Suche/finde – Tiefgang https://www.tiefgang.net Kultur, Politik, Kulturpolitik und mehr Tue, 08 Jul 2025 14:24:42 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.3 Mutmacher für Hamburgs Eigentümer https://www.tiefgang.net/mutmacher-fuer-hamburgs-eigentuemer/ Fri, 27 Jun 2025 22:47:55 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=12021 [...]]]>

Denkmalgeschützte Häuser sind schön aber auch manch Schrecken der Eigentümer. Geht aber auch anders …

Das Denkmalschutzamt Hamburg hat seine „Praxishilfe zum Umgang mit erneuerbaren Energien & Gebäudebegrünung im Denkmalbestand“ erweitert, um Denkmaleigentümern bei der Integration moderner Klimatechnologien und Begrünung in ihre historischen Gebäude zu unterstützen. Die neue Auflage, verfügbar unter www.hamburg.de/praxishilfe-denkmalpflege, bietet detaillierte Anleitungen für Wärmepumpen sowie Dach- und Fassadenbegrünungen.

Die Praxishilfe des Hamburger Denkmalschutzamtes ist ein Leuchtturmprojekt, das zeigt, wie Denkmalschutz und Klimaschutz Hand in Hand gehen können. Statt eines starren „Geht nicht!“, bietet sie einen pragmatischen „So geht’s!“-Ansatz, der Eigentümer von Denkmalen ermutigt, ihre Gebäude fit für die Zukunft zu machen, ohne deren historischen Wert zu kompromittieren.

Der Senator für Kultur und Medien, Dr. Carsten Brosda, betont in der dazugehörigen Pressemitteilung, dass das Denkmalschutzamt es sich zum Ziel gesetzt hat, den Schutz unserer Kulturdenkmäler und die Energiewende erfolgreich zusammenzubringen. Dies geschieht auf unkomplizierte und anschauliche Weise. Auch Umweltsenatorin Katharina Fegebank unterstreicht, dass Klimaschutz und Denkmalschutz sich nicht gegenseitig ausschließen, sondern sogar einander ergänzen können, um Hamburgs Klimaziele zu erreichen.

Wesentliche Punkte und Hilfen der Praxishilfe:

Die Praxishilfe ist klar strukturiert und unterscheidet zwischen „Regelfällen“ und „komplexeren Fällen“. Dies hilft Denkmaleigentümern, schnell einzuschätzen, welche Art von Genehmigungsverfahren sie erwarten können.

1. Wärmepumpen im Denkmal:

  • Standortwahl ist entscheidend: Die Praxishilfe legt großen Wert auf die diskrete Platzierung von Außengeräten, um das Erscheinungsbild des Denkmals nicht zu stören. Empfohlen werden Standorte, die vom öffentlichen Raum nicht oder kaum einsehbar sind, beispielsweise im Innenhof, an der Rückseite des Gebäudes oder im Garten. Auch die Integration in Nebengebäuden, Garagen oder Kellern kann eine Lösung sein.
  • Geräuschemissionen berücksichtigen: Ein wichtiger Aspekt bei Wärmepumpen sind die Betriebsgeräusche. Die Praxishilfe gibt Hinweise zur Lärmminderung durch geeignete Platzierung, Schallschutzmaßnahmen (z.B. Einhausungen) und die Wahl leiserer Modelle. Die Einhaltung von Immissionsschutzgrenzwerten ist dabei unerlässlich.
  • Technische Einbindung: Es werden Lösungen für die denkmalverträgliche Verlegung von Leitungen und Anschlüssen aufgezeigt, oft durch bestehende Öffnungen oder unauffällige Verkleidungen.
  • Regel- und Komplexfälle: Die meisten oberirdischen Wärmepumpenanlagen außerhalb des direkten Blickfeldes fallen in die Regelfälle, während sichtbare Anlagen oder solche in sensiblen Bereichen als Komplexfälle gelten und eine detailliertere Abstimmung erfordern.

2. Dachbegrünungen auf Denkmalen:

  • Schutz der Dachkonstruktion: Die Praxishilfe betont die Bedeutung einer intakten Dachkonstruktion. Vor der Begrünung sind statische Prüfungen und gegebenenfalls Sanierungen notwendig, um die zusätzliche Last der Begrünung zu tragen.
  • Art der Begrünung: Es wird zwischen extensiver (pflegeleicht, geringe Aufbauhöhe) und intensiver (gartenähnlich, höhere Anforderungen) Begrünung unterschieden. Extensive Begrünungen sind in der Regel bevorzugt, um die historische Dachform und -last zu bewahren.
  • Wasserspeicherung und Entwässerung: Detaillierte Informationen zur Abdichtung, Drainage und zur optimalen Wasserversorgung der Pflanzen werden gegeben, um Feuchtigkeitsschäden am Gebäude zu vermeiden.
  • Unsichtbare Lösungen: Besonders bei sichtbaren Dächern wird darauf geachtet, dass die Begrünung die historische Erscheinung nicht beeinträchtigt. Dies kann durch die Wahl von niedrig wachsenden Pflanzen oder durch eine Begrünung nur auf weniger einsehbaren Flächen geschehen.

3. Fassadenbegrünungen im Denkmal:

  • Pflanzenwahl und Wuchstyp: Die Praxishilfe unterscheidet zwischen selbstklimmenden Pflanzen (Efeu, Wilder Wein) und Rankpflanzen (Rosen, Clematis), die eine Rankhilfe benötigen. Der Vorteil von Rankpflanzen ist, dass sie die Fassade nicht direkt bewachsen und bei Bedarf einfacher zu entfernen sind.
  • Schutz der Bausubstanz: Es wird darauf hingewiesen, dass eine Begrünung nicht für alle Fassadenmaterialien geeignet ist (z.B. nicht bei Putz, der durch Wurzeln beschädigt werden könnte). Regelmäßige Kontrolle und Pflege sind essenziell, um Schäden durch Wurzeln oder Feuchtigkeit zu vermeiden.
  • Sichtbarkeit und Gesamtbild: Die Begrünung soll das Erscheinungsbild des Denkmals nicht dominieren oder verfälschen. Eine Abstimmung mit dem Denkmalschutzamt ist hier besonders wichtig, um ästhetische und denkmalgerechte Lösungen zu finden.

Generelle Hilfestellungen und Tipps:

  • Frühzeitige Beratung: Das Denkmalschutzamt rät dringend, frühzeitig Kontakt aufzunehmen. Die Mitarbeiter stehen für Beratungsgespräche zur Verfügung, um gemeinsam denkmalverträgliche Lösungen zu finden.
  • Antragsverfahren: Die Praxishilfe erläutert detailliert das Antragsverfahren und die benötigten Unterlagen, um den Prozess für die Eigentümer zu vereinfachen.
  • Steuerliche Vergünstigungen: Für denkmalgerechte Modernisierungen können steuerliche Vergünstigungen in Anspruch genommen werden, wenn die Maßnahmen im Vorfeld mit dem Denkmalschutzamt abgestimmt wurden.

Diese erweiterte Praxishilfe ist weit mehr als ein bürokratisches Dokument. Sie ist ein Signal, dass Denkmalschutz in Hamburg nicht als Verhinderer, sondern als Partner im notwendigen Klimawandel agiert. Sie zeigt, dass das historische Erbe unserer Stadt nicht nur bewahrt, sondern auch aktiv in die Energiewende integriert werden kann. Für alle, die ein denkmalgeschütztes Haus ihr Eigen nennen und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten möchten, ist dieser Leitfaden ein unverzichtbarer Ratgeber und ein echter Mutmacher. Es ist der Beweis, dass der Charme der Vergangenheit und die Notwendigkeit der Zukunft Hand in Hand gehen können – ein grüner Gedanke für Hamburgs Dächer und Fassaden!

