Museum im Marstall in Winsen https://www.tiefgang.net Mon, 18 May 2026 13:18:18 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1 Winnywood https://www.tiefgang.net/winnywood/ Mon, 18 May 2026 22:07:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=13879 [...]]]> Das Phänomen des Kinos zeichnet sich dadurch aus, dass es Räume transformiert. Eine unscheinbare Straßenecke wird durch die richtige Kameraführung zum Schauplatz existenzieller Dramen, ein historisches Rathaus zum Epizentrum bürokratischer Satire.

Man muss für diese Metamorphosen nicht zwingend nach Los Angeles blicken. Manchmal genügt ein Blick in die niedersächsische Nachbarschaft, genauer gesagt nach Winsen an der Luhe. Die dortige Kulisse diente über Jahrzehnte hinweg als verlässliches Fundament für das deutsche Zelluloid, oft in enger Symbiose mit den legendären Ateliers im nahegelegenen Bendestorf, dem einstigen Hollywood der Heide.

Die historische Tiefenschärfe dieser filmischen Aneignung reicht zurück in die unmittelbare Nachkriegszeit. Während das zerstörte Hamburg kaum Kulissen für bürgerliche Idyllen bot, fand die Junge Film-Union unter Rolf Meyer im unversehrten Winsen eine Architektur, die sich ideal für das Kino der Trümmerära instrumentalisieren ließ. Ein herausragendes Beispiel dieser Epoche ist die Produktion Diese Nacht vergess’ ich nie aus den Jahren 1948/49, inszeniert von Johannes Meyer. Es war die Geburtsstunde einer Ästhetik, die das Provinziell-Vertraute in den Dienst der kollektiven Verdrängung und des sanften Neubeginns stellte. Der Subtext dieser Filme war eindeutig: Die Sehnsucht nach einer intakten Welt, projiziert auf echte Fassaden, die den Zuschauer*innen eine Kontinuität vorgaukelten, die es in der Realität längst nicht mehr gab.

Die Evolution des Winsener Beitrags zur Filmgeschichte liest sich wie eine Chronik des bundesdeutschen Geschmacks. Auf die pastorale Heiterkeit von Das fröhliche Dorf (1955) folgte Jahrzehnte später die Dekonstruktion ebendieser norddeutschen Idylle. Wenn die Verfilmung von Heinz Strunks Fleisch ist mein Gemüse (2008) die Tristesse der regionalen Provinzbühnen seziert, fungiert das Winsener Umland nicht mehr als Sehnsuchtsort, sondern als klaustrophobischer Resonanzraum einer verfehlten Jugend. Das Mise-en-scène hat sich grundlegend gewandelt: Vom staunenden Eskapismus der fünfziger Jahre hin zum ironischen, fast schmerzhaften Realismus der Gegenwart. Selbst das Fernsehen in Form des Tatorts nutzte die Stadt wiederholt, um das Verbrechen hinter den gepflegten Vorgärten zu inszenieren.

Diese vielschichtigen filmischen Schichten der Stadtlandschaft werden nun im Rahmen einer historisch-topografischen Spurensuche freigelegt. Das Museum im Marstall veranstaltet am 31. Mai einen rund zweistündigen Rundgang unter dem programmatischen Titel Winnywood: Filmstadt Winsen. Geführt von Martin Raulf, einem profunden Kenner der lokalen Historie, verspricht dieser Spaziergang eine dialektische Gegenüberstellung von filmischer Fiktion und städtischer Realität. Die Teilnehmenden werden mit Anekdoten und Hintergrundberichten konfrontiert, die zeigen, wie sehr die vermeintliche Peripherie die deutsche Medienlandschaft geprägt hat. Es ist die seltene Gelegenheit, die visuelle Ästhetik vertrauter Orte neu zu dechiffrieren.

Der Rundgang beginnt um 14.30 Uhr direkt am Museum im Marstall und fokussiert sich auf die filmischen Schauplätze innerhalb der Innenstadt. Für das weitere Umland wird den Teilnehmenden entsprechendes Kartenmaterial an die Hand gegeben. Für kulturinteressierte Bürger*innen bietet sich hier ein lohnender Blick hinter die Kulissen der eigenen Regionalgeschichte, der die Wechselwirkung zwischen filmischem Medium und erlebter Wirklichkeit greifbar macht. Karten für diese filmhistorische Zeitreise sind im Vorverkauf beim Museum erhältlich.

Termin: 31. Mai, 14.30 – 16.30 Uhr: „Winnywood: Filmstadt Winsen“ – ein Rundgang zu Drehorten in Winsen | Museum im Marstall, Schloßplatz 11, 21423 Winsen (Luhe), www.museum-im-marstall.de


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Pinsel, Stein und Stift https://www.tiefgang.net/pinsel-stein-und-stift/ Fri, 12 Dec 2025 23:40:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=13006 [...]]]> Die Feiertage stehen vor der Tür, aber wer will schon nur zu Hause rumsitzen? Das Museum im Marstall in Winsen an der Luhe liefert den perfekten Tipp: eine Sonderausstellung, die Kunstgeschichte und lokale Identität zusammenbringt.

