„New Hamburg“ – Tiefgang https://www.tiefgang.net Kultur, Politik, Kulturpolitik und mehr Thu, 29 Aug 2019 15:21:11 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.3 Engagiertes Hamburg https://www.tiefgang.net/engagiertes-hamburg/ Fri, 23 Aug 2019 22:22:55 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=5656 [...]]]> Auf eine bessere Welt zu warten, reicht viele nicht. Daher legen sie selbst Hand an. Ihr Engagement ist wertvoll. Und manche sogar preisverdächtig. Auch aus Hamburg.

 Preisausrichter aus ganz Deutschland kamen nun überein und haben ihre Preisträgerinnen und Preisträger für den Deutschen Engagementpreis nominiert. Von den Nominierten  engagieren sich 69,2 Prozent für Kinder und Jugendliche  und nun besteht die Chance, 10.000 Euro Preisgeld zu gewinnen

617 herausragend engagierte Menschen und ihre Organisationen wurden bundesweit bis zum 31. Juli 2019 für den Deutschen Engagementpreis nominiert. Gewinnen kann, wer in einer der fünf Kategorien die Fachjury am meisten überzeugt oder bei der Online-Abstimmung über den Publikumspreis die meisten Stimmen erhält. Vorgeschlagen wurden die Nominierten von 210 Ausrichtern von Preisen für bürgerschaftliches Engagement.

„Die große Bandbreite des Engagements in Deutschland zeigt sich auch bei den Nominierungen für den Deutschen Engagementpreis. Egal ob Stadtführungen von Obdachlosen, junge Klimaforscher, der Kampf gegen Mobbing und Ausgrenzung – wir freuen uns, dass wir in allen Bundesländern und Themenfeldern so großartige Projekte haben“, erläutert Erich Steinsdörfer, Mitglied im Sprecherrat des Bündnisses für Gemeinnützigkeit.

Starkes Engagement für Soziales, Bildung und Integration

Der Trend setzt sich fort: So wie im letzten Jahr finden sich in den Themenfeldern Soziales, Bildung und Integration besonders viele Nominierte. Die wichtigste Zielgruppe des Engagements sind Kinder und Jugendliche mit 69,2 Prozent der Nennungen (Mehrfachnennung möglich). Auch das Engagement für Geflüchtete ist weiterhin stark. Insgesamt ist eine große Vielfalt erkennbar. Über die klassischen Felder hinaus stellen sich die freiwillig Engagierten auch neuen gesellschaftlichen Herausforderungen: Sie entwickeln Apps für Menschen im ländlichen Raum, führen Prozesse für Grund- und Menschenrechte oder nutzen die verbindende Kraft von Kunst und Kultur, um Begegnungen zwischen Alt und Jung zu ermöglichen.

Regionale Verteilung – Nordrhein-Westfalen vor Bayern und Baden-Württemberg

Die meisten Einreichungen stammen 2019 aus den bevölkerungsreichen Bundesländern: Aus Nordrhein-Westfalen kommen 128 Nominierte, gefolgt von Bayern mit 81 und Baden-Württemberg mit 75 Nominierten. In diesen Bundesländern werden auch besonders viele Preise für freiwilliges Engagement verliehen. Die meisten Nominierten pro Einwohner sind in Sachsen-Anhalt ansässig, gefolgt von Berlin und Rheinland-Pfalz.  So geht es nach der Nominierung weiter

Anfang September wird eine hochkarätige Fachjury über die Preisträgerinnen und Preisträger in den mit jeweils 5.000 Euro dotierten fünf Kategorien „Chancen schaffen“, „Leben bewahren“, „Generationen verbinden“, „Grenzen überwinden“ und „Demokratie stärken“ entscheiden. Alle anderen Nominierten haben beim Publikumspreis die Chance auf 10.000 Euro Preisgeld. Die Online-Abstimmung über den Publikumspreis findet vom 12. September bis zum 24. Oktober 2019 statt. Bekannt gegeben werden die Gewinnerinnen und Gewinner aller sechs Preise bei einer festlichen Preisverleihung am 5. Dezember in Berlin.

