Sabine Schnell – Tiefgang https://www.tiefgang.net Kultur, Politik, Kulturpolitik und mehr Fri, 09 Feb 2024 11:12:04 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.3 Kunstgeschenk zum kleinen Jubiläum https://www.tiefgang.net/kunstgeschenk-zum-kleinen-jubilaeum/ Fri, 09 Feb 2024 23:06:09 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=10564 [...]]]> Ende Januar 2024 jährte sich das Bestehen der Harburger Kunstleihe bereits zum 5 Male. Und ganz unverhofft kam Mitgründer und Künstler Jan Ratschat mit einem Geschenk aus Öl.

Der Ursprung der Idee eines ersten nichtkommerziellen Kunstverleihs geht allerdings auf das Jahr 2017 zurück. Einige Mitstreiter*innen der Harburger Kulturinitiative SuedKultur saßen zusammen und überlegten nach den erfolgreich angelaufenen Projekten der SuedKultur Music-Night sowie den SuedLese Literaturtagen, was man zur Stärkung der die Bildenden Kunst im Süden der Hansestadt auf die Beine stellen könnte. Darunter die bekannte und 2022 verstorbene Künstlerin Anke de Vries, Bücherhallen-Kunstkurator Andreas Patommel, Künstler Jan Ratschat, Künstlerin Sabine Schnell und Heiko Langanke. Neben vielen Ideen stach die der Artothek heraus, die sich seit den 80er Jahren in gut 140 Städten der Bundesrepublik etablierte. Die Idee ist kurz und gut: man stärkt die lokalen zeitgenössischen Künstler*innen, in dem man sie gemeinsam präsentiert und macht Kunst erfahrbar, in dem man sie den Interessierten für eine gewisse Zeit leiht. So kann man sich im persönlichen Umfeld mal länger mit Technik, Motiv, Künstler*in und Strahlkraft befassen.
Man machte sich schlau und holte sich Hilfe in Köln, Eckernförde, Kiel, Buxtehude und Marburg, tüftelte, stellte es einer Vielzahl von lokalen Künstler*innen vor, diskutierte und brachte es zum Test in der damaligen leerstehenden Dreifaltigkeitskirche Harburgs in der Neuen Straße auf den Weg. Im Januar 2019 und mit Unterstützung der Alfred Toepfer-, Claussen-Simon- und ZEITStiftung wurde dann im hergerichteten Gemeindesaal ganz offiziell und sogar im Beisein des Bundestagsabgeordneten Metin Hakverdi und zahlreichen illustren Gästen die Kunstliehe Harburg offiziell eröffnet.
Seither musste sie zwar zweimal den Standort wechseln, bis sie Anfang 2020 ihr jetziges Zuhause in der Heimfelder Meyerstraße fand. Aber sie ist eine Erfolgsgeschichte geworden, die bei Harburger und Hamburger Kunstinteressierten gleichermaßen großen Anklang findet. „Harburgs lokale Kunstszene ist nicht gerade auf Rosen gebettet“, so Jan Ratschat, der zugesteht, dass auch er anfangs seine Skepsis zu dem Projekt hatte. „Damals wurde gerade das bekannte Atelier SchauRaum selbst bei geringfügiger Förderung dicht gemacht. Und auch aktuell ist die Kunstleihe nur durch viel Ehrenamt haltbar. Aber die Zahl der Ausleihen, der engagierte Einsatz für die lokalen Künstler*innen und die gewaltige Resonanz für die Künstler*innen ist ein absoluter Beweis, dass dieses System funktioniert!“
Und als Dank für das Engagement brachte Jan Ratschat nun zum 5jährigen Bestehen zwei Ölwerke als Geschenk mit. Ratschat, der jüngst erfolgreich in Güstrow ausstellte und verkaufte, will damit das Harburger Engagement würdigen.
„Es freut uns ungemein“, so Heiko Langanke, Vorsitzender des gemeinnützigen Kunstvereins. „Schöner wäre natürlich, wenn auch wir den Dank an die unglaublich lebhafte Kunstszene in Hamburgs Süden damit würdigen könnten, dass wir hin und wieder ein Werk für unseren Bestand ankaufen könnten statt meist durch Dauerleihgaben und zu Lasten der Künstler*innen selbst Interessierte für die Kunst zu begeistern. Denn das ist im Grunde Teil der Systematik von Artotheken: lokale Künstler*innen zu würdigen und ihre Kunst dann allen und auf Zeit zur Verfügung zu stellen. Aber dass wir auch ohnedies von gut 70 Künstler*innen mittlerweile gut 400 Werke im Bestand haben, ist auch für sich sprechend. Die Szene ist lebendig und das Interesse an ihr ebenso groß!
Feiern will der ehrenamtliche Verein dieses Jahr sein kleines Jubiläum nicht, sondern setzt weiterhin auf reale Aktionen. So ist dieses Jahr ein großes vierwöchiges Kunstevent namens SuedArt24 in Arbeit und im Juni zu erwarten. Hier ergibt sich eventuell auch die Chance gemeinsam mit der nun 40jährigen Artothek in Buxtehude anzustoßen aber auch einem breiten Publikum zu erklären, wie wichtig diese ungewöhnlich niedrigschwellige Art der Kunstvermittlung im Umfeld des Kunstbetriebes ist.
Und wer dennoch der Kunstleihe gratulieren will, spendet entweder auf das Konto der Kunstleihe, GLSD Bank, IBAN: DE37430609671041701000 oder leiht sich selbst Kunst an den Öffnungstagen Do & Fr 14-18 Uhr und samstags von 12-18 Uhr. Meyerstr. 26, 21075 HH-Heimfeld, www.kunstleihe-harburg.de.

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Kunstvolle Weihnacht https://www.tiefgang.net/kunstvolle-weihnacht-2/ Fri, 19 Nov 2021 23:25:36 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=8581 [...]]]> Ab dem 25. November hat die Kunstleihe Harburg in der Meyerstraße 26 in Heimfeld wieder ihre Schaufenster hergerichtet: weihnachtlich aber vor allem kunstvoll.