Ein energiegeladener Spaziergang durch 150 Jahre Winsener Kunst – inklusive Spurensuche durch die Stadt! Winsen an der Luhe ist mehr als eine malerische Fachwerkstadt am Wasser. Sie war und ist ein Magnet für Kreativität! Genau das beweist die aktuelle Sonderausstellung „Mit Pinsel, Stein und Stift – Künstler im Raum Winsen“ im historischen Museum im Marstall.

Ein Muss für alle, die in der Weihnachtszeit und danach mal den Kopf freibekommen wollen: Bis zum 8. März 2026 werden hier über 40 Künstler*innen präsentiert, die sich vom Winsener Schloss, der Luheinsel oder der umliegenden Landschaft inspirieren ließen.

Das Tolle an dieser Schau ist die unglaubliche Vielfalt – man sieht förmlich, wie kreativ die Luft in Winsen sein muss! Allein das Winsener Schloss, das beliebteste Motiv schlechthin, wird in unzähligen Blickwinkeln gezeigt.

Da ist der expressionistische Pinselstrich von Ernst Odefey, der dem Schloss eine neue Dynamik verleiht, während Malende wie Christian Probst oder P. Zühlke es in feinsten Details festhielten. Für alle Fans der modernen Kunst gibt es die abstrakte Interpretation von Brigitte Kranich. Es ist ein faszinierendes Spiel mit Perspektiven: Das Stadtbild, wie wir es kennen, wird durch impressionistische und expressive Darstellungsweisen komplett neu aufgerollt.

Ob Sie nun das nahezu leuchtende Ölgemälde „Brackeler Tonwerk“ von Margarete Schneefus entdecken oder die expressiven Abendhimmel von Richard von Vegesack – die vier Abteilungen (Winsen, Landschaft, Portrait, Architektur/Skulptur) bieten garantiert ein neues Lieblingsbild!

Die Ausstellung zieht einen eleganten Bogen über 150 Jahre Kunst in der Region. Aber das Museum im Marstall bleibt nicht in der Vergangenheit stehen: Der aktuelle Kunst-Leistungskurs des Gymnasiums Winsen ist mit einem eigenen Bereich vertreten. So sehen wir, wie die Kunsttradition der Stadt bis in die Gegenwart fortgeführt wird – da lacht das neugierige Herz!

Besonders charmant: Viele Skulpturen, die in der Pressemitteilung erwähnt werden, befinden sich gar nicht im Museum! Mit einem Plan können Besuchende selbst auf Entdeckungsreise durch die Stadt gehen und die Winsener Kunstwerke in situ bestaunen. Die St.-Marien-Kirche mit ihren Fensterbildern ist hierbei ein markanter Ankerpunkt. Das ist der perfekte Vorwand für einen winterlichen Spaziergang in der Weihnachtszeit!

Die Ausstellung „Mit Pinsel, Stein und Stift – Künstler im Raum Winsen“ läuft noch bis zum 8. März 2026 im Herzen der Stadt, dem Museum im Marstall. Es ist die ideale Flucht aus der Weihnachtshektik, denn das Museum hat zwischen den Jahren geöffnet. Die regulären Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag von 11 bis 16 Uhr, wobei an Heiligabend (24.12.), den beiden Weihnachtsfeiertagen (25.12.), Silvester (31.12.) und Neujahr geschlossen bleibt.

Wer die Kunst vertiefen möchte, kann individuelle Führungen anfragen. Oder Sie nehmen an der öffentlichen Führung am Samstag, dem 27. Dezember, teil (Kosten: 6 €). Ein Vortrag über den Maler und Grafiker Arthur Illies ergänzt das Programm am Sonntag, dem 1. März (Kosten: 5 €). Der normale Eintritt für Erwachsene kostet 3 €, wobei Kinder bis 18 Jahre sowie Mitglieder des Heimat- und Museumsvereins freien Zugang zu allen Angeboten haben.

Alle weiteren Informationen zur Ausstellung und den genauen Standorten der Skulpturen finden Sie unter www.museum-im-marstall.de. Museum im Marstall | Schloßplatz 11 | 21423 Winsen (Luhe)

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Tanzen wie bei Poppe Isermann https://www.tiefgang.net/tanzen-wie-bei-poppe-isermann/ Fri, 16 May 2025 22:29:26 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=11796 [...]]]>

Für alle, die in Erinnerungen schwelgen und das Tanzgefühl der 1960er Jahre noch einmal erleben möchten, gibt es im Museum im Marstall eine wunderbare Gelegenheit. Unter dem Motto „Treffen! Talken! Tanzen!“ wird am Sonntag, den 25. Mai, die Zeit zurückgedreht.

