Live Concert Account – Tiefgang https://www.tiefgang.net Kultur, Politik, Kulturpolitik und mehr Thu, 20 Dec 2018 16:21:16 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 Hamburger Clubstiftung hat Jahresbericht 2017 vorgelegt https://www.tiefgang.net/hamburger-clubstiftung-hat-jahresbericht-2017-vorgelegt/ Fri, 21 Dec 2018 23:14:18 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4663 [...]]]> Seit acht Jahren gibt es eine Stiftung von und für privatwirtschaftende Musikclubs. Ihre Arbeit trägt ganz erheblich zum Image der Musikstadt Hamburg bei. Das belegen auch die Fakten für 2017.

Der Jahresbericht der Clubstiftung (genauer „Stiftung zur Stärkung privater Musikbühnen Hamburgs“) für 2017 ist da!

Der veröffentlichte Jahresbericht 2017 der Stiftung zur Stärkung privater Musikbühnen informiert darüber, was die Stiftung tut, wie sie organisiert ist, und was durch ihre Arbeit in der Club- und Musiklandschaft Hamburgs im Jahr 2017 bewirkt werden konnte.

Die Highlights des Jahres in Kurzform:

FairTix – das Ticketing der Clubstiftung hat seit der Einführung 2011 stetig wachsende Nutzer*innenzahlen zu verzeichnen. In 2017 wurde mit 47.750 verkauften Tickets eine neue Bestmarke erreicht. Dank einer Zusatzspende von TixforGigs konnten nun erstmalig 50.000 Euro als Einnahme durch FairTix verzeichnet werden, was einer Steigerung von 11 % im Verhältnis zum Vorjahr entspricht.

Insgesamt wurden neue Förderanträge mit einer Darlehenssumme von 130.826,04 Euro bewilligt. So konnten sich mit Hilfe der Clubstiftung sechs Musikclubs neue Ton- und Veranstaltungstechnik anschaffen. Der Fördertopf für Rechtsberatungen wurde 2017 insgesamt auch sechs Mal in Anspruch genommen und dabei so unterschiedliche Fragen, wie beispielsweise zu Arbeitsverträgen, Besucherkapazität oder Gaststättenkonzession klären.

In Sachen Umweltschutz und Energieeffizienz wurden zweckgebunden 1.740,20 Euro an den Monkeys Music Club gespendet und damit ein Einsparpotenzial von 4.000 kWh pro Jahr ermöglicht.

Des weiteren wurde das Fort- und Weiterbildungsangebot der Club-Academy ausgebaut, so fanden 2017 acht Veranstaltungen mit für die Clubszene relevanten Themenschwerpunkten statt.

Des Weiteren diente die Clubstiftung wiederholt als Abwicklungsstelle für den Live Concert Account (LCA). Private Musikclubs und Musikinitiativen werden in diesem einmaligen Strukturförderungsmodell je nach Anzahl ihrer Live-Konzerte finanziell unterstützt. Durch eine Aufstockung der Gesamt-Fördersumme um 100.000 Euro auf insgesamt 250.00 Euro konnten 2017 ganze 51 Anträge bewilligt werden. Zudem wurden drei Clubsanierungen im Sanierungsfonds Hamburg 2020 mit einem Volumen von 210.000 Euro über die Stiftung abgewickelt.

Für weitere Inhalte und Details: Jahresbericht 2017 hier herunterladen.

 

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Ein Hoch auf Live! https://www.tiefgang.net/ein-hoch-auf-live/ Fri, 06 Jul 2018 22:03:17 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=3851 [...]]]> Live-Konzerte kosten mehr als sie bringen. Das war vor mehr als zehn Jahren ein Statement  von Clubbetreiber*innen bei einem Brunch der damaligen Kultursenatorin von Welck. Daraus wurde der „Live Concert Account“ und ist seither eine feste Größe …

Früher wurden Clubs mit „Prämien“ ausgezeichnet für vermeintliche tolle Programme des Vorjahres. Warum der eine Club prämiert wurde und der andere nicht, verstanden selbst die Prämierten damals nicht und schlugen vor, sich lieber an zählbaren Fakten zu orientieren. Herauskam der „Live Concert Account“ – als Schlüssel für die Berechnung von Anzahl und Kosten von Konzerten. Und er ist mittlerweile zu einer der besten Fördermodelle der Republik geworden. Weil fair und umfassend, so dass es wieder Spaß macht, Konzerte zu veranstalten.

Das hat über die Jahre auch die Kulturbehörde verstanden und gibt regelmäßig ihren Teil dazu. Der andere kommt von den Clubs und ihrer eigenen Stiftung selbst.