Denn oft fehlt es bei der Suche nach Weihnachtsgeschenken dem einen oder anderen an Inspiration oder nach einer ganz persönlichen Note. Zum anderen haben die lokalen Künstler*innen nun seit bald 20 Monaten eine harte Durststrecke ohne Ausstellungen oder sonderliche Präsenz hinter sich. Diese bekommen hier die Gelegenheit, zumindest kleine Kunstwerke zum kleinen Preis anbieten zu können.
„Das hat schon letztes Jahr erstaunlich gut gefruchtet“, so Sabine Schnell von der Harburger Kunstleihe. „In diesem Jahr stellen wir zudem zum 100. Geburtstag des Harburger Künstlers Carl Ihrke bis Jahreswechsel Linol-Drucke mit vielen Harburger Motiven aus und bieten auch einige zum Kauf an.“ Aber auch Aquarelle und Tuschezeichnungen von Anne Flad, Regal-Kunst von Yvonne Lautenschläger, Acrylwerke von Petra Hagedorn oder Drucke von Sabine Schnell sind im Angebot und an Vielfalt und Ideen reichlich gesät. Damit bietet die Kunstleihe Harburg Interessierten nicht nur eine stilvolle und vor allem individuelle Auswahl an Präsenten an, sondern unterstützt eben zugleich die lokalen Künstler*innen Harburgs unter dem Titel „support your local artist“. „Und wenn schon viele nur noch dem Online-Shopping verfallen: Kunst ist doch nochmal etwas ganz persönliches und macht einfach mehr her“, so Anne Flad vom Organisationsteam der Kunstleihe. Unter den feilgebotenen Arbeiten finden sich auch Gutescheine für die Kunstleihe, Kunstpuzzle oder die Monsterkarten der Harburger Künstlerin Ulrike Hinrichs als Powerpack für Intuitionen. Die meisten Stücke sind rund um die Uhr und dekorativ in den Schaufenstern der Kunstleihe in der Meyerstraße 26, Ecke Bansenstraße zu sehen und zu den regulären Öffnungszeiten (Do-Fr. 14-18h und Sa., 12-18h) ohnehin besuchbar. Einfach Klingeln und um Einlass begehren!

Da aber auch die Kunstleihe Harburg als erste nonkommerzielle Artothek Hamburgs stest Unterstützung Miete aber auch Material benötigt, läuft zum Jahresende auch wieder die Spenden-Kampagne „Kohle für die Kunst“. Und es gibt auch kleine Dankeschöns je nach Spendenbetrag. Zur
Spendenkampagne hier: Kohle für die Kunst!

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Künstler*innen vom Harburger Kunstfest angetan https://www.tiefgang.net/kuenstlerinnen-vom-harburger-kunstfest-angetan/ Fri, 13 Aug 2021 22:26:37 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=8271 [...]]]> Die Kunstleihe Harburg e.V. hatte im Rahmen des SuedKulturSommers vom 3. bis 8. August auf dem Harburger Schwarzenbergplatz das 1. Harburger Kunstfest als Open-Air-Event ausgerichtet und sieht Potenzial zur Wiederholung.

 Um auch die Bildende Kunst im Hamburger Kultursommer zu repräsentieren, hatten die Vereine ´Kunstleihe Hamburg` und ´Alles wird schön` gemeinsam und eine ganze Woche das Harburger Kunstfest ausgerichtet. Das Wetter war mehr als launisch, doch die eigens aufgestellten 10 Zelte, gefüllt mit unterschiedlichster Kunst vor allem aus Harburg, hielten Stand. „Wir hatten vor einigen Jahren gute Erfahrungen auf dem leider nun eingestellten Buxtehuder Kunstfest sammeln können und waren daher überzeugt davon, dass  die Bildende Kunst auch als Open-Air-Format machbar ist“, so Sabine Schnell von der Harburger Kunstleihe. „Und es ging nicht allein um eine geeignete Ansprache des kunstinteressierten Publikums. Vielmehr ist es im Moment wichtig, die vielen Künstlerinnen und Künstler wieder in ihrem Tun zu aktivieren und zu würdigen.“ 

Künstlerin Freya Burmeister war eine der vielen Künstler*innen.

Und das funktionierte bestens: während die Hälfte der zehn Zelte mit Kunstgruppen wie wattenbergART, dem Habibi Atelier, der Kunstkarawane, Alles wird schön und der Kunstleihe Harburg verschiedenste Künstler*innen und Werke zeigte, waren je fünf weitere Zelte  für Einzelausstellungen vergeben, die täglich wechselten. „So konnten wir gut 50 Künstler*innen ein Forum bieten und auch ein Honorar zahlen“, so Anabell Fuchs, die just zum Kunstfest ihren Bundesfreiwilligendienst in der Kunstleihe begann. Sie war selbst überrascht über die Vielzahl an vor allem Harburger Künstler*innen und ihre verschiedenen Ansätze. „Die anfängliche Skepsis vieler Künstler*innen schlug vor Ort recht schnell um in Begeisterung! Fast alle waren angetan von der professionellen Ausrichtung des gesamten SuedKulturSommers und der ungewöhnlich angenehmen Atmosphäre auf dem Schwarzenbergplatz.“

Und so waren Skulpturen, Lichtobjekte, Grafiken, Malereien und Collagen zu sehen, aufschlussreiche Gespräche mit und unter Künstler*innen möglich und auch das ständig wechselnde Wetter tat dem keinen Abbruch. „Fast alle Künstler*innen fragten gleich von sich aus an, wo es denn nächste Jahr stattfinden werde“, so Sabine Schnell vom Vorstand des Kunstleihe-Vereins. „Aber so weit sind wir noch nicht. Dass es dieses Jahr überhaupt dazu kam, ist bedauerlicherweise vor allem der Pandemie zu ´verdanken`, die eine Finanzierung eines solchen Festes möglich machte. Sicher aber werden wir nach einer Verschnaufpause mal darüber nachdenken, ob so etwas im Bezirk Harburg auch ohne Pandemie denkbar ist. Dass es funktioniert, steht zumindest schon außer Frage!“

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Kohle für die Kunst https://www.tiefgang.net/kohle-fuer-die-kunst-2/ Fri, 18 Sep 2020 22:33:32 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=7242 [...]]]> Die Harburger Kunstleihe verleiht Kunst aus Harburg, doch meist sind es Leihgaben der Kunstschaffenden selbst. Das will sei nun ändern und startet eine Spendenaktion.

Die Kunstleihe Harburg, in der seit Anfang 2019 zeitgenössische lokale Kunst aus Harburg für 3 Monate und für nur 6 € für Zuhause, das Büro oder homeoffice leihbar ist, startet jetzt eine Crowdfunding-Kampagne unter dem Slogan „Kohle für die Kunst“.

