitgenössischen Kontext zu verhandeln. Dabei schaffen die Künstlerinnen den Drahtseilakt, Fetischismus und Humor immer wieder auf überraschende Weise zu verbinden. Sie dekonstruieren Körper und setzen sie neu zusammen. Dabei fordert die Diversität von Werken und Wesen die Grenzen des ‘guten’ Geschmacks heraus. Das Duo arbeitet mit vielschichtigen Referenzen. Der Bogen spannt sich von der Groteske bis zur Cyber-Ästhetik. Es gibt Verweise auf Mary Shelley, Ada Lovelace, Luigi Colani, Hector Guimard u.a.

Knebl und Scheirl präsentieren in der Harburger Sammlung Falckenberg die Ausstellung „Passage“

In die ersten zwei Ebenen fließen Teile der Ausstellung DOPPELGANGER! ein, die von Oktober 2023 bis Januar 2024 im Palais de Tokio, Paris zu sehen war und für die Sammlung Falckenberg weiterentwickelt, neu zusammengestellt, ergänzt und integriert werden. Entsprechend bezieht sich der Ausstellungstitel PASSAGE auf das fragmentarisch gebliebene »Passagen-Werk« von Walter Benjamin, in dem er sich mit dem Aufstieg des Kapitalismus und der modernen Konsumgesellschaft auseinandersetzte. In Knebl und Scheirls ebenso fragmentarisch anmutendem Werk spielt die Architektur der die Sammlung Falckenberg beheimatenden ehemaligen Phoenixwerke eine zentrale Rolle, da sie an Ladenpassagen erinnert, wie sie ab dem frühen neunzehnten Jahrhundert in Paris entstanden sind. Das Duo spielt mit Konzepten des Sehens und Gesehen-Werdens, mit der Dynamik zwischen öffentlich und privat und mit dem mobilisierten Blick beim Schlendern, der im heutigen ästhetischen Kapitalismus durch digitale Mobilität abgelöst wird. Auf diese Weise werden die Besucher*innen selbst zu einem Teil der Ausstellung, sie werden zu Flaneuren und Flaneusen.
Die Ausstellung wird im dritten und vierten Stock ergänzt durch Werke von Studierenden aus der Klasse für Time Based Media von Prof. Angela Bulloch der HFBK und Werken von Studierenden aus der Klasse für Transmediale Kunst von Jakob Lena Knebl der Universität für angewandte Kunst in Wien. Zudem werden von den Künstler*innen ausgewählte Werke aus der Sammlung Falckenberg zu sehen sein. Jakob Lena Knebl und Ashley Hans Scheirl arbeiten sowohl getrennt als auch im Duo. Sie haben gemeinsam an der 15. Biennale de Lyon (2019) auf Einladung des Palais de Tokyo und am Kunsthaus Bregenz (2020) ausgestellt. Sie repräsentierten Österreich bei der 59. Biennale von Venedig (2022). Die Ausstellung ist in Kooperation mit dem Palais de Tokyo, Paris entstanden.

Mo., 03. Jun., 18 Uhr: Heimfeld-Hall (HH-Heimfeld): Rundgang mit Graffitikünstler Brozilla,
Treffpunkt: S-Bahn Heimfeld (Kirchenplatz) | 21075 Hamburg-Heimfeld

Graffiti-Kunst nahm in den 1970er Jahren Schwung auf, gilt als klassische StreetArt und hat mit Banksy aktuell wohl den berühmtesten Repräsentanten. Dabei musste Graffiti lange gegen das Vorurteil der Schmiererei ankämpfen.
Die Idee kam 2008 bei einem Spaziergang entlang des Bostelbeker Hauptdeichs. Nandor Olah (Erziehungs-wissenschaftler), Alexander Grieschat (Veranstaltungs-kaufmann) und Stefan Hoch (Grafiker) – allesamt aktiv in subkulturellen Projekten in Harburg – malten sich aus, wie schön eine große, triste und graue Flutschutzwand wirken könnte, wäre sie bunt und voller malerischer Geschichten. Aber wem gehört eigentlich die Wand? Wer verwaltet sie? Wen müsste man fragen?