Die Praxishilfe finden Sie unter: www.hamburg.de/praxishilfe-denkmalpflege

 

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Müssen Vereine jeden aufnehmen? https://www.tiefgang.net/muessen-vereine-jeden-aufnehmen/ Fri, 25 Apr 2025 22:03:32 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=11671 [...]]]> Vereine leben von ihren Mitgliedern. Aber müssen sie deswegen auch jeden aufnehmen?!?

Das Vereins- und Stiftungszentrum hat sich der Sache angenommen und informiert:

„Ohne Mitglieder funktioniert kein Verein. Sie erfüllen ihn durch ihr Engagement mit Leben und beeinflussen durch Ausübung ihres Stimmrechts im Wesentlichen auch dessen Willensbildung. Natürlich sind viele Vereine vor diesem Hintergrund bestrebt, einen gesunden Mitgliederbestand zu halten bzw. diesen idealerweise sogar auszubauen. Aber muss ein Verein eigentlich jeden aufnehmen, der Mitglied werden will? Ein Fall, der vor dem Oberlandesgericht (OLG) Brandenburg landete, warf unter anderem diese Frage auf.

Der Fall

Ein Schachsportverein wollte an den Wettkämpfen der 1. Schach-Bundesliga teilnehmen. Die Schach-Bundesliga wird von einem in Vereinsform organisierten Träger betrieben, in welchem sich unter anderem die in der Liga teilnehmenden Vereine zusammenschließen. Nachdem die Aufnahme des Schachsportvereins scheiterte, versuchte dieser auf dem Rechtsweg, die Teilnahme am Spielbetrieb zu erwirken. Hierbei musste das OLG Brandenburg klären, ob bzw. unter welchen Umständen ein potentielles Mitglied Anspruch auf die Aufnahme in einen Verein hat (Urteil vom 28.05.2024, Az. 17 U 1/24 Kart).

Grundsatz der Vereinigungsfreiheit

Gesetzliche Ansprüche auf die Aufnahme in einen Verein bestehen grundsätzlich nicht. Das Gericht hob in diesem Zusammenhang den verfassungsrechtlichen Grundsatz der Vereinigungsfreiheit hervor und führte hierzu aus:

„Verbände und Vereinigungen sind grundsätzlich nicht verpflichtet, bereitwillige Dritte als Mitglieder aufzunehmen. Im Rahmen der durch Art. 9 Abs. 1 GG gewährleisteten Vereinigungsfreiheit und Verbandsautonomie ist es grundsätzlich Sache der Vereinigungen selbst, ihren Zweck und Tätigkeitsrahmen sowie die dadurch bedingten generellen Aufnahmevoraussetzungen eigenverantwortlich festzulegen […] Schon dieser Schutz, der den Vereinigungen und nicht nur ihren Mitgliedern zukommt, steht einer generellen Pflicht, Dritte als Mitglieder aufzunehmen, entgegen. Zudem sind die Vereinigungen kraft der ihnen zustehenden Privatautonomie grundsätzlich frei, die Voraussetzungen für den Erwerb der Mitgliedschaft festzulegen und in der Regel selbst in dem Fall, dass die satzungsmäßigen Voraussetzungen für eine Aufnahme erfüllt sind, einen Mitgliedschaftsbewerber zurückzuweisen“

Anspruch auf Aufnahme besteht nur ausnahmsweise

Eine Ausnahme ist gemäß den weiteren Ausführungen des Gerichts nur dann gegeben, wenn der Verein im wirtschaftlichen oder sozialen Bereich eine überragende Machtstellung innehat und ein wesentliches Interesse am Erwerb der Mitgliedschaft besteht.

Selbst dann, wenn so eine überragende Machtstellung zu bejahen sein sollte, führt dies nicht automatisch zu einem Aufnahmezwang. Denn das Interesse eines Vereins an seinem Bestand und seiner Funktionsfähigkeit ist ebenfalls zu berücksichtigen. Die Interessen des Vereins und des Bewerbers sind entsprechend abzuwägen. Ergebnis dieser Abwägung kann durchaus die Ablehnung des Bewerbers sein. Nur, wenn die Zurückweisung des Bewerbers in der Gesamtschau unangemessen erscheint, besteht ein Anspruch auf Aufnahme. Dies ist im Einzelfall zu klären.

Satzungsregelungen zur Aufnahme entscheidend

Unabhängig davon spielen auch die zur Mitgliedschaft getroffenen Regelungen der Satzung eine wichtige Rolle. Diese müssen seitens des Bewerbers erfüllt werden. Das gilt selbst dann, wenn der Verein, in welchen die Aufnahme begehrt wird, eine Monopolstellung innehat. Einem solchen Verein kann nämlich trotz seiner Stellung nicht zum Vorwurf gemacht werden, dass er auf die Einhaltung seiner Satzungsregelungen besteht. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass sich Bewerber an die Satzung anpassen können müssen, ohne hierfür unverhältnismäßige Opfer auf sich zu nehmen.

Und was ist mit der Gemeinnützigkeit?

Mit Blick auf die Aufnahme von Mitgliedern sind auch die Vorgaben der Gemeinnützigkeit entsprechend relevant. Denn Voraussetzung der Steuerbegünstigung ist es, die Allgemeinheit (!) auf materiellem, geistigem oder sittlichem Gebiet zu fördern. Insofern dürfen Mitgliedschaften nicht von vornherein auf die Erfüllung bestimmter Kriterien, wie etwa Alter, Geschlecht oder Beruf geknüpft werden bzw. diesbezüglich ganze Personenkreise ausgeschlossen werden.

Allerdings ergibt sich auch hieraus kein genereller Aufnahmeanspruch gegenüber gemeinnützigen Organisationen. Denn diese können im Einzelfall bzw. mit Blick auf den jeweiligen Aufnahmeantrag trotzdem nach freiem Ermessen darüber entscheiden, ob es zu einer Aufnahme kommt oder nicht.“

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Wenn deine Krankheit ein Narr wäre? https://www.tiefgang.net/wenn-deine-krankheit-ein-narr-waere/ Fri, 25 Apr 2025 22:00:59 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=11695 [...]]]> Manchmal zeigt sich das, was du nicht fühlen willst, über den Körper. Du ziehst dich zurück, betäubst dich innerlich, spürst vielleicht nur noch den Schmerz oder die ständige Erschöpfung. Doch was, wenn hinter deiner Krankheit Gefühle stecken, die keinen Raum bekommen haben?

von Ulrike Hinrichs

Stell dir vor, deine Krankheit ist kein Gegner, sondern ein Gefühl in Verkleidung. Um diese Verkleidung zu enttarnen, eignet sich besonders gut die Kunst als Ausdrucksform. In meiner Gruppe Krankheit als Bild wandeln wir Symptome in Bilder, um die verdeckte Botschaft der Krankheit besser zu verstehen. Die Teilnehmenden sind von ganz unterschiedlichen Krankheiten betroffen, etwa Multiple Sklerose, Endometriose oder Bluthochdruck. Gemeinsam ist allen, dass die langanhaltende Krankheit täglicher Alltagsbegleiter ist. Spielerisch und metaphorisch übersetzen wir in unserer Gruppe Krankheitsbelastungen in Bilder. Dazu arbeiten wir mit unterschiedlichen Impulsen.

Siehe dazu auch auf Tiefgang:

 Im Header ist ein Beispielbild zu einer chronischen Pilzinfektion der Zunge dargestellt. In diesem Praxisbeispiel haben wir uns die Frage gestellt:

Wenn deine Krankheit ein Narr wäre, wie würde er aussehen?

