Ute Olk https://www.tiefgang.net Wed, 06 Mar 2019 08:13:19 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 Frei wie das Meer https://www.tiefgang.net/frei-wie-das-meer/ Fri, 22 Mar 2019 23:04:54 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4955 [...]]]> Ute Olk hat eine Stimme. Wenn sie spricht, weiß man sofort, sie hat etwas zu sagen. Als Mitglied im Ensemble von „Gutes Theater“ überzeugt sie mit Bühnenpräsens.

Ein unbeschriebenes Blatt ist sie wahrlich nicht: Ute Olk. Bei der 4. SuedLese wird sie am 4. April im Kulturcafé ´Komm du` eine weitere Seite von sich aufblättern.

Tiefgang (TG): Worauf dürfen wir uns freuen, wenn Du bei der „SuedLese“ dabei bist?

Ute Olk: Auf eine facettenreiche, inspirierende, lustvolle Lyrik-Performance.

TG: Das klingt vielversprechend.

Ute Olk: Das stimmt –auf alle Fälle trifft dies für mich zu. Mir macht es jedes Mal eine Riesenfreude, meine Texte vor Publikum zu präsentieren. Sie werden dann lebendig, und ich bin oft selbst überrascht über ihre Wirkung.

TG: Warum ausgerechnet Lyrik – der man doch gemeinhin ein „Nischendasein“ nachsagt…?

Ute Olk: …und ist eine Nische nicht etwas Herrliches …? Menschen hetzen hin und her – dann kommen welche vorbeigeschlendert – schauen links und rechts, entdecken die „poetische Nische“ – staunen, träumen, genießen… Jetzt mal im Ernst – Reim und Dichtung gehören zu mir, seit ich lesen und schreiben kann. Ich liebte Wortspiele, ich träumte in Reimen, so ist es heute noch. Lyrik ist mein Medium, um mir die Welt anzueignen. Dieser „verdichtete“ Blick, die Freiheit des Ausdrucks, ist etwas Wunderbares. Es gibt kein „Richtig“ oder „Falsch“. In unserer Zeit des sich rentieren müssen, verwertbar zu sein, der festgelegten Kennziffer zu entsprechen, ist Poesie geradezu ein Lebensretter.

TG: Dein schauspielerisches Talent kommt Dir dabei sicherlich zu Gute … Die Texte erinnern zum Teil an Robert Gernhardt, Ringelnatz, Mascha Kaleko … und haben diese ganz eigene Färbung.

Ute Olk: Danke für die Blumen! Die von Dir genannten Künstler schätze ich sehr!!

TG: Was freut Dich besonders bei deinen Auftritten?

Ute Olk: Wenn mir am Ende ein „gestandener Mann“ sagt: „Ich bin heute Abend nur mitgeschleift worden und dachte immer, Gedichte sind nur etwas für kleine Mädchen…- aber das war so toll, ich möchte dein Buch kaufen…“

TG: Apropos Buch. Du hast bereits zwei Gedichtbände veröffentlicht, einzelne Gedichte haben Preise bekommen. In Anthropologien finden sich Gedichte von Dir. Was haben wir 2019 von Dir zu erwarten?

Ute Olk: Es stehen weitere Lesungen an – auch über Hamburgs Grenzen hinaus kommen Anfragen –sozusagen „Lyrik to go“… – Außerdem läuft meine Schublade vor „Lose-Blatt“-Sammlung über –die Veröffentlichung des 3. Gedichtbandes naht…

Ute Olk lebt und arbeitet im Hamburger Süden. »Die Inspiration lauert überall« … ist ihr Credo. So kann das morgendliche Staubkörnchen sie bereits in lyrische Hochstimmung versetzen. Sie rezitiert ihre Gedichte gekonnt und facettenreich vor der stetig wachsenden Fangemeinde. »Kann das Wort den Stein erweichen – Silben singen in den Fugen.«

Termin bei der 4. SuedLese: Do., 4. April, 20h, Kulturcafé Komm du, Buxtehuder Str. 13,21073 Hamburg-Habrug, www.komm-du.de, Eintritt frei, Hutspende erbeten!