Denn die Kunstleihe Harburg hat seit ihrem Bestehen nunmehr mehr als 200 Werke im Ausleihefundus und so eine recht breite Anzahl und Vielfalt an zeitgenössischer Harburger Kunst vertreten. Doch ein Großteil sind Dauerleihgaben der Harburger Künstlerinnen und Künstler selbst. Sie unterstützen also das Projekt mit eigener Arbeit und eigenem Material. „Besser wäre es, wir könnten ein Teil der Werke erwerben und dann zur Leihe ausgeben. Damit ist den Künstlerinnen und Künstlern gerade jetzt in der ausstellungslosen Corona-Zeit geholfen als auch uns, da wir für diese Werke selbst verantwortlich sind“, so Sabine Schnell vom Team, der Kunstleihe Harburg.  Das machten die gut 130 Artotheken – wie sonst Kunstleihen bundesweit gerne genannt werden – sonst auch und bekämen dafür von kommunaler Seite meist einen Etat von gut 5.000 Euro jährlich zur Verfügung gestellt. Denn so wird das Schaffen der lokalen Künstler*innen eben gewürdigt.

„Aber Hamburg tut sich noch sehr schwer mit dieser im Grunde simplen Form an Kunstwürdigung gegenüber den Urheber*innen als auch der Kunstvermittlung. Unsere Kunstinteressierten hingegen nicht. Seit wir zur Corona-Kontaktsperre darauf hinwiesen, dass mit dem Kauf einiger Leihgaben unsere lokalen Künstler*innen direkt gefördert würden, gab es etliche Anfragen und auch schon fünf Verkäufe. Die Kunstleihe ist also ein gutes Medium, um zwischen Kunstschaffenden und Kunstinteressierten zu vermitteln“, so Sabine Schnell.

Nun aber will das gut 5-köpfige engere Team der Kunstleihe mit einer Crowdfunding-Kampagne sich selbst an Kunstinteressierte wenden, um den der angestrebten Jahresetat von 5.000,- € durch Spenden zusammen zu bekommen. „Davon könnten in etwa 8-10 Werke jährlich in unseren Bestand wechseln und die Künstler*innen wären dafür angemessen vergütet worden“, so Schnell.

Unterstützung bekam die Kunstleihe dabei über einen Fördertopf der Kreativgesellschaft Hamburg. Die gab nun 1.000,- €, mit der die Kunstleihe nun in Zusammenarbeit mit dem Harburger Filmemacher Dennis Albrecht kleine Videoclips zu Harburger Künstler*innen erstellt und so für die Kampagne wirbt. „Ein spannendes kreatives Projekt, das ich gerne unterstütze“, so Dennis Albrecht.

Die Aktion hat den Titel „Kohle für die Kunst“ und trifft so den Nagel ganz gut auf den Kopf. Und: Spendende bekommen im Gegenzug auch etwas – nämlich kleine Dankeschöns. So etwa für eine Spende von 50,- € einen Gutschein zur Kunstleihe etwa zum Verschenken oder – wenn man noch nicht Kunstleihender ist – für sich selbst und inkl. 4 Quartalen Leihgebühren.

Wer 100,- € spendet, bekommt ein lokales Kunstwerk in Form eines Puzzles geschenkt. So etwa ist das beliebte Werk „veggie spa“  von der Harburger Künstlerin Yvonne Lautenschläger zu puzzeln und die Auseinandersetzung mit dem Werk im wahrsten spielerisch aufs Neue in Gang gesetzt.

Für 200,- € bekommt man sowohl den Gutschein als auch ein Puzzle. Die jeweilige Spende sind zudem gegen Vorlage des Kontobelegs der Überweisung bei der Einkommenssteuererklärung abzugsfähig.

So macht die Kunst für Spendende, das Team der Kunstleihe wie auch den Kunstschaffenden Spaß.

Hier geht´s zur Spenden-Website: kunstleihe-harburg.de/kohle-fuer-kunst

 

 

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Harburgs digitales Kunstgedächtnis https://www.tiefgang.net/harburgs-digitales-kunstgedaechtnis/ Fri, 24 Jul 2020 22:50:01 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=7105 [...]]]> Die Kunstleihe Harburg e.V. hat in seinem gerade mal anderthalbjährigen Bestehen lokale Kunst für viele einfach zugänglich gemacht. Zu dem analogen Erlebnis kommt nun – ganz corona-like – das digitale hinzu: die eigene website ist nun online.

Die Kunstleihe Harburg, in der seit Anfang 2019 zeitgenössische lokale Kunst aus Harburg für 3 Monate und für nur 6 € für Zuhause, das Büro oder homeoffice leihbar ist, hat jetzt ihr neues Webportal online gestellt:  www.kunstleihe-harburg.de

War bisher nur ein Werksverzeichnis über die Initiativseite SuedKultur verfügbar, hat der mittlerweile eigenständige und als gemeinnützig anerkannte Verein Kunstleihe Hamburg e.V.  nun ein umfassendes digitales Portal ins Leben gerufen. Dort sind nicht nur die rund 200 Werke von Künstler*innen wie Petra Hagedorn, Anke de Vries, Yvonne Lautenschläger oder Harald Finke zu sehen. Sie können auch dort schon reserviert werden. Aber mehr noch: Maße, Techniken und Materialien finden sich und es sollen auch noch Angaben zu den biografischen Daten ergänzt werden. Dabei dient das Portal aber nicht nur dem Kunstinteressierten als Werksverzeichnis, sondern es ist über Schnittstellen mit dem Museumsportal der Museumsgenossenschaft digicult (www.museen-sh.de) verbunden. Digicult mit Sitz in Kiel wurde gegründet, um Museumsbestände nach und nach zu digitalisieren und so nicht nur hinsichtlich ihrer Herkunft verfügbar zu halten sondern auch für die Nachwelt zumindest in digitaler Form zu erhalten und sichtbar zu machen. „Das Prinzip hat uns von Beginn an gut gefallen, obwohl wir ja kein Museum sind. Aber durch diese technische Möglichkeit können auch wir auf lange Sicht die aktuelle Kunst Harburgs ins digitale Gedächtnis bringen und sichtbar machen. So sind Werke von verstorbenen Harburger Künstler*innen wie Margrit Rohmann, Theo Stenzel oder Klaus W. Mitransky erfasst und geben Einblick in ihr Schaffen. Dadurch, dass diese Kunst zudem durch die Ausleihe in viele private Haushalte kommt, bleibt die Kunst aktuell“, so Sabine Schnell vom Team der Kunstleihe.

Das wäre dem unentgeltlich ehrenamtlich arbeitenden Verein aus sich selbst heraus nicht möglich gewesen, wohl aber durch die Mitgliedschaft im Artothekenverband Schleswig-Holsteins, der sich nun auf Schleswig-Holstein/Hamburg erweitert hat.