15 Nominierte kommen aus Hamburg und ein Drittel von der südlichen Elbseite. Hier die Projekte:

Behinderten Arbeitsgemeinschaft Harburg e. V.

Organisation: Behinderten Arbeitsgemeinschaft Harburg e. V.
Name: Elvira Przybylski
Ort: Hamburg
Webseite: zurzeit im Aufbau
Nominiert von: Ehrenamtspreis Harburg

Der Verein vertritt die Interessen behinderter Menschen im Bezirk Hamburg-Harburg. Seit der Gründung im Jahr 1980 ist das Ziel des Vereins „Behinderte sollen nicht abseits stehen“. Der Leitsatz ist: „Gemeinsam sind wir stärker“. Die Mitglieder setzen sich in Harburg für die Umsetzung der – UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung ein.

Kinderteller Neuwiedenthal

Organisation: Deutsches Rotes Kreuz – Kreisverband Hamburg-Harburg e. V.
Name: Petra Weiss
Ort: Hamburg
Webseite: drk-harburg.hamburg
Nominiert von: HanseMerkur Preis für Kinderschutz

Jeden Samstag und Sonntag erhalten Kinder im Alter von drei bis 14 Jahren in der Zeit von 13.00 bis 14.00 Uhr ein kostenloses Mittagessen in der Eingangshalle der Kindertagesstätte „Grüne Insel“ in Neuwiedenthal. Die Ausgabe des Essens erfolgt nahezu ausschließlich durch Ehrenamtliche. Gemeinsames Tischdecken, Tischgespräche und Aufräumen gehören selbstverständlich dazu. Meist gehen die Kinder nicht gleich nach dem Mittagessen, denn die Ehrenamtlichen setzen sich zu ihnen und nehmen sich Zeit für die Kinder. Probleme, die sowohl zu Hause als auch in der Schule auftreten, werden dann besprochen. Das Zögern der Kinder, die Kita wieder zu verlassen, zeigt, dass sie ein offenes Ohr für ihre Probleme brauchen. Die Tipps und Hilfestellungen, die die Ehrenamtlichen geben, sind unersetzbar und reichen weit über die Essensausgabe hinaus.

NEW HAMBURG

Organisation: Evangelisch-Lutherischer Kirchenkreis Hamburg-Ost, Kirchengemeinde Veddel, Deutsches Schauspielhaus Hamburg
Name: Anja Redecker
Ort: Hamburg
Webseite: www.new-hamburg.de
Nominiert von: Förderpreis für interkulturellen Dialog

NEW HAMBURG arbeitet auf der Hamburger Elbinsel Veddel – einem superdiversen Stadtteil, dessen Bewohnerinnen und Bewohner häufig von Diskriminierung aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Papiere, ihres finanziellen und sozialen Status betroffen sind. Das Kooperationsprojekt macht es sich daher zur Aufgabe, gemeinsam mit Veddelerinnen und Veddelern auf diese Missstände aufmerksam und zugleich das beispielhaft friedliche Zusammenleben sichtbar zu machen. Das Projekt wird von einem vierköpfigen Team kuratiert und koordiniert, das beim Kirchenkreis Hamburg-Ost bzw. beim Deutschen Schauspielhaus Hamburg angestellt ist. Gemeinsam mit mehr als 60 Ehrenamtlichen unterschiedlichster Hintergründe entwickelt und plant das Team Theaterstücke, Konzerte, Informationsveranstaltungen u. v. m., bewirtet bis zu 400 Besucherinnen und Besucher an einzelnen Veranstaltungen und engagiert sich in den Bereichen asylrechtlicher Erst-Beratung und Ämterbegleitung sowie Kinder- und Jugendarbeit.

Anti-Rassismus-AG am Gymnasium Finkenwerder

Organisation: Gymnasium Finkenwerder
Name: Holger Hülsemann
Ort: Hamburg
Webseite: www.gymfi.de
Nominiert von: Bürgerpreis Hamburg

Die Anti-Rassismus-AG setzt sich aktiv gegen jede Form von Rassismus am Gymnasium Finkenwerder und an anderen Orten ein. Dazu trifft sich die AG jeden Mittwoch freiwillig in der Mittagspause und bespricht, welche Projekte an der Schule sinnvoll sind, sie geht in Schulklassen und bespricht mit Schülerinnen und Schülern Themen wie: Flucht und Asyl, Rechtspopulismus und Radikalisierung, Homophobie und Gender. Die jüngeren Jahrgänge werden im Klassenrat besucht, um die Schülerinnen und Schüler über das Leben der Schulpatin Esther Bejarano und deren Kindheit im dritten Reich zu informieren.