Bisher im Handel:

Rosaroter Mond, Engelsdorfer Verlag, ISBN: 9783862682447

Wortmetz, Engelsdorfer Verlag, Preis: 8.80,- €; ISBN: 9783960084907

(Das Interview für ´Tiefgang` führte Sonja Alphonso)

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KUNST zum Lachen https://www.tiefgang.net/kunst-zum-lachen/ Fri, 11 Jan 2019 23:17:55 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4734 [...]]]> Die Französin Yasmina Renz landete in den 90er mit dem Theaterstück ´KUNST` einen Welterfolg. Nun kommt es in Harburg auf die Bühne und verspricht geistreiche Einsichten.

»Kunst« ( im franszösischen Originaltitel: « Art ») ist ein Theaterstück der französischen Autorin Yasmina Reza. Es wurde 1994 in Paris erstmals aufgeführt und wurde alsbald zu einem Welterfolg, erhielt mehrere Preise und wurde derweil in über 40 Sprachen übersetzt. Die Theatergruppe „Gutes Theater“ führt es nun am Freitag, den 18. Januar um 20h in der „3falt – Kunst, Kultur, Kreativität“ auf und besser könnte es kaum passen.

Denn die ehemalige Dreifaltigkeitskirche in der Neuen Straße 44 wird gerade auf eine mögliche kulturelle Umnutzung hin erprobt und eine Theateraufführung war bisher noch nicht Bestandteil des Programms. Aber auch das Stück „Kunst“ passt inhaltlich kaum besser ins Konzept der „3falt“, da hier alle Kulturgenres ein Zuhause finden sollen und für die Bildende Kunst gar bald eine Kunstleihe an den Start geht. Die Diskussion um den Umgang mit Kunst kommt da also im Grunde gerade recht.

Aber worum geht es bei „KUNST“? Um eine langjährige Freundschaft dreier Männer, die durch ein Bild auf die Probe gestellt wird. Denn einer hat ein „weißes Bild mit weißen Streifen“ für sage und schreibe 200.000 Francs gekauft und verteidigt sich und seine Entscheidung zum Kauf. Ein Zweiter attackiert ihn und der Dritte versucht letztlich zu vermitteln. Die langjährige Freundschaft des Trios gerät ins Wanken.

Eine brillante Komödie  zum Lachen; die auch das Lachen zum Thema hat. Die Autorin: „Das Drama von „Kunst“ ist ja nicht, dass Serge das weiße Bild kauft, sondern dass man mit ihm nicht mehr lachen kann.“ Und ergänzt: „Die Geschichte ist mir passiert mit einem Freund, der ein weißes Bild gekauft hat. Er ist Dermatologe, und ich habe ihn gefragt: ‚Wieviel hast du dafür bezahlt?‘ Und er hat geantwortet: ‚Zweihunderttausend Francs.‘ Und ich brüllte vor Lachen. Er allerdings auch. Wir sind Freunde geblieben, weil wir lachten. Als er das Stück las, lachte er auch. Es hinderte ihn nicht daran, sein Bild weiterhin zu lieben.“

Hätten Sie gewusst, wie viele Werke des zeitgenössischen Künstlers Antrios derzeit im Pariser

Centre Pompidou ausgestellt werden? Vier. Die jetzige Gruppe „Gutes Theater“ (ehem. „Kurz vorm Durchbruch“) erzählt nun in seiner aktuellen Produktion nach Yasmina Rezas Stück „Kunst“ von diesen drei Freunden, die sich entzweien über die Einzigartigkeit des Bildes „Weiße Linien auf weißem Grund“. Und als Arbeitsmotto titulieren sie es mit „Vorsicht! Schauspiel-Kunst in der 3falt.“

Aber zur Entwarnung: es ist eine Komödie! Mit bissigem Tiefgang über mangelnden Humor und das mögliche Ende einer wunderbaren Freundschaft. Denn Kunstkenner wussten es natürlich schon: den Maler Antrios gibt es im echten Leben natürlich gar nicht.