In der Pressemittelung  der Behörde für Kultur und Medien heißt es nun:

„Stadt erhöht bundesweit einzigartige Unterstützung für kleinere private Musikbühnen auch künftig von 150.000 auf 250.000 Euro

Die Stiftung zur Stärkung privater Musikbühnen Hamburg – kurz Clubstiftung – und die Behörde für Kultur und Medien haben jetzt eine neue Förderrunde des Live Concert Accounts (LCA) gestartet. Die Behörde für Kultur und Medien hat die regelmäßige Fördersumme wie im Vorjahr von 150.000 auf 250.000 Euro erhöht. Dies wird nach einem entsprechenden Beschluss der Hamburgischen Bürgerschaft auch zukünftig gewährleistet sein. Damit wird Livemusikkultur in Hamburg langfristig substanziell unterstützt.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Die Hamburger Livemusikclubs sind ein wichtiger Bestandteil der Musikszene Hamburgs. Clubs sind Orte an denen Musikkultur greifbar wird. Viele junge Talente treten zuerst hier auf. Die Clubs leisten so auch einen wichtigen Beitrag zur Nachwuchsförderung. Der Live Concert Account hat sich zu einem der wichtigsten Förderinstrumente für die vielfältige Musikszene in Hamburg entwickelt. Gemeinsam mit dem Clubkombinat und RockCity entwickelt, lebt der Account wesentlich von der Solidarität unter den Clubs. Mit der langfristigen Erhöhung der Mittel für den Live Concert Account wollen wir die lebendige Clubkultur Hamburgs ausbauen.“ 

Karsten Schölermann, 1. Vorsitzender Clubstiftung: „Der LCA investiert unmittelbar in die kreativen Freiräume für Künstlerentwicklung. Damit steigt die Bereitschaft Konzerte zu realisieren, die nicht wirtschaftlich sind und leistet Entwicklungshilfe für viele Nachwuchskünstler. Dass die Bürgerschaft dieses Instrument zur Stärkung der privaten Musikbühnen im zehnten Jahr des Bestehens über die Regierungsfraktionen hinaus für die nächsten Jahre beschlossen hat, ist ein wichtiges kulturpolitisches Signal.“

Der Live Concert Account (LCA) ist ein Fördermodell für Hamburger Livemusik-Spielstätten, das gemeinsam von der Behörde für Kultur und Medien, dem Clubkombinat Hamburg e. V. und RockCity Hamburg e. V. – auch im Dialog mit der GEMA – entwickelt wurde. Dieses Förderinstrument für Livemusik ist in seiner Form bundesweit einmalig: Die jeweilige Förderung pro Club wird im Kern auf der Grundlage der entrichteten GEMA-Vergütungen des Vorjahres bemessen und anhand eines Verteilungsschlüssels errechnet. Mittels dieser Quote wird im Verhältnis zur verfügbaren Fördersumme direkt an die Antragssteller ausgeschüttet. Das bedeutet: Je mehr Konzerte, desto höher die Förderung.

Im letzten Jahr konnten 51 Hamburger Clubs und Musikinitiativen vom Live Concert Account profitieren. Wie in den vergangenen Jahren auch, kann sich das endgültige Förderbudget durch private Spenden und ergänzende Mittel aus dem sogenannten FairTix Ticketing der Clubstiftung noch erhöhen.

Die Antragsunterlagen sind ab sofort online verfügbar und können bei der Clubstiftung eingereicht werden. Die Antragsfrist endet am 1. September 2018.“

Antragsunterlagen und weitere Informationen unter

hamburg.de/bkm und clubstiftung.de

Quelle: www.hamburg.de/bkm

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Das Recht auf Club! https://www.tiefgang.net/das-recht-auf-club/ Fri, 22 Dec 2017 23:15:38 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=2770 [...]]]> Letzte Woche veröffentlichten wir den Aufruf #FutureCityHH. Darin werden bessere Bedingungen für Musikclubs in der wachsenden Metropole gefordert. Heute zeigen wir die konkreten Bedingungen.

Hamburg wächst rasant, die Mieten steigen und der Verdrängungswettbewerb wird von einkommensstarker Klientel bestimmt. Hamburger Musikclubs kämpfen daher massiv mit Lärmbeschwerden, Mietsteigerungen, wachsenden Behördenauflagen und auch steigenden GEMA-Aufwendungen. In dem Aufruf des Hamburger Branchenverbandes (´Tiefgang`berichtete letzte Woche zum Start der Petition: „Völker hört die Musikclubs!“) heißt es daher: „Wenn wir jetzt nichts tun, gibt es Deinen Lieblingsclub vielleicht bald nicht mehr und die Ausgehviertel werden geprägt von Musik aus der Konserve oder wandern ab an den Stadtrand, wo Mieten eventuell noch bezahlbar sind. Das willst Du nicht? Wir auch nicht! Wir wollen Musikclubs in Hamburg eine Zukunft geben, in der Musikvielfalt das Herzstück bildet. Eine Zukunft, in der sich junge KünstlerInnen auf kleinen, kreativen Bühnen ausprobieren, Neues wagen können und in der Du Abend für Abend und Nacht für Nacht durch die Stadt ziehen und immer wieder etwas Besonderes entdecken kannst.“

Aber wie genau soll das funktionieren? Was genau könnte Politik tun, um der Lage Herr zu werden?

