Medical School Hamburg – Tiefgang https://www.tiefgang.net Kultur, Politik, Kulturpolitik und mehr Fri, 27 Oct 2023 07:58:45 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.3 Der 20. Harburger Kulturtag! https://www.tiefgang.net/der-20-harburger-kulturtag/ Fri, 27 Oct 2023 22:38:25 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=10374 [...]]]> Der Harburger Kulturtag feiert am So., 5. November sein 20-jähriges Jubiläum! 

Kunst, Kultur, Shopping, Laternenumzug, Feuerwerk und viel Programm: zum 20. Harburger Kulturtag und am verkaufsoffenen Sonntag zeigt Harburg seine kulturelle Vielfalt in gnazer Breite! Und dieses Jubiläum ist ein wahrer Grund zum Feiern. Der Harburger Kulturtag, ein bewährtes Konzept, überzeugt die Hamburger*innen Jahr für Jahr mit einem breiten Spektrum an kulturellen Angeboten. Der Harburger Kulturtag verbindet erneut die zahlreichen Kultureinrichtungen Harburgs, die die kulturelle Anziehungskraft in Hamburgs Süden eindrucksvoll unterstreichen. Am Sonntag, dem 5. November, von 12 bis 20 Uhr präsentieren sich mehr als 25 Harburger Kulturinstitutionen mit einem speziell für diesen Tag konzipierten Jubiläumsprogramm – und das alles bei freiem Eintritt!
Zusätzlich bieten viele Harburger Schaufenster eine Fülle an Sehenswertem. Im Rahmen des Projekts „KunstSchauFenster“ der Kunstleihe Habrurg werden Werke verschiedener Künstler*innen in den Einzelhandelsgeschäften Harburgs ausgestellt, die Kunstgruppe wattenbergART präsentiert sich in der Passage der CityGalerie und selbst der ewig leerstehende Glaspavillon am Lüneburger Tor wird zum Schauplatz einer Installation des Kunstduos well-wired-Team.

Folgende Künstler:innen und Institutionen sind am Harburger Kulturtag vertreten:
antikyno, Archäologisches Museum Hamburg, Ateliergemeinschaft Atelier 32, Alles wird schön, Electrum, Fischhalle Harburg, Freundeskreis Harburger Theater e.V., Harburg Pop Up Store, Galerie 1565, Geschichtswerkstatt Harburg, Habibi-Atelier, Harburger Theater, Harburg Info, HinZimmer, KulturKiosk Blohmstraße, Kunstleihe Harburg, Künstler zu Gast in Harburg, Kunstverein Harburger Bahnhof, KulturWerkstatt Harburg e.V., Medical School Hamburg, Paul-Gerhardt-Kirche Harburg, Sammlung Falckenberg, Sparkasse Harburg-Buxtehude, TU Hamburg,
Alle teilnehmenden Institutionen und das dazugehörige Kulturprogramm werden zeitnah auf Social Media und der Website des Harburg Marketing e.V. (www.harburg-marketing.de) kommuniziert. Die Programmflyer sind in der Harburg Info, Hölertwiete 6, zu finden.