»Kunst« („Art“) ist nach „Gespräche nach einer Beerdigung“ (1988) und „Reise in den Winter“ (1990) das dritte Bühnenwerk von Yasmina Reza. KUNST das weltweit meistgespielte, neuzeitliche Theaterstück.

Yasmina Reza (Jahrgang 1959, geboren in Paris) begann ihre künstlerische Laufbahn als Schauspielerin, wurde aber vor allem als Autorin von Theaterstücken, Romanen und Drehbüchern bekannt. Ein weltweites Publikum erreichte sie auch mit ihrem Stück „Der Gott des Gemetzels“, das 2011 von Roman Polanski mit Jodi Foster, Christoph Waltz, Kate Winslet und John C. Reilly verfilmt wurde.

Die Jeanne wird von Ute Olk gespielt. Ute lebt und arbeitet in Harburg. „Die Inspiration lauert überall“ ist ihr Credo. Ute schreibt Gedichte, die sie auch veröffentlicht. Aktuell ist ihr Lyrikband „WortMetz“ im Engelsdorfer Verlag erschienen. Bereits das morgendliche Staubkörnchen kann sie in lyrische Hochstimmung versetzen. Ihre Gedichte rezitiert Ute facettenreich und mit musikalischer Begleitung vor wachsender Fangemeinde immer wieder an stimmungsvollen Abenden in der Harburger Kulturszene.

Bernd Janeke spielt den Yvan. Bernd lebt in Heimfeld und arbeitet in Hamburg. Er hat erfolgreich ein Studium der Religionswissenschaften abgebrochen, singt aber noch im Gospelchor und zieht Inspiration aus Fakten, deren unterhaltsamer Chronist er im Alltag und in den Produktionstagebüchern der Theatergruppe ist. Musikalische Eigenkompositionen schlummern haufenweise in seinen Schubladen. Zum Veröffentlichen hat er sich aber noch nicht hinreißen lassen.

Regisseur Fernando Zietek gibt den Serge. Fernando ist Heilpraktiker, lebte früher in Argentinien, wurde aber in Brasilien zum Schauspieler geboren. Und inspiriert seither alle Menschen um ihn herum zum Spielen in der Öffentlichkeit. Auf allen möglichen Bühnen in und um Hamburg, zuletzt am Kellertheater und der Kulturwerkstatt Harburg. Das ist eine sehr schöne Arbeit. Und Erfüllung genug.

Der Eintritt zum KUNST-Erlebnis am 18. Januar in der 3falt; Neue Straße 44, 21073 HH, beträgt 10,- € pro Kennernase betragen.

Weiterführend siehe auch das Interview auf ´Tiefgang` mit Fernando Zietek.

 

 

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Staubkörner als Inspiration https://www.tiefgang.net/staubkoerner-als-inspiration/ Fri, 16 Mar 2018 23:18:59 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=3314 [...]]]> Über Jahre hat Alexandra Seils wesentlich zum künstlerischen Schaffen in Harburg beigetragen. Nun verabschiedet sie sich mit einem Wochenende und einigen Überraschungen.

„Zeichnen ist Sprache für die Augen, Sprache ist Malerei für das Ohr.“ Diese Worte von Joseph Joubert waren Inspiration und Antrieb zu einem Wochenende voller Kunst und Kultur, das die Künstlerin Alexandra Seils Harburg zum Abschied schenkt. Seils hatte jahrelang ihren künstlerischen Mittelpunkt in ihrem Atelier am Reeseberg und war ebenso jahrelang fester Bestandteil des Harburger Kulturtages. (´Tiefgang` berichtete).

„Die Inspiration lauert überall.“ Das ist das Credo von Ute Olk. So kann das morgendliche Staubkörnchen sie bereits in lyrische Hochstimmung versetzen. Sie rezitiert ihre Gedichte gekonnt und facettenreich. Wer sie einmal erlebt hat, möchte sie das zweite Mal nicht verpassen.