Der Narr oder die Närrin ist ein starkes archetypisches Symbol. Die Figur tanzt außerhalb der Ordnung. Sie lacht, wo andere schweigen. Sie stellt Fragen, wo alle Antworten längst festgezurrt scheinen. Im Narren wohnt etwas Wildes, Ungezähmtes – eine Weisheit, die sich nicht in Büchern finden lässt, sondern zwischen den Zeilen des Lebens. Der Narr oder die Närrin trägt die Maske der Torheit, doch dahinter verbirgt sich oft eine tiefe Verbindung zum Unsichtbaren, zum Transzendenten. Die Figur ist kein Clown zur Belustigung. Sie ist ein Spiegel. Einer, der dir zeigt, was du nicht sehen willst. Der das Absurde enthüllt, das Verborgene aufdeckt, so wie Till Eulenspiegel, der durch seine Streiche Wahrheiten entlarvte.

Vielleicht begegnet dir auch dein innerer Narr oder deine Närrin – dort, wo das Normale nicht mehr trägt. Wo Krankheit auftaucht. Wo du aus der Spur geraten bist.

Wie sieht dein Bild aus? Male ganz intuitiv und ohne Bewertung.

Du kannst dich nach dem Malen fragen:

  • Was sagt der Narr oder die Närrin, wenn ich einfach zuhöre – ohne zu bewerten oder zu unterbrechen?
    Versuche, seine oder ihre Stimme innerlich wahrzunehmen. Welche Worte fliegen dir durch den Kopf, was kommt dir in den Sinn?
  • Welche Gefühle weckt der Narr oder die Närrin in mir?
    Beobachte, ob Wut, Angst, Traurigkeit, Neugier oder etwas anderes aufsteigt.
  • Was will der Narr oder die Närrin mir zeigen, woran ich bisher vorbeigeschaut habe?
    Gibt es etwas in deinem Leben, das übersehen oder verdrängt wurde?
  • Welches Spiel spielt der Narr oder die Närrin mit mir? Was passiert, wenn ich nicht mehr mitspiele?
    Eine Frage, die zum Perspektivwechsel einlädt.
  • Wovor schützt mich der Narr oder die Närrin eigentlich?
    Auch eine Krankheit kann unbewusst vor etwas anderem bewahren.

Vielleicht liegt im Symbol des Narren genau die Wahrheit, die deine Heilung braucht. Und vielleicht flüstert dir dein Narr heute etwas zu, das nur du verstehen kannst. Manchmal beginnt Veränderung mit einem Gespräch – auch wenn es mit einem Narren ist.

 Wenn du dich für weitere Praxisbeispiele mit Klient:innen-Feedback interessierst, dann findest du viele Ideen in meinem Buch Krankheit als Bild.

Krankheit als Bild

Mit Pinsel und Farbe die Botschaft deiner Krankheit entschlüsseln

263 Seiten, 88 farbige Abbildungen | erweiterte Auflage 2025

ISBN Print 978-3-99165-716-3

Softcover EUR 20,00

Mehr Infos hier entlang

 

 

Ulrike Hinrichs ist Gesprächstherapeutin, Kunsttherapeutin (M.A.), Heilpraktikerin für Psychotherapie, Traumazentrierte Fachberaterin und Anwenderin Positive Psychologie. Sie ist auch Ausbilderin für Kunsttherapie und Autorin zahlreicher Sachbücher. www.ulrikehinrichs.com

Die Gruppe Krankheit als Bild wird gefördert vom Bezirksamt Harburg.

 

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Erst Finanzamt, dann Vereinsregister https://www.tiefgang.net/erst-finanzamt-dann-vereinsregister/ Fri, 18 Apr 2025 22:57:17 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=11669 [...]]]> Einen gemeinnützig anerkannten Verein zu gründen braucht Formalia. Und hat eine Reihenfolge.

Das Vereins- und Stiftungszentrum klärt über notwendige Schritte bei der Gründung eines Vereins mit gemeinnützigen Zielen auf:

„Nachdem die Gründungsversammlung eines Vereins abgehalten worden war, meldete der frisch gewählte Vorstand den Verein zur Eintragung in das Vereinsregister an. In der Satzung, welche mit der Anmeldung eingereicht wurde, war geregelt, dass der Verein „ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der Abgabenordnung“ verfolgt.

Die Eintragung wurde seitens des Registergerichts verwehrt. Zur Begründung hieß es unter anderem, dass die (vorläufige) Bescheinigung des Finanzamtes über die Gemeinnützigkeit fehle. Dementsprechend sei auch die Satzung zu beanstanden, weil diese auf eine weder vorläufig noch endgültig bestätigte Gemeinnützigkeit Bezug nehme.

Der Verein entgegnete, dass man vom Finanzamt noch keine Rückmeldung erhalten habe und die Unterlagen daher noch nicht vorliegen. Infolgedessen wurde gegen die Entscheidung des Registergerichts Beschwerde eingelegt. Das Oberlandesgericht (OLG) Karlsruhe musste in der Sache entscheiden (Beschluss vom 22.01.2024, Az. 19 W 80/23 (Wx)).

Eintragungen können zurückgewiesen werden

Das OLG entschied, dass das Registergericht die Eintragung zu Recht zurückgewiesen hatte. Denn zu den gesetzlichen Mindestanforderungen an Vereinssatzungen gehört, dass dort der Vereinszweck wiedergegeben wird. Wird diese Vorgabe nicht erfüllt, kann das Registergericht die Eintragung zurückweisen.

Registereintragungen und Verkehrsschutz

Das Gericht hob hervor, dass diese Anforderung unter anderem dem Verkehrsschutz diene. Denn wer vom Recht der Einsichtnahme in das Vereinsregister Gebrauch macht und in diesem Zuge auch die eingereichten Unterlagen zur Kenntnis nimmt, muss aus der Satzung ein zutreffendes Bild von den Verhältnissen des Vereins gewinnen können. Im vorliegenden Fall würde hier also ein Eindruck entstehen, der nach tatsächlichem Sachstand unzutreffend gewesen wäre.

Schutz der Interessen potentieller Spender

Das OLG führte weiter aus, dass die Verhältnisse im Verein im Zusammenhang mit der Gemeinnützigkeit gerade für potentielle Spender von besonderem Interesse seien. Denn ob eine Gemeinnützigkeit vorliege oder nicht ist ausschlaggebend dafür, ob eine Zuwendung als Sonderausgabe steuermindernd geltend gemacht werden kann.

Die in der Satzung enthaltene Formulierung, der Verein verfolge ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke, könne hier den Eindruck erwecken, der Verein sei tatsächlich als gemeinnützig anerkannt. Im vorliegenden Fall kam sogar erschwerend hinzu, dass der Antrag auf Anerkennung der Gemeinnützigkeit vom zuständigen Finanzamt sogar zurückgewiesen worden war.

Im Ergebnis wurde die Eintragung insbesondere wegen der fehlenden finanzamtlichen Bescheinigung zu Recht zurückgewiesen.“

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Wo gibt´s Unterstützung? https://www.tiefgang.net/wo-gibts-unterstuetzung/ Fri, 16 Aug 2024 22:54:20 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=11099 [...]]]> Das Vereins- und Stiftungszentrum e.V. weist auf eine neue Förderdatenbank hin.

Die Frage nach der Finanzierung der Vereinstätigkeit ist ein Dauerbrenner. Neben Spenden und Sponsoringmitteln sind auch Fördermittel ein gutes Finanzierungs-instrument. Eine Förderdatenbank des Bundeswirtschaftsministeriums hilft bei der Suche nach der passenden Förderung aus öffentlichen Mitteln. Zwar existiert diese Datenbank schon seit längerem, jedoch ist sie vielen bis heute nicht bekannt.