Wilhelmsburger Lesewoche: Die Insel liest

Organisation: Bürgerhaus Wilhelmsburg
Name: Maren Töbermann
Ort: Hamburg
Webseite: www.buewi.de/node/5596
Nominiert von: Holger-Cassens-Preis

Seit 2004 organisiert ein Netzwerk aus Schulen, Kitas, Bibliotheken und lokalen Akteuren wie Polizei, Buchhandel und Veranstaltungszentren sowie etliche Ehrenamtliche die Wilhelmsburger Lesewochen „Die Insel liest“: Eine jährliche Veranstaltungsreihe mit vielen Aktionen rund ums Thema Lesen und zahlreiche ganzjährige institutionsübergreifende Projekte zur Lese- und Sprachförderung. Hintergrund des Engagements sind die erheblichen Defizite der Schülerinnen und Schüler vor Ort im Bereich der Lesekompetenz. Aufgrund der Sozialstruktur und einem hohen Migrationsanteil liegen die Kompetenzen hier noch deutlich unter dem Hamburger Durchschnitt. Dies zu kompensieren, allein den Schulen zu überlassen, reicht nicht aus um nachhaltig Erfolge erzielen zu können. Durch den Einsatz des Netzwerks und das individuelle Engagement aller gesellschaftlichen Akteure vor Ort, soll die Arbeit der Bildungseinrichtungen unterstützt und durch die Stärkung der Lesekompetenz gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht werden.

Weiterführend: deutscher-engagementpreis.de

 

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Solidarische Veddel https://www.tiefgang.net/solidarische-veddel/ Fri, 10 Aug 2018 22:07:08 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=3964 [...]]]> Was hat die Veddel mit New York oder Toronto gemein? Eine Menge, sagen die Aktivist*innen von „New Hamburg“ und starten nach dem Sommer mit dem bereits 5. Festival …

Zur fünften Projektspielzeit und zum 250-jährigen Jubiläum der Veddel lädt NEW HAMBURG zu einem Festival ein. Unter dem Titel „SoliPolis“ erforscht das Projekt vom 15. bis 30. September gemeinsam mit Initiativen, Aktivist*innen, Kunst- und Kulturschaffenden sowie weiteren Partner*innen von der Veddel, aus Hamburg und Deutschland weltweit diskutierte Ideen und Konzepte einer „Solidarischen Stadt“.

Paulina Neukampf entwickelt in der Veddeler Kneipe „Zonck“ ein Stück zu Arbeitswelten und sozialen Rückzugsorten. In einer Tanz-Performance beschäftigt sich Sayouba Sigué mit der Frage des Alterns in verschiedenen gesellschaftlichen Strukturen. Der junge Regisseur und Schauspieler Dor Aloni erarbeitet eine Inszenierung zur Situation des Dazwischen und befragt hierzu unter anderem Menschen ohne Ausweispapiere und Staatenlose. Der Schau- und Puppenspieler Oscar Olivo choreografiert eine Parade der Puppen, die Visionen der Veddeler*innen erzählt. Das „Institut für Grauzonen“ recherchiert rechtliche Spielräume. Max Weydringer und die Nachbarschaftsgruppe „minigolf productions“ gestalten einen Parcours, der den Stadtteil und seine Themen spielerisch erkundet.

Und natürlich ist NEW HAMBURG nicht ohne Musik, ohne Essen, ohne Feiern, ohne verbindendes Zusammensein zu denken.

New York, Toronto, Veddel – zwei Wochen Theater, Performance, Installation, Musik, Diskurs und Begegnung. Wir erklären die Veddel zur Solidarischen Stadt“, ist die Headline, mit der geworben wird.