„Kultur(frei)räume“ etablieren

Das Clubkombinat fordert etwa: „Kultur(frei)räume“ und meint damit, dass bestehende Kulturräume besser geschützt und neue Freiräume leichter nutzbar gemacht werden müssten. Ein Abriss wie vor einigen Jahren beim Molotow auf der Reeperbahn jedenfalls wäre vielleicht ebenso verhinderbar gewesen wie die Schließung des Harburger Traditionsclubs ´Consortium`, das zum Hebammen-Café werden sollte. Benötigt würde, so der Verband, eine referatsübergreifende Arbeitsgruppe “Kultur(frei)räume” mit Vertretern aus der Behörde für Stadtentwicklung, Umwelt und Energie, Gesundheitsbehörde, Kultur und Medien, Finanzbehörde, Kreativgesellschaft, Bezirksämtern, den Bauämtern und eben des Clubkombinats. Diese soll dann die vielen Handlungsfelder Stück für Stück und konstant voranbringen. In akuten Fällen soll mit der Task-Force auch schnell und behördenübergreifend Hilfestellung geleistet werden. Im Dialog sollen so auch Verfahren für neue Flächenakquisen, die Einrichtung eines Club-Katasters wie in Berlin, Lösungen für ein Beschwerdemanagement, effizientere Genehmigungsprozesse im Bau- und Gewerberecht und eine Vereinfachung von Sonder- und Zwischennutzungen erarbeitet werden. „Eine Folge dieses Austausches sollte auch eine reichhaltige und lebendige Free Open Air-Szene sein, die von vereinfachten Genehmigungsverfahren und vielfältigen Flächenangeboten profitiert“, heißt es.

Mehr Open Air-Flächen für Musiknutzungen

Und so zielt eine weitere Forderung auf mehr Open Air-Flächen für Musiknutzungen. So wollen Hamburgs Musikclubs in einer Gemeinschafts- und Solidaraktion unter dem Arbeitstitel FutureMusicPlaza die wachsenden Umsatzlücken des jährlichen Sommerlochs verkürzen und gleichzeitig das Kulturangebot ausweiten. „Die langfristige Überlassung geeigneter Freiluftveranstaltungsfläche/n mit einem symbolischen (Erbbau)Pachtvertrag zur Selbstverwaltung durch das Clubkombinat ist dafür erforderlich“, so die Forderung.

Fonds für Lärmschutz & grüne Energie

Ja und auch ökologisch verträglich sollen die Musikclubs werden, können es aber aus eigener Kraft kaum stemmen. So solle die Hamburger Politik Zuschüsse in Höhe von jährlich 2 Mio. EUR für zwei niedrigschwellige Förderprogramme gewähren, die eine Landesförderung für dringende Bedarfe von Musikspielstätten für Lärmschutz- und Ressourceneffizienzmaßnahmen vorsehen. Als Abwicklungsstelle könne die Stiftung zur Stärkung privater Musikbühnen Hamburg dienen, die bereits Erfahrungen beim Sanierungsfonds Hamburg 2020 gesammelt hat.

Möglichkeiten, Gewerbeleerstände kreativ zu nutzen

Hamburg benötige, so die Clubmacher, als Stadt mit hoher Bevölkerungsdynamik ein stetiges Monitoring-Verfahren, das die räumlichen Verfügbarkeiten und Entwicklungen von Musikclubs, Bandübungsräumen, Studios und Open Air-Flächen kontinuierlich dokumentiert und in Berichtsform jährlich aufbereitet. „Hierfür erscheint uns die Einrichtung eines „Kultur(Frei)räume-Katasters“ geeignet. Ein derartiges Planungsmonitoring ist erstrebenswert, um Angebote und Nachfrage zu verknüpfen und neue standörtliche Entwicklungstendenzen frühzeitig zu erkennen. Nach Errichtung einer solchen Plattform ließe sich ein Verfahren zur aktiven Flächenausweisung (z. B. durch die Finanzbehörde, LIG und SpriAG) implementieren, das nutzbare Veranstaltungsflächen (Langzeit- und temporäre Zwischennutzungen) auflistet. Zudem erhielten die Behörden auf Bezirksebene für Neubauvorhaben ein Tool, um nach dem Rücksichtnahmegebot umliegende Kulturbetriebe abzuprüfen.“

Radiobeitrag: Thore Debor, Geschäftsführer vom Clubkombinat Hamburg im Gespräch mit Mascha Drost im Deutschlandfunk

Als Beispiele solcher Monitoringverfahren werden das Berliner Clubkataster, die Londoner Grassroot Music Venues, die Initiative OpenBerlin oder auch der Leerstandsmelder angeführt.