Wolfgang Kurzke, der selbst in den frühen 1970er Jahren im legendären „Young Fashion Club“ von Poppe Isermann in der Winsener Bahnhofstraße auflegte, nimmt die Besucher mit auf eine musikalische Zeitreise. Es werden die Beatles, die Rolling Stones und unvergessliche Schlagerhits erklingen.

Der Nachmittag bietet Raum, um in alten Erinnerungen zu kramen, zu seinen Lieblingsliedern zu tanzen und sich mit anderen auszutauschen. Ob Slow, Fox, Mainstream oder die Musik von der Raupe auf dem Jahrmarkt – die Auswahl ist bunt und lädt zum Tanzen ein. Wer möchte, kann sogar seine persönliche TOP10-Liste von damals zusammenstellen.

Im Mittelpunkt des Nachmittags stehen die Erinnerungen an die legendäre Diskothek von Poppe Isermann, die über Jahrzehnte hinweg einer der wichtigsten Treffpunkte für die Winsener Jugend war. Die Veranstaltung knüpft an eine Gesprächsrunde des Museums aus dem vergangenen Jahr an, die sich mit den Treffpunkten und der Musik der Winsener Jugend in den 1960er Jahren beschäftigte.

Als Moderator führt erneut der gebürtige Winsener Wolfgang Kurzke durch den Nachmittag, der auch beruflich als Moderator und Sprecher tätig ist. Die Besucher erwartet ein kurzweiliges Programm, das die Erinnerung an die „gute alte Zeit“ wecken und zeigen wird, was Winsen in den 1960er Jahren bewegte.

  • Was: Treffen! Talken! Tanzen! – Eine musikalische Zeitreise in die 60er
  • Wo: Museum im Marstall, Winsen
  • Wann: Sonntag, 25. Mai, 14.30 – 16 Uhr
  • Eintritt: 3 € für Erwachsene, freier Eintritt für Kinder bis 18 Jahre und Mitglieder des Heimat- und Museumsvereins

Das Museum im Marstall liegt im Herzen der Stadt Winsen (Luhe). Im herzoglichen Marstall von 1599 informiert das Museum auf vier Ebenen über die spannende Stadtgeschichte sowie über regionale Besonderheiten der Elbmarsch und Persönlichkeiten der Stadt. Außenstellen befinden sich im Turm des Wasserschlosses und in der Luhestraße in Winsen sowie mit Museumsinseln an fünf Standorten in der Elbmarsch. Sonderausstellungen und Veranstaltungen ergänzen das Angebot.

Betrieben wird das Museum vom Heimat- und Museumsverein Winsen (Luhe) und Umgebung e. V.

 

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Spannende Einblicke in Schlossturm und Kriegsende https://www.tiefgang.net/spannende-einblicke-in-schlossturm-und-kriegsende/ Fri, 09 May 2025 22:37:12 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=11756 [...]]]> Die charmante Stadt Winsen an der Luhe, eingebettet in die malerische Landschaft vor den Toren Hamburgs, lädt in den kommenden Tagen zu einer spannenden Reise in ihre Vergangenheit ein.

Gleich zwei Veranstaltungen rücken bedeutende Kapitel der Winsener Historie in den Fokus und versprechen interessante Einblicke für Einheimische und Besucher gleichermaßen.

Ein besonderes Augenmerk gilt dabei dem markanten Wahrzeichen der Stadt: dem imposanten Wehrturm des Winsener Schlosses. Dieses ehrwürdige Bauwerk, dessen Grundmauern bis ins 14. Jahrhundert zurückreichen, hat im Laufe seiner über 800-jährigen Geschichte zahlreiche Veränderungen erlebt. Nun wurden im Zuge der jüngsten Instandsetzung im Jahr 2022 verborgene Details zugänglich, die den renommierten Bauforscher Dr. Bernd Adam zu umfassenden neuen Untersuchungen inspirierten.

Seine akribische Arbeit umfasste nicht nur detaillierte Analysen des Turms selbst, sondern auch eine tiefgreifende Suche in den Archiven. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse werfen ein neues Licht auf die Baugeschichte dieses besonderen Festungsturms, der sich von typischen Bergfrieden und Wohntürmen seiner Zeit unterscheidet. Dr. Adam wird seine faszinierenden Ergebnisse in einem Vortrag präsentieren, der sich nicht nur mit der Baugeschichte auseinandersetzt, sondern auch die wechselnden Nutzungen des Schlosses beleuchtet – von der herzoglichen Residenz über das Amtshaus bis hin zum Sitz des Amtsgerichts. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der ungewöhnlichen Kombination des Wehrturms mit der Kapelle im Erdgeschoss, die eine bemerkenswerte funktionale Einheit bildete.

