Schloß Agathenburg https://www.tiefgang.net Mon, 23 Mar 2026 10:04:34 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 Jetzt seid ihr dran! https://www.tiefgang.net/jetzt-seid-ihr-dran/ Mon, 23 Mar 2026 09:54:15 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=13542 [...]]]> Ein spitzer Stift im alten Gemäuer: Die Karikatur findet einmal im Jahr im Schloß Agathenburg, nahe Stade, ihr perfektes Zuhause. Dieses Jahr: „Jetzt seid ihr dran!“

Wenn der historische Glanz eines Barockschlosses auf den unbändigen Spott der Gegenwart trifft, dann ist wieder Zeit für den Deutschen Karikaturenpreis auf Schloss Agathenburg. Unweit von Harburg, mit eigener S-Bahn-Station, findet alljährlich ein Ereignis statt, das beweist, dass Satire nicht nur in verrauchten Kabaretts oder auf glänzenden Smartphone-Displays funktioniert, sondern gerade in der Ruhe eines Kulturdenkmals seine volle Wucht entfaltet. Die aktuelle Ausstellung unter dem Motto „Jetzt seid ihr dran!“ ist mehr als nur eine Werkschau – es ist ein seismographisches Protokoll unserer Gesellschaft, das uns mal zum Lachen bringt und uns im nächsten Moment das Grinsen im Halse stecken lässt.

Der Deutsche Karikaturenpreis, der bereits seit dem Jahr 2000 verliehen wird und heute zu den bedeutendsten Auszeichnungen für Grafiker*innen und Satiriker*innen im deutschsprachigen Raum gehört, hat in Agathenburg eine feste norddeutsche Heimat gefunden. Was einst als Initiative der Sächsischen Zeitung und der Rheinischen Post begann, strahlt heute weit über die Grenzen der Zeitungsredaktionen hinaus. Der begehrte „Geflügelte Bleistift“ in Gold, Silber und Bronze ist der Ritterschlag für jene Künstler*innen, die es schaffen, die Komplexität der Welt in einem einzigen Bild, einer einzigen Sprechblase zu bündeln.

Das diesjährige Thema „Jetzt seid ihr dran!“ könnte aktueller kaum sein. Es ist ein Ausruf, der in viele Richtungen hallt. Ist es der Aufruf der Alten an die Jungen? Der Vorwurf der jungen Generation an die Politik? Ist es der verzweifelte Ruf der Natur im Zeichen der Klimakatastrophe? Oder ist es die direkte Aufforderung an uns Besucher*innen, endlich aus der passiven Rolle des Beobachtens auszubrechen?

Die Karikaturist*innen der diesjährigen Auswahl nehmen kein Blatt vor den Mund. Sie bearbeiten den Klimawandel, die Digitalisierung und die absurden Auswüchse der Identitätspolitik mit einer Präzision, die manchmal wehtut, aber immer notwendig ist.

In den vergangenen Jahren hat die Ausstellung in Agathenburg bereits bewiesen, wie wandlungsfähig dieses Genre ist. Ob unter dem Motto „Lass mich in Frieden“, das die Sehnsucht nach Eskapismus in einer krisengeschüttelten Welt thematisierte, oder „Spass beiseite“, das den Ernst der Lage betonte – immer schaffte es die Kuratierung, den Zeitgeist einzufangen. Die Karikatur ist dabei weit mehr als nur ein „Witzbild“. Sie ist eine hochkonzentrierte Form der Kulturkritik. In Zeiten von Fake News und algorithmisch gefütterten Filterblasen wirkt die handgezeichnete, scharfsinnige Pointe wie ein reinigendes Gewitter. In Zeiten, in denen die Meinungsfreiheit weltweit unter Druck gerät, ist die Karikatur ein Bollwerk der Demokratie. Sie erinnert uns daran, dass wir über die Dinge lachen dürfen – und müssen –, um sie zu verarbeiten.

Besonders reizvoll an der Schau in Agathenburg ist die Atmosphäre. Während man durch die herrschaftlichen Räume wandelt, begegnen einem die Werke von Größen wie Til Mette, Kittihawk oder Greser & Lenz. Dieser Kontrast zwischen der Beständigkeit des Schlosses und der Flüchtigkeit der Tagespolitik erzeugt eine ganz eigene Spannung. Man ertappt sich dabei, wie man vor einer Zeichnung verweilt, schmunzelt und dann ins Grübeln gerät. Die Qualität der Arbeiten liegt oft im Detail – in einem versteckten Gesichtsausdruck oder einer winzigen Referenz am Bildrand, die erst beim zweiten Hinsehen ihre volle Ironie entfaltet.

Damit die Ausstellung kein stilles Museumserlebnis bleibt, haben die Macher*innen ein Rahmenprogramm gestrickt, das zum Diskurs einlädt. Neben den regulären Öffnungszeiten (Dienstag bis Freitag 14 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag 11 bis 18 Uhr, Eintritt 6 Euro) gibt es Sonderveranstaltungen, die den Blick hinter die Kulissen erlauben. Ein Highlight sind die Kurator*innenführungen, bei denen man erfährt, nach welchen Kriterien die Jury aus den hunderten Einsendungen die Preisträger*innen ausgewählt hat. Wer selbst aktiv werden möchte, sollte nach den Workshop-Angeboten Ausschau halten, die oft parallel zu solchen Ausstellungen stattfinden und zeigen, wie man mit wenigen Strichen eine ganze Weltanschauung erschüttert.

Die Ausstellung „Jetzt seid ihr dran!“ läuft noch bis zum 3. Mai 2026. Wer also Lust auf eine ordentliche Portion Kopfkino und ein Pointengewitter hat, sollte den Weg nach Agathenburg antreten. Es ist eine Einladung, den Stachel der Satire zu spüren und gleichzeitig die Begeisterungsfähigkeit für die Kunst der Reduktion neu zu entdecken. Am Ende verlässt man das Schloss nicht nur mit einem Lächeln, sondern auch mit geschärften Sinnen für die Absurditäten unseres Alltags. Und genau das ist es, was gute Kulturarbeit leisten muss: Sie muss uns bewegen, auch wenn wir dabei nur vor einem Bild stehen.