Bezahlbare Werbeflächen

Auch um die Werbung und Wahrnehmung von Musikclubs sorgt sich der Aufruf. „Musikclubs benötigen als Kleinstkulturveranstalter mehr bezahlbare Plakatierungsflächen – hauptsächlich in den Szenevierteln Hamburgs. Die Bereitstellung von Finanzmitteln aus dem laufenden Stadtvertrag, u.a. für zusätzliche Kulturflächen durch die Vergrößerung bestehender bezirklicher Werbeanlagen, wäre ein erster Schritt.“ Und auch die Änderung der Hamburger Bauordnung, welche Brückenwerbung für Kultur im Gegensatz zu anderen Städten wie Hannover, Bremen oder Kiel verbiete, sei ein weiteres Ziel.

Keine Pflichtgebühren für unnötige Parkplätze

Ein immer wiederkehrendes Thema ist auch die sogenannte Stellplatzabgabe, die auch Musikclubs an die Bezirke abführen müssen, so sie nicht ausreichend Parkplätze vorhalten können. Konkret: „Clubgänger kommen in den seltensten Fällen mit dem Auto. Fast alle Clubs sind problemlos mit dem ÖPNV zu erreichen. Daher fordern wir – analog wie jüngst beschlossen beim Wohnungsbau – die generelle Abschaffung der Stellplatzabgabe für kulturelle Musikclubs bis zu einer Größe von 1.000qm.“

Ausbau der Strukturförderung für Musikspielstätten & Veranstalter

Und da das Clubkombinat schon in mehreren Bereichen durchaus kulturpolitisch Erfolge aufweisen kann – etwa mit dem „Live Concert-Account“ zur Förderung von Live-Konzerten, wollen die Petitionsinitiatoren dies gewürdigt und ausgebaut wissen. „Die in Hamburg etablierte Infrastrukturförderung für private Musikclubs – der jährliche Live Concert Account (LCA) – gilt es, als Sockelförderung von aktuell 150.000 € auf 1 Million € pro Jahr aufzustocken. So kann künftig in einem Future Music Fonds auch die Förderung für kleine Nachwuchskonzerte und experimentelle Tanzveranstaltungen erreicht und stark ausgeweitet werden. Zielgröße ist eine Fördersumme als Produktionskostenzuschuss von 200 € pro förderfähiger Veranstaltung, um Künstler und Veranstalter gleichwertig zu unterstützen. Damit würden sich die Förderquoten an jahrzehntelange Förderpraxis von Einzelprojekten (z.B. von ca. 3,60 EUR pro Besucher) angleichen und eine gerechtere Verteilung ergeben. Gegenwärtig liegt der Vergleichswert im Live Concert Account für alle beantragenden Musikspielstätten bei ca. 0,20 € pro Besucher.“

Videobeitrag: Thore Debor, Geschäftsführer vom Clubkombinat Hamburg im Gespräch mit Verena Vorjohann von HH1.

Durchaus also alles Forderungen, die zu diskutieren der Stadt Hamburg gut stünde. Und vermutlich kommt man auch dauerhaft nicht drumherum. London, Amsterdam und Paris als ähnliche europäische Metropolen jedenfalls sehen bereist akuten Handlungsbedarf. Wachsen will eben – auch als Metropole – gelernt sein.

Die gesammelten Unterschriften der Petition sollen letztlich dem Ersten Bürgermeister Olaf Scholz übergeben werden. „Es geht um den gesellschaftlichen Wert von Musikclubs als soziale und kulturelle Orte. Wie wollen wir bestehende musikalische Bühnen für Freiräume, Experimente, Kreativität und musikalische Innovationen zu erschwinglichen Preisen erhalten, wie neue Räume schaffen?“, so die entscheidende Frage, die nicht nur von den Clubs beantwortet werden kann.

Weiterführender Link: clubkombinat.de  zur Petition: openpetition.de/futuremusiccity

 

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Fördern und gefördert werden https://www.tiefgang.net/foerdern-und-gefoerdert-werden/ Sat, 20 May 2017 05:45:28 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=1157 [...]]]> Kleine Musikclubs sind die Kinderstuben der Stars von Morgen. Das war der StarClub für die Beatles ebenso wie das alte Knust in der Brandstwiete für R.E.M.. Das gehört gefördert. Sagen die Clubs, aber auch der Senat.

Und so haben zum neunten Male die Stiftung zur Stärkung privater Musikbühnen Hamburg – kurz Clubstiftung – und die Behörde für Kultur und Medien jetzt das Antragsverfahren für die neuerliche Förderrunde des Live Concert Accounts (LCA) gestartet.

Die Förderung richtet sich an Musikclubs und Musikinitiativen mit festem Spielort in Hamburg, die

  • seit mindestens einem Jahr vom derzeitigen Betreiber geführt werden und
  • jährlich mindestens 24 Livemusik-Konzerte veranstalten
  • die keine institutionelle Förderung bekommen und
  • deren Gesamtveranstaltungsfläche nicht größer als 500 Quadratmeter ist bzw.
  • deren Kapazität nicht über 1000 Personen fasst.