Vor 20 Jahren hatte ein Trio um den seinerzeit neuen Chef des Archäologischen Museums, Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss, die Idee, Harburgs Kulturszene mal angemessen ins rechte Licht zu rücken und die Idee des Harburger Kulturtags war geboren. Ateliers, Museen und die Falckenberg-Sammlung öffneten ihre Pforten und zeigten ihre aktuellen Arbeiten. Von Jahr zu Jahr wuchs die Teilnehmerzahl und tausende von Menschen nutzten das Angebot. Vor einigen Jahren dann wurde
der Kulturtag mit dem verkaufsoffenen Sonntag im November zusammengelegt. Eine Gelegenheit, Geschäfte und Kultur zusammenzubringen. Doch zunächst liefen Geschäfts- und Kulturbetrieb weitestgehend neben- statt miteinander. Die Pandemie tat ihr übriges.
Daher nahm schon im letzten Jahr die Kunstleihe Harburg die Aktion „KunstSchauFenster“ in Angriff und konnte vor allem mit dem Verband „Unternehmer ohne Grenzen“ zehn Ladengeschäfte mit KunstSchauFenstern bestücken. Zum 20. Harburger Kulturtag und dem Erfolg des letzten Jahres werden es nun zwanzig! „Dabei wurden wir auch die Vitrinen in der Galerie-Passage in der Lüneburger Straße aufmerksam gemacht“, so Sabine Schnell vom Vorstand des Vereins Kunstleihe Hamburg. „Dort wird nun die Künstler*innengruppe wattenbergART einige ihrer Werke und Künstler*innen präsentieren.“ Und auch in der Hölertwiete fiel ein Schaukasten unangenehm auf. In diesem war offenbar seit gut 30 Jahren die Modewerbung nicht getauscht. Nun prangt ein Werk der Harburger Künstlerin Petra Hagedorn dort und schafft es so wieder als Hingucker zu fungieren.
Und auch ein weiterer Lost Place fiel dem Netzwerk rund um die Kunstleihe ins Auge: der schon lange leerstehende Glaspavillon am Lüneburger Tor / Durchgang zum Harburger Ring. „Er ist ideal für eine Installation des Künstlerduos well-wired-team geeignet“, so Sabine Schnell. Was genau ab Dunkelheit zu sehen sein wird, bleibt zunächst eine Überraschung.

Kunst-Farbbildbände und Kinderbücher gibt es am HinZimmer im Hinzeweg in Heimfeld. Nutzen Sie die Gelegenheit für einen Spaziergang in Heimfeld, während die Kunst-Initiativen geöffnet sind. Es gibt viel zu entdecken an diesem Kulturtag Harburg. Im HinZimmer kann man zwischen 15 und 18 Uhr eine wunderschöne Sammlung von Kunstbände anschauen und gegen eine Spende mitnehmen.

 

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Mehr Worte auch ohne Orte https://www.tiefgang.net/mehr-worte-auch-ohne-orte/ Fri, 14 May 2021 22:59:50 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=7902 [...]]]> Ein Slogan der fast schon traditionell gewordenen Literaturtage „SuedLese“ sind die „Orte der Worte“. Auch wenn man die wohl kaum besuchen kann, scheint es die Worte kaum zu kümmern. Ein Literaturfest der Superlative kündigt sich an.    Das kulturelle Leben liegt weitestgehend brach und immer wieder angekündigte Veranstaltungen werden meist ebenso wieder abgesagt. Nicht so in Hamburgs Süden. Die fast schon tot geglaubten Literaturtage SuedLese machen dank Bundesförderung gar einen Sprung nach vorne.

„Es ist unglaublich, was sich an Ideen, Kreativität und Engagement aufgestaut hat“, so Projektleiterin Anne Lamsbach zu den laufenden Planungen. „Gut 100 Lesungen, Workshops und Diskussionen erwarten Literaturfreunde den ganzen Juni über. Das zeigt den Hunger nach Kultur bei den Kulturschaffenden und wir hoffen, mit unserem vielfältigen Angebot auch bei den Kulturinteressierten zumindest in Teilen die literarisch-kulturellen Entbehrungen des letzten Jahres ausgleichen zu können!“ 

Projektleiterin 2021: Anne Lamsbach

Und wie es die Zeiten erfordern, wird vieles anders und neu:

  • Erstmals und unter dem Motto „Stadt – Land – Harburg“ sprengt die SuedLese die kulturellen Grenzen des Landkreises Harburg in Nordniedersachsen und dem Bezirk Harburg der Hansestadt Hamburg. Bisher waren aus politisch-administrativen Abgrenzungen keine gemeinsamen Kulturaktivitäten möglich
  • Dadurch sind „Orte der Worte“ wie der Kulturpunkt Moisburg, der Marstall in Winsen, die Empore in Buchholz oder auch das Freilichtmuseum Kiekeberg ebenso dabei wie die Wilhelmsburger Deichdiele oder der Speicher am Kaufhauskanal und viele, viele andere
  • Erstmals findet eine offizielle Kooperation mit der Hamburger Autor* innenvereinigung statt, die in einem Sonderformat einen großen Querschnitt des literarischen Schaffens in und um Hamburg bietet
  • Es gibt bald eigens eine Website für die Literaturtage, die aber auch ganzjährig Lesehungrigen ein Wegweiser für Lesetermine oder Neuerscheinungen sein wird: suedlese.de.
  • Es wurde eine eigene Literaturwerkstatt <<LitLab>> gegründet als Kooperation der Initiative SuedKultur und dem Fachbereich Poesie der Medical School Hamburg. Hier sollen dauerhaft neue Wege und Formen der Darstellung von Literatur erforscht und befördert werden. Dazu werden in einem Blog auf der Seite suedlese.de regelmäßig Ergebnisse veröffentlicht, die Autor*innen aber auch Lesefans gutes Handwerkszeug geben werden.
  • Die gut 100 (!) Termine für Lesungen, Schreib- und Kreativworkshops, Diskussionen und Besprechungen im Rahmen der 6. SuedLese geben einen direkten Verweis auf die Online-Adressen per Link, die meist über das Videokonferenz ZOOM abgewickelt werden. Das reduziert ständig wechselnde Formate und soll auch weniger internetaffinen Literaturfreunden die Teilhabe und Teilnahme vereinfachen
  • Es werden brauchbare und leicht verständliche Hinweise gegeben, wie man den Genuss der online-Lesungen per Flachbildschirm-Fernseher oder Kopfhörer erhöhen kann
  • Die haptisch hochwertigen Programmhefte der 6. SuedLese aber auch persönlich signierte Bücher der Lesungen können in Bälde direkt über das Portal suedlese.de bestellt und auch der Online-Zahlungsverkehr dort abgewickelt werden. Die Gelder werden dann zentral an Autor*innen oder den lokalen Buchhandel weitergegeben und der postalische Versand organsiert. Ein Rund-um-Lese-Paket der besonderen Art!
  • Da Lesungen für die Leseorte als auch Literat*innen stets auch eine Einnahmequelle sind, wird dem Publikum nahegelegt, auch einen Eintritt zu zahlen, wenngleich er nicht Bedingung ist, um sich zu den Lesungen zuzuschalten. Die üblichen Eintritte bzw. Spenden zwischen 5,- und 15,- € können ebenso direkt über das SuedLese-Portal abgewickelt werden

Das Literaturangebot im Rahmen der SuedLese reicht von Kinderlesungen über Poesie, Prosa, Sachbuch, Kabarett, Krimi bis zu szenischer Lesung. Mit dabei sind lokale Matadoren wie Ute Holst oder Sonja Alphonso der Harburger Schreibwerkstatt von „Alles wird schön e.V.“ und der wiederbelebte „Club der lebenden Dichter“ aus Wilhelmsburg. Auch literarische Größen wie die vielfach ausgezeichnete Kinderbuchautorin Kirsten Boie, der Preisträger des Blauen Löwen, Jens Böttcher, der Hamburger Literaturpreisträger aus Harburg, Benjamin Maack, sind bei der diesjährigen SuedLese vertreten und nicht zuletzt bereichern die Kabarettisten Kerim Pamuk, Lutz von Rosenberg-Lipinsky und Johannes Kirchberg mit ihren szenischen Lesungen den Literatursommer im Hamburger Süden und dem Landkreis Harburg in Niedersachsen.

Das Programm wird zurzeit unter Hochdruck fertig gestellt und ist bis zur SuedLese dann vollumfänglich auf dem Portal www.suedlese.de zu finden. Das gedruckte Programmheft kann ab sofort und für 2,50€ Schutzgebühr und Versandkosten unter post@seudlese.de  vorbestellt werden und wird zugestellt sobald es aus dem Druck ist.

Über die einzelnen Programmpunkte und Inhalte, Orte der Worte und Diskussionen rund um das Buch und Hamburgs literarischen Süden informiert das SuedLese-Team zeitnah.

Die 6. Suedlese – Literaturtage im Süden Hamburgs werden gefördert durch NEUSTART Kultur sowie die Behörde für Kultur und Medien Hamburg.