Die Gedichte von Ute Olk sind voll mit Träumereien und klugen Gedanken. Manche beschreiben das Alltägliche, manche das wunderbare. Sie entlocken dem Leser viele Facetten zwischen Schmunzeln und Nachdenken.
Alexandra Seils haben diese Worte zu neuen Zeichnungen inspiriert. Mit Kreide und Tusche wandert sie durch die Gedichte und gibt kleine stille und fröhliche Momente wieder

Am Freitag 23. März um 19.30 Uhr wird Lyrik zum Anfassen in Malerei und Musik (Hajo Troch, Gitarre) eingebettet. Ute Olk trägt neue und beliebte Gedichte vor.
Eintritt 9,- €, ermäßigt 4,50 € (für Schüler, Studenten und Geringverdiener)
Am Samstag, 24. März zwischen 11 und 18 Uhr ist dann die Ausstellung pur mit neuen Zeichnungen und Malarbeiten von Alexandra Seils zu sehen.
Am Sonntag, 25. März ab 11 Uhr gibt es eine Matinee mit „Lyrik zum Anfassen“ von Ute Olk eingebettet in Malerei von Alexandra Seils.
Eintritt 9,- €, ermäßigt 4,50 € (für Schüler, Studenten und Geringverdiener)
Ab 13 Uhr ist dann die Ausstellung bei freiem Eintritt zu besuchen.
Die Eintrittskarten für Lyrik zum Anfassen können Sie per Mail unter kunst@alexandraseils.de oder per Telefon 040/764 32 55 bestellen.
Lyrik zum Anfassen findet in einem kleinen, persönlichen Rahmen statt. Daher ist es ratsam, rechtzeitig Karten zu bestellen.

Ort: Atelier Alexandra Seils, Reeseberg 3, 21079 Hamburg

Und was macht Alexandra Seils?

Sie wurde im schleswig-holsteinischen Wesselburen geboren, arbeitete von 1994 bis 2011 freiberuflich als Grafikerin, Webdesignerin und Illustratorin. 2005 kam zudem die Tätigkeiten als freiberuflich arbeitende Künstlerin und Leiterin von Kinder- und Erwachsenenmalkursen im eigenen Atelier dazu.

Arbeitsaufenthalte führten sie u.a. nach Dänemark, in die USA und Frankreich. Seit 2011 ist hauptberuflich als Künstlerin tätig und lebte und arbeitete in Hamburg. Nun zieht es sie weg. Einer der Gründe: sie fand mit Ihrem man ein passendes Wohnhaus in Lübeck zu Preisen, die in Hamburg nicht mehr denkbar sind. Und: sie wird künftig Malreisen anbieten.

„Abstand zu nehmen tut gut – nicht nur im Alltag. Übertragen auf die eigene Malerei heißt das, wenn es mal nicht weiter geht, stelle ich mein Bild weit entfernt auf oder schaue es ein paar Tage gar nicht an. Dann weiß ich meistens weiter“, so Alexandra Seils. Auf den Malreisen gibt Seils Einblicke in ihr Schaffen und über die Herangehensweise ihrer Malerei. Sie bestärkt die Teilnehmer einen eigenen Ausdruck zu finden und begleitet sie durch die kreative Auszeit. Infos und Termine zu den Kursen, die in Deutschland aber auch der Antarktis oder Dänemark statt finden: www.artistravel.eu

Aber noch eine Überraschung für die Kunstszene Harburgs hat sie. Denn sie wird das Atelier nicht gänzlich auflösen. Und so macht sie der Kunstszene ein Geschenk, denn sie bietet es nun zur Untermiete an.

Das Atelier hat eine Größe von ca. 25qm, das gesamte Objekt hat ca. 60qm. Interessierte haben nun die Chance, sich am Wochenende die Räume vor Ort anzuschauen und/oder aber direkt bei Alexandra Seils anzufragen: 040-7643255, www.AlexandraSeils.de, kunst@AlexandraSeils.de

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