                                   250.000 € stehen zur Verfügung

Nachdem bereits im letzten Jahr die Rekordzahl von 52 Musikclubs Fördergelder von der Stadt erhalten hat, stehen in diesem Jahr durch eine einmalige Erhöhung um 100.000 Euro (von 150.000 auf 250.000 Euro) so viel Mittel wie nie zuvor bereit, um Clubkonzerte zu unterstützen. Weitere Spenden der Clubstiftung werden insbesondere die Talententwicklung als wichtigen Teil der Livemusik-Kultur zusätzlich befördern.

Bereits im vergangenen Jahr wurde das regelmäßige Budget der Behörde für Kultur und Medien für den LCA von jährlich 150.000 Euro durch zusätzliche Mittel in Höhe von 50.000 Euro angehoben. Zusätzlich brachte die Clubstiftung 15.000 Euro aus dem FairTix-Ticketing für den LCA als Direktspende ein. Dank einer Spende des privaten Musikunterstützers Jan Szlovak von 20.000 Euro konnte die gesonderte Unterstützung von Nachwuchskonzerten (sogenannte „LCA+“) ausgebaut werden, so dass 2016 insgesamt 235.000 Euro zur Verfügung standen.

„kleine Musikclubs unverzichtbar“

Kultursenator Carsten Brosda (Foto: clubkombinat)

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Der Live Concert Account hat sich in den letzten neun Jahren als Förderinstrument sehr bewährt und wird im kontinuierlichen Dialog mit der Szene weiterentwickelt. Die solidarisch eingebrachten Anteile aus dem clubeigenen Ticketing wie auch die großzügige private Spende zeigen, dass der LCA insgesamt ein Erfolgsmodell ist. Wenn wir wie in diesem Jahr die Möglichkeit haben, das vorgesehene Budget aufzustocken, so tun wir das gerne, weil es unmittelbar der Veranstaltung von Livemusik in den so unverzichtbaren kleineren Musikclubs und der musikalischen Vielfalt in Hamburg dient.“

Leithammel der Clubs: Karsten Schölermann (Foto: Knust)



Karsten Schölermann, 1. Vorsitzender der Clubstiftung, unterstreicht die Bedeutung der Hamburger Club-Förderung: „Zwei Drittel der geförderten Konzerte sind Kleinstkonzerte, die wir im Rahmen des LCA-PLUS-Konzeptes gesondert fördern. Kleinere Konzerte mit geringem Eintritt und wenigen Besuchern haben einen besonderen Stellenwert bei der Entwicklung neuer Talente und sind somit besonders förderungswürdig. Damit können insbesondere die kleinen Vielveranstalterclubs in ihrer Kulturarbeit zusätzlich unterstützt werden.“

Je mehr Konzerte, desto höher die Förderung

Der Live Concert Account (LCA) ist ein Fördermodell für Hamburger Livemusik-Spielstätten, das gemeinsam von der Behörde für Kultur und Medien, dem Clubkombinat Hamburg e. V. und RockCity Hamburg e. V. entwickelt wurde. Dieses Förderinstrument für Livemusik ist in seiner Form bundesweit einmalig: Die jeweilige Förderung pro Club wird im Kern auf der Grundlage der entrichteten GEMA-Vergütungen des Vorjahres bemessen und anhand eines Verteilungsschlüssels errechnet. Mittels dieser Quote wird im Verhältnis zur verfügbaren Fördersumme direkt an die Antragssteller ausgeschüttet. Das bedeutet: Je mehr Konzerte, desto höher die Förderung.

Die Antragsunterlagen sind ab sofort online verfügbar und können bei der Clubstiftung eingereicht werden.
Anträge stellen:

Die Clubs können ihre Anträge bei der Stiftung zur Stärkung privater Musikbühnen Hamburg (Clubstiftung) einreichen, die die Abwicklung des Verfahrens für die Clubs übernimmt.

Die Antragsfrist endet am 1. September 2017 (Poststempel).

Antragsunterlagen und weitere Informationen unter
hamburg.de/bkm und
clubstiftung.de
Weitere Informationen finden Sie unten im Download oder direkt bei der:

Stiftung zur Stärkung privater Musikbühnen Hamburg
Kastanienallee 9
20359 Hamburg
Tel.: 040-235 18 777
Fax: 040-235 18 885
E-Mail: kontakt@clubstiftung.de
stiftung-private-musikbuehnen-hamburg.de

(19. Mai 2017, hl)

Weiterführend: Wie steht es um die Clubszene in Hamburg?

Ein Video, produziert 2013 im Rahmen des Projektseminars „Musikproduktion in der Stadt. Feldforschung zwischen künstlerischem Prekariat und städteplanerischen Zukunftsstrategien“ unter der Leitung von Robin Kuchar an der Leuphana Universität Lüneburg.

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Ohne Eintritt heisst nicht ohne Kosten https://www.tiefgang.net/ohne-eintritt-heisst-nicht-ohne-kosten/ Sat, 21 Jan 2017 16:36:22 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=507 [...]]]> Der Laden brummt, der Schweiß tropft, die Band rockt! Und doch außer Spesen nichts gewesen?