„Die Frage nach der Finanzierung der Vereinstätigkeit ist ein Dauerbrenner. Zwar gleichen viele Ehrenamtliche fehlende Mittel durch eigenes Engagement aus, aber manches Projekt kommt ohne das nötige Kleingeld einfach nicht voran. Finanzierungsklassiker, an die man hier als Erstes denkt, sind natürlich Spenden oder Mittel aus Sponsoring. Aber auch das Einwerben von Fördermitteln sollte bedacht werden. Zahlreiche öffentliche Förderprogramme setzen an, gemeinnützige Vorhaben zu unterstützen.

Eine seitens des Bundeswirtschaftsministeriums eingerichtete Förderdatenbank hilft bei der Suche nach der passenden Förderung aus öffentlichen Mitteln. Die hier gelisteten Programme richten sich zwar nicht ausschließlich an Ehrenamtliche – jedoch sind auch Angebote für diese Zielgruppe hinterlegt.

In der Datenbank kann entweder direkt nach Förderprogrammen oder nach fördernden Organisationen gesucht werden. Zwar existiert diese Datenbank schon seit längerem, jedoch ist sie vielen bis heute nicht bekannt.

Einfache Recherche durch Stichwortsuche

Die Navigation in der Datenbank funktioniert sowohl über eine einfache Stichwortsuche, als auch über eine Suche anhand verschiedener Filter. Gibt man ein Stichwort ein (zum Beispiel ein Thema oder ein Fachgebiet ein, erhält man eine Auflistung von Förderprogrammen. Grundsätzlich werden hier Förderungen aus Mitteln des Bundes, der Länder und sogar der EU dargestellt.

Die entsprechenden Suchergebnisse können dann noch anhand verschiedener Parameter wie etwa der Region, dem Themenbereich, der Förderart (bspw. Zuschuss, Darlehen oder Beteiligung), dem Fördermittelempfänger oder dem Fördermittelgeber verfeinert werden.

Es ist empfehlenswert, die Suchergebnisse so genau wie möglich mittels der verfügbaren Filtermöglichkeiten anzupassen. So findet man im besten Fall zu einem passenden Förderprogramm. Auf der Website der Förderdatenbank sind auch Benutzerhinweise aufgeführt, welche Hilfestellung bei der Benutzung geben.

Weiterführende Informationen zur Förderung

Stößt man auf ein interessantes Förderprogramm, werden direkt weiterführende Informationen bereitgestellt. So gibt es eine Zusammenfassung hinsichtlich der Programminhalte, Zusatzinfos etwa zu rechtlichen Voraussetzungen sowie Hinweise zur Rechtsgrundlage des Förderprogrammes. Auch Kontaktdaten bzw. Ansprechpartner sind hinterlegt.

Die Förderdatenbank ist über diesen Link erreichbar.“

Quelle: Vereins- und Stiftungszentrum

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Wenn deine Krankheit ein Engel wäre https://www.tiefgang.net/wenn-deine-krankheit-ein-engel-waere/ Fri, 24 Nov 2023 23:07:19 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=10447 [...]]]> Die Adventszeit und Weihnachten stehen vor der Tür. Wir feiern Jesu Geburt. Schon lange bevor Gottes Sohn das Licht der Welt erblickte, wurde das Lichterfest zur Wintersonnenwende zelebriert. 

Von Ulrike Hinrichs

Die Adventszeit und Weihnachten bereiten uns auf die Rückkehr des Lichts vor. Während die Tage kürzer werden, beschreibt die Wintersonnenwende am 21.12. die längste Nacht im Jahr. Ab diesem Zeitpunkt werden die Tage wieder länger. Das Licht kehrt zurück. Wie können wir dieses Symbol nutzen und mehr Licht in die innere und äußere Welt bringen?

Gerade Menschen mit schwer belastenden Lebensthemen fühlen sich in der dunklen Jahreszeit doppelt belastet. In meiner Gruppe „Krankheit als Bild“ begegnen sich Menschen mit lang anhaltenden und chronischen Erkrankungen wie beispielsweise Knochenkrebs, Multiple Sklerose, Fibromyalgie oder Bluthochdruck. Wir arbeiten wir mit der Kunst als Ausdrucksform, um uns auf einer kreativen Ebene den krankheitsbedingten Problemen zu stellen. Anlässlich der Adventszeit haben wir uns gefragt, was wir mit dieser Zeit verbinden und welchen Einfluss sie auf das Krankheitserleben hat. Für einige Menschen ist es selbstverständlich an Gott zu glauben und das Göttliche in der Schöpfung zu fühlen. Andere haben keinen Zugang zu diesen Themen. Alle Menschen in unserem Kulturkreis – gläubig oder nicht – kennen aber die Idee von Engeln, die uns beschützen und begleiten. Die Weltreligionen, Christen, Juden, Moslems, haben in ihrem Glauben die Idee von Engeln verankert. Es sind Lichtbringer, himmlische Beschützer und Verbündete des Menschen.

Deinen Himmelsboten kreativ gestalten

Im nachfolgenden Praxisbeispiel haben wir uns gefragt: Wenn deine Krankheit ein Engel wäre, wie würde er aussehen? Aber wie kann so etwas Unschönes und Belastendes wie deine Krankheit ein Engel sein, fragst du dich vielleicht? Engelsgleiche Liebe und Leichtigkeit verbinden wir normalerweise nicht mit unserer Krankheit.

Krankheiten verbergen häufig Themen, die wir verdrängt haben und die in unserem Inneren schlummern. Der Körper versucht Nichtgehörtes symbolisch auszudrücken. Eine Krankheit kann daher eine Botschaft oder sogar eine positive Absicht haben, die sie dir übermitteln möchte. Die Krankheit will nicht weggeschubst und ausgegrenzt werden, sondern Beachtung finden.

Siehe zum Thema auf Tiefgang auch:

Wenn deine Krankheit ein Engel wäre (Gruppe „Krankheit als Bild“)

Mit dem Himmelsboten haben wir uns künstlerisch einer möglichen Botschaft der Krankheit angenähert. Solche kreativen Aufträge können wir sehr weit und intuitiv interpretieren. Es muss kein klassisches Bild von einem Engel werden. Es darf auch ein abstraktes Bild sein oder einen anderen formgebenden Ausdruck bekommen. Eine Klientin mit Multiple Sklerose malte den hier dargestellten Engel, der mit seinem großen roten Herz und der liebevollen Gesamterscheinung pure Liebe ausstrahlt. Die kreative Wandlung der Krankheit in einen Engel haben wir dann noch in einen intuitiven Schreibprozess münden lassen. In unserer Gruppe haben wir uns nach dem Malprozess gefragt: Wenn der Engel eine Botschaft hätte, welche wäre es? Jede der Gruppenteilnehmerinnen hat sich dazu in das Bild der anderen eingefühlt und intuitiv einen Satz auf ein Blatt Papier geschrieben und den Zettel verdeckt neben das Bild gelegt. Die so entstandenen Sätze hat jeder der Teilnehmer anschließend zu einem Text gelegt und vorgelesen. Das sind die Botschaften zu diesem Bild:

Ich bin voller Liebe für Dich!

Ich gebe Dir Liebe und Zufriedenheit, wenn du mich lässt.

Ich betrachte Dich mit Liebe und Ruhe.

Nutze Deine große Herzensgüte auch einmal für Dich.

Schwer ist es, so schwer, aber das Herz ist und bleibt groß und offen.