In »SoliPolis« ziehen die Projektmachenden Zwischenbilanz aus über vier Jahren auf der Elbinsel. Sie thematisieren Barrieren, strukturelle Probleme, Ausschlüsse und besorgniserregende gesellschaftliche Entwicklungen, mit denen viele Bewohner*innen der Veddel täglich konfrontiert seien: Wie lebt es sich in einem Stadtteil ohne Drogerie und Apotheke? Wie fühlt es sich an, jeden Monat zur Ausländerbehörde zu müssen – seit über 20 Jahren? Wie muss ein Nachname klingen, um eine Wohnung zu bekommen? Wer bestimmt, was wessen Arbeit wert ist? Mit welcher Hautfarbe werde ich kontrolliert und mit welcher nicht? – Und es soll für die Zukunft inspirieren: Unter dem Schlagwort sogenannter „Solidarity Cities“ erproben Zivilgesellschaft und politische Entscheidungsträger*innen in New York, Toronto, in Barcelona, Zürich und zahlreichen weiteren Städten kommunalpolitische Lösungen, die bereits erfolgreich solidarische Prinzipien in den Mittelpunkt stellen. Für eine solche Entwicklung in der Hansestadt ist das NEW-HAMBURG-Festival »SoliPolis« nur einer von vielen Auftakten unterschiedlicher Lokal-Akteur*innen.

Im Anschluss schwärmen die Ideen für eine neue Gesellschaft mit der bundesweit organisierten »We’ll Come United«-Parade ins Zentrum und mit NEW HAMBURG in den MalerSaal aus, wo es im Oktober zu einer Werkschau kommen wird.

In der gesamten Spielzeit 2018– 19 lädt NEW HAMBURG mit vielen weiteren Akteur*innen dazu ein, die „Solidarische Stadt“ real werden zu lassen. Gemeinsam denken wir darüber nach, wer an welchen Stellen abgeben muss, wer welche Entscheidungen trifft, wo wir radikal anders handeln und uns verbünden müssen: In Theatersesseln und auf der Bühne, auf Kirchenbänken und auf der Kanzel, in der Bürgerschaft, im Wohnzimmer und auf der Straße.

Nähere Informationen zum Programm folgen.

Quelle: new-hamburg.de

Hintergrund:

NEW HAMBURG arbeitet seit 2014 als Kooperationsprojekt des Deutschen Schauspielhauses Hamburg und des Ev.-Luth. Kirchenkreises Hamburg-Ost sowie der lokalen Kirchengemeinde im und mit dem Stadtteil Veddel. Hier entstehen regelmäßig künstlerische und diskursive Veranstaltungsformate, die die Themen, Probleme, Ideen und Bedarfe vor Ort aufnehmen und sichtbar machen. Ein großes Anliegen ist allen NEW HAMBURG-Angeboten, dass Menschen in Verbindung gebracht werden, die sonst vielleicht nicht oder nur selten zusammenkommen: Alteingesessene und Geflüchtete, Festland- und Inselbewohner*innen, u. v. m.  Beheimatet in der Evangelisch-Lutherischen Immanuelkirche und den angrenzenden Gemeinderäumlichkeiten inmitten eines von Migration und somit von vielen Religionen geprägten Stadtteils, ist NEW HAMBURG täglich mit dem andauernden Umbruch unserer Gesellschaft konfrontiert: Während der evangelische Sonntagsgottesdienst zurzeit eher die Ausnahme im klassischen Repertoire des Ortes darstellt, werden die Räume für kulturelle, gastronomische und soziale Angebote auch von NEW HAMBURG genutzt und so von einem diversen Publikum rege besucht. Aus dieser Arbeit entstand und entsteht noch immer ein Ort, der von Herzlichkeit, vertrauensvollem Miteinander, von Gastfreundschaft und unvorhersehbaren Begegnungen geprägt ist – ein Ort, der von unterschiedlichsten Besucher*innen als außergewöhnlich wahrgenommen wird und immer wieder besondere Momente erlebbar werden lässt.

2017 wurde NEW HAMBURG mit dem Sonderpreis „Kultur öffnet Welten“ der Kultur- und Staatsministerin Prof. Monika Grütters ausgezeichnet.