Im Unterschied zu Museen oder Theatern werden die über Live-Musikclubs nicht zur Hochkultur sondern eher zur Unterhaltungsbranche gezählt. Über den kulturellen Anspruch kann man sicher und immer streiten. Nicht aber, dass diese meist privat wirtschaftenden und daher ungeförderten Liveclubs die Konzerte im Grunde selbst bezuschussen. Nämlich durch die Gastronomie. Woran mag das liegen?

Im Grunde eine Rechengeschichte. Beleuchten wir es mal aus Sicht eines Clubs. Ein Club also mit Kapazitäten für sagen wir mal 100 Leute – also ein recht kleiner. Er hat eine gute Akkustik und macht sich zu eigen, ausschließlich Singer- und Songwriter-Club sein zu wollen. Große Technik braucht er also nicht, wohl aber eine Verstärkung für Gesang und Ansagen. Den können die Musiker selbst einstellen, technisches Personal ist also nicht nötig.

Nehmen wir an, dieser Club nimmt dafür  10,- € Eintritt. Mehr würden die meisten Leute wohl auch nicht für einen singenden Gitarrenschläger zahlen wollen. Der Laden wird halb voll, er hat also bei vollem Eintritt (meist wird nach Konzertbeginn der Eintritt aber leicht reduziert) 50 Tickets à 10,- € verkauft. 500,- € Einnahme. Klingt erstmal gut.

Davon gehen nun ab: Mehrwertsteuer, Werbung (Druck von Flyern, Plakaten, evtl. noch jemand, der es aufhängt oder austeilt), ein Grafiker, der den Monatsflyer erstellt, 4-5 % Künstlersozialkassenabgabe, weil es ein kreativer Job ist. Die Urheberrechtsvereinigung GEMA nimmt anteilig auf den Gesamteintritt 5%. Für die Abendkasse braucht es Personal. Und dann die liebe Verwaltunsgarbeit, denn Ordnung muß sein. Der Künstler muß eine Liste mit seinen gespielten Songs fertigen und von wem sie sind. Die müssen bei der GEMA nachgereicht werden. Die Anmeldung, dass es überhaupt ein Konzert geben wird und was es kostet, muß zuvor gemacht werden. Meist bedarf es auch eines Rahmenvertrages bei regelmäßigen Konzerten. Formulare, Formulare, Formulare …

Das Konzert samt Bild und Text muß an die Presse raus gegeben und am besten im eigenen Internetauftritt beworben werden. Der Musiker bekommt Freigetränke und vielleicht eine Kleinigkeit als Snack. Das muß buchhalterisch erfasst sein. Wenn es ein lokaler und “befreundeter” Musiker ist, wird man ihm vielleicht als Solisten 150,-€  Gage zahlen. Davon muß dieser noch seine Fahrtkosten, seine Arbeit, um den Gig zu bekommen und seine künstlerische Arbeit von konkret 4 Stunden (Aufbau, Soundcheck, Warten, zwei Konzertblöcke zu je 45,- € Minuten, Fahrtzeit und –kosten) bestreiten. Und so bleibt weder auf der einen, noch auf der anderen Seite Nennenswertes hängen.

Wäre der Club nun größer, werden auch die Kosten und Risiken höher. Mehr und bekanntere Musiker, wohlmöglich mit ansprechender Ton- und Lichttechnik, eventuell bekommt noch ein Agent für die Vermittlung der Band Geld, Hotel für auswärtige Künstler … Die Liste der Kosten könnte stetig weitergeführt werden. Eine Garantie, dass der Club voll wird, gibt es hingegen nie.

Was am Abend oft ein Spaß ist, verdeckt allzuoft die viele Arbeit und das hohe Risiko der kleinen Bühnen. Und selbst wenn der Club keinen Eintritt nimmt und ein Hut für Spenden rumgeht: der Kostenapparat bleibt in Teilen bestehen. Ohne Eintritt heißt nicht ohne Kosten!

Das Bier bezahlt die Band

Bezahlt wird die Musik letztlich durch Gewinne in der Gastronomie!  Bier zahlt Band könnte man auch sagen. Das erklärt sich zuweilen auch aus der Geschichte von Live-Musikclubs. Denn früher engagierten Wirtshäuser durchaus Kapellen, um den Bierumsatz zu steigern. Sogenannte Brauhaus-Kapellen waren bis in die sechziger Jahre eben das Wochenende-Vergnügen. In all den Jahren hat sich aber nicht nur die Musik geändert. Vor allem sind hunderte Bestimmungen und Vorschriften entstanden, die das musikalische “Geschäft” immer weiter erschwerten. Die Unterstellung, dass das Wirtshaus aber eben nur aus Gewinnabsicht die Kapelle bestellt, ist oft noch geblieben.