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Kooperationen der Kunst https://www.tiefgang.net/kooperationen-der-kunst/ Fri, 07 Jun 2019 22:54:38 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=5382 [...]]]> Vor einem Jahr trafen sich Künstler*innen Harburgs in den leeren Räumen der Dreifaltigkeitskirche. Gestest wurde, ob man dort eine Artothek (Kunstleihe) aufbauen könnte. Seither ist viel passiert. Und es kommt noch besser …

In der Mitteilung der Kunstleihe heißt es:

„Die Kunstleihe Harburg – Hamburgs erste Artothek, in der man seit Anfang 2019 für wenig Geld lokale Kunst leihen kann – ist seit Mai am neuen Standort, im Nachbarschaftstreff  Eißendorfer Straße 124 angekommen und startet nun mit zahlreichen weiteren Angeboten und Kooperationen durch.

Nachdem das Team der Kunstleihe Harburg sich in den neuen und nur zeitweise nutzbaren Räumen einer ehemaligen Sparkassen-Filiale in der Eißendorfer Straße 124 in Harburg zunächst etwas umgewöhnen und einiges Mobiliar anpassen musste, ist nun wieder etwas Zeit für die inhaltliche Arbeit.

„Aus der Idee, einfach mal lokale Kunst für das private Zuhause zu verleihen, ist mittlerweile ein umfassenderes Projekt der Kunstvermittlung geworden“, so Heiko Langanke vom Team der Kunstleihe.

Der NDR hatte sowohl im Fernsehen (Hamburg Journal) als auch im Radio (90,3) noch zu Zeiten ihrer Testphase im Rahmen des Kulturprojekts „3falt“ in der leerstehende Dreifaltigkeitskirche, sich dem Thema Artothek/Kunstleihe gewidmet. Nun fasste der Radio-Sender nach und interviewte einige Kunstleihende. Und die Faszination der etwas anderen Begegnung mit Kunst war deutlich herauszuhören. „Die Begeisterung, sich in den eigenen Räumen und viel intensiver mit Kunst zu befassen, erleben wir fast jeden Sonntag in der Kunstleihe vor Ort“, so Sabine Schnell vom Kunstleihe-Team. „Es wurde dringend Zeit, dass Hamburg diese Lücke in der Kunstvermittlung schließt.“ Denn anderswo in der Republik sind sogenannte Artotheken bereits seit den 80er Jahren üblich.

Mittlerweile sind binnen weniger Monate gut 40 Werke in private und vornehmlich Harburger Haushalte gewechselt. Und das Kunstleihe-Team kooperiert mittlerweile mit dem Artothekenverband Schleswig-Holstein und auch dem Bundesverband der Artotheken. Sobald eine geeignete Organisationsform gefunden ist, steht auch die Mitgliedschaft an.

„Zur Zeit ist uns auch wichtig, auf die jahrzehnetlangen Erfahrungen der Altvorderen zurückgreifen zu können“, so Langanke. „Beim Aufbau eines umfassenderen Webportals können wir vermutlich die Software der Profis mitnutzen. Das wird uns erlauben, schon zukünftige Aspekte der Digitalisierung und Sicherung des kulturellen Erbes mitzudenken.“ Denn, so prognostizieren etliche Artotheken-Macher: das Thema der Nachlässe an Kunstsammlungen wird in naher Zukunft auch eines der Kunstleihen werden. „Es wäre dumm, wenn die Leidenschaft von Kunstsammler*innen später in Kellern vergammelt ohne gesehen zu werden. Und es ist auch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, diese Kultur zu bewahren. Dabei wird die Ausleihe eine Möglichkeit sein. Sich ihrer aber erst einmal gewahr zu werden, ist viel vordringlicher“, so Langanke.

Vorab aber glänzt die Harburger Kunstleihe bereits mit einer eigenen Facebook-Seite facebook.com/KunstleiheHarburg mit tagesaktuellen Tipps und Hinweisen zum Kunstleben in Harburg und Hamburg aber auch einem Instagram-Auftritt instagram.com/kunstleihe, auf dem etliche Kunstwerke der Leihe anzuschauen sind.

Erste Kontakte mit Kunstinitiativen anderer Bezirke bestehen bereits ebenso. „Auch das ist ein gutes Zeichen, denn überall in Hamburg sollte Kunst als alltägliche Begleiterin verstanden werden“, so Langanke.