Dieser aufschlussreiche Vortrag findet am Sonntag, den 18. Mai, von 14:30 bis 16:00 Uhr im Museum im Marstall statt und begleitet die aktuelle Sonderausstellung „Zwischen Glanz und Alltag: Das herzogliche Winsen“. Besucher haben die Möglichkeit, diese Ausstellung, die einen lebendigen Einblick in das höfische Leben und den Alltag in Winsen bietet, vor dem Vortrag zu erkunden. Der Eintrittspreis von 3 € für Erwachsene beinhaltet den Besuch der Ausstellung. Kinder bis 18 Jahre und Mitglieder des Heimat- und Museumsvereins genießen freien Eintritt.

Doch nicht nur die mittelalterliche Geschichte Winsens steht im Fokus. Eine weitere, bewegende Ausstellung im Foyer des Marstalls widmet sich einem einschneidenden Ereignis des 20. Jahrhunderts: dem Ende des Zweiten Weltkriegs vor 80 Jahren. Während in vielen Städten mit Bildern von einmarschierenden Panzern und Kapitulationen gedacht wird, beleuchtet diese Kooperationsausstellung des Museums im Marstall mit dem Stadtarchiv Winsen (Luhe) die unmittelbare Nachkriegszeit in der Elbstadt.

Anhand von Archivmaterialien, seltenen Filmen und Fotografien wird ein eindrückliches Bild des Lebens in Winsen nach dem Zusammenbruch des NS-Regimes gezeichnet. Die britische Besatzungsmacht übernahm die Kontrolle und stand vor der immensen Aufgabe, nicht nur die Verwaltung neu zu ordnen, sondern auch das Schulwesen wieder aufzubauen und die zahlreichen Flüchtlinge unterzubringen. Ungewöhnliche Objekte aus der Sammlung des Museums veranschaulichen auf bewegende Weise, wie sich die Menschen in dieser Notzeit selbst halfen und aus alten Dingen Neues schufen.

Diese informative und zugleich berührende Ausstellung ist bis zum 21. Mai 2025 im Foyer des Museums im Marstall zu sehen und kann während der regulären Öffnungszeiten eintrittsfrei besucht werden. Sie bietet eine wertvolle Gelegenheit, sich mit den unmittelbaren Folgen des Krieges auf lokaler Ebene auseinanderzusetzen und die Widerstandsfähigkeit der Menschen in dieser schwierigen Zeit zu würdigen.

So laden das Museum im Marstall und das Stadtarchiv Winsen (Luhe) dazu ein, in die spannende Geschichte der Stadt einzutauchen – sei es durch die neuesten Erkenntnisse zum imposanten Schlossturm oder durch die bewegenden Zeugnisse der Nachkriegszeit. Ein lohnenswertes Angebot für alle, die mehr über die Vergangenheit und die Identität dieser reizvollen Stadt vor den Toren Hamburgs erfahren möchten.

Veranstaltungsdetails im Überblick:

Vortrag: neue Untersuchungen zum Winsener Schlossturm, Dr. Bernd Adam

  • Datum: Sonntag, 18. Mai 2025
  • Uhrzeit: 14:30 – 16:00 Uhr
  • Ort: Museum im Marstall, Schlossplatz 1, 21423 Winsen (Luhe)

Kooperationsausstellung zum Kriegsende in Winsen

  • Datum: 8. – 21. Mai 2025
  • Uhrzeit: Während der Öffnungszeiten des Marstalls
  • Ort: Foyer des Museums im Marstall, Schlossplatz 1, 21423 Winsen (Luhe)

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Museum digital https://www.tiefgang.net/museum-digital/ Fri, 21 Mar 2025 23:17:08 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=11618 [...]]]> Ob ein Touchscreen zur digitalen Vermittlung, Werbung über Social Media oder eine Virtual Reality Brille – kaum ein Museum kommt mittlerweile ohne digitale Elemente in seiner Arbeit aus. Das Museum im Marstall arbeitet seit fast drei Jahren im Rahmen des Projekts „Kleines Museum als digitaler Möglichkeitsraum“ daran, kleinen Museen in Niedersachsen und Bremen aufzuzeigen, wie die digitale Transformation gelingen kann. Dieses zukunftsweisende Projekt unter der Leitung von Tammo Hinrichs, dem Medienpädagogen des Museums im Marstall, unterstützt Museen, die häufig auf ehrenamtliche Arbeit angewiesen sind und mit begrenzten finanziellen und personellen Ressourcen arbeiten, dabei, digitale Angebote in ihre Arbeit zu integrieren.

Das Projekt „Kleines Museum als digitaler Möglichkeitsraum“

hat es sich zur Aufgabe gemacht, praxisorientierte Hilfestellungen zu bieten, die den Museumsmitarbeitenden den Einstieg in die digitale Welt erleichtern. Eine Museums-Toolbar, aber auch Beratungsgespräche und der fachliche Austausch in einem Projektnetzwerk bieten den Museen Lösungen, Ideen und Tipps, um diese Herausforderungen zu meistern.