Sondertermine und Begleitprogramm zur Ausstellung Jetzt seid ihr dran!

Freitag, 27. März 2026, 20 Uhr: Cartoon-Live-Show mit Hauck & Bauer
Die Sieger des Deutschen Karikaturenpreises in Gold präsentieren ihr Programm „Dafür haben sie Geld!“. Eine Mischung aus Lesung, Bildershow und Anekdoten.
Ort: Pferdestall / Einlass: 19.15 Uhr; Eintritt: 22,50 € (ermäßigt 5,50 €) – der Preis beinhaltet bereits den Eintritt zur Ausstellung. Tipp: Das Schloss und das Café haben an diesem Abend zur Feier des Tages bis 20 Uhr geöffnet.

Samstag, 2. Mai 2026, 16 Uhr: Finissage und Last Call für den Publikumsfavoriten Die feierliche Verabschiedung der Ausstellung mit der Bekanntgabe des Agathenburger Publikumspreises. Hier wird aufgelöst, welche Karikatur die Herzen der Besucher*innen im Norden am stärksten bewegt hat.

Öffnungszeiten (Dienstag bis Freitag 14 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag 11 bis 18 Uhr, Eintritt 6 Euro) Die Ausstellung läuft bis zum 3. Mai 2026.

Stiftung Schloss Agathenburg | Hauptstraße 45 | 21684 Agathenburg | Telefon: 04141 64011 | E-Mail: info@schlossagathenburg.de | Webseite: www.schlossagathenburg.de

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Planeten, Theater, Literatur https://www.tiefgang.net/planeten-theater-literatur/ Fri, 19 Dec 2025 23:40:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=13017 [...]]]> Rückblicke auf Harburg im Jahr 2025 gibt es einige. Wir kümmern uns um den Rückblick auf Harburgs Kultur. Und was für ein Ritt war bitte dieses Jahr 2025?

Wer glaubt, dass Kultur im Hamburger Süden nur aus ein bisschen Nachbarschaftshilfe und verstaubten Heimatmuseen besteht, hat schon in den ersten drei Monate wohl im Tiefschlaf verbracht. Zwischen glitzernden Polit-Bühnen, lodernden Flammen und dem unbändigen Überlebenswillen der freien Szene hat sich ein Drama abgespielt, das jeden Tatort-Drehbuchschreiber vor Neid erblassen ließe. Es war ein Quartal der harten Kontraste, der verpassten Chancen und der leuchtenden Zeichen am nächtlichen Himmel.

Alles begann eigentlich ganz still, aber dafür umso leuchtender. Im Januar setzte die Gruppe Interurban mit ihren Wortspielen am leerstehenden Karstadt-Gebäude ein Zeichen, das hätte auch als Warnruf verstanden werden können. Da hingen sie nun, die alten, recycelten Werbeschilder aus der Schauwerbeabteilung des Kaufhauses, und stellten uns Fragen, die direkt ins Mark trafen. Wem gehört die Stadt? Sind wir für alle da? Es war ein genialer Schachzug, den Leerstand nicht einfach nur zu beklagen, sondern ihn als Projektionsfläche für unsere eigenen Sehnsüchte und Ängste zu nutzen. Dass diese Installation nur in der Dämmerung und Dunkelheit für wenige Stunden leuchtete, gab dem Ganzen eine fast schon mystische, guerilla-artige Energie. Es war der perfekte Prolog für das, was folgen sollte.

Denn im Februar wurde es dann offiziell und – wie sollte es anders sein – politisch. Der Planet Harburg wurde aus der Taufe gehoben. Das ehemalige Karstadt-Gebäude, das seit Juni 2023 wie ein gestrandeter Wal mitten in der Innenstadt lag, sollte nun zum kreativen Kultur-Treffpunkt werden. Am 19. Februar schritt die Polit-Prominenz zur Tat. Finanzsenator Andreas Dressel und Kultursenator Carsten Brosda gaben sich die Ehre, um die neue Museumsdependance des Archäologischen Museums Hamburg und des Stadtmuseums Harburg zu eröffnen.

Sicher, 300.000 Euro Investitionsmittel sind eine Ansage. Ein stolzes Sümmchen, das für frische Impulse sorgen soll. Aber schauen wir uns das Ganze doch mal mit ein bisschen Abstand an: Wir befanden uns mitten im Bürgerschaftswahlkampf. Da wird gerne mal mit Geldscheinen gewedelt, wenn die Kameras laufen. Der Eintritt ist frei, alle sind willkommen – das klingt wunderbar demokratisch und nahbar. Doch während man sich für die Transformation des Erdgeschosses feierte, wurde die Chance vertan, das Momentum zu nutzen. Die Bezirkspolitik hat es schlicht verpasst, in diesem Zuge weitere Gelder locker zu machen, um eine wirklich umfassende kulturelle Zwischennutzung des gesamten Gebäudes zu ermöglichen. Der Planet Harburg ist ein Gewinn, ohne Frage, aber er fühlt sich auch ein bisschen wie ein Trostpflaster an, wo eigentlich eine Herz-OP nötig gewesen wäre.

Und während in der Hafencity über den Kühne-Plan einer neuen Oper debattiert wurde – ein Projekt für die Elite, fernab der Lebensrealität vieler Menschen –, kämpfte man in Harburg mit ganz anderen Problemen. Der Kontrast könnte nicht beißender sein: Hier die Steuergeld-Festspiele für die Hochkultur, dort die pure Existenzangst an der Basis.

Diese Angst wurde im März bittere Realität. Der Brand des Miskatonic-Theaters in der Buxtehuder Straße war der emotionale Tiefpunkt dieses Quartals. Innerhalb weniger Stunden wurde das Lebenswerk von Nissan und Lars buchstäblich in Schutt und Asche gelegt. Dass die beiden nicht nur ihre Bühne und ihr Equipment, sondern auch ihre privaten Wohnräume verloren haben, ist eine Tragödie, die einen sprachlos macht. Es war ein Moment, in dem die Harburger Kulturgemeinschaft eng zusammenrückte. Doch genau hier zeigt sich das hässliche Gesicht der Bürokratie.