Und hier beißt sich die Club-Katze in den eigenen Schwanz: der Eintritt darf nicht zu hoch sein, um möglichst viele Gäste anzulocken. Und die müssen nun wiederum möglichst viel konsumieren. Ruhige Konzerte (Klassik, Jazz, Experimentelles) heißt meist, konzentriertes Publikum  und weniger Konsum. Und mal ehrlich: trinken Sie mehr als drei oder vier 3 Bier, Wein, Wasser? Der Markt bestimmt also ein wenig auch den Preis und auch die Musik.

Live-Musik ist so fast immer ein Zuschussgeschäft. Und die Quersubventionierung erfolgt durch die Gastronomie. Und damit nicht genug. Meist müssen Parties und Vermietungen allein deshalb gemacht werden, um die Live-Konzerte zu kompensieren.

Auch selbst wenn das nun alles läuft und leidenschaftliches Können im Hintergrund viele schöne Konzertabende beschert: das Ende der Fahnenstange ist es immer noch nicht. Konzession, Lärmschutz, Stellplatzabgabe, Spielstättenverordnung, Brandschutz, Sanitäranlage … ein einziger Nachbar kann einem Club das Leben zur Hölle machen! Karsten Schölermann, Betreiber des nun 40 Jahren “Knust”und auch im Harburger “Stellwerk “involviert, nennt es nicht zufällig  die “Liste des Grauens”.

Und die Dimensionen in einer Metropole wie Hamburg sind immens. Seit einigen Jahren gibt es einen Fonds (“Live Concert Account” – kurz: LCA  – genannt), der diesen immerhin mehr als 80 privaten und ungeförderten Musikclubs zumindest die bezahlten GEMA-Rechnungen des Vorjahres ausgleicht. Und das macht für ein Jahr allein in diesem einen Kostenpunkt mehr als 170.000,- €! Man ahnt hier aber auch, welche Wirtschaftskraft in den vermeintlich kleinen Clubs steckt.

Aber wo gibt es Lösungen? Immerhin: Politisch wurde auf Hamburger Ebene aber auch den meisten anderen Städten erkannt, dass eben Live-Clubs nicht nur zu vernachlässigende Subkultur sind, sondern zu einem guten Teil auch zur Attraktivität einer Stadt und ihrem Kulturleben beitragen. Schwieriger wird es aber zunehmend Anwohner und Clubs zusammen zu halten. Debatten über sogenannte “Kulturzonen”, in denen Anwohner eben akzeptieren müssen, dass Clubs abends auch mal laut werden könnten, gab und gibt es immer wieder. Einen Durchbruch aber nicht.

Viele Clubs sind auch wegen geringer Mietpreise oft in alten, heruntergekommenen Räumen. Das macht gesetzliche Anforderungen ebenso schwerig wie es aber bei steigenden Grundstücks- und Mietpreisen solche Räume zugleich immer weniger gibt. Und es ist Fakt, dass Clubs selten mehr als 5,- € Miete je Quadratmeter erwirtschaften können. Kredite bei Banken bekommen sie in den seltensten Fällen, Rücklagen sind bei den Margen kaum möglich.

Und wenn nun der Gast auch noch sein Bier vor der Tür am benachbarten Kiosk trinkt (“cornern”) oder gar selbst reinschmuggelt, sich über die Eintrittspreise beschwert oder gar Konzerte umsonst fordert, dann ist der Wert dieser Kultur bedroht.

Ein Wirt aus dem Süderelbe-Raum, der immer mal Musiker spielen ließ, kann hier stellvertretend zitiert werden: “Wir stellen das ganze Thema Livemusik ab nächstem Jahr ein. Da die Kosten zu hoch und das Interesse zu niedrig war in den letzten Jahren.”

Eine weitere Debatte ware vermutlich nötig, um die Kosten zu senken. Musikclubs könnten zum Beispiel steuerrechtlich ähnlich den Gastronomen gestellt werden, die Theater- oder Open-Gäste in der Pause bewirten. Die haben nämlich in ihren Getränkepreisen nur eine verminderte Mehrwertsteuer von 7 statt 19% einzukalkulieren. Bei einem Bier für 3,- € immerhin 33 Cent! Das ware eine Entlastung, die zumindest in Teilen den Kulturbetrieb erleichtern würde.

Kurzum: trinken Sie im Club Ihres Vertrauens demnächst ruhig mal ein Bier oder Wein mehr. Die Band wird es danken!

(21. Jan. 2017, hl)

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Online-Ticket rockt Weihnachtsmann! https://www.tiefgang.net/online-ticket-rockt-weihnachtsmann/ Tue, 13 Dec 2016 14:47:23 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=172 [...]]]>

Die Idee ist simpel, ihre Umsetzung allerdings hatte es in sich. Und doch: am Ende lässt sie nicht nur die Clubkasse schöner klingeln.  Es geht um „FairTix“.