Im Rahmen einer Tagung am 14. März wurden nun Projektergebnisse, Hintergründe zur Digitalisierung kleiner Museen und Lösungen für die digitale Transformation vorgestellt und diskutiert. Tammo Hinrichs konnte dabei Museumsmitarbeitende aus ganz Niedersachsen im Museum im Marstall begrüßen.

Fachvorträge gaben den Teilnehmenden wichtige Anregungen und Ideen mit auf den Weg. So stellte Dr. Thomas Overdick, Geschäftsführer des Museumsverbands Niedersachsen und Bremen e. V., die Bedeutung einer Strategie zur Digitalisierung hervor und betonte, dass die Digitalisierung auch immer im Kontext der analogen Museumsarbeit zu sehen sein sollte. Dr. Antje Schmidt vom Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe hob in ihrem Vortrag die Vorteile der Digitalisierung besonders für die museale Vermittlung und zur informativen Ergänzung von Objekten im Ausstellungsbereich hervor und zeigte spannende und durchaus auch für kleine Museen umsetzbare Möglichkeiten.

Aus dem im Rahmen des Projekts gegründeten Netzwerk stellten Mitwirkende verschiedene Möglichkeiten zur Digitalisierung der Museumsarbeit vor und bewiesen so eindrucksvoll, dass auch kleinen Museen die digitale Transformation gelingen kann. In verschiedenen Workshops erhielten die Tagungsteilnehmenden Praxistipps zur Digitalisierung zu den Themen Social Media, Virtual Reality und der Gestaltung von interaktiven Videos

Die Tagung verdeutlichte, wie wichtig das Thema Digitalisierung für die museale Arbeit kleiner Museen ist. Ziel war es, einen Einblick in eines der relevantesten Themen unserer Zeit zu geben und die Hemmschwelle, die digitale Transformation anzugehen, zu senken. Dabei war nicht nur die Tagung erfolgreich, auch das gesamte Projekt „Kleines Museum als digitaler Möglichkeitsraum“ erfuhr eine Würdigung. Das im Rahmen des Projekts entstandene Netzwerk soll als Fachgruppe „Kleines digitales Museum“ im Museumsverband Niedersachsen und Bremen fortgeführt werden. Damit wird auch in Zukunft vielen kleinen Museen die Digitalisierung durch gegenseitigen Austausch und Input zu digitalen Themen erleichtert. Die Themen, die bisher im Projekt des Museums im Marstall erarbeitet wurden, können über die Website eingesehen und Informationen bezogen werden: www.museum-im-marstall.de/kleines-museum-digital

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Dammbruch per Super8 https://www.tiefgang.net/dammbruch-per-super8/ Fri, 07 Feb 2025 23:17:15 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=11482 [...]]]> Kaum war der Elbe-Seitenkanal, ein „Jahrhundertbauwerk“, am 15. Juni 1976 fertiggestellt, brach ein Damm.Zu sehen jetzt auf Super8.

Auf 15 Quadratkilometern überflutete Wasser des Kanals das Land rund um Erbstorf und richtete millionenschwere Schäden an.

Das Museum im Marstall gibt am 16. Februar spannende Hintergrundinformationen zu diesem Unglück und zeigt Fotoaufnahmen sowie einen kürzlich vertonten Super8-Film, der erhalten geblieben ist.

Der Damm des Elbeseitenkanals brach am 18. Juli 1976 an einer Unterführung nahe des Dorfes Erbstorf im Landkreis Lüneburg. Die Wassermassen des Kanals strömten daraufhin ins Umland. Feuerwehren, Technisches Hilfswerk, Rotes Kreuz, Bundeswehr und Bundesgrenzschutz waren im Einsatz, um das Wasser zu stoppen und den Damm zu schließen. Ein Jahr dauerte es, bis der Elbeseitenkanal wieder in Betrieb genommen und andere Unterführungen überprüft und nachgebessert werden konnten. Im Museum im Marstall wird dieser Katastrophe nachgegangen. Besuchende erhalten an diesem Filmnachmittag eine Einführung in die Umstände des Dammbruchs und hören Erfahrungsberichte eines damals involvierten Feuerwehrmannes. Der rund 30-minütige Super8-Film, den das Museum zeigen wird, wurde im vergangenen Jahr neu vertont und gibt intensive und persönliche Eindrücke des Unglücks wieder.

Der Eintritt zu diesem Filmnachmittag kostet 5 € für Erwachsene. Kinder bis 18 Jahre und Mitglieder des Heimat- und Museumsvereins sind frei.