In Kürze ist zudem und während der sonntäglichen Öffnungszeiten ein weiteres Angebot angedacht. Die Harburger Künstlerin Petra Hagedorn bereitet gerade einen „Kunstsalon“ vor. Hier können Kunstinteressierte mit Künstler*innen direkt in der Kunstleihe zusammen kommen. Dann tauscht man sich über Ziele und Inhalte von Künstler*innen oder gar Kunstgruppen aus, aktuelle Ausstellungen, Hintergründe zu Techniken, Motiven oder Arbeitsweisen. „Ebenso kommen auch Leute auf uns zu und fragen nach professioneller Hilfe beim Rahmen von Kunstwerken zum Beispiel.“

Auch die Kunstabteilung „arts & change“ der Medical School Hamburg, die im Harburger Hafen ansässig ist, war nun schon mit rund 15 Studierenden zu Gast in der Kunstleihe. Sie wollen die Kunsterfahrungen weiter erforschen. Was ändert sich bei den Leihenden in der Wahrnehmung? Könnte temporäre Kunst in Kliniken, Seniorenheimen oder Behörden wirken und wenn wie? „Es ist auch für uns eine besondere Erfahrung geworden, wie unterschiedlich das Interesse an Kunst ist“, so Sabine Schnell. „Es ist nicht unbedingt das, was man denkt, was gut ankommt. Und es sind bei uns nicht vordringlich die Namen, die beachtet werden, sondern wirklich die Kunst selbst. Das ist im Grunde das größte Kompliment an die Kunst!“

Zu den Sommerferien will auch die Künstlerin und Stipendiatin der Claussen-Simon-Stiftung Simone Karl einen Kunstworkshop für Kids und Teens anbieten.

„Die Kunstleihe hat sich aber auch zum Netzwerk für Künstler*innen selbst entwickelt“, freut sich Heiko Langanke. So sei angedacht, eine gemeinsame Ausstellung im Rahmen des 3. Buxtehuder Kunstfestes zu organisieren. Und auch beim 16. Harburger Kulturtag will das Kunstleihe-Team Präsenz zeigen – mit einer besonderen Themen-Ausstellung. Und auch wenn der derzeitige Standort gut als „Exil“ dient: „Ein frei verfügbarer Raum in zentraler Lage, der auch in der Woche für Kunstkurse und mehr nutzbar ist, wird unser mittelfristiges Ziel bleiben!“

Es bleibt also viel zu entdecken und zu tun auch für die Leute des gut 10köpfigen Kunstleihe-Teams aus Harburg.

Wer Interesse bekommen hat, kann die rund 150 Werke umfassende Ausstellung der Kunstleihe jeden Sonntag von 12-17h in der ehemaligen Filiale der Sparkasse Harburg-Buxtehude, Eißendorfer Straße 124 besuchen. Dort stehen dann auch meist Kaffee, Kuchen oder ein Glas Sekt bereit und laden zum Austausch.

Wer ein Werk leihen möchte, tut dies für 3 Monate und für 6,- € Leihgebühr. Ein Personalausweis sollte unbedingt mitgebracht werden.“

Weiterführende Links: www.sued-kultur.de/kunstleihe; www.facebook.com/KunstleiheHarburg; www.instagram.com/kunstleihe

NDR-Berichte siehe/höre: youtube/suedkultur

Die Kunstleihe Harburg wird unterstützt durch die Alfred Toepfer Stiftung FVS, die Claussen-Simon-Stiftung, die ZEIT-Stiftung, die Stiftung Erlebnis Kunst sowie private Personen.

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Kunst und Heilung https://www.tiefgang.net/kunst-und-heilung/ Fri, 26 Apr 2019 22:12:07 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=5171 [...]]]> Kunst kann heilen. Aktuelle Studien werden von zwei Harburger Professoren vorgestellt.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Künstlerische Therapien (BAG KT) treibt die Etablierung wissenschaftlich fundierter Verfahren im Gesundheitswesen voran. Im aktuellen Heft hat man sich zum Ziel gesetzt, ein breites Spektrum an Forschung, Theorie und Praxisbeispielen Künstlerischer Therapien in der Begleitung älterer Menschen vorzustellen. Das Editorial haben die an der in Harburg ansässigen Medical School Hamburg agierenden Professoren Jan Sonntag und Michael Ganß beigesteuert.