Als 2010 die „Stiftung zur Stärkung private Musikbühnen“ – kurz Clubstiftung – vom Interessensverband Clubkombinat Hamburg und der Stadt Hamburg ins Leben gerufen wurde, war allen Beteiligten nicht ganz klar, wie die Stiftung denn nun agieren wird. Ehrenamtliche Arbeit alleine reicht da nicht, so viel war klar. Fest stand aber auch: die Clubs müssen dauerhaft einen finanziellen Beitrag einbringen, um die Fördermodelle der Stiftung (Förderung von Anschaffungen in den Bereichen Ton- und Lichttechnik, Energieberatung, Erstattung  von GEMA-Gebühren etc.pp.) ins Laufen zu bekommen. Spendenaufrufe sind schwer berechenbar und trotz allen Reichtums dieser Stadt und seiner Bürger/innen noch schwerer einzuholen. Denn die Musikclubs Hamburgs haben durch ihren Hang zur Abgewracktheit zwar Charme, hatten aber bis dato keinen sonderlichen Ruf in der honorigen Gesellschaft.

„Warum nicht also dort Geld abzwacken, wo es eh tagtäglich eingebracht wird?“, dachte Karsten Schölermann, Stiftungsvorsitzender und selbst Clubbetreiber des Knust und LOGOs, „bei den Online-Vorverkaufsstellen!“

Dass da einige tausend Euro je Konzerttag generiert werden, konnte sich das Clubkombinat an fünf Finger ausrechnen. Denn die seinerzeit über 60 Mitgliederclubs brachten es ja an einem Konzertabend schon auf eine gute 5-stellige Besucherzahl. Wenn davon die Vorverkäufer rund 2-3 Euro je Karte verdienten, war das ein stattlicher Umsatz auf fremder Leute Arbeit. Nach langen Verhandlungen und der geballten Courage der Clubs, den Ticket-Monopolisten die Stirn zu bieten, entstand das erste Online-Ticketsystem, in dem der Anbieter von sich aus je verkauftem Ticket 1,- € an die Stiftung retour spendete. Der Gast also brauchte nichts zu tun, was er nicht eh schon tat und die meisten wussten und wissen bis heute nicht, dass sie mit ihrem Kartenkauf zugleich Gutes tun.

Mittlerweile nennt sich das System „FairTix“, wobei es namentlich auf die faire Ausgleichszahlung des Ticket-Verkäufers an die Clubs anhand eines Euros je Ticket und in Form einer Spende an die Stiftung abzielt.

28.000 € durch „Hilfe zur Selbsthilfe“

Und das rechnet sich: im Jahr 2014 flossen so fast 17.000 € an die Stiftung, ein Jahr später bereits gut 28.000 € und 2016 wird es noch mehr werden. Dass es so viel mehr geworden ist, liegt nun weniger an der erhöhten Besucherzahl der Konzerte. Und ohnehin wird nur ein Teil der Tickets über Fairtix angeboten. Es ist vielmehr so, dass immer mehr Clubs sich dem System anschließen und so regelrecht „Hilfe zur Selbsthilfe“ leisten. Dabei sind namhafte Clubs wie Knust, Uebel & Gefährlich, Logo, Docks/Prinzenbar, Monkeys Music Club, Molotow, Birdland, MS Stubnitz, Astra Stube, Rock Café St. Pauli, OHA! Music GbR, Honigfabrik, Altonale, Gruenspan, Marias Ballroom, klubsen, VOLT, Hasenschaukel, Kleiner Donner, Stellwerk, Jazz Federation, HÄKKEN, Cascadas, kukuun, Astra Stube e.V. und Pooca. Und es sind noch immer nicht alle.

Und was geschieht nun mit dem Geld? Die Stiftung beschloss, den Großteil dieses Geldes in ihr Förderprogramm „Live Concert Account“ (kurz LCA) zu stellen, das den ungeförderten Musikclubs der Stadt Hamburg  die GEMA- Kosten erstattet. Also die Urheberrechtszahlungen, die die Clubs für die musikalischen Aufführungen von komponierten Werken leisten müssen.  Immerhin knapp 150.000,- € jährlich! Und da selbst Clubs, die keinen Eintritt nehmen und dennoch für diese Konzerte und Sessions GEMA zahlen müssen, unverhältnismäßig hart getroffen würden (zumal es meist Kleinstclubs sind), wurde 2015 erstmals der Fördertopf  LCA+ begründet und ausgeschüttet. Ein kleiner aber tröstlicher Geldregen für manchen Club. Karsten Schölermann: „Auf diese Art und Weise sind wir in der Lage, viele nicht kostendeckende Clubkonzerte zu unterstützen.“

Und auch 2016 kommt wieder pünktlich zur Weihnacht bei den meisten Hamburger Musikclubs der Erstattungsbetrag zu den GEMA-Rechnungen des Vorjahres aufs Clubkonto geschneit und beschert eine besondere Besinnlichkeit der Musikalitäten. Ein Ticket im Vorverkauf online zu bestellen, beschert hier also doppelt Freude. Übersicht über die teilnehmenden Clubs und direkt zum Vorverkauf über Fair-Tix.

(13. Dez. 2016, hl)

 

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