Du hast so ein großes Herz, das nichts und niemand kaputtmachen kann.

Liebe, Licht und Lebensfreude, was brauchst Du mehr?

Die Klientin war gerührt und bewegt von ihrem Bild und den poetischen Sätzen. Durch diese Art der kreativen Transformation können wir neue Perspektiven auf unsere Krankheit bekommen. Wir finden Wege, wie wir besser für uns sorgen und auf unseren inneren Arzt hören können. Bestenfalls arbeiten der äußere Arzt, zu dem du mit deinen Symptomen gehst, und der innere Arzt, der dir intuitive Impulse gibt, zusammen. Probiere es aus!

Die Praxisgruppe Krankheit als Bild findet ab 2024 im Quartierszentrum Ohrnsweg „DE STUUV“ in Neugraben-Fischbek statt.

Am campus naturalis gibt es für Kunsttherapeut*innen ein Fortbildungsmodul Krankheit als Bild.

 

Mehr Praxisbeispiel zur Selbstanwendung findest du in meinem Buch:

 Krankheit als Bild

Mit Pinsel und Farbe die Botschaft deiner Krankheit entschlüsseln

254 Seiten, 88 farbige Abbildungen; ISBN 9783756890156

Preis: EUR 26,90; ebook: 16,99

bestellen: hier entlang

 

Ulrike Hinrichs ist Gesprächstherapeutin, Kunsttherapeutin (M.A.), Heilpraktikerin für Psychotherapie, Traumazentrierte Fachberaterin und Anwenderin Positive Psychologie. Sie ist auch Ausbilderin für Kunsttherapie und Autorin zahlreicher Sachbücher. www.lösungskunst.com

 

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Stipendium samt Kinder https://www.tiefgang.net/stipendium-samt-kinder/ Fri, 17 Nov 2023 23:26:19 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=10434 [...]]]> Um Mütter und Väter aus den Bereichen bildende Kunst und Literatur besser zu unterstützen, wird ab 2024 das Residenzprogramm „Parents in Arts“ angeboten.

Viele Residenzstipendien sind nicht auf die Lebensrealität von Eltern abgestimmt, da diese häufig nicht lange von zuhause weg sein können oder aber am Stipendienort keine Kinderbetreuung gewährleistet ist. Das neue Angebot ermöglicht daher kürzere Arbeitsaufenthalte und bietet eine Kinderbetreuung vor Ort an. Das Programm wurde im engen Austausch mit der künstlerischen Szene entwickelt. Bewerben können sich Autorinnen und Autoren sowie bildende Künstlerinnen und Künstler, die in einem Sorgeverhältnis stehen. Das Stipendium kann wahlweise mit oder ohne Kinder angetreten werden.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Auch für Künstlerinnen und Künstler mit Kindern ist es meistens kompliziert, Kunst und Familie unter einen Hut zu bekommen. Hinzu kommt, dass die gängigen Residenzstipendien oft nicht besonders familienfreundlich sind. Daher haben wir zusammen mit der Szene alternative Fördermöglichkeiten entwickelt, die speziell auf die Lebenssituation von Künstlerinnen und Künstlern mit Kindern eingehen. Wir möchten alle Kunstschaffenden nach ihren Bedürfnissen unterstützen und schreiben deshalb in Hamburg erstmals ein Residenzstipendium aus, das sich speziell an Eltern wendet.“

Mit dem deutschlandweit beispielgebenden Programm „Parents in Arts“ bietet die Behörde für Kultur und Medien ab 2024 ein Stipendium, das in einem Sorgeverhältnis stehende Künstlerinnen und Künstler sowie Schriftstellerinnen und Schriftsteller anspricht und ihnen die Möglichkeit bietet, ihr Schaffen an einem ruhigen Ort zu vertiefen. Die zweiwöchigen Residenzen können von Eltern zumeist besser realisiert werden als längere Stipendienaufenthalte. Sie können wahlweise mit oder ohne Kinder angetreten werden, wobei die Kinder an der Stipendienstätte professionell betreut werden.

Residenzort ist das Annemirl-Bauer-Haus in Brandenburg, ein 1978 gegründeter Künstlerinnenhof mit weitläufigem Garten, an dem die Berliner Malerin Annemirl Bauer (1939–1989) wohnte und arbeitete. Die Behörde für Kultur und Medien übernimmt die Miete der sechs Residenzen sowie die Kosten für die Kinderbetreuung am Stipendienort. Außerdem erhalten die Stipendiatinnen und Stipendiaten eine Aufwandspauschale in Höhe von je 1.000 Euro. Insgesamt stellt die Behörde für Kultur und Medien für das Programm 30.000 Euro zur Verfügung.

Das Förderprogramm „Parents in Arts“ wurde durch die Autorinnen Julia Ditschke und Friederike Gräff sowie durch die bildende Künstlerin Marcia Breuer (Gründerin der Initiative „Mehr Mütter für die Kunst“) initiiert und mit entwickelt.

Marcia Breuer: marcia@mehrmütterfürdiekunst.net | Julia Ditschke: julia.ditschke@u-vier.com

Weitere Informationen gibt es in der Ausschreibung. Die Bewerbung erfolgt bevorzugt digital über das Online-Portal, das ab sofort bis 17. Dezember 2023 für Bewerbungen geöffnet ist.

Weitere Infos zudem: www.mehrmütterfürdiekunst.net

 

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Wissenswertes in Harburg https://www.tiefgang.net/10228-2/ Fri, 01 Sep 2023 22:41:04 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=10228 [...]]]>

Der Tag des offenen Denkmals ® macht unsere Denkmallandschaft auf besondere Art erlebbar – auch im Süden der Stadt …

Der diesjährige Tag des offenen Denkmals ® findet in Hamburg vom 8. bis 10. September unter dem bundesweiten Motto „Talent Monument” statt. Im Fokus stehen Denkmal-Talente aller Art – ob groß oder klein, ob glanzvoll oder unscheinbar: Was macht ein Denkmal einzigartig und besonders? Welche versteckten Fähigkeiten schlummern in ihm? Welche unbekannten Monumente haben mehr Aufmerksamkeit verdient? Antworten auf diese Fragen gibt der diesjährige Tag des offenen Denkmals.

Viele sonst nicht öffentlich zugängliche Denkmäler machen am Tag des offenen Denkmals ® ihre Tore und Türen auf. Mit Führungen, Rundgängen und kulturellen Veranstaltungen geben sie ungewohnte Einblicke, eröffnen neue Perspektiven auf die präsentierten Denkmäler und sensibilisieren für die Bedeutung des baukulturellen Erbes und die Belange der Denkmalpflege.

Der Aktionstag geht zurück auf die 1984 vom damaligen französischen Kulturminister Jack Lang erstmals ausgerufenen „Journées Portes ouvertes dans les monuments historiques“. Aufgrund der großen Resonanz griff der Europarat 1991 die Idee auf und begründete unter seiner Schirmherrschaft die „European Heritage Days“, die seitdem jeden September europaweit stattfinden.

Und auch im Süden gibt es einiges zu erleben. Schon wer aus Hamburg kommen will, kann dies als große Überfahrt planen. Ein Shuttle führt vom Hamburger Hafen zum Harburger Binnenhafen mit der Barkasse Buenos Aires. Die Fahrt mit Informationen zur Route und den Denkmälern im Harburger Binnenhafen auf der Barkasse Buenos Aires durch den Köhlbrand, vorbei an Hafenanlagen, Industriebetrieben, Werften und Docks.
Ab Anleger „Hohe Brücke“ (ggü. Miniatur-Wunderland) bis „Kanalplatz“ (Harburger Binnenhafen): So. 09.30, 13.00 und 16.30 Uhr
Ab „Kanalplatz“ (Harburger Binnenhafen) bis Anleger „Hohe Brücke“ (ggü. Miniatur-Wunderland): So. 11.15, 14.45 und 18.15 Uhr
Barkassenbetrieb Bülow, Hamburg; Fahrpreise: Je Fahrt 15 Euro (Kinder 50 %)
Infos und Ticketreservierung: www.muhahar.de/barkassenshuttle; Veranstalter: Museumshafen Harburg e. V.