Das Museum im Marstall liegt im Herzen der Stadt Winsen (Luhe). Im herzoglichen Marstall von 1599 informiert das Museum auf vier Ebenen über die spannende Stadtgeschichte sowie über regionale Besonderheiten der Elbmarsch und Persönlichkeiten der Stadt. Außenstellen befinden sich im Turm des Wasserschlosses und in der Luhestraße in Winsen sowie mit Museumsinseln an fünf Standorten in der Elbmarsch. Sonderausstellungen und Veranstaltungen ergänzen das Angebot.

Betrieben wird das Museum vom Heimat- und Museumsverein Winsen (Luhe) und Umgebung e. V.

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Mit dem Kasperle durch die Jahrzehnte https://www.tiefgang.net/mit-dem-kasperle-durch-die-jahrzehnte/ Fri, 24 Jan 2025 23:19:39 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=11447 [...]]]> „Tri, tra, trullala, der Kasper, der ist wieder da!“ – jetzt auch in Winsen!

Das Museum im Marstall lädt am Sonntag, den 2. Februar von 14.30 bis 16 Uhr zum „Plattdeutschen Kaspertheater“ ein. Das Kaspertheater des Museums führt an diesem Nachmittag  gleich mehrere Kasperstücke auf.

Seit Ende des 18. Jahrhunderts ist der Kasper im deutschen Sprachraum bekannt. Seine Rolle allerdings hat sich seither verändert. In mehreren Einzelstücken beleuchten Tammo Hinrichs und Ilona Johannsen vom Museum im Marstall die Entwicklung des Kaspertheaters im Laufe der Zeit. Der Nachmittag beginnt mit zwei Stücken des Althamburger Kaspers aus der Zeit um1854. Charakteristisch ist, dass die Rolle des Kaspers plattdeutsch gesprochen wird. Dies blieb bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs so. Anschließend sprach selbst der Kasper hochdeutsch.

Nicht nur seine Sprache veränderte sich über die Jahrzehnte, sondern auch seine Rolle. War er zunächst der unverschämt Freche, mit teils derbem Volkshumor, wandelte er sich zum vorbildlichen Helden der Geschichte. Seit der Nachkriegszeit spricht dann selbst der Kasper hochdeutsch. Wobei seine Rolle sich von dem unverschämt Frechen und Garstigen hin zum vorbildlichen Helden der Geschichte wandelt. Deutlich wird dies in Kasperstücken aus der Zeit des Ersten Weltkrieges, in dem der Kasper politisch Stellung bezog, bis hin zum pädagogischen Kasper der 1970er Jahre, der die Kinder zum Zähneputzen animiert oder den Verkehr erklärt.

Während der Kasper „Putschenelle“ früher in seiner Bude von Erwachsenen und Kindern gleichermaßen besucht wurde, richten sich heute die meisten Kasperlestücke an Kinder, wie Museumspädagoge Tammo Hinrichs weiß. „Gleichwohl verfolgt das Museum im Marstall seit vielen Jahren das Ziel, die plattdeutsche Sprache über das beliebte Spiel mit den Handpuppen wieder stärker im Bewusstsein der Norddeutschen zu verankern“, so Museumsleiterin Ilona Johannsen.

Die Kasperstücke, die am 2. Februar im Museum aufgeführt werden, haben alle einen plattdeutschen, aber auch einen hochdeutschen Teil, so dass sie gut verständlich sind und sich der Inhalt leicht erschließt. Zudem werden alle Stücke kommentiert und historisch eingeordnet.

Wer darüber hinaus Interesse an plattdeutschen Kasperstücken hat, der kann am 7. Mai und am 17. September die Aufführungen des rein plattdeutschen Stücks „Dat Winser Schlottgespenst“ besuchen.

Der Eintritt zum Kaspertheater kostet 5 € pro Person.

Termin: So., 2.2.2025, 14.30 – 16 Uhr

Das Museum im Marstall liegt im Herzen der Stadt Winsen (Luhe). Im herzoglichen Marstall von 1599 informiert das Museum auf vier Ebenen über die spannende Stadtgeschichte sowie über regionale Besonderheiten der Elbmarsch und Persönlichkeiten der Stadt. Außenstellen befinden sich im Turm des Wasserschlosses und in der Luhestraße in Winsen sowie mit Museumsinseln an fünf Standorten in der Elbmarsch. Sonderausstellungen und Veranstaltungen ergänzen das Angebot.

Betrieben wird das Museum vom Heimat- und Museumsverein Winsen (Luhe) und Umgebung e. V.

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Die Bank im Bus https://www.tiefgang.net/die-bank-im-bus/ Fri, 27 Sep 2024 22:08:56 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=11204 [...]]]> Es gab Zeiten, da kam die Bank noch zu einem. Mit Bus!Ein „Bankbus“ der Volksbank Nordheide rollte regelmäßig durch die Heidedörfer und ermöglichte den Kunden sämtliche Bankgeschäfte in dieser „rollenden Zweigstelle“ zu erledigen. Um 1970 war dieser Bus unterwegs und war eine der Besonderheiten, die durch die neu gegründete Volksbank Nordheide eingeführt wurde.