„Die mittlerweile gut 70 Dauerleihenden, die je 2-3 Werke alle Vierteljahr wechseln und so gesamt über 100 Werke aktiv nutzen, beweisen uns, wie groß das Interesse an aktueller Kunst im Bezirk ist“, so Schnell. „Da unser Bestand nun schon binnen kurzer Zeit auf gut 200 Werke angewachsen ist, sind wir froh, diesen Schritt frühzeitig angedacht und umgesetzt zu haben. Denn ältere Artotheken (wie andernorts Kunstleihen seit den 80er Jahren meist bezeichnet werden) arbeiten noch mit Karteikarten und die riesigen Bestände später digital zu erfassen, wird zunehmend schwerer, zeitintensiver und so auch kostspieliger.“ Und auch das Harburger Kunstleihe-Team hatte dafür schon viel Zeit investieren müssen. Die Werke zu fotografieren, mit Inventarnummer, Werksname, Technik, Maßen oder Jahrgang zu versehen, wegen der Urheberrechte mit einem Wasserzeichen zu schützen, in der Datenbank der digicult-Genossenschaft einzupflegen und von dort wieder zur neuen Website zu importieren, kostete viel Zeit und auch Geld.

„Jetzt aber haben wir erst mal die aktuellen Werke erfasst und neu hinzukommende sind dann immer mal wieder einzufügen“, so Sabine Schnell, die als selbständige Grafikerin dies auch nur schaffen konnte, weil aufgrund der Corona-Pandemie derzeit Aufträge  im eigentlichen Broterwerb brach liegen. „Wir hatten für die Programmierung als auch Erfassung der Werke bei verschiedenen Stellen um Zuschüsse gebeten. Aber bei uns entstand der Eindruck, dass zwar alle von Digitalisierung reden, aber kaum wissen, was es wirklich damit auf sich hat“.

Neben dem Werksverzeichnis findet der Portalsbesucher aber auch Kursangebote aus dem Kunstbereich als auch kommende und aktuelle Ausstellungen lokaler Künstler*innen oder Ausstellungsorte wie dem Kunstverein Bahnhof Harburg. Und ein „Blog“ wird künftig nicht nur über die hintergründige Arbeit des Kunstleihe Teams informieren sondern etwa auch Erfahrungsberichte von Kunstleihenden abbilden. „Es ist nämlich schon interessant, wie unterschiedlich die Kunst auf die Menschen wirkt. Ist es bei dem einen passend zum Sofa, ist es für andere die intensive Faszination von Motiven, Techniken oder Farben. So unterschiedlich die künstlerischen Ansätze als auch Künstler*innen selbst sind, so divers ist es auch bei den Betrachtenden“, resümiert Sabine Schnell. Dies wird der Blog mit Erfahrungsberichten künftig auch dokumentieren.

Ebenso hat sich derweil eine künstlerische Gruppe aus der „Kunstklink Eppendorf“ (vormals „Kulturhaus Eppendorf“) gemeldet. Auch die will dem Beispiel Harburgs folgen und eine Kunstleihe mit den örtlichen Künstler*innen eben Eppendorfs noch dieses Jahr auf den Weg bringen. „Wir haben Ihnen nicht nur unsere gesammelten Erfahrungen zur Verfügung gestellt sondern auch über das Portal berichtet. So wie es aussieht, werden sie es auch für sich nutzen, so dass Hamburg dann eine Kunstleihe mit 2 Standorten und wohl mehr als 300 Werken lokaler Künstler*innen online findet. Damit gehen wir einen großen Schritt weiter, die lokale Kunst aus der 2. und 3. Reihe und im Schatten der Prominenz sichtbar und wahrnehmbar zu machen.“

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Kunst kontaktlos leihen in Corona-Zeiten https://www.tiefgang.net/kunst-kontaktlos-leihen-in-corona-zeiten/ Fri, 03 Apr 2020 22:01:56 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=6656 [...]]]> Corona und keine Kunst? Die Harburger Kunstleihe hält dagegen und sorgt für frischen Wind an der Wand.

Die Corona-Krise hat auch in der Kunstwelt zum Stillstand geführt. Keine Ausstellungen und die heimischen Bilder kennt man nun zu genüge. Die Harburger Kunstleihe bietet nun Abhilfe und bietet frische Kunst zur kontaktlosen Leihe an!

Fällt gerade irgendwem die Decke auf den Kopf oder kann wer die eigenen  vier Wände samt Wandschmuck nicht mehr sehen? Dann ist das vielleicht der geeignete Moment, einen neuen Blick zu wagen! Das Team der Kunstleihe Hamburg-Harburg bietet jetzt vielleicht die beste Gelegenheit, sich in aller Ruhe und ganz individuell mit meist zeitgenössischen Bildern zu beschäftigen, die das Zuhause nicht nur verschönern, sondern uns darüber hinaus anregen oder ablenken können.

Die Kunstleihe Hamburg-Harburg ist die erste Hamburger nichtkommerzielle Artothek und hat rund 200 Werke meist lokaler zeitgenössischer Künstler*innen im Bestand, die für sage und schreibe 6,- € im Vierteljahr leihbar sind und so dem eigenen Heim einen neuen Touch geben. Das Kunstleihe-Team hat nun den Bestand im „Werksverzeichnis“ online gestellt: Kunstleihe Werksverzeichnis

Dort kann man die Werke – so sie nicht zur Zeit bereits verliehen sind – anschauen, findet die Maße und Techniken dazu, so dass man in Ruhe ausmessen kann, wo und wie es passen könnte. Per Mail kunstleihe@sued-kultur.de oder Telefon 040 – 300 969-48 kann man dann das Werk reservieren und es wird zur (ggf. kontaktlosen) Ausleihe bereit gemacht.

Einfach Termin vereinbaren, dann an der Kunstleihe Meyerstraße 26 /Ecke Bansenstraße klingeln und das Werk wird transportgerecht herausgegeben. Entsprechende Kartonagen und Verpackungen werden kostenfrei mitgegeben.

Voraussetzung ist die einmalige Aufnahme in die Kunstleihe. Hierzu sollte der Personalausweis eingescannt per Mail an kunstleihe@sued-kultur.de oder per Fax (040 – 300 969-42) übermittelt werden und 12,- € einmalige Aufnahmegebühr sind zu entrichten (per Überweisung vorab auf das Konto Kunstleihe Hamburg, GLS-Bank, Konto IBAN: DE37430609671041701000; BIC GENODEM1GLS oder vor Ort in bar). Im Gegenzug bekommt der Leihende samt geliehenem Bild seinen Leihausweis vor Ort mit.