Foto: Brozilla

Man wandte sich an lokale Politiker und dann an den Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) und sandte ein Konzept. Ergebnis: Absage. Farbe könnte den Beton angreifen und die optische Wirkung als Flutschutzwand dürfe nicht verloren gehen.
Zwei Jahre und viele Gespräche und Medienartikel später aber wurde der Idee nachgegeben. Und mit der Gründung des Vereins GroßstadtRaum e.V. wurde dieser dann berechtigt, Künstler*innen zur offiziellen Wandgestaltung einzuladen. Seither ist der Bostelbeker Hauptdeich zur größten offiziellen Graffiti-Wand Hamburgs geworden. Auf 500 Meter Länge haben seither Künstler*innen aus ganz Deutschland ihre temporäre StreetArt praktiziert. Und weder hat es dem Beton geschadet noch ist es den Ordnungskräften ein Dorn im Auge. Im Gegenteil: in einer Zwischenbilanz wurde attestiert, wie ordentlich und kontrolliert Graffiti dort praktiziert wird. Und auch wenn die Kunst immer nur temporär zu sehen ist: sie ist steter Ausdruck des Zeitgeistes.
Eintritt frei – Spende erbeten!

Di., 04. Jun., 17 Uhr: Kunst in und an der TU Hamburg (HH-Harburg): Rundgang mit Dr. Ralf
Grote, Foyer Gebäude A, Schwarzenberg-Campus 1 | 21073 Hamburg-Harburg

Kunst an der Technischen Universität Hamburg (TUHH) hat Tradition. Schon in den 90er-Jahren hatte das Engagement einer Arbeitsgruppe aus Studierenden und Künstlern, gefördert von Professoren und anderen Hochschulangehörigen, zu einer großen Ausstellung auf dem Campus geführt: „Die unbekannte Größe“, die sich mit dem Thema Kunst und Technik auseinandersetzte. Der Höhepunkt dieser Auseinandersetzung war das DFG geförderte Graduiertenkolleg Kunst und Technik.
In dieser Zeit wurde auch die Arbeit „Wende 80“ der Konzeptkünstlerin Hanne Darboven im Gebäude M installiert. Diese Arbeit ist als „Kunst am Bau“ an die Universität gekommen. Kunst am Bau hat in der Bundesrepublik eine lange Tradition, die bis in die Weimarer Republik zurückreicht. Seit der Empfehlung des Deutschen Bundestages 1950, bei allen Bundesbauten einen festen prozentualen Anteil der Bausumme für Kunst einzusetzen, sind im Auftrag des Bundes mehrere tausend Kunstwerke entstanden. So sind auch weitere verschiedene Kunstwerke von Berto Ladera, Maria Pirwitz, Dorothe Schweitzer, Alfred Mahlau, Peter Friedl oder Chui Wang auf diesem Weg oder durch Schenkungen in den Besitz der TUHH gelangt.

Kunst im und am Gebäude der TU Hamburg

Die Kunstinitiative führt diese Tradition fort und hat sich zum Ziel gesetzt, die Kunst- und Kulturszene Harburgs den Studierenden und Mitarbeitern der TUHH näher zu bringen und bietet zu diesem Zweck Führungen z.B. durch die Sammlung Falckenberg, dem Kunstverein Harburger Bahnhof und dem Archäologischen Museum/Stadtmuseum Harburg an. Mit der Eröffnung des Hauptgebäudes finden seit 2012 zudem zusätzlich wechselnde Ausstellungen statt, womit die TUHH sich zu einem festen Bestandteil der Hamburger Kulturszene etabliert hat.

Mi., 05. Jun, 15 Uhr: Kunströsterei Buxtehude: “Bodmann & Brauer – Ausverkauf der Städte”, Osfleth 36| 21614 Buxtehude

Eine Führung zum Ort, zur Idee der Produzentengalerie und zur aktuellen Ausstellung mit Sven Brauer; Eintritt frei!
Im Mai und Juni zeigen Fotografin Katharina Bodmann und Zeichner Sven Brauer die Folgen der baulichen Verdichtung. Bewusst romantisierend rücken sie den „alten“ Stadtteil, der ja auch immer Erinnerungen, Geschichten und Geschichte sichtbar macht, in den Vordergrund ihrer Arbeit.
Sie dokumentieren mit ihren Arbeiten sowohl das „alte“ Altkloster; ein Stadtviertel Buxtehudes, welche für so viele Viertel mancher Städte steht, mit seinen vielfältigen Läden, Wohnungen und Häusern wie auch, als negativen Gegenpol, das „neue“ Altkloster – eine familienfeindliche Schlafburg für gutsituierte Paare. Katharina Bodmanns Fotografien agieren dabei als Dokumentationen eines gelebten Erbes. Sie erfassen die Patina der Zeit an den Fassaden, die Spuren vergangener Tage, und legen damit eine Brücke zur Gegenwart. Es offenbart sich eine künstlerische Synthese mit Sven Brauers farbigen, mit leichtem Strich gezeichneten Zeichnungen, deren leere, schwarze Fenster die traurige Zukunft der Gebäude erahnen lassen.