Solche und andere spannende zeithistorische Einblicke in das Bankgeschäft der Volksbank vor 50 Jahren bietet ein Filmnachmittag im Museum im Marstall. Der Film „Ein Tag in der Volksbank Nordheide“ wird am So., 29. September von 14.30 bis 16 Uhr im Museum im Marstall vorgeführt. Der im Super8-Format gedrehte Film wurde 1970/71 durch den bekannten Filmproduzenten Jürgen A. Schulz produziert und gibt Einblicke in den Bankalltag der Volksbank Nordheide.

Anlass für diesen Film war die in den 1960er Jahren geschlossene Fusion mehrerer kleiner Kreditgenossenschaften zu größeren Einheiten. 1969 fusionierten die Spar- und Darlehnskassen Egestorf und Hanstedt, die zu den größten im Landkreis Harburg gehörten, zur Volksbank Nordheide. 1970 kamen die Kreditgenossenschaften in Ramelsloh und Marxen dazu. Um die neu gegründete Volksbank ihren Teilhabern näher zu bringen, wurde der Film in Auftrag gegeben und auf Ortsversammlungen vorgeführt, zu denen die Volksbank ihre Mitglieder eingeladen hatte. Zu sehen ist das Tagesgeschäft einer Genossenschaftsbank vor über 50 Jahren. Eine Seltenheit in historischen Aufnahmen ist, dass Arbeits- und Alltagsszenen gefilmt oder fotografiert wurden. Auch wenn die Szenen durch einen Filmproduzenten gedreht wurden, geben sie die Routineabläufe in der Bank alltagsgetreu wieder und sind daher von besonders historischem Wert. Der Film ist heute im Bestand des Genossenschaftlichen Archivs. Joachim Matz, der nicht nur jahrelang in der Bank gearbeitet hat, sondern auch Vorsitzender der Stiftung Genossenschaftliches Archiv (GenoArchiv) ist, wird die Filmvorführung begleiten und in den nötigen Kontext setzen.

Der Eintritt zum Vortrag kostet 3 € für Erwachsene, Kinder bis 18 Jahre und Mitglieder des Heimat- und Museumsverein haben freien Eintritt.

Das Museum im Marstall liegt im Herzen der Stadt Winsen (Luhe). Im herzoglichen Marstall von 1599 informiert das Museum auf vier Ebenen über regionale Besonderheiten der Elbmarsch und Persönlichkeiten der Stadt. Eine Außenstelle befindet sich im Turm des Wasserschlosses. Sonderausstellungen und Veranstaltungen ergänzen das Angebot.

Betrieben wird das Museum vom Heimat- und Museumsverein Winsen (Luhe) und Umgebung e.V.. Weitere Informationen finden Sie unter: www.museum-im-marstall.de

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Alte Karte neu entdeckt https://www.tiefgang.net/alte-karte-neu-entdeckt/ Fri, 27 Sep 2024 22:01:39 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=11201 [...]]]> Sie lag viele Jahre lang unentdeckt auf einem Dachboden und überlebte nahezu unbeschadet zwei Weltkriege und viele Unruhen. Jetzt wird sie gar digital!

Eine über 240 Jahre alte Landkarte der Vogtei Neuland wurde vor einigen Jahren in Winsen wiederentdeckt. Die historische Landkarte aus dem Jahr 1780/90 mit den erstaunlichen Maßen von 5 x 2 m ist nun im Besitz des Museums im Marstall, wo sie untersucht und restauriert wird.

Am Sa., den 6. Oktober wird die Landkarte in einem Vortrag im Museum im Marstall erstmals öffentlich vorgestellt und über erste Untersuchungen berichtet. Das Thema des Vortrages „Digitalisierung und Georeferenzierung einer überdimensionalen historischen Landkarte der Vogtei Neuland aus dem 18. Jahrhundert“ gibt die Bachelorarbeit Leon Stößels wieder, der sich im vergangenen Jahr mit der Landkarte befasst hat. Von 14.30 bis 16 Uhr berichtet er gemeinsam mit seinem Prof. Dr.-Ing. Thomas P. Kersten über die Ergebnisse und Erkenntnisse seiner Arbeit.