Es wurde das Thema, das uns das ganze Jahr über begleiten sollte: Warum konnte das Miskatonic-Theater nicht im leeren Karstadt-Gebäude unterkommen? Es gab die Rufe nach einer unbürokratischen Lösung, nach einem Exil für die Horror-Theater-Macher*innen. Aber von Seiten der Sprinkenhof GmbH und der Bezirksverwaltung hieß es kühl: nicht machbar. In einem Gebäude, das fast vollständig leer steht und für 300.000 Euro aufgehübscht wurde, findet sich kein Platz für ein abgebranntes Theater? Das ist das Gegenteil von dem, was Interurban mit ihren Leuchtschriften gefordert hat. Die Stadt gehört eben doch nicht allen, sondern vor allem denen, die in die Verwaltungsstrukturen passen.

Aber Harburg wäre nicht Harburg, wenn es nicht auch diese wunderbare Resilienz gäbe. Inmitten der Trümmer und der politischen Ränkespiele startete die 10. SuedLese. Ein Jubiläum, das zeigt, wie tief die Literatur in diesem Bezirk verwurzelt ist. Heiko Langanke und sein Team haben bewiesen, dass man kein Millionenbudget braucht, um ein Festival von regionaler Bedeutung zu stemmen. Wir müssen hier auch mal mit den Mythen aufräumen: Nein, Fatma Aydemir, Gregor Gysi oder Kirsten Boie waren bei dieser zehnten Ausgabe nicht dabei. Sie waren Gäste in der Vergangenheit, aber die SuedLese 2025 brauchte diese großen Namen gar nicht, um zu glänzen.

Die Stärke dieses Festivals liegt in der persönlichen Begegnung. Wenn Autor*innen und Orte sich selbst suchen und finden, entsteht eine Magie, die kein kuratiertes Event von der Stange bieten kann. Ob in den Schreibwerkstätten, bei den Lesungen in Heimfeld oder bei der Ladies Crime Night im Speicher am Kaufhauskanal – die SuedLese ist das pulsierende Herz der Harburger Kulturszene. Sie ist nahbar, sie ist echt und sie ist unkaputtbar.

Und es gab noch mehr Lichtblicke. Das Stadtmuseum Harburg brachte mit dem Buch Von Portugiesen in Hamburg ein Werk heraus, das 60 Jahre Migrationsgeschichte würdigt. Das ist genau die Art von Kulturarbeit, die wir brauchen: Geschichten von Menschen für Menschen, 60 Biografien, die zeigen, wie vielfältig unsere Gesellschaft ist. Gleichzeitig feierte Schloss Agathenburg mit der Karikaturenausstellung Feierabend? den scharfen Blick der Zeichner*innen auf unsere Absurditäten. Dass der Relaunch des Portals sued-kultur.de pünktlich zum Jubiläum der SuedLese online ging, war die digitale Kirsche auf der Sahnehaube. Endlich gibt es wieder eine zentrale Anlaufstelle für alle Kulturinteressierten, die barrierefrei und modern über das Geschehen im Süden informiert.

Wenn wir also auf dieses erste Quartal zurückblicken, sehen wir ein Harburg in Bewegung. Wir sehen die Investitionen in den Planeten Harburg, die zwar gut sind, aber nach Wahlkampf schmecken. Wir sehen die eiskalte Schulter der Verwaltung gegenüber den Brandopfern des Miskatonic-Theaters. Und wir sehen die wunderbare Energie der Literat*innen und Künstler*innen, die sich ihren Raum einfach nehmen.

Harburg ist ein Ort der Widersprüche. Es ist der Ort, an dem eine Museumsdependance mit viel Pomp eröffnet wird, während ein paar Straßen weiter ein kleines Theater um seine Existenz bettelt. Es ist der Ort, an dem man sich fragt, ob die Stadt wirklich für alle da ist. Aber es ist vor allem der Ort, an dem wir als Redakteur*innen und Bürger*innen genau hinschauen müssen. Wir dürfen uns nicht von den schönen Pressemitteilungen einlullen lassen. Wir müssen die kritischen Fragen stellen, die Interurban im Januar an die Fassade leuchtete.

Das Jahr 2025 hat gerade erst angefangen, und der Puls von Harburg rast bereits. Die SuedLese zeigte, wie viel Potenzial in Harburgs Nachbarschaften steckt. Der Planet Harburg musste nun beweisen, dass er mehr ist als nur eine Ausstellungsfläche für die Stadtgeschichte – er musste ein lebendiger Ort für die Menschen von heute werden. Und dann das Schicksal des Miskatonic-Theaters. Wird in 2025  noch eine Lösung gefunden werden, die diesen Namen auch verdient?

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Der Gräfins Gedichte https://www.tiefgang.net/der-graefins-gedichte/ Fri, 09 Aug 2024 22:04:03 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=11076 [...]]]> Wo sonst wenn nicht im Schloß Agathenburg könnten Gedichte der Gräfin Maria Aurora von Königsmarck gelesen werden.

Am Samstag, den 31. August 2024, findet um 18 Uhr ein „Abend mit Maria Aurora von Königsmarck“ auf Schloss Agathenburg statt. Mitwirkende aus Schweden und Deutschland stellen Gedichte der berühmten Stader Gräfin vor. Tickets kosten 15 Euro.

Es ist das schönste Buch in der Universitätsbibliothek Uppsala, meint der schwedische Germanistikprofessor Bo Andersson. Er hat die barocke Gedichtsammlung mit dem Titel „Nordischer Weÿraúch“ im Jahr 2022 neu aufgelegt. Darin enthalten sind geistliche Gedichte in der Handschrift der Maria Aurora von Königsmarck.