Auch ein Gutschein für eine Mitgliedschaft bei der Kunstleihe Harburg für „bessere Zeiten“  eröffnet einen neuartigen Zugang zu Kunst. Einfach anfragen und schon jetzt den Weg zur (leihbaren) Kunst für sich oder Freunde eröffnen!

Ein Fernsehbeitrag des NDR zur Kunstleihe Harburg, als sie vorübergehend im „Exil“ in der Eißendorfer Straße war.

Diejenigen, die bereits zu Kunstleihern wurden, sind begeistert vom Konzept und kommen immer wieder, um sich aus dem vielseitigen Angebot etwas auszusuchen, was den eigenen Geschmack trifft oder Neugierde weckt. Drei Monate sind dann der Zeitrahmen, in dem das Werk unverbindlich seine Wirkung in den eigenen Räumen entfalten kann. Im Ausnahmefall, der gar nicht so selten vorkommt, dürfen Liebhaber um weitere drei Monate verlängern. Und: Da ein Großteil der Kunstwerke dank großen Engagements der lokalen Künstler*innen Leihgaben sind – sie sich also meist im Eigentum der Künstler*innen selbst befinden – sind sie meist auch käuflich erwerbbar.

„Das ist im Grunde nicht unser Ziel“, so Sabine Schnell vom Kunstleihe-Team. „Aber gerade in diesen Zeiten, in denen Ausstellungen und Galerien nicht präsent sind, fallen den Künstler*innen ein wesentlicher Teil ihrer Einnahmen weg. Daher bieten wir ganz bewusst auch den Kauf an und vermitteln zwischen Interessierten und  Künstler*innen dann den Kontakt.“

Die Kunstleihe Hamburg-Harburg ist selbst ein gemeinnützig anerkannter Verein und arbeitet unentgeltlich ehrenamtlich. Aber auch der Verein hat seine Kosten für die Miete und Strom und Wasser zu tragen und ist daher ebenso erfreut, wenn Kunstaffine sie mit Spenden unterstützen.

Spendenkonto: 

Kunstleihe Hamburg, GLS-Bank, Konto IBAN: DE37430609671041701000; BIC GENODEM1GLS

 Ergreifen Sie also die Chance! Hier bietet sich die günstige Gelegenheit, das eigene Zuhause zu einem abwechslungsreichen Kulturort zu machen und die ganz eigene Ausstellung zu kreieren. Und ganz nebenbei wird die regionale Kunstszene in der Wahrnehmung und Wertschätzung gestärkt!

12 Euro Aufnahmegebühr, 6 Euro Leihgebühr für 3 Monate.

Kontakt:

Kunstleihe Hamburg-Harburg e.V.

Meyerstr. 26 / Ecke Bansenstraße

21075 Hamburg-Heimfeld (Nähe S-Bahn-Station)

www.sued-kultur.de/kunstleihe

kunstleihe@sued-kultur.de

Tel. /Fax: 040 – 300 969-48 / -42

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Endlich sichtbar! https://www.tiefgang.net/endlich-sichtbar/ Fri, 10 Jan 2020 23:01:59 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=6237 [...]]]> Letztes Wochenende gab es einen ersten Eindruck der noch nicht ganz bezogenen neuen Räume. Aber man merkt: die Kunstleihe ist in ihrem neuen Zuhause angekommen.

 „First Look“ nannte das Kunstleihe-Team den Umtrunk, zu dem sie am vergangenen Sonnabend vorwiegend intern eingeladen Künstler*innen und Kunstinteressierte hatte und doch: die Hütte war voll!

Die neuen Räume in der Meyerstraße 26 (Ecke Bansenstraße) befinden sich in einem früheren Ladengeschäft eines gründerzeitlichen Baus. Schon der Eingangsraum mit großen Fenstern und gut vier Meter hohen Decken bietet einen Einblick in die Vielfalt der aktuellen Harburger Kunstszene. In der Art der Petersburger Hängung finden sich dort und im nächsten, einige Stufen höher gelegenen Raum sowie im langen Flur mehr als hundert Werke unterschiedlichster Technik, Formate, Materialien und Künstler*innen. Der überwiegende Teil ist vor allem zeitgenössische Kunst aus dem Harburger Raum. Und: sie ist leihbar. Denn das ist die Grundidee der Kunstleihe, um der lokalen Kunst zu mehr Wahrnehmung  zu verhelfen aber auch allen Neugierigen einen simplen Zugang zur Kunst zu verschaffen.

„Ähnlich einer Bücherhalle kann man hier eben Kunst leihen“, so Sabine Schnell vom Kunstleihe-Team, das vor gut zwei Jahren aus dem Schmeltztiegel der Initiative SuedKultur entstand.

´Tiefgang“ berichtete:

Und nach dem sie nach längeren Recherchen in anderen der bundesweit gut 130 existierenden Artotheken (wie Kunstleihen oftmals genannt werden) ein eigenes Konzept für Hamburg erstellt hatten, startete ein Team von Kunstbeflissenen und vor allem Harburger Künstler*innen im Rahmen des Kulturprojekts „3falt – Kunst, Kultur, Kreativität“ in der leerstehenden Dreifaltigkeitskirche Harburgs mit der Kunstleihe.

Sie wird von gut einem Duzend Ehrenamtlichen betrieben und ist daher bislang nur sonntags zwischen 12 und 17 Uhr geöffnet. „Aber das wird sich bald ändern“, so Marion Göhring vom Team. „Denn theoretisch könnte man sie jetzt 24 Stunden an 7 Tagen die Woche öffnen, weil wir jetzt eigene Räume haben.“

Das war lange nicht so, da das kulturelle Erprobungsprojekt „3falt“ Ende Februar 2019 abgebrochen werden musste und so auch die Kunstleihe zugunsten eines bis heute andauernden Leerstands ausziehen musste.