Harburger Binnenhafen

Der Harburger Binnenhafen ist durch eine Schleuse vor den Gezeiten der Elbe geschützt. Er war Bahn- und Schiffsumschlagplatz für eine europaweit bedeutende Pflanzenöl- und Gummi-Industrie. 2022 feierte man 75 Jahre Eisenbahn in Harburg. Der Lotsekanal wurde mit Hilfe des Vereins Museumshafen Harburg seit 2013 ein Zuhause für viele historische Wasserfahrzeuge. Am Denkmaltag können Schiffe besichtigt werden, es gibt Hafengeschichten auf dem Wasser und an Land
und Fahrten mit der Hafenbarkasse JAN (1921).
Harburger Binnenhafen; Offen: So. 11 – 18 Uhr; Führung: So. 11 – 18 Uhr lfd. nach Bedarf; Veranstalter: Museumshafen Harburg e. V.

Liebherr-Portalkran / Peiner Werftkran W40

Der Liebherr-Portalkran von 1972 (10t Nutzlast) symbolisiert die industriell-gewerbliche Epoche der etwa 1.000-jährigen Geschichte des Harburger Binnenhafens. Bis 2006 von der Firma Mulch Güterservice für Schüttgutumschlag genutzt, wurde er von der KulturWerkstatt Harburg gerettet und ist nun integriert in den Museumshafen Harburg. Denkmalgerecht saniert und begehbar, ist er heute ein lebendiges Industriedenkmal, Hebezeug und Ort für Kulturevents. Drei Eisenbahnwaggons, ein Schiebewandwagen Hbis 299, ein Güterwagen Gbs 213 sowie ein Flachwagen Klms 440 ergänzen das Industrie-Ensemble.

Der blaue Werftkran W40 der Maschinen- und Schraubenwerke Peine bildet mit dem gelben Liebherr- Portalkran ein Ensemble. 1960 gebaut, mit 6t Nutzlast, wurde er seit 1982 von der Firma Neven & Grube Lotsekai für den Umschlag von Futtermittel am jetzigen Standort eingesetzt, 2016 dann wegen der Kai- und Oberflächensanierung am Standort demontiert. Fördermittel ermöglichten die Instandsetzung des Krans. Der Museumshafen Harburg e. V. will den Kran nach Abschluss aller Arbeiten als lebendiges Industriedenkmal für den Service des Museumshafens einsetzen – mit dem Konzept „Erhalt durch Betrieb“.
Lotsekai Ost, Harburger Binnenhafen; Offen: So. 11 – 18 Uhr; Führung: So. 11 – 18 Uhr lfd. nach Bedarf; Veranstalter: Museumshafen Harburg e. V.

Kontor- und Wohnhaus Kanalplatz 6

1854 errichtete der Kaufmann L. W. Brammer ein Wohnhaus mit „Comptoir“ in zentraler Harburger Hafenlage, dazu einen Schuppen mit Platz für drei Pferde. 1906 folgte der Umbau durch die Hamburger Architekten Distel & Grubitz zum repräsentativen Kontorhaus für Renck & Hessenmüller, Schiffsmakler und Spediteure in Harburg, gegründet 1873. Aus der fast 100-jährigen Nutzungsgeschichte der Harburger Traditionsfirma am Kanalplatz sind Teile der historischen Kontorausstattung
sowie Schriftzüge erhalten. Seit 2008 ist das Gebäude Kulturdenkmal. Das alte Kontor wird heute von der KulturWerkstatt Harburg genutzt.
Kanalplatz 6; Offen: So. 12 – 18 Uhr; Führung: So. 15 Uhr; Veranstalter: KulturWerkstatt Harburg e. V

Speicher am Kaufhauskanal

Hamburgs ältester Großspeicher, 1827 als Ergänzung am Ende des Kaufhauskanals erbaut, musste 1881 der Eisenbahn nach Stade weichen, deren Strecke die Stadt teilte. Daraufhin wurde er an den heutigen Standort versetzt. Zum Fachwerkbau mit 3 Lagerböden kam 1888 ein „verputztes” Comptoirgebäude. Nach aufwendiger, denkmalgerechter Renovierung ist die historische Nutzung als Lebensmittel- und Werkzeuglager gut erkennbar.
Im Schuppen sind noch die alten Balken, Winden, Luken und Waagen vorhanden. Schon der Vorgängerbau aus dem 16. Jh. begründete entscheidend den Wohlstand der damals selbständigen Stadt Harburg.
Blohmstraße 22; Offen: So. 10 – 17 Uhr, Führung: So. 10, 12, 14 und 16 Uhr; Programm: So. 10 – 17 Uhr Weinverkostung; Veranstalter: Speicher am Kaufhauskanal,
Brinkermedia

Kunstverein Harburger Bahnhof

Der 1897 in Betrieb genommene Personenbahnhof Harburg ist ein im Stil des Historismus errichteter Backsteinbau mit romanischen und norddeutsch-gotischen Formen (1896/97, Hubert Stier). Der Neubau war bereits der dritte Bahnhof in Harburg. Im prunkvollen ehem. Wartesaal 1. & 2. Klasse mit Holz-Kassettendecke befindet sich heute ein Kunstverein. Der Raum ist einer der wenigen erhaltenen Versammlungsräume mit freistehender Deckenkonstruktion und zugleich die
letzte historische Bahnhofswartehalle Hamburgs.
Hannoversche Straße 85; Offen: Fr. bis So. 14 – 18 Uhr; Führung: So. 16 Uhr, Veranstalter: Kunstverein Harburger Bahnhof

Harburger Rathaus

Das Harburger Rathaus wurde 1892 nach Entwürfen des Architekten Christoph Hehl im Stil der flämischen Renaissance fertiggestellt. Es besitzt eine prachtvolle Fassade, die sich in einen vorspringenden Mitteltrakt und zwei kleinere Seitenrisalite gliedert. Der Rundgang zum Denkmaltag führt in den Großen Sitzungssaal mit historischen Buntglasfenstern, in das große Treppenhaus und auf den Dachboden, wo das Uhrwerk der Turmuhr untergebracht ist, die an die Stelle des Harburger
Wappens getreten ist. Das Stadthaus von 1830 am Sand war für die Verwaltungsaufgaben Harburgs zu klein geworden. Das Rathaus besitzt eine prachtvolle Fassade, die sich in einen vorspringenden Mitteltrakt und zwei kleinere Seitenrisalite gliedert.Am Denkmaltag gibt es Führungen und ein Fest im Rathaus mit Familienprogramm.
Harburger Rathausplatz 1, Offen: Mo.-Fr. 6 – 15 Uhr, Führung: Fr. 9.30 und 12 Uhr,

Die professionellen kostenlosen Führungen durch Fabian Pleiser finden am 8. September 2023 um 9:30 Uhr und 12 Uhr statt und dauern zirka 90 Minuten. Da die Plätze begrenzt sind wird um Anmeldung per Mail unter veranstaltungen@harburg.hamburg.de oder telefonisch unter 42871-2100 gebeten.