Mit dem „Ausverkauf der Städte“ hat auch Buxtehude zu tun

Katharina Bodmann (Jg. 1983) ist freiberufliche Fotografin, lebt und arbeitet in Buxtehude. Neben Auftragsfotografie hat sie stets eigene Projekte im Bereich Kunst, Kultur, Theater.

Sven Brauer (Jg. 1961) lebt und arbeitet in Buxtehude. Nach seiner Ausbildung zum Raumausstatter und Grafiker arbeitete er in verschiedenen Werbeagenturen und Verlagen. Parallel erhielt er seine künstlerische Ausbildung bei H. Westphal und H. Janssen. Seit 2010 ist er als freier Künstler tätig. Zudem ist er Autor und Illustrator, Dozent für Urban Sketching und Aquarellmalerei sowie künstlerischer Leiter auf Mal- und Zeichenreisen. In Buxtehude organisierte er mehrere Jahre das Buxtehuder Kunstfest.

Fr., 07. Jun., 16 Uhr: Kleine Fleth-Philharmonie Buxtehude “Katrin Engelking – Bullerbü in Buxtehude”,  Wesfleth 37 | 21614 Buxtehude

Katrin Engelking: Von Bullerbü bis Lönneberga

Die Illustratorin der Astrid Lindgren Bücher Katrin Engelking eröffnet die Ausstellung persönlich. Dazu spielt das schwedische Duo Fjarill (www.fjarill.de) schwedische Lieder auf Geige, Klavier und mit Gesang.
Künstlerin Katrin Engelking hat bereits zahlreiche Bilder- und Kinderbücher illustriert, unter anderem zu Texten von renommierten Kinderbuchautorinnen wie Kirsten Boie und Paul Maar. Sie hat auch eigene Bücher veröffentlicht, wie “Anne im Tal der tausend Tropfen” und Geschichten über den kleinen Jungen Flo. Seit vielen Jahren gibt sie den Figuren von Astrid Lindgren ein neues Gesicht. Seit vielen Jahren widmet sich Engelking mit Leidenschaft den Illustrationen der Werke von Astrid Lindgren. Ihre Bilder “verbinden Astrid Lindgrens Welt überzeugend mit der Wirklichkeit ihrer Leser”, so die Zeitschrift Eselsohr.
Im Rahmen der Konferenz für Kinderbuchillustration “Bunte Hunte” präsentiert die Kleine Fleth-Philharmonie nun eine Auswahl von Katrin Engelkings Lindgren-Illustrationen. Die Ausstellung „Bullerbü in Buxtehude“ zeigt die Vielfalt von Engelkings Arbeiten und lädt ein, die Welt von Astrid Lindgren neu und künstlerisch zu entdecken. Die Ausstellung läuft vom 01. Juni bis 31. Juli 2024. Öffnungszeiten: Mo-Fr. von 10-18 Uhr, Eintritt frei!

Fr., 07. Jun., 18:30 Uhr: Kulturhaus Süderelbe (HH-Neugraben): “Iryna Kogan – Vilnius”, Am Johannisland 2 | 21149 Hamburg-Neugraben

Iryna Kogan – Vilnius

Entdecken Sie die faszinierende Welt von Vilnius in einer Ausstellung, die dem Glanz und der Liebe zur Hauptstadt Litauens gewidmet ist. Die Bilder zeigen Vilnius, eine Stadt, eingebettet in Mythen, Kunst und dem Drang nach Freiheit. Tauchen Sie ein in die Legende um den litauischen König Gedemin und den eisernen Wolf, dessen mystisches Heulen einst den Grundstein für die Gründung Vilnius’ legte.
Die Ukrainerin Iryna Kogan lebt seit 2007 in Deutschland und führt mit der Ausstellung durch ihre persönliche Reise der Verzauberung und Zuneigung zu Vilnius. Als Hausärztin mit einer brennenden Leidenschaft für Kunst und Malerei, schöpft Kogan ihre Inspiration aus der Natur, antiken Städten, Mythologie und Geschichte. Die ausdrucksstarken Ölgemälde der Autodidaktin laden dazu ein, eine tiefe Verbindung zur Stadt Vilnius zu knüpfen.
Die Ausstellung läuft noch bis zum 30. Jun. Öffnungszeiten: Mo – Fr: 10.00 bis 17.00 Uhr