In den letzten Jahren hat das Studium historischer Karten erheblich an Bedeutung gewonnen. Die Digitalisierung der Karte und ein anschließender Abgleich mit aktuellen Geodaten liefert wichtige Daten zur Auswertung derselben. Geographische und topographische Veränderungen in der Landschaft können so ersichtlich gemacht werden und wichtige Erkenntnisse über vergangene Situationen liefern. Die Auswertung der historischen Karte der Vogtei Neuland wurde als Bachelorarbeit an der HafenCity Universität Hamburg durchgeführt. Mit zwei verschiedenen Kameras und zwei Drohnensystemen fotografierten die Vortragenden die Karte im Geodätischen Labor der HafenCity Universität Hamburg. So konnte aus jedem Datensatz ein hochauflösendes Orthofoto mit einer Pixelgröße von 0,2 mm erzeugt werden. Die Georeferenzierung der digitalen historischen Karte erfolgte mit aktuellen digitalen Orthofotos vom Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen (LGLN) mit einer Auflösung von 20 cm. Bei der Georeferenzierung wurden mithilfe einer Polynomtransformation dritten Grades durchschnittliche Abweichungen von 2,5 m an den Passpunkten berechnet, was eine präzise räumliche Referenzierung der historischen Karte darstellt.

Die Georeferenzierung und Digitalisierung der historischen Karte war ein erster Schritt des Museums im Marstall, um die Karte wissenschaftlich aufzuarbeiten. Weitere archivalische Untersuchungen sind bereits in der Vorbereitung und die Restaurierung der Landkarte mit finanzieller Unterstützung durch die Breitenförderung des Landkreises Harburg wird in den folgenden Monaten beendet sein.

Der Eintritt zu dem Vortrag am Sa., den 6. Oktober kostet 3 € für Erwachsene. Mitglieder des Heimat- und Museumsvereins und Kinder bis 18 Jahre sind frei.

Das Museum im Marstall liegt im Herzen der Stadt Winsen (Luhe). Im herzoglichen Marstall von 1599 informiert das Museum auf vier Ebenen über regionale Besonderheiten der Elbmarsch und Persönlichkeiten der Stadt. Eine Außenstelle befindet sich im Turm des Wasserschlosses. Sonderausstellungen und Veranstaltungen ergänzen das Angebot.

Betrieben wird das Museum vom Heimat- und Museumsverein Winsen (Luhe) und Umgebung e.V. Weitere Informationen finden Sie unter: www.museum-im-marstall.de

 

 

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Zwischen Petticoat und Minirock https://www.tiefgang.net/zwischen-petticoat-und-minirock/ Fri, 30 Aug 2024 22:55:56 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=11105 [...]]]> Mode ist stets ein Spiegel der Zeit.Wie sher kann man in Winsen bestaunen.

Neue Rocklängen, andere Krawattenformen oder der Mut zu mehr Farbe waren und sind immer auch Ausdruck eines Zeitgeistes. In die Zeit der bewegten 1960er Jahre und dessen Modeprägungen führt das Museum im Marstall am Sonntag, den 8. September. Zwischen 14.30 und 16 Uhr präsentiert das Jugendrotkreuz Winsen eine Auswahl an Kleidungsstücken rund um die 1960er Jahre.

Dabei bietet die Modenschau weit mehr als eine Kleiderschau. Zu vielen der Originalkleider gibt es kleine Anekdoten der damaligen Trägerinnen und Träger zu erzählen und Geschichten aus Winsen und der Region. Susanne Brüggemann, die über viele Jahre die Kleidungsstücke zusammengetragen und bewahrt hat, weiß viel zu den Besonderheiten und Eigenheiten der Modelle zu berichten. Sie moderiert die Modenschau und gibt anhand der vorgeführten Kleider Einblicke in die damalige Kultur, wie der Jugendkultur oder dem Frauenbild der 1960er. Die präsentierten Kleider umfassen die Zeit der späten 1950er Jahre bis zu den frühen 1970er Jahren und beinhalten Modelle für Kinder und Erwachsene. Die „Models“ des Jugendrotkreuzes sind mit viel Freude und Eifer beim Präsentieren der Kleidung dabei und freuen sich über zahlreiche Zuschauer. Während der Modenschau wird es eine Pause geben, bei der es gegen Spende Kaffee und Kuchen gibt. Der Eintritt zur Modenschau kostet 3 € für Erwachsene, Kinder bis 18 Jahre und Mitglieder des Heimat- und Museumsvereins sind frei.

Die Modenschau findet begleitend zur aktuellen Sonderausstellung des Museums „Zwischen ersten Fernseherlebnissen und Italienischer Eisdiele – Winsen in den Sechzigern“ statt. Die Ausstellung kann vor der Modenschau besichtigt werden und ist im Eintrittspreis enthalten.

Das Museum im Marstall liegt im Herzen der Stadt Winsen (Luhe). Im herzoglichen Marstall von 1599 informiert das Museum auf vier Ebenen über regionale Besonderheiten der Elbmarsch und Persönlichkeiten der Stadt. Eine Außenstelle befindet sich im Turm des Wasserschlosses. Sonderausstellungen und Veranstaltungen ergänzen das Angebot.

Betrieben wird das Museum vom Heimat- und Museumsverein Winsen (Luhe) und Umgebung e.V.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.museum-im-marstall.de

 

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