Darin heißt es:

„»Der Mensch ist undurchschaubar, bestenfalls kann man ihn vermuten, und das tut die Kunst« (Kreisler 2009, 64). Womöglich liegt genau in dieser Behauptung der Grund, warum sich der Barde bitterböser Gesellschaftskritik Georg Kreisler nicht in der Politik, sondern in der Kunst beheimatet fühlte. Hier finden die Grauzonen menschlicher Existenz in ihrer Vagheit und Vieldeutigkeit Erleben und Ausdruck, hier wird der Mensch nicht vermessen und auf Funktionen beschränkt, hier darf es subjektiv, widersprüchlich und geheimnisvoll zugehen.
Und vielleicht liegt hierin sogar ein Grund, warum sich die Künste in (zwischen-)menschlichen Belangen seit Urzeiten auch für die therapeutische Praxis empfahlen, und warum sich viele Spielarten der Psychotherapie nicht zuletzt kunstanalog verstehen oder verstehen lassen: Sie geben dem Menschen in seiner Ganzheit Raum und Rahmen.
Viele Jahrhunderte vorwissenschaftlicher Verbindungen zwischen Kunst und Heilung führten im vergangenen Jahrhundert zur Entwicklung Künstlerischer Therapien auf teilweise hohem wissenschaftlichem Niveau. Neben außerakademischen Ausbildungsformaten bieten Hochschulstudiengänge akademische Ausbildung auf Bachelor-, Master- und Promotionsniveau. Es existiert eine Infrastruktur von Berufsorganisationen, ehrgeizige Forschungsaktivität sowie umfangreiche Fachliteratur.
Unter dem Sammelbegriff »Künstlerische Therapie« werden Verfahren wie Kunst-, Musik-, Tanz-, Biblio-, Theatertherapie u.a. gefasst, die überwiegend den herkömmlichen Trennungslinien der Kunstgattungen folgen. Aber auch die Überwindung der menschheitsgeschichtlich jungen und kulturell eher westlichem Zergliederungsdenken folgenden Trennung der Künste wird zunehmend erprobt: in integrativen und intermedialen Konzepten.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Künstlerische Therapien (BAG KT) treibt die Etablierung wissenschaftlich fundierter Verfahren im Gesundheitswesen voran. Ihr zur Seite steht mit Blick auf die Mitarbeit bei der Erstellung von Leitlinien in der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften die Wissenschaftliche Fachgesellschaft für Künstlerische Therapien (WFKT).
Künstlerische Therapien zielen auf die Wiedererlangung, Erhaltung und Förderung der physischen, psychischen und psychosozialen Gesundheit ab. Sie dienen darüber hinaus der Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit psychischen und somatischen Erkrankungen, mit emotional, kognitiv oder sozial bedingten Einschränkungen, Behinderungen, Verhaltensstörungen und Leidenszuständen sowie Menschen, die davon bedroht sind. Sie basieren auf dem Interaktionsgeschehen zwischen Patient, Therapeut und schöpferisch-künstlerischem Prozess bzw. Werk (vgl. BAG KT o.J.).
In vorliegendem Heft haben wir uns zum Ziel gesetzt, ein breites Spektrum an Forschung, Theorie und Praxisbeispielen Künstlerischer Therapien in der Begleitung älterer Menschen vorzustellen. Dabei sollen einerseits der hohe therapeutische Wert, der wissenschaftliche und praktische Entwicklungsstand Künstlerischer Therapien gezeigt werden. Andererseits berücksichtigen wir auch dezidiert Ansätze, die sich nicht als therapeutisch, sondern rein künstlerisch verstehen, womit wir der zunehmenden Pathologisierung (und damit »Therapeutisierung«) natürlicher Lebensvorgänge wie Geburt, Altern oder Sterben begegnen.
Ferner bieten die künstlerisch orientierten Ansätze Menschen im Alter und im Besonderen Menschen mit Demenz offene, niedrigschwellige Auseinandersetzungsmöglichkeiten, die Beziehung und Entwicklung ermöglichen. Damit weisen sie eine große Nähe zu therapeutischen Prozessen auf und erfahren gleichzeitig eine hohe Akzeptanz durch die Seniorinnen und Senioren. Da in künstlerischen Verfahrensweisen kein spezifisches Ziel vereinbart wird, können sie eine indizierte therapeutische Begleitung nicht ersetzen. Im Sinne der Gesundheits- und Resilienzförderung stellen sie jedoch eine wichtige Ergänzung dar.