Um überhaupt weitermachen zu können, erhielt die Kunstleihe vorübergehend Unterkunft im neuen Nachbarschaftstreff in der Eißendorfer Straße 124. Dort hatte just zum April 2019 der Eisenbahner Bauverein sowie die Finkenwärder Baugenossenschaft in einer ehemaligen Sparkasse-Filiale einen Treffpunkt eingerichtet. Dort aber konnte das Kunstleihe-Team auch nur sonntags agieren und mit viel Aufwand die Kunstwerke aus einem Keller holen, aufstellen und nachfolgend wieder im Keller verstauen. „Es war gut, um die gerade begonnene Arbeit erstmal überhaupt weiterführen zu können“, so Sabine Schnell, „aber weder waren wir nach außen hin sichtbar, noch konnten wir der zunehmenden Nachfrage nach Workshops oder dem im Oktober 2019 erfolgreich gestarteten ´Harburger Kunstsalon` gerecht werden.“

Siehe dazu auch den NDR-Fernsehbeitrag vom September 2019:

Und um so die ehrenamtliche Arbeit nicht in Auf- und Abbau ersticken zu lassen, wurde parallel weiter gesucht, geortet und nun endlich und pünktlich zum Jahreswechsel der Ort in der Meyerstraße gefunden und hergerichtet.

Und schon diesen Sonntag (12. Januar, 12 – 17Uhr) führt die Harburger Künstlerin Anne Flad ihre Workshopreihe zu Bildbetrachtungen fort und im Februar soll dann der komplette Umzug erfolgt sein und das Angebot erweitert werden. „Wir überlegen, ob wir auch samstags und vielleicht auch in der Woche weitere Öffnungszeiten anbieten“, so Schnell. „Denn bisher konnten viele sicher nicht an den Sonntagen und vielleicht eher mal nach Feierabend. Zudem können auch die Workshops oder Kunstsalons (der nächste ist für Sonntag, den 9. Februar anvisiert) dann auf andere Tage ausweichen, so dass für alle mehr Ruhe reinkommt.“

Beim „First Look“-Umtrunk jedenfalls schienen alle Besucher recht begeistert und spannen weitere Ideen rund um die Kunst und rund um Harburgs Kulturleben. Und auch am nachfolgenden Sonntag, dem ersten regulären Tag des Leihbetriebes herrschte reger Andrang und neuen Kunstleihende stießen hinzu.

Ort: Kunstleihe Harburg e.V., Meyerstraße 126, 21075 Hamburg-Heimfeld, Tel.: 040 – 300 969 48

Weiterführend: www.sued-kultur.de/kunstleihe

www.instagram.com/kunstleihe

www.facebook.com/KunstleiheHarburg

 

 

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Ende des Kellerdaseins https://www.tiefgang.net/ende-des-kellerdaseins/ Fri, 03 Jan 2020 23:43:02 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=6218 [...]]]> Pünktlich zum Jahresbeginn hat die Kunstleihe Harburg neue und vor allem eigene Räume bezogen. Und schon am ersten Sonntag des neuen Jahres 2020 gehen wieder Kunstwerke über den Ladentisch.

Das Team der Harburger Kunstleihe hat in einem Kraftakt zwischen den Jahren neue Räume bezogen. Und schon am heutigen Sonnabend (4. Jan, 18h) lädt es Interessierte und Freunde zu einem kleinen Umtrunk und Einblick in die neuen Räume. Und am morgigen Sonntag (5. Jan., von 12-17h) nimmt der Betrieb der Kunst-Ausleihe dort wieder Fahrt auf.

Die neue Adresse ist die Meyerstaße 26 / Ecke Bansenstraße im gründerzeitlichen Meyerviertel unweit der S-Bahn-Station Heimfeld. Dort lädt ein ehemaliges Ladengeschäft im vorderen Bereich zur „Kunst auf Zeit“. Sabine Schnell vom mittlerweile auch als gemeinnützig anerkannten Verein Kunstleihe Hamburg e.V. freut sich: „So gut es war, dass wir nach unserem unfreiwilligen Auszug aus dem alten Gemeindehaus der Dreifaltigkeitskirche Neue Straße nachfolgend Exil im neuen Nachbarschaftstreff in der Eißendorfer Straße 124 fanden, so klar war auch, dass es einen eigenen Raum brauchen wird. Und nach etlichen Gesuchen und Versuchen denken wir, dass wir nun einen würdigen Raum für die Kunst aber auch andere Kulturevents gefunden haben.“

Denn im Nachbarschaftstreff wurde das Kunstleihe-Team auf die Sonntage reduziert und musste stets eine Stunde mit mindestens zwei Personen die Kunst aus dem Keller holen und aufbauen und nach fünf Stunden ebenso mindestens eine Stunde wieder im ehemaligen Saferaum verpacken und sichern. „Das hat weder uns noch der Kunst gut getan“, so Sonja Alphonso im Rückblick.

Aber auch an- und nachgefragte Formate wie Workshops zur Kunstbetrachtung von der Harburger Künstlerin Anne Flad als auch der gut angelaufene Harburger Kunstsalon von Petra Hagedorn waren in der Terminwahl als auch in der Nutzung der Räume  aufs Notwendigste reduziert.

Das kann und soll sich nun ändern. „Im Grunde sind die vorderen Räume nun für die Kunst und Kultur reserviert und können sieben Tage die Woche und 24 Stunden lang genutzt werden. Das schafft im wahrsten Sinne Frei-Räume für Kulturangebote, wird aber auch den Kunstleihenden das non-profit-Serviceangebot erweitern. Für die rund 40 Öffnungstage m letzten Jahr war die Nachfrage eh schon gut. Doch jetzt dürfte sich das Feedback erheblich ausbauen“, ist sich Sabine Schnell sicher.

Möglich wird dies aber vor allem, weil unter anderen die Grafikerin Sabine Schnell mit weiteren Kollegen aus ihren Büros im Harburger Hafen ins Heimfelder Meyerviertel wechselt. „So ist der Kostendruck auf die Kunstleihe nicht so hoch und wir werden die Arbeit mit dem Hobby gut verbinden können. Das Viertel selbst lädt ja auch regelrecht dazu ein!“ 

Also: wer neugierig ist, kann schon an diesem Wochenende (Sa., 4.1. ab 18h und So., 5.1. ab 12h) die neuen Räume und vor allem die zeitgenössische lokale Kunst bei einem Glas Sekt, Bier oder einem Becher Kaffee bestaunen. Zum Monatsende soll der Umzug dann gänzlich abgeschlossen werden und ein weiteres Event dann auch das einjährige Bestehen der ersten nichtkommerziellen Kunstleihe feiern.