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Das Schauspiel der Veddel https://www.tiefgang.net/das-schauspiel-der-veddel/ Fri, 13 Jul 2018 22:20:50 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=3886 [...]]]> Die Kulturstiftung des Bundes hat im ersten Halbjahr 2018 die Förderung von zehn neuen Projekten u.a. auf der Veddel in Hamburg bewilligt hat. Insgesamt stehen 2,2 Mio. Euro bereit. 

Die Kirchengemeinde Veddel wurde für das Begegnungsprojekt „New Hamburg“ in Kooperation mit dem Deutschen Schauspielhaus schon öfter gewürdigt. Jetzt aber ist die einst ungenutzte Immanuel-Kirche auf der Veddel zum kulturellen Hot Spot geworden und wird auch von der Kulturstiftung des Bundes für ein Projekt mit dem Deutschen Schauspielhaus gefördert.

In der Mitteilung der Stiftung heißt es:

„Die interdisziplinäre Jury der antragsgebundenen Allgemeinen Projektförderung hat auf ihrer letzten Sitzung folgende drei Förderprojekte ausgewählt:

  • Das Performancekollektiv Hajusom versteht sich als transkulturelles Ensemble von Künstlern und Künstlerinnen aus Ländern wie z.B. Burkina Faso, Iran, Afghanistan, Nigeria, Chile oder Mali. Als Auftakt eines dreijährigen Themenzyklus beschäftigt sich Hajusoms neue, mit 160.000 Euro geförderte Produktion „AZIMUT“ mit den Themen Kolonialismus und Erinnerung sowie mit der kritischen Untersuchung postkolonialer Verstrickungen. Die Performerinnen von Hajusom bespielen einen Parcours, durch den sich der Zuschauer frei bewegen kann, mit musikalischen und performativen Soli, Reenactments und choreografierten Sequenzen.
  •  Die mit 130.000 Euro geförderte Performancereihe „Porca Miseria“ des New Yorker Choreografen Trajal Harrell porträtiert auf Kampnagel drei prominente Frauenfiguren und ihre sozialen Milieus in je eigenen Stücken: die Protagonistin Maggie aus Tennessee Williams’ Theaterstück „Die Katze auf dem heißen Blechdach“, die tragische Frauengestalt Medea aus der griechischen Mythologie sowie die Tänzerin und Choreografin Katherine Dunham. Thematisch setzt sich Harrell in allen drei Stücken intensiv mit den Themen Familie und Gewalt sowie mit der Frage auseinander, wie eine Gesellschaft Menschen integriert oder ausgrenzt.
  • Das Kulturzentrum Kampnagel Hamburg richtet in Kooperation mit dem Kunstverein Hamburg die erste Einzelausstellung der Künstlerin Peaches aus, die einen Überblick über deren umfangreiches Schaffen gibt und dies wissenschaftlich kontextualisiert. Die Musikerin, Producerin und Performerin Peaches besitzt Kultstatus. Mit ihrer radikalen und subversiven Arbeit findet sie in der Subkultur und der internationalen Kunstwelt ebenso viel Anklang wie im Mainstream-Pop. Das mit 170.000 Euro geförderte Projekt spiegelt im Rahmen des Internationalen Sommerfestivals auf Kampnagel die Vielseitigkeit von Peaches’ experimentellen Bühnenwerken.

Mit 360° – Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft unterstützt die Kulturstiftung des Bundes Kultureinrichtungen aller Sparten darin, Programm, Publikum und Personal zu entwickeln und zu erweitern, um kulturelle Vielfalt in den Institutionen zu stärken. Im Fonds 360° wurden seit Jahresbeginn insgesamt 720.000 Euro für Projekte des Museums für Völkerkunde und der Bücherhallen Hamburg bewilligt.

Mit dem Theaterfonds „Doppelpass“ fördert die Kulturstiftung des Bundes Kooperationen von freien Gruppen und festen Tanz- und Theaterhäusern. Im Fonds Doppelpass werden Kooperationsprojekte der Plattform Irrreality.tv, des Deutschen Schauspielhauses und von Kampnagel mit Fördergeldern in Höhe von insgesamt 720.000 Euro ausgestattet.