Auf Schloss Agathenburg stellt ein Team von Expertinnen und Experten die Gedichte der Gräfin in Wort, Musik und Diskussion vor: Die Schauspielerin Johanna Krumstroh trägt einige der Gedichte vor. Annegret Schönbeck (Sopran) und Martin Böcker (Cembalo) bringen Gesänge zu Gehör. Erläuterungen zur Entstehung liefert der schwedische Germanistikprofessor und Herausgeber Bo Andersson persönlich, im Dialog mit Dr. Beate-Christine Fiedler vom Niedersächsischen Landesarchiv, Abteilung Stade.

Die Idee für die Veranstaltung stammt von Claudia Brandy, Pastorin in der Kirchengemeinde St. Wilhadi: „Eine Pastorin im 21. Jahrhundert, die Liedautorin ist – und eine Gräfin der Barockzeit, die geistliche Lieder verfasste, diese Schnittmenge an diesem Ort löste in mir spontane Begeisterung aus und den Wunsch durch die Präsentation ihres Werkes die Stimme der Frauen zu stärken.“

Der Landschaftsverband Stade, die Alles Gute Stiftung der Kreissparkasse Stade und der Lions Club Stade „Maria Aurora von Königsmarck“ unterstützen das Projekt. Tickets gibt es u.a. online unter www.schlossagathenburg.de zum Preis von 15 Euro.

Projekt und Idee
Pastorin Claudia Brandy

Mehr dazu:
Maria Aurora von Königsmarck (28.4.1662-16.2.1728), die Enkelin des Erbauers von Schloss Agathenburg, wurde schon zu Lebzeiten als Barockdichterin gefeiert. Sie schrieb Theaterstücke, Opernlibretti und Gedichte. Der Schwerpunkt ihres lyrischen Schaffens fiel in die Jahre von 1680 bis 1692 am Stockholmer Königshof. Maria Aurora von Königsmarck zu Ehren ist Schloss Agathenburg seit 2015 als frauenORT anerkannt. Die Initiative des Landesfrauenrates Niedersachsen e.V. macht damit auf Orte aufmerksam, die sich durch das Wirken bedeutender Frauen auszeichnen.

Gefördert durch den Landschaftsverband der ehemaligen Herzogtümer Bremen und Verden, die Alles Gute Stiftung der Kreissparkasse Stade und den Lions Club Stade „Maria Aurora von Königsmarck“

Schloss Agathenburg | Hauptstraße 45 |21684 Agathenburg

Mit der S-Bahn von Hamburg aus: S5 Richtung Stade bis Agathenburg, 5 Minuten Fußweg von der Haltestelle bis zum Schloss. 

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Groove Jazz mit Frau Lottermoser https://www.tiefgang.net/groove-jazz-mit-frau-lottermoser/ Fri, 26 Jul 2024 22:13:08 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=11035 [...]]]> Ein lauer Sommerabend und dann Livemusik vor spektakulärer Kulisse – Agathenburg lädt ein!

Am Freitag und Samstag, den 9. und 10. August 2024, gibt es jeweils um 20 Uhr ein Open-Air-Konzert vor Schloss Agathenburg. Stephanie Lottermoser & Band und The Sazerac Swingers sorgen mit Jazz und Swing für gute Stimmung. Tickets kosten 23 Euro.

Die spektakuläre Kulisse mit einem Barockschloss im Hintergrund macht die Open-Air-Konzerte auf Schloss Agathenburg jedes Jahr zum Highlight im Programmkalender. 2024 hat das Schlossteam das traditionelle Jazzkonzert erstmals mit Swing am Folgetag kombiniert.

Stephanie Lottermoser & Band

Für das Jazzkonzert unter freiem Himmel wählt der künstlerische Leiter Nils Wülker jedes Jahr Bands mit einem besonders starken, groovigen Sound aus, die bei einem Open-Air-Konzert mit 300 Zuhörenden für richtig Stimmung sorgen können. Am Freitag, den 9. August, steht deswegen Stephanie Lottermoser mit ihrer Band auf der Freiluft-Bühne. Die Wahl-Hamburgerin zählt zu den renommiertesten Jazz-Künstlerinnen Deutschlands und hat u.a. 2022 die Hauptbühne des ELBJAZZ-Festivals vor 11.000 Jazzfans eröffnet. Als Saxofonistin, Sängerin und Komponistin bringt Stephanie Lottermoser mit Begleitung von Keyboard, Bass und Schlagzeug eine Mischung aus Jazz, Soul, Funk und Pop zu Gehör.

The Sazerac Swingers

Für das zweite Konzert hat das Schlossteam am Samstag, den 10. August, die Sazerac Swingers engagiert. Die Band – Posaune, Saxophon, Bass und Schlagzeug – rund um den Sänger und Gitarristen Max Oestersötebier übersetzt den Geist der goldenen 1920er Jahre in die heutige Zeit. Mit einem unbändigen Willen zum Feiern, aber auch bittersüß-tiefgründigen Balladen, bewegen sie das Publikum zum Mittanzen und Mitfühlen.

Tickets für die bestuhlten Open-Air-Konzerte auf Schloss Agathenburg gibt es u.a. online unter www.schlossagathenburg.de zum Preis von 23, 18 oder 5 Euro. Der Einlass startet 45 Minuten vor Beginn.

Die Reihe „Jazz im Pferdestall“

Bei den Jazzkonzerten im Pferdestall auf Schloss Agathenburg genießen Publikum und Bands die lockere Jazzclub-Atmosphäre mit ländlichem Flair. Schloss Agathenburg und der Künstlerische Leiter Nils Wülker präsentieren in der Reihe „Jazz im Pferdestall“ junge Talente, vertraute Gesichter und auch die großen Namen der Szene geben sich die Ehre. Mit dem NDR Kultur hat die Reihe einen starken Kulturpartner an ihrer Seite. Die Jazzkonzerte im ehemaligen Pferdestall von Schloss Agathenburg haben sich als feste Größe in der norddeutschen Jazzszene etabliert und sind meist restlos ausverkauft.

Ticket: € 23,- / € 5,- erm. / € 18,- für Mitglieder des Freundeskreises Schloss Agathenburg e.V.