Weitere Termine:

  • , 12. Jan., 12-17 Uhr: Raumillusion (Perspektive, Körperhaftigkeit, Kontraste) im Rahmen der Workshopreihe „Theoretische Bildbetrachtung und praktische Erprobung“ (Anmeldung erforderlich)
  • , 09. Feb., 14-16 Uhr: 2. Harburger Kunstsalon; Moderation Petra Hagedorn, Künstlerin Ulrike Hinrichs

Weiterführend: www.sued-kultur.de/kunstleihe;  instagram.com/kunstleihefacebook.com/KunstleiheHarburg

Ein Fernsehbeitrag zur Kunstleihe Harburg:

 

 

 

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Kraftvolle Kunst-Präsenz https://www.tiefgang.net/kraftvolle-kunst-praesenz/ Fri, 06 Sep 2019 22:29:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=5733 [...]]]> Die Kunstszene Harburgs ist vielfältig und breit. Dies zeigte sie nun einmal mehr – aber in Buxtehude.

Harburg Kunstleihe ist noch jung, da sie erst Anfang diesen Jahres als eine Artothek ins Leben gerufen wurde. Doch sie machte es nicht nur erstmals in Hamburg möglich, für wenig Geld zeitgenössische lokale Kunst für Zuhause, das Büro oder die Praxis leihen zu können, sondern vernetzte auch die Harburger Künstlerinnen und Künstler auf neue Art und Weise.

Bei 3. Buxtehuder Kunstfest präsentierte sich nun der Kunstzirkel erstmals an einem gemeinsamen Stand und offenbarte die Stärke ihrer Vielfalt. Direkt neben dem Alten Rathaus Buxtehudes, in dem die städtische Buxtehuder Artothek gerade ihr 35jähriges Bestehen feiert, zeigten 15 Künstlerinnen und Künstler aus Harburg ihre Positionen der Kunst. Zu sehen farbstarke Landschaftsbilder von Christine Waldbüßer oder Jan Ratschat, digitale Fotoarbeiten von Petra Hagedorn oder Philipp Meuser, Acrylarbeiten von Anne Flad, Yvonne Lautenschläger oder Gabriele Wendtland oder auch Zeichnungen von Irmgard Gottschlich oder Pflanzenarbeiten von Antje C. Gerdts oder Harald Finke und viele andere mehr. Beide Festtage waren  trotz der Hitze sehr gut besucht und viele Gäste waren überrascht von der beeindruckenden Vielfalt aus der Nachbarschaft.

Aufgebaut: der Stand der Harburger Kunstgruppe (Foto: Sonja Alphonso)

„Der Buxtehuder Artothek sind wir sehr verbunden  und es war uns eine Freude, in direkter Nachbarschaft mit einem Stand neben dem Alten Rathaus auch die Harburger Kunstszene zeigen zu können“, so Sabine Schnell vom Kunstzirkel der SuedKultur. „Manche Buxtehuder waren überrascht, dass Hamburg erst jetzt – 35 Jahre später – eine Kunstleihe etabliert. Auf der anderen Seite war es für viele Harburger Künstler beeindruckend, die Buxtehuder Artothek mit ihrer Vielfalt und doch jung gebliebenen Kunst erstmals zu besuchen. Und auch der Austausch mit anderen Kunstschaffenden auf dem Fest hat alle Seiten bereichert“, so Schnell weiter.

Sonja Alphonso, die ebenfalls  am Stand der Initiative SuedKultur beteiligt war: „Man merkt dem Buxtehuder Kunstfest an, dass der Cheforganisator Sven Brauer selbst Künstler ist. Das Fest ist mit viel Umsicht und Charme entwickelt und somit vorbildlich, wie man zeitgenössische Kunst einer breiten Öffentlichkeit nahe bringt.“ Als Zeichen der Verbundenheit kündigte der Leiter des Buxtehuder Kunstfestes, Sven Brauer, dem SuedKultur-Team an, in Kürze selbst der Harburger Kunstleihe einen Besuch abzustatten und auch ein eigenes Werk zur Ausliehe mitzubringen.

Nach dem künstlerischen „Ausflug“ will das Kunst-Team der SuedKultur sich nun aber wieder voll auf die Kunstleihe Harburgs konzentrieren. Dort sind derweil mehr als 40 Werke an diverse Haushalte und Büros verliehen und so wird es Zeit die Sammlung wieder „aufzufüllen“. Einige Drucke, die aus einer privaten Sammlung überlassen wurden, sind frisch gerahmt. Die Kunstinitiative der Technischen Uni Hamburg will einige ihrer Bestandswerke über die Kunstleihe einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen und auch das Fernsehen hat sich angekündigt, um in Kürze einen filmischen Bericht über die Tätigkeit der Harburger Kunstleihe zu machen. Es ist also viel zu tun.

Wer Interesse hat, kann die rund 150 Werke umfassende Ausstellung der Kunstleihe jeden Sonntag von 12-17h in der ehemaligen Filiale der Sparkasse Harburg-Buxtehude, Eißendorfer Straße 124 besuchen. Dort stehen dann auch meist Kaffee, Kuchen oder ein Glas Sekt bereit und laden zum Austausch.

Wer ein Werk leihen möchte, tut dies für 3 Monate und für 6,- € Leihgebühr. Ein Personalausweis sollte unbedingt mitgebracht werden.

Just Anfang dieser Woche besuchte das NDR-Fernsehen die Harburger Kunstleihe für das Hamburg Journal:

Weiterführende Links: www.sued-kultur.de/kunstleihe; facebook.com/KunstleiheHarburg; instagram.com/kunstleihe

 

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Harburger Kunst goes Buxtehude https://www.tiefgang.net/harburger-kunst-goes-buxtehude/ Fri, 09 Aug 2019 22:44:32 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=5585 [...]]]> Am Wochenende (24./25. August) wird zum dritten Mal die Buxtehuder Innenstadt zur Kunstmeile. Und eine Gruppe Künstler*innen aus Harburg sind dabei.

Es war einfach mal eine Idee, die aber so gut einschlug, dass sie nun bereits zum dritten Mal in Folge umgesetzt wird. Am letzten August-Wochenende präsentieren sich wieder 30 Stände mit Künstlerinnen und Künstlern sowie Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerkern beim Buxtehuder Kunstfest. Buxtehude wird an dem Wochenende zwischen dem Historischem Rathaus und dem Ostfleth zur einzigen Kunstmeile.

Wie erfolgreich so ein Konzept aufgeht, zeigt, dass es in diesem Jahr mehr Bewerbungen für die Pavillons gab, als Plätze zu vergeben waren. Eine vierköpfige Fachjury hat lokale wie europäische Künstlerinnen und Künstler ausgewählt und setzt dabei auf eine Mischung aus bekannten Ausstellenden und denjenigen, die sich an den zwei Tagen zum ersten Mal in Buxtehude präsentieren möchten. Ein Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf Zeichnungen und Illustrationen. Auch digitale Kunst wird zu entdecken sein, erklärt Künstler und Mitorganisator Sven Brauer. Aus seiner Feder stammt erneut das Veranstaltungsplakat, das, wie im Urban Sketching üblich, mit Fineliner und Aquarell gezeichnet wurde.