Um einhundert Jahre nach der Gründung des Bauhaus ein bundesweites Signal für dessen zeitgenössische Relevanz zu setzen, richtete die Kulturstiftung des Bundes im Rahmen des Programms „Bauhaus 2019“ unter anderem den antragsoffenen Fonds Bauhaus heute ein. Für ihre Projektvorhaben im Rahmen des Fonds Bauhaus heute erhalten das Museum für Kunst und Gewerbe sowie der Kirchenkreis Hamburg-Ost gemeinsam mit dem Deutschen Schauspielhaus und der Kirchengemeinde Veddel insgesamt 363.000 Euro.“ 

Quelle: www.kulturstiftung-bund.de

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SuedKultur ist nominiert! https://www.tiefgang.net/suedkultur-ist-nominiert/ Fri, 02 Feb 2018 23:36:41 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=2987 [...]]]> In Hamburg gibt es zum Glück unzählige Initiativen, um Kultur auch für hier lebende Menschen anzubieten. Das wird jährlich gewürdigt. Unter den Nominierungen ist der Süden dieses Jahr zwei Mal vertreten. Auch die SuedKultur.

In der Mitteilung des Dachverbandes heißt es:

„Für den wichtigsten Preis der Stadtteilkultur, den mit 10.000 Euro dotierten Hamburger Stadtteilkulturpreis, haben die Preisgeber in diesem Jahr wieder zehn Projekte und Programme für das Finale nominiert. Aus den zahlreichen und vielseitigen Bewerbungen von kulturellen Initiativen, Zentren, Vereinen und Einzelpersonen wählten die Behörde für Kultur und Medien, die Hamburgische Kulturstiftung, die Gabriele Fink Stiftung, die Patriotische Gesellschaft von 1765, die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. und STADTKULTUR HAMBURG zehn herausragende Projekte und Programme aus, die in besonderem Maße die Qualitäten der Hamburger Stadtteilkultur repräsentieren.

Für den Hamburger Stadtteilkulturpreis 2018 wurden folgende Projekte bzw. Programme vorgeschlagen:

  • Das Jubiläumsprogramm „10 Jahre SuedKultur“ der Initiative SuedKultur
  • Die Veranstaltungsreihe „37°FÜNF – Heimat – Flucht – Zusammenleben“ des Kulturzentrums Eidelstedter Bürgerhaus
  • Das kulturelle Bildungsprojekt „Circus ABRAX KADABRAX“ des Jugendpfarramtes der Nordkirche
  • Die partizipative Aktion „Dulsbox – 30m² für Deine Ideen!“ vom Stadtteilbüro Dulsberg
  • Das Historische Kinderprojekt des Stadtteilarchivs Bramfeld e.V.
  • Das intergenerative Kultur-Teilhabe-Projekt „KULTURISTENHOCH2“ der GEMEINSAM! Jung und Alt für Teilhabe und Lebensfreude gUG
  • Das Kindertheaterfestival „Lüfte – das Wüstenschiff hebt ab!“, ein Kooperationsprojekt von 17 Hamburger Stadtteilkulturzentren
  • Das Begegnungsprojekt „New Hamburg“ der Kirchengemeinde Veddel und des Deutschen Schauspielhauses
  • Das experimentelle Stadtteilbureau „Schaltzentrale“ des Viele Grüße von – Verein zur Förderung raumöffnender Kultur e.V.
  • Das integrative Medienprojekt „Yalla – Rein in die Stadt“ der GWA St. Pauli

Eine unabhängige Jury wird aus den Finalisten nun den Preisträger auswählen. Die Entscheidung wird Anfang April 2018 verkündet. Der Jury gehören mit Prof. Dr. Gesa Birnkraut von Birnkraut Partner, Robert Hillmanns vom zakk Düsseldorf und Stefan Reckziegel vom Hamburger Abendblatt besonders kompetente Expertinnen und Experten der Kultur in der Stadtgesellschaft an.

Die festliche Preisverleihung findet am Dienstag, 24. April 2018 um 17 Uhr in der Halle 424 im Oberhafen (Stockmeyerstraße 43) statt. Der Kultursenator Dr. Carsten Brosda wird den Preis im feierlichen Rahmen überreichen. Zur Veranstaltung wird noch schriftlich eingeladen.“

Quelle: stadtkultur-hh.de

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