„Frei-Tag“ am 9. August
Wer mag, kann vor dem Konzert mit Stephanie Lottermoser & Band noch einen Rundgang durch das Schloss Agathenburg mitsamt der Kunstausstellung NICHT WIRKLICH machen. Der 9. August ist ein „Frei-Tag“ – mit freiem Eintritt und verlängerten Öffnungszeiten bis 20 Uhr.

Lage und Anfahrt: Schloss Agathenburg | Hauptstraße 45 | 21684 Agathenburg

Mit der S-Bahn von Hamburg aus: S5 Richtung Stade bis Agathenburg, 5 Minuten Fußweg von der Haltestelle bis zum Schloss.

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Nicht wirklich https://www.tiefgang.net/nicht-wirklich/ Fri, 28 Jun 2024 22:28:53 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=10843 [...]]]> Die Wunderwelt der Dinge und Konsummüll liegen manchmal nah beieinander. Eine Ausstellung in Agathenburg zeigt die sin Kürze auf eigene Art und Weise …

Unter dem Motto NICHT WIRKLICH arbeiten Rebekka Kronsteiner und Axel Loytved in einer Ausstellung auf Schloss Agathenburg mit dem Vergessenen und Übersehenen. Chipstüten, Schneematsch und Bonrollen verhandeln als verfremdetes und veredeltes Material die Wertigkeiten zwischen „high“ und „low“.

Rebekka Kronsteiners Arbeiten sind vergänglich und lösen sich mit der Zeit selbst auf. Damit entzieht sich die Künstlerin den Mechanismen eines Kunstmarktes, der auf Wertsteigerung ausgerichtet ist. Thermobeschichtetes Papier wie Bonrollen aus dem Discounter verwandelt sie mit Brennschere und Lockenstab in schwarze Zettel. Diese flicht sie zu einem großen Bild, das jedoch langsam seine Farbe verliert. Wachs und andere schmelzbare Materialien sind von ihr in Rahmen gepresst. Die Rahmen selbst sind Bildträger aus dem öffentlichen Raum, von Kronsteiner eingesammelt und verwandelt und veredelt. Auch Axel Loytved verfremdet Materialien und versetzt Alltägliches und besonders Ausgedientes und bereits Entsorgtes in den Zustand der Kunst. Dreckigen Schneematsch, von Autoreifen heruntergefallen, lässt er in Bronze gießen. Leergegessene Chipstüten durchsticht er mit einem Locher und suggeriert Besonderheit durch ihre Präsentation auf dem Ausstellungsboden.

Mit NICHT WIRKLICH zeigt Kuratorin Claudia Rasztar vom 7. Juli bis zum 1. September 2024 zwei künstlerische Positionen, die sich mit einer urbanen Konsum- und Wohlstandsgesellschaft beschäftigen. Dabei spielt das Schloss Agathenburg als Ausstellungsort eine wichtige Rolle: Denn das ehemals private, herrschaftliche Schloss ist heute ein öffentlicher Ort, wo Besucherinnen und Besucher statt einer Ahnengalerie auf zeitgenössische Kunst treffen.

Künstler*innen der Ausstellung

Rebekka Kronsteiner: 1996 geboren in Überlingen / Bodensee, lebt in Bremen. Studium Hochschule für Künste, Bremen, bei Stephan Baumkötter (Abschluss 2022); Bremer Atelierstipendium.

Axel Loytved: 1982 geboren in Bad Mergentheim, lebt in Hamburg. Studium Hochschule für Bildende Künste Braunschweig; Meisterschülerpreis (2010), NORD-WEST-Kunstpreis der Kunsthalle Wilhelmshaven; Professur für Künstlerische Grundlehre an der Muthesius Kunsthochschule Kiel seit 2022/23. www.axelloytved.de

Aus dem Begleitprogramm zur Ausstellung

Eröffnung: Sa, 6. Juli, 18-20 Uhr

Art & Aperitif mit Claudia Rasztar: Do, 11. Juli, 18 Uhr

Kuratorinnenführung mit Claudia Rasztar: Sa, 3. August, 15 Uhr

Freitag ist Frei-Tag: Eintritt frei und verlängerte Öffnungszeit für Schloss & Ausstellung: Fr, 9. August, 14-20 Uhr

Preise und Öffnungszeiten

Di-Fr: 14-18 Uhr | Sa, So, Feiertage: 11-18 Uhr | Gruppen und Schulklassen zusätzlich nach Absprache

Schlossmuseum inkl. Kunstausstellung Regulär: 6,- € | Ermäßigt: 4,- € | Kinder / Jugendliche bis 18 Jahre: Freier Eintritt

Lage und Anfahrt: Schloss Agathenburg | Hauptstraße 45 | 21684 Agathenburg

Mit der S-Bahn von Hamburg aus: S5 Richtung Stade bis Agathenburg, 5 Minuten Fußweg von der Haltestelle bis zum Schloss.

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Die Kunstschätze im Süden Hamburgs https://www.tiefgang.net/die-kunstschaetze-im-sueden-hamburgs/ Fri, 10 May 2024 22:59:40 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=10823 [...]]]> Was haben ein Schloss, ein alter Zwinger, eine Hauswand, eine frühere Fabrikhalle, die Straße oder Fachwerkhäuser gemein?
Sie sind ungewöhnliche Orte der Kunst im Süden Hamburgs. Das Festival SuedArt24 lädt nun ein, sie (neu) zu entdecken …