„Wir wollen Kunst niedrigschwellig präsentieren und dabei für eine lauschige, familiäre Atmosphäre in der Stadt sorgen“, so Torsten Lange, Fachgruppenleiter Kultur, Tourismus und Marketing der Hansestadt Buxtehude. Deshalb habe man sich in diesem Jahr gegen die große Bühne und lieber für kleinere Podeste für das abwechslungsreiche Rahmenprogramm in der Fußgängerzone entschieden.

Und auch etliche Künstler*innen rund um die zu Jahresbeginn gegründete „Kunstleihe Harburg“ – derweil als Projekt in einen Verein überführt – nehmen erstmals kollektiv teil. Denn die Kunstleihe, die jeden Sonntag im Nachbarschaftstreff Eißendorfer Straße 124 von 12-17 Uhr nicht nur rund 150 Werke vorwiegend lokaler Künstler*innen ausstellt sondern bei Interesse auch für kleines Geld verleiht, ist zugleich ein eigenes Netzwerk der lokalen Kunst geworden. „Und dies ist erstmals die Idee, mal zusammen eine Ausstellung zu organisieren und solidarische Präsenz zu zeigen“, so Sabine Schnell von der Kunstleihe Harburg. „Es ist eine Menge Arbeit für ein*e einzelne*n Künstler*in, an solchen Kunstevents teilzunehmen: es braucht ein Vielzahl an Werken, Organisation, Eigenvermarktung, Transport und natürlich die Präsenz vor Ort. Das ist nicht jedem gegeben und nicht regelmäßig übers Jahr zu schaffen“, ergänzt sie. Da macht es Sinn, als Kollektiv aufzutreten und einen Stand für alle zu belegen.

„Und dem Buxtehuder Kunstfest merkt man an, dass es mit Liebe und Leidenschaft konzipiert ist. Da findet sich ebenso eine Gemeinsamkeit wie auch Buxtehude stolz auf seine jetzt 35jährige Artothek sein kann. Da sind wir die greenhorns und den Kunstverleihern. Und Frau Wiegel von der Buxtehuder Artothek hatte uns im Vorfeld gute Tipps gegeben und auch Mut gemacht. Auch das verbindet uns mit Buxtehude!“

Das Gute an der gemeinsamen Ausstellung der Harburger*innen in Buxtehude ist aber auch, dass die Betrachter eine recht gute Auswahl an verschiedenen Werken, Techniken und Ansätzen vorfinden. Und dort können sie eben mal nicht geliehen sondern auch gekauft werden. Unter den Künstler*innen finden sich unter anderen Anne Flad, Jürgen Havlik, Irmgard Gottschlich, Antje Gerdts, Harald Finke, Jan Ratschat, Christine Waldbüßer, Sabine Schnell oder auch Gabriele Wendland. Der Stand/Pavillon des Kunstteams Harburg wird an beiden Tagen direkt neben dem Alten Rathaus Buxtehude zu besuchen sein, in dem auch die Buxtehuder Artothek geöffnet  haben wird.

Also, für Kunstinteressierte mehr als ein Grund, sich mal nach Buxtehude aufzumachen. An dem Sonntag, 25. August, bleibt dann allerdings die Kunstleihe in Harburg geschlossen …

Beim Kunstfest ist auch die Buxtehuder Artothek im Historischen Rathaus geöffnet. Also eine Chance, sich anzuschauen, was eine gestandene Artothek an Kunst so im Bestand hat.

Ein weiteres Highlight des Buxtehuder Kunstfestes ist die Kinderkulturkarawane „Sosolya Undugu Dance Academy“. Sie tritt am Samstag 25. August, um 14.30 Uhr und am Sonntag, 25. August, um 11.30 Uhr auf dem Rathausmarkt auf. Das Projekt ist Teil der „Undugu -Bewegung“, die mittels Musik und Tanz für Respekt und Verständnis zwischen den verschiedenen Stammeskulturen in dem afrikanischen Land einsetzt. Im Brückenschlag zwischen Künsten, Traditionen und Bräuchen thematisiert die „Sosolya Undugu Dance Academy“ z.B. brisante Rituale wie die Genitalverstümmelung in Uganda und fordert zum gesellschaftlichen Umdenken auf.
Für die musikalische Unterhaltung sorgen außerdem die  Straßenmusikbank FREAKAZ und Max Kratz mit seiner Violine.
Musikalisch geht es auch nach dem Kunstgenuss weiter. Dann lädt das Stadtjugendorchester Buxtehude am Samstag, 24. August von 17 – 19 Uhr in den Buxtehuder Stadtpark zum Picknickkonzert. Mit selbstmitgebrachtem Picknickkorb oder mit einer von dem Stadtjugendorchester gefüllten Picknicktasche für 18 Euro, der Lunch-Bag für zwei für 13 Euro oder der Single-Bag für acht Euro, die vor Ort erhältlich sind, können Besucherinnen und Besucher den Nachmittag auf einer Decke bei moderner Blasmusik ausklingen lassen.

Für das leibliche Wohl der angereisten Künstlerinnen und Künstler ist Mitorganisator Olaf Iwersen von der Rösterei am Fleth an beiden Kunstfesttagen zwischen Fleth und Rathaus mit seinem Bollerwagen unterwegs. Seine Rösterei lädt an beiden Tagen zum Kaffeegenuss ein.

Im Marschtorzwinger werden Zeichnungen, Bilder, Objekte von Jürgen K.F. Rohde gezeigt. Die Ausstellung unter dem Titel „sowohl – als – auch“ ist vom 20. August bis zum 29. September zu sehen. Der Künstler, dem anlässlich seines 80. Geburtstag in diesem Jahr, diese Retrospektive gewidmet ist, wird während des Kunstfestes an beiden Tagen jeweils von 15 – 17 Uhr persönlich im Marschtorzwinger anwesend sein.

Das 3. Buxtehuder Kunstfest findet am Samstag, 24. August, von 11 – 18 Uhr und am Sonntag, 25. August, von 11 – 17 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.

Weiterführende Links:

www.buxtehude-kunstfest.de; www.sued-kultur.de/kunstleihe; www.facebook.com/KunstleiheHarburg; www.instagram.com/kunstleihe

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