Harburger Stadtpark

1907 erwarb die Stadt Harburg Flächen zur Errichtung eines Stadtparks. Ab 1913 erfolgten erste Bauarbeiten unter Leitung des Stadt-Obergärtners Georg Hölscher, dessen Arbeit von seinem Sohn Ferdinand fortgesetzt wurde. (Nach)kriegsbedingt konnte der erste Parkteil 1926 eröffnet werden. Stetig erweitert, beträgt die heutige Parkfläche etwa 90 Hektar. Im Volksmund „Außenmühle“ genannt, ein Ort der Entspannung mit Spiel- und Grillplätzen, Bänken, Restaurants, Bootsverleih und Bäderlandschaft. Am Denkmaltag werden Geschichte und Bedeutung von Park und Mühle anhand von Fotos und Zeichnungen erklärt.
Führung: So. 13 Uhr (Dauer 2 Std.), nur nach Anm. unter info@geschichtswerkstatt-harburg.de, 040 -76757307, Veranstalter: Geschichtswerkstatt Harburg e. V.

Auch Winsen an der Luhe bietet ein Programm zum Tag des offenen Denkmals.

Nach dem Gottesdienst in der Winsener St.-Marien-Kirche ging es früher für die Männer erstmal auf ein Gläschen in ein nahegelegenes Gasthaus. Aber wohin ging man in Winsen? Und wo würde man heute hingehen? Zum Tag des offenen Denkmals am 10. September lädt das Museum im Marstall dazu ein, die Gasthauskultur Winsens näher zu erkunden. Die letzten Jahre haben in der Gasthauslandschaft so einiges verändert und viele traditionelle Gaststätten haben geschlossen. Wie es vor rund 100 Jahren um Winsens Gastronomie gestellt war, das zeigt das Museum im Marstall anlässlich des Tags des offenen Denkmals in zwei Führungen. Eine erste Führung um 13 Uhr führt durch Winsens Innenstadt. Stallbaums Gasthaus mit seinem historischen Tanzsaal, über das in den letzten Wochen viel in der Presse zu lesen war, ist nur einer der vielen kleinen und größeren Orte, um die es in der Führung geht. Der Rundgang wird etwa 90 Minuten dauern und komplett im Freien stattfinden. Eine zweite Führung beginnt um 16 Uhr in Winsen-Luhdorf am Gasthaus Pehmöller. Das Ensemble des Gasthauses zeugt von langen Jahren Gastronomiegeschichte, angefangen beim letzten noch erhaltenen Tanzsaal Winsens bis hin zur Gartenanlage mit Pavillon. Auch diese einstündige Führung wird weitgehend im Außenbereich abgehalten.

Beide Führungen des Museums im Marstall sind kostenlos. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl wird um eine Anmeldung unter 04171-3419 oder info@museum-im-marstall.de gebeten.

Auch in Jesteburg lädt ein kostenfreies Programm der Kunststätte Bossard ein. Die Kunststätte Bossard als Gesamtkunstwerk unterliegt mit all seinen Bestandteilen den Anforderungen des Denkmalschutzes. Nicht nur die Gebäude, die Wandbilder und Kunstwerke, auch die Gartenanlage wird erhalten, wie sie zu Johann Bossards Lebzeiten angelegt und dokumentiert wurde. Alle erhaltenden Maßnahmen in der Gartenanlage, die Konservierungen und Sanierungen der Häuser, sowie die Restaurierungen der Kunstwerke werden aus diesen Gründen mit dem Denkmalschutz abgestimmt. Die Herausforderung besteht darin, die Erhaltung und den Schutz des künstlerischen Nachlasses mit den Anforderungen eines modernen Museumsbetriebs in Einklang zu bringen.

Am Tag des offenen Denkmals finden drei unterschiedliche kostenfreie Themenführungen statt: um 12 Uhr „Gesamtkunstwerk kompakt“, 14 Uhr „Besichtigung der Privaträume“ (begrenzte Personenzahl), 16 Uhr „Restaurierungsführung“. Für die kostenfreien Führungen ist eine Anmeldung unter 04181/5112 oder info@bossard.de erforderlich.

Und auch in Wilhelmsburg sind einige Denkmäler entdeckenswert:

Ehemalige Kirche St. Maximilian Kolbe, Malteser Campus

Die kath. Kirche plante für das nach der Flutkatastrophe von 1962 neu entstandene Zuzugsgebiet Kirchdorf ein Gemeindezentrum. Das 1974 fertiggestellte Werk (Jo Filke) ist Maximilian Kolbe, einem in Auschwitz ermordeten polnischen Priester, gewidmet. Stadtbildprägend ist die sich zum Himmel emporwindende Turm-Spirale. Anfang 2015 profaniert, wird die Kirche künftig den Aktivitäten der Malteser dienen und derzeit umgebaut (Innenausbau u. Fassadensanierung). Für die Umgestaltung des Innenraums fand 2016 ein Wettbewerb statt, dessen Preisträger (LH Architekten) am Denkmaltag eine Führung anbieten.
Krieterstraße 9, Offen: Sa. 10 – 18 Uhr, Führung: Sa.12 und 14 Uhr; Programm: Sa. 15 Uhr Videoinstallation und Anschauungsmaterial zur Umnutzung der Kirche
mit Liveperformance (s. Kulturprogramm) Veranstalter: Malteser Hilfsdienst e. V.

Bürgerhaus Wilhelmsburg

Das Bürgerhaus Wilhelmsburg wurde 1982–85 nach Entwurf des Büros Kuhn und Pramann aus Braunschweig in der geografischen Mitte Wilhelmsburgs errichtet und 2022 unter Denkmalschutz gestellt. Das überregionale Kulturzentrum mit zwei Sälen, zentralem Foyer unter großer Kuppel, bastionshaftem Sockel und vorgelagertem See erinnert an ein Wasserschloss. In der Kombination von traditionellem, rotem Backstein mit technizistisch blauen Stahlkonstruktionen ist es
ein herausragendes Beispiel regionalistisch-postmoderner Architektur. Am Denkmaltag wird ein Rundgang durch das Haus angeboten.
Mengestraße 20, Offen: So. 11 – 18 Uhr, Führung: So. 12 Uhr, nur nach Anm. bis 7.9. bei joerg.seifert@bkm.hamburg.de; Veranstalter: Stiftung Bürgerhaus Wilhelmsburg/Denkmalschutzamt Hamburg

Windmühle Johanna

Die Windmühle Johanna wurde 1875 als zweistöckiger Galerieholländer mit Windrose und Jalousieflügeln errichtet. Sie ist komplett eingerichtet und funktionsfähig mit vier Mahlgängen (Wind, Motor), Askania-Sichter, Elevator, Getreidequetsche, Mischer, Transportschnecke und Transmissionsantrieb. Zusätzlich gibt es eine historische Bauernmühle mit Sichter und ein Schauobjekt Walzenstuhl der Fa. Pätzmann Mühlenbau. Das 2013 nach historischem Vorbild errichtete Backhaus mit Holzbackofen macht den traditionellen Weg des Getreidekorns von der Vermahlung zu Mehl und Backschrot bis zur Brotverarbeitung erfahrbar.
Schönenfelder Straße 99 a, Offen: So. 12 – 14 Uhr; Führung: So. 12 – 14 Uhr lfd. nach Bedarf, Programm: So. 12 – 14 Uhr Mahlvorführungen, Backhausbetrieb, Verkauf (Mühlenprodukte, Backwaren) Veranstalter: Wilhelmsburger Windmühlenverein e. V.