Kunstinteressierten sind zwar das Kunsthaus Stade, die Falckenberg-Sammlung oder die Kunststätte Bossard geläufig. Aber wie sind sie eigentlich entstanden? Wer waren die Initiator*innen? Was macht diese Orte für welche Art Kunst eigentlich so besonders?
Auf diese Fragen gibt das Festival SuedArt24 den gesamten Juni über nun Antworten. Zu gut 25 Kunstinstitutionen und mit fast täglich ausgewählten Führungen und Terminen lädt es Kunstaffine und vor allem auch Menschen ein, die lange nicht mehr oder nur selten sich mit den zahlreichen Kunstangeboten im Süden der Elbmetropole befassen.
„Es ist eine neuartige Kooperation der bedeutendsten Kunstorte im Süden Hamburgs“, so Initiator Heiko Langanke. Zwei Jahre feilte er am Konzept, sprach mit den Akteur*innen und gewann auch Unterstützende wie die Adalbert Zajadacz- und Claussen-Simon-Stiftung, die Sparkasse Harburg-Buxtehude und auch die Hamburger Kulturbehörde für das Projekt.
Und die Liste der Teilnehmenden ist aus vielerlei Aspekten bemerkenswert. Denn in der Tat hat die südliche Metropolregion Hamburgs mit dem Kunsthaus Stade, dem Schloss Agathenburg, der Kunststätte Bossard, dem Marschtorzwinger Buxtehude, dem Kunstverein Harburger Bahnhof oder der Falckenberg-Sammlung eine Vielzahl bedeutender und überregional beachteter Kunststätten. Hinzu kommen eine Kunstinsel, ein Kunstpfad, eine Freiluftgalerie und Hamburgs größte offizielle Graffiti-Galerie. Und so stehen im Juni erstmals Sub- und Hochkultur in einem kooperativen Miteinander. Aber ebenso außergewöhnlich ist, dass sie sich quasi wie an einer Perlschnur am südlichen Ufer der Elbe entlang reihen und noch besser: sie sind fast alle mit der S-Bahn-Linie 5 erreichbar. Hier kann man Kunst also wahrlich „erfahren“!

Aber die SuedArt24 verfolgt ein weiteres Ziel: „Uns wird bei den Ausstellungsbesuchen oft gar nicht klar, wieso diese Orte und Räume zu Kunstorten wurden. Warum sie so besonders gut für ihre Kunstpositionen geeignet sind und auch nicht, wer eigentlich dahintersteckt,“ so Heiko Langanke zum Konzept. Da ist etwa das alte Fachwerkhaus in der Harburger Lämmertwiete, das nach außen hin mit einer Eisdiele zum Verweilen lädt, im Dachgeschoss aber Kunststipendiat*innen des Vereins „Künstler zu Gast in Harburg“ einen Atelierraum zum Arbeiten bietet. Da ist ein altes barockes Schloss eines schwedischen Gouverneurs, das heute moderne Kunst oft junger Nachwuchskünstler*innen präsentiert. Und bei Jesteburg ist gleich ein ganzer Ort samt Gartenanlage von einem Künstlerpaar aus den 1920er Jahren zu einem echten Kunsttempel geworden.

Das Beste: fast alle Orte sind leicht mit der S-Bahnlinie 5 erreichbar

All das wird bei der SuedArt24 nun nebeneinander und auch in Kontext gestellt. Fast täglich gibt es Termine, die durch die aktuellen Ausstellungen führen aber auch Erklärungen zu Hintergründen und Machern jenseits der eigentlichen Kunst geben. Und so ist nicht nur die Kunst von Künstler*innen wie Jürgen K.F. Rohde, Jakob Lena Knebl, Ashley Hans Scheirl, Hanne Darboven, Sven Brauer, Karin Engelking, Iryna Kogan, Birte Bosse, Alice Gericke, Christian Haake, Conrad Hübbe, Christian Jankowski, Sanna Duschek, Noémi Barbaglia, Brigitte Nolden, Franz Kaiser, Marinella Senatore, Johann und Jutta Bossard, Uzma Sultan, Sebastian Dannenberg, Willi Zodel oder Elke Kegel-Judis zu sehen, sondern es wird auch gemeinsam auch gepicnict, gelaufen, erklärt und mit Workshops an Techniken oder Sichtweisen herangeführt.
„Es ist ein Format, das keiner ausgewiesenen Kunstexpertise bedarf! Gerade jene, die nicht so recht wissen, ob und was sie damit anfangen sollen, finden hier einen perfekten Anlass, auf Entdeckungstour zu gehen“, so Heiko Langanke. Und er ist froh, dass er mit dem Hamburger Verkehrsverbund (HVV) und der Firma Ströer auch Unterstützung für die Werbung fand.
„Es ist neben einem Kunstfest auch eine kulturelle Kooperation aller Beteiligten der südlichen Metropolregion Hamburgs. Denn ob Niedersachsen oder Hamburg – Kunst kennt diese Landesgrenzen nicht und so geballt wie südlich der Elbe die Kunst zuhause ist: das sucht schon seinesgleichen!“
Zum Event, das den ganzen Juni über läuft, gibt es neben einer ausführlichen Website www.sued-art.de auch ein gedrucktes Programmheft, das haptisch hochwertig gestaltet auch ein Statement der Kunstregion abgibt. Und auch dies ist online abrufbar. Und wer den einen oder anderen Termin nicht wahrnehmen kann: das Programm gibt auch Hinweise, wann und wie lange welche Ausstellungen wo auch so zu besuchen sind.

Zu den teilnehmenden Institutionen gehören das Kunsthaus Stade, Schloß Agathenburg, Kunststätte Bossard, der Marschtorzwinger und die Artothek Buxtehude, die Buxtehuder Kunstinsel, die kleine Flethphilharmonie wie auch die Kunströsterei Buxtehude, das Neugrabener Kulturhaus Süderelbe, die Heimfelder Hall, die MSH Hamburg, die Kunstinitiative der TUHH, die Kunstleihe Harburg, der Kunstverein „Alles wird schön“ in Heimfeld, die Harburger Galerie 1565, das Mayr´sche Haus Harburg, der Harburger Kunstpfad, das Harburger HabibiAtelier, die Freiluftgalerie Walls Can Dance, das Stadtmuseum Harburg, das Harburger Kulturwohnzimmer, der Kunstverein Harburger Bahnhof, die Sammlung Falckenberg in Harburg, die Artothek und der Kunstverein in Buchholz / Nordheide.