Sa., 08. Jun., 16 Uhr: Schloß Agathenburg: “Bosse, Gericke, Haake, Hübbe, Jankowski – Luftschlösser”, Hauptstraße | 21684 Agathenburg

Kuratorinnenführung mit Claudia Rasztar bei freiem Eintritt ins gesamte Schloss anlässlich des Kleinen Schlossfestes und der 825 Jahr-Feier Agathenburg. Luftschlösser ist eine Gemeinschaftssaustellung von Birte Bosse, Alice Gericke, Christian Haake, Conrad Hübbe und Christian Jankowski und wurde kuratiert von Claudia Rasztar.

Das Schloss in Agahtenburg (Foto: Manfred Wigger)

Luftschlösser bauen – das bedeutet so viel wie Hirngespinsten nachgehen, aber auch sich verrennen oder im Gegenteil selbstvergessen vor sich hinträumen. Ein Luftschloss steht für etwas, das nur in der Fantasie existiert. Wie können Luftschlösser in der Kunst sichtbar gemacht werden? Ausgehend von einer Lichtinstallation des Künstlers Christian Jankowski werden weitere vier Künstlerinnen und Künstler eingeladen, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Christian Jankowski hatte Bauarbeiter, die mit der Konstruktion des Hotels Château Royal in Berlin beschäftigt waren, gebeten, ihr eigenes imaginäres Schloss zu zeichnen. Heraus kamen vereinfachte Zeichnungen auf liegengebliebenen Gebäudeplänen, die er anschließend reingezeichnet und schließlich in eine Neon-Lichtarbeit umgesetzt hat.
Als Auftakt zur Ausstellung soll an der Fassade von Schloss Agathenburg solch eine Schloss-Zeichnung nach außen und innen wirken. Nachts wird sie schweben wie im Traum, tagsüber leuchtet ein Schloss auf dem Schloss. Insgesamt wird es eine Ausstellung mit suchenden Linien, Spuren und Andeutungen, mit fragilen Papierarbeiten, einem rätselhaften Film und Skulpturen aus sich nach oben windenden Eisenstangen.
Die Ausstellung ist noch bis zum 23. Jun. zu sehen.

Zur SuedArt24:
SuedArt24 ist eine neuartige Kooperation der bedeutendsten Kunstorte im Süden Hamburgs. Sie stellt Künstler*innen und aktuelle Ausstellungen aber vor allem auch die Kunstorte, ihre Geschichte und Entwicklungen vor. Sie wird dabei von der Adalbert Zajadacz- und Claussen-Simon-Stiftung, der Sparkasse Harburg-Buxtehude und der Hamburger Kulturbehörde unterstützt.
Zum Event, das den ganzen Juni über läuft, gibt es neben einer ausführlichen Website www.sued-art.de auch ein gedrucktes Programmheft, das haptisch hochwertig gestaltet auch ein Statement der Kunstregion abgibt. Und auch dies ist online abrufbar. Und wer den einen oder anderen Termin nicht wahrnehmen kann: das Programm gibt auch Hinweise, wann und wie lange welche Ausstellungen wo auch so zu besuchen sind.

Teilnehmende Institutionen: Kunsthaus Stade, Schloß Agahtenburg, Kunststätte Bossard, der Marschtorzwinger und die Artothek Buxtehude, die Buxtehuder Kunstinsel, die kleine Flethphilharmonie wie auch die Kunströsterei Buxtehude, das Neugrabener Kulturhaus Süderelbe, die Heimfelder Hall, die MSH Hamburg, die Kunstinitiative der TUHH, die Kunstleihe Harburg, der Kunstverein „Alles wird schön“ in Heimfeld, die Harburger Galerie 1565, das Mayr´sche Haus Harburg, der Harburger Kunstpfad, das Harburger HabibiAtelier, die Freiluftgalerie Walls Can Dance, das Stadtmuseum Harburg, das Harburger Kulturwohnzimmer, der Kunstverein Harburger Bahnhof, die Sammlung Falckenberg in Harburg, die Artothek und der Kunstverein in Buchholz / Nordheide.

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