Das komplette Programm für Hamburg erhaltet Ihr hier: https://denkmalstiftung.de/projekte/denkmaltag

 

 

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Einhornmedizin https://www.tiefgang.net/einhornmedizin/ Fri, 16 Jun 2023 22:42:31 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=10046 [...]]]> Mit der Kunst als universelle Sprache schalten wir von der Froschperspektive auf Panoramablick. Wie auf einer universellen Aussichtsplattform erkennst du Zusammenhänge, die du vorher nicht gesehen hast.

Von Ulrike Hinrichs

Psychosomatische und chronische Krankheiten oder Autoimmunerkrankungen sind für Betroffene und oft auch für das Umfeld ein dauerhaft belastendes Problem. Mittlerweile ist auch medizinisch nachgewiesen, dass Stress eine große Rolle bei der Genese von Erkrankungen spielt. Die Stresshormone Adrenalin und Cortisol greifen in den Hirnstoffwechsel ein und verhindern die Ausschüttung heilungsfördernder Botenstoffe, so dass die Abwehrkräfte versagen. Der US-amerikanische Entwicklungsbiologe und Stammzellforscher Bruce Lipton geht davon aus, dass 95% aller Krankheiten die Ursache in Stress haben. Wer Stress ausschaltet, aktiviert die Selbstheilung und anders herum.

In unserem Medizinsystem wird oft nur an einzelnen Symptomen herumgedoktert. Solche Rückmeldungen höre ich aus meiner Gruppe „Krankheit als Bild“ im Kulturhaus Süderelbe. Teilnehmerinnen mit verschiedensten Erkrankungen, wie Multiple Sklerose, Bluthochdruck, Münzkopfschmerz oder Fibromyalgie nehmen daran teil.

Anstatt die Krankheit als Eindringling von außen zu betrachten, sollte man sich überlegen, was sie über das Leben aussagt, in dem sie auftritt“, so Dr. med. Gabor Maté in seinem Buch „Vom Mythos des Normalen (2023, S. 298).

Das machen wir mit Pinsel und Farbe, indem wir Symptome in metaphorische Gestalten und Themen verwandeln. Hier ein Beispiel: Wenn deine Krankheit sich etwas im Spielwarenladen aussuchen könnte, was wäre es?

Die Klientin mit Bluthochdruck hatte bei der Frage sofort ein Bild im Kopf. Es war ein Einhorn.

Was bringen uns solche Erkenntnisse, die sich über metaphorische Fragen in Bildern ausdrücken? Das Ziel ist es, tiefer zu schauen, hinter die Krankheit zu blicken, zu lauschen und bestenfalls eine positive Absicht zu entdecken. Die Kunst hilft uns dabei als universelle Sprache. Sie entspricht dem schnellen Denken, wie es der Nobelpreisträger Daniel Kahneman beschreibt. Es ist das assoziative, intuitive, wilde Denken, das der weiblichen Urkraft entspringt. Es folgt keinen linearen Strukturen, wie es unser Verstand verlangt. Das wilde Denken kann Widersprüche aushalten und das größere Ganze sehen. Es trennt nicht, sondern fügt zusammen. Lisa Miller, Professorin für Klinische Psychologie an der Columbia University New York, konstatiert in ihrem Buch „Das erwachte Gehirn“ Fantasie sei eine Form der Wahrnehmung, eine Möglichkeit, wegweisende Informationen zu erhalten. Kunst ist Fantasie.

Aus der Gruppe kamen zum Einhorn folgende Rückmeldungen:

Das Einhorn mampft glücklich vor sich hin. Es ist eingehüllt in eine wärmende bunte Mähne und strahlt Zufriedenheit aus. Nichtstun ist sein Motto. Es hat Mitgefühl mit sich selbst. Es ist einfach nur hübsch und schön, ohne etwas dafür zu tun.

Das könnte eine Botschaft der Krankheit sein. Einfach nichts tun, den Tag genießen, Sein, statt Leistung, Stress, Druck und Aktivität. Für die Klientin war das stimmig.

Weitere Artikel zum Thema

 Ulrike Hinrichs ist Gesprächstherapeutin, Kunsttherapeutin (M.A und Autorin zahlreicher Sachbücher. www.lösungskunst.com

Überall im Buchhandel

Krankheit als Bild

Mit Pinsel und Farbe die Botschaft deiner Krankheit entschlüsseln

 254 Seiten, 88 farbige Abbildungen

ISBN 9783756890156

Preis: EUR 26,90

www.krankheit-als-bild.de

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Für lau nach Paris https://www.tiefgang.net/fuer-lau-nach-paris/ Fri, 16 Jun 2023 22:31:58 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=10060 [...]]]> 60 Jahre deutsch-französische Freundschaft wird für junge Menschen nun zum Abenteuertrip. Ab Juli können kostenfreie Tickets für Bahnreisen genutzt werden …

Anlässlich des 60. Jahrestages des Elysée-Vertrags haben die Verkehrsminister von Deutschland und Frankreich, Dr. Volker Wissing und Clément Beaune, den Deutsch-Französischen Jugendpass ins Leben gerufen. Über die beiden Bahnunternehmen Deutsche Bahn und SNCF werden ab Montag insgesamt 60.000 kostenfreie Tickets zur Verfügung gestellt, um den Austausch junger Erwachsener aus beiden Ländern zu fördern – klimaneutral per Bahn.

Der deutsch-französische Freundschaftspass ist eine besondere Initiative von Deutschland und Frankreich, die zur Feier des 60. Jahrestages der Unterzeichnung des Élysée-Vertrags geschaffen wurde. Diese Initiative verkörpert die Freundschaft zwischen den beiden Ländern. Mit dem deutsch-französischen Freundschaftspass können junge Erwachsene im Alter von 18 bis 27 Jahren das jeweilige Nachbarland bereisen, kennenlernen und so die Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich stärken.

Bundesminister Dr. Volker Wissing: „Das Ticket ist ein tolles Angebot für junge Menschen, das deutsch-französische Freundschaftsjubiläum zu begehen. Die aktuellen Geschehnisse in Europa zeigen, wie wichtig der gegenseitige Austausch für das Fortbestehen eines friedlichen und demokratischen Europas ist. Mit der Aktion setzen wir außerdem ein Zeichen für das klima-freundliche Reisen per Bahn. Ich kann darum nur alle jungen Menschen dazu ermuntern, diese Gelegenheit zu nutzen.“

Clément Beaune:Der Deutsch-Französische Freundschaftspass ist eine wunderbare Nachricht für alle jungen Menschen in unseren beiden Ländern, die ab dem 1. Juli kostenlos per Zug ihr Nachbarland bereisen können. Mit diesem Ticket feiern wir die deutsch-französische Freundschaft und setzen uns dafür ein, die Bahn als Verkehrsmittel zu fördern. Ich rufe alle 18- bis 27-Jährigen auf, diese Möglichkeit zu nutzen und ihren Pass so schnell wie möglich zu reservieren.“

Mit dem deutsch-französischen Freundschaftspass können junge Erwachsene im Alter von 18 bis 27 Jahren mit Wohnsitz in Deutschland oder Frankreich zwischen 1. Juli und 31. Dezember 2023 einen Monat lang das jeweilige Nachbarland bereisen. Jeweils 30.000 Pässe wurden oder werden auf deutscher und französischer Seite vergeben.

Die Tickets konnten ab Montag, 12. Juni 2023, 10:00 Uhr, auf der Seite www.deutsch-franzoesischer-freundschaftspass.de abgerufen werden. Laut website sind auf deutscher Seite bereits alle vergriffen: „Alle Pässe wurden verteilt! Zur Erinnerung: Die Anmeldung wurde nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ durchgeführt.“ Weitere Details sowie einen ausführlichen FAQ zur Thematik finden sich auf der website.

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