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Rainer Böhm jazzt im Pferdestall https://www.tiefgang.net/rainer-boehm-jazzt-im-pferdestall/ Fri, 19 Apr 2024 22:53:17 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=10765 [...]]]> Er erhielt kürzlich erst den HI-Five Jazz Musikpreis Hildesheims, hat sein neues Album „what if“ herausgebracht und  kommt nun nach Agathenburg: Rainer Böhm samt Trio.Am Freitag, den 3. Mai 2024, steht in der Reihe „Jazz im Pferdestall“ Modern Jazz in der klassischen Formation Piano, Bass und Schlagzeug auf dem Programm. Das Konzert mit dem Rainer Böhm Trio beginnt um 20 Uhr. Davor kann das Schloss mitsamt der neuen Kunstausstellung LUFTSCHLÖSSER kostenlos besichtigt werden.
Mit einer klassischen Standardformation im Jazz – dem Klaviertrio – gelingt Rainer Böhm und seinen Kollegen mit dem Album „what if“ trotzdem mühelos Frische und Originalität. Die Namen der Songs geben oft einen Hinweis auf deren Inhalt: „Eibohphobie“ enthält musikalische Elemente, die wie der Titel vor- und rückwärts gleich sind. In „Mirror“ finden sich gespiegelte Akkorde und „B“ steht für einen durchgehenden Ton, der fast das gesamte Stück über erklingt. Mit diesem Album und seinem Sextett hat der Pianist Rainer Böhm im Januar 2024 den HI-Five Jazz Musikpreis des Rotary Club Hildesheim gewonnen. Nach Agathenburg kommt er mit zwei Kollegen, dem Drummer Jonas Burgwinkel und dem Bassisten Arne Huber.
Eintritt frei im Schloss Tickets für das Konzert im ehemaligen Pferdestall auf Schloss Agathenburg gibt es u.a. online unter www.schlossagathenburg.de zum Preis von 23, 18 oder 5 Euro. Wer mag, kann den Konzertbesuch mit einem Rundgang durch das Schloss Agathenburg mitsamt der Kunstausstellung LUFTSCHLÖSSER abrunden: Der 3. Mai ist ein „Frei-Tag“ – mit freiem Eintritt und verlängerten Öffnungszeiten bis 20 Uhr.

Rainer Böhm

Rainer Böhm wirkte als Bandleader bzw. Sideman bei mehr als 70 CD-Einspielungen mit und hat sich als international gefragter Pianist einen Namen in der Jazzszene gemacht. Neben seiner Tätigkeit als Pianist unterrichtet er als Professor für Jazzklavier und Ensembleleitung an der Hochschule für Musik in Nürnberg und Mannheim. Seine Musik bewegt sich stilistisch im Bereich Modern Jazz, ist aber gleichzeitig geprägt durch Einflüsse verschiedener anderer musikalischer Stilrichtungen der Moderne. www.rainerboehm.de

Die Reihe „Jazz im Pferdestall“

Bei den Jazzkonzerten im Pferdestall auf Schloss Agathenburg genießen Publikum und Bands die lockere Jazzclub-Atmosphäre mit ländlichem Flair. Schloss Agathenburg und der Künstlerische Leiter Nils Wülker präsentieren in der Reihe „Jazz im Pferdestall“ junge Talente, vertraute Gesichter und auch die großen Namen der Szene geben sich die Ehre. Mit dem NDR Kultur hat die Reihe einen starken Kulturpartner an ihrer Seite. Die Jazzkonzerte im ehemaligen Pferdestall von Schloss Agathenburg haben sich als feste Größe in der norddeutschen Jazzszene etabliert und sind meist restlos ausverkauft.

Schloss Agathenburg | Hauptstraße 45 | 21684 Agathenburg
Mit der S-Bahn von Hamburg aus: S5 Richtung Stade bis Agathenburg
5 Minuten Fußweg von der Haltestelle bis zum Schloss

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Tanz zu Ehren der Gräfin https://www.tiefgang.net/tanz-zu-ehren-der-graefin/ Fri, 12 Apr 2024 22:25:54 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=10731 [...]]]> Am 28. April 2024 wäre die in Stade geborene Gräfin Maria Aurora von Königsmarck 362 Jahre alt geworden. Das wird auf Schloß Agathenburg standesgmäß gefeiert.

„Auroras Geburtstagskonzert“ am Sonntag, 28. April 2024 um 11 Uhr auf Schloss Agathenburg lässt das Zeitalter des Barock in Musik und Tanz wieder aufleben. Nach dem Konzert lädt der Freundeskreis Schloss Agathenburg e.V. das Publikum zu einem Empfang in den Schlosskeller ein.

Musik von Vivaldi, Händel und Bach

Mit besonderen musikalischen Feierlichkeiten hält Schloss Agathenburg jedes Jahr den Geburtstag von Maria Aurora von Königsmarck und ihre Liebe zur Musik in Ehren. 2024 präsentiert das Duo La Vigna „Eine kurze Geschichte des Barock“ in musikalischer Form. Mit Blockflöten, der Laute und der Theorbe spielen Theresia und Christian Stahl Musik von Vivaldi, Händel und Bach.

Jorker Schulklasse zeigt barocken Tanz

Schon vor dem eigentlichen Konzertbeginn kann sich das Publikum in das Zeitalter des Barock versetzen lassen: In Zusammenarbeit mit dem Tanzatelier 41 aus Jork/Moorende studiert die Klasse 10e der Oberschule Jork im Zusammenhang ihres fächerübergreifenden Barockprojekts einen barocken Tanz ein, der vor dem Konzert auf dem Ehrenhof des Schlosses aufgeführt wird. Im Anschluss an das Konzert lädt der Freundeskreis Schloss Agathenburg e.V. zu einem kleinen Empfang ein. Konzerttickets gibt es u.a. online unter www.schlossagathenburg.de zum Preis von 23, 18 oder 5 Euro.

Maria Aurora von Königsmarck (28.4.1662-16.2.1728), die Enkelin des Erbauers von Schloss Agathenburg, genoss zeitlebens ein hohes Ansehen als Expertin für Musik – als Sängerin, Cembalistin, Lautenspielerin, Komponistin und Tänzerin. In ihrer Jugend beeindruckte sie bei musikalischen Darbietungen an Fürsten- und Königshöfen. Als Pröpstin des Quedlinburger Damenstiftes wirkte die Gräfin als Förderin der Musik, insbesondere durch die Unterstützung der Komponisten Reinhard Keiser und Johann Mattheson. Maria Aurora von Königsmarck zu Ehren ist Schloss Agathenburg seit 2015 als frauenORT anerkannt. Die Initiative des Landesfrauenrates Niedersachsen e. V. macht damit auf Orte aufmerksam, die sich durch das Wirken bedeutender Frauen auszeichnen.

Lage und Anfahrt

Schloss Agathenburg
Hauptstraße 45
21684 Agathenburg

Mit der S-Bahn von Hamburg aus: S5 Richtung Stade bis Agathenburg, 5 Minuten Fußweg von der Haltestelle bis zum Schloss.

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Dire Straits auf Gitarre und Cello https://www.tiefgang.net/dire-straits-auf-gitarre-und-cello/ Fri, 05 Apr 2024 22:14:41 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=10722 [...]]]> Mit Gitarre und Cello widmen sich Arne Jansen und Stephan Braun am Freitag, den 19. April, der britischen Rockband Dire Straits.

Das Konzert startet um 20 Uhr und ist Teil der Reihe „Jazz im Pferdestall“ auf Schloss Agathenburg. Vor Beginn kann das Schloss mitsamt der Karikaturenausstellung kostenlos besichtigt werden.

Flohmarkt-Kassette entfacht Leidenschaft für Musik

Mit seinen Jazz-Rock-Interpretationen der Dire Straits nimmt Arne Jansen das Publikum mit auf eine Reise zu den Wurzeln seiner Leidenschaft für Musik. Denn: Der zündende Funke für seine erfolgreiche Karriere als Gitarrist kam mit einer Kassette vom Flohmarkt. Anstatt des gewünschten „Die drei Fragezeichen“-Hörspiels hatte der Vater „Love Over Gold“ der Dire Straits mit dem epischen Opener „Telegraph Road“ gekauft.

„Der Song ‚Telegraph Road‘ ist der Grund, warum ich angefangen habe, Gitarre zu spielen.“
Arne Jansen, Gitarrist und zweifacher ECHO Jazz Gewinner

Auf dem Album „Going Home“ hat Arne Jansen die Songs der britischen Rockband zusammen mit dem Cellisten Stephan Braun neu interpretiert. Mit ganz wenigen Tönen erzählt das Duo zutiefst persönliche Geschichten.

Eintritt frei im Schloss
Wer mag, kann den Konzertbesuch mit einem Rundgang durch das Schloss Agathenburg mitsamt der beliebten Karikaturenausstellung abrunden. Der 19. April ist ein „Frei-Tag“ – mit freiem Eintritt und verlängerten Öffnungszeiten bis 20 Uhr. Wenige Restkarten für das Konzert im ehemaligen Pferdestall auf Schloss Agathenburg gibt es u.a. online unter www.schlossagathenburg.de zum Preis von 23, 18 oder 5 Euro.

Die Reihe „Jazz im Pferdestall“

Bei den Jazzkonzerten im Pferdestall auf Schloss Agathenburg genießen Publikum und Bands die lockere Jazzclub-Atmosphäre mit ländlichem Flair. Schloss Agathenburg und der Künstlerische Leiter Nils Wülker präsentieren in der Reihe „Jazz im Pferdestall“ junge Talente, vertraute Gesichter und auch die großen Namen der Szene geben sich die Ehre. Mit dem NDR Kultur hat die Reihe einen starken Kulturpartner an ihrer Seite. Die Jazzkonzerte im ehemaligen Pferdestall von Schloss Agathenburg haben sich als feste Größe in der norddeutschen Jazzszene etabliert und sind meist restlos ausverkauft.

Tickets: € 23,- / € 5,- erm.
€ 18,- für Mitglieder des Freundeskreises Schloss Agathenburg e.V.

Lage und Anfahrt: Schloss Agathenburg | Hauptstraße 45 | 21684 Agathenburg

Mit der S-Bahn von Hamburg aus: S5 Richtung Stade bis Agathenburg, 5 Minuten Fußweg von der Haltestelle bis zum Schloss.

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„Die drei ???“-Star Jens Wawrczeck liest https://www.tiefgang.net/die-drei-star-jens-wawrczeck-liest/ Thu, 28 Mar 2024 23:49:43 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=10699 [...]]]> Verfilmt von Alfred Hitchcock und gelesen von Jens Wawrczeck: Der Roman „Das Fenster zum Hof“ nun auf Schloß Aagthenburg!

Auszüge aus dem Roman „Das Fenster zum Hof“ garantieren am Donnerstag, den 18. April, um 19.30 Uhr Krimispannung im Pferdestall auf Schloss Agathenburg. Neben der berühmten Stimme eines Sprechers der „drei ???“ ist auch Live-Musik vom Saxophon zu hören.

Sein Gesicht ist den meisten Leuten wohl unbekannt, aber die Stimme erkennt man sofort: Am Donnerstag, den 18. April, um 19.30 Uhr kommt Jens Wawrczeck in den Pferdestall auf Schloss Agathenburg. Der Schauspieler, Sänger und Synchronsprecher erlangte mit seiner Rolle als Detektiv Peter Shaw in der Hörspielserie „Die drei ???“ einen Kultstatus, der bis heute anhält. Seine große Leidenschaft gilt Alfred Hitchcock und den Romanen und Erzählungen hinter den Filmerfolgen, die er in der Lesereihe HITCH & ICH präsentiert.

Auf Schloss Agathenburg geht es diesmal um „Das Fenster zum Hof“ von Autor Cornell Woolrich: Der Blick in die Wohnungen gegenüber ist für Hal Jeffries mit seinem eingegipsten Bein wie Kino. Auf dem Programm stehen Slapstik, Drama – und Mord. Die passende musikalische Untermalung kommt von Vincent Dombrowski am Saxophon. Tickets kosten 22 Euro und sind u.a. unter www.schlossagathenburg.de erhältlich.

Lage und Anfahrt:

Schloss Agathenburg | Hauptstraße 45 |21684 Agathenburg

Mit der S-Bahn von Hamburg aus: S5 Richtung Stade bis Agathenburg, 5 Minuten Fußweg von der Haltestelle bis zum Schloss.

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