In diesem Heft bündeln wir folglich Ansätze, die
1.    sich im engeren Sinne (psycho-)therapeutisch verstehen,
2.    einem erweiterten Therapiebegriff folgen, z.B. Therapie wortursprungsgetreu als Dienst oder Begleitung verstehen, und
3.    sich nicht als therapeutisches Angebot, sondern als künstlerische Praxis verstehen, dabei aber durchaus therapeutische Wirkungen zeitigen können.

Die Autorinnen und Autoren der Artikel dieses Themenheftes sind sämtlich ausgewiesene und langjährig erfahrene Experten aus Forschung, Lehre und Praxis Künstlerischer Therapien. Für sich gesehen und in der Zusammenschau bilden die Beiträge einen großen Teil des aktuellen Entwicklungsstandes Künstlerischer Therapien ab. Im Anschluss an grundlegende Beiträge im vorderen Teil des Heftes finden Sie, die Leserinnen und Leser des Heftes, Zusammenfassungen empirischer Forschung sowie Falldarstellungen, Praxis- und Projektberichte. Wir wünschen Ihnen einen anregenden und informativen Ausflug in die vielgestaltige Welt der Künstlerischen Therapien in der Begleitung älterer Menschen.“

Zum Heft: www.psychotherapie-im-alter.de

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Die Kunstleihe zieht zu Ostern um https://www.tiefgang.net/die-kunstleihe-zieht-zu-ostern-um/ Fri, 12 Apr 2019 22:38:30 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=5122 [...]]]> Sie öffnete erst Ende Januar ihre Türen im Kulturprojekt „3falt“ in der Neuen Straße. Doch die Dreifaltigkeitskirche soll bis zum Verkauf erstmal wieder leer stehen. Zum Glück hat die Kunstleihe nun ein „Asyl“ gefunden.

Die Kunstleihe Harburg – Hamburgs erste Artothek, in der man für wenig Geld lokale Kunst leihen kann – öffnet ab Sonntag, dem 28. April, 12h seine Türen an einem neuen Standort: dem Nachbarschaftstreff  Eißendorfer Straße 124 – der ehemaligen Filiale der Sparkasse Harburg-Buxtehude.

Am Ostersonntag (21.4.) hat die Kunstleihe somit geschlossen!

Nachdem die Harburger St.Trinitatis das Kulturprojekt „3falt“ in der leerstehenden Dreifaltigkeitskirche in der Neuen Straße für beendet erklärte, wurde auch der erst Ende Januar hergerichtete Saal im Obergeschoss des dortigen Gemeindehauses obsolet. Einen eigenen Raum und in guter Lage zu mieten, ist zum jetzigen Stand nicht möglich, da es noch an Mitteln für Ausstattungen und der Gründung einer eigenen Körperschaftsform fehlt. „Die Miete für einen ganzen Monat zu berappen und doch nur ehrenamtlich sonntags öffnen zu können, wäre wirtschaftlicher Blödsinn“, so Mitorganisator Heiko Langanke von der Initiative SuedKultur. „Daher sind wir froh, mit der Eisenbahnbauverein Harburg eG eine Partnerin  aus Harburg gefunden zu haben, mit der wir uns erst einmal auf die wesentlichen, nämlichen inhaltlichen Dinge konzentrieren können.“ Und da die Räume über ausreichend variablen Raum verfügen, ist eine Kooperation als provisorische Bleibe zunächst einmal für ein Jahr vereinbart.

Vorstandsvorsitzender der EBV, Joachim Bode: Da der von uns und der Baugenossenschaft Finkenwärder Hoffnung eG betriebene Nachbarschaftstreff noch neu ist und an den Wochenenden in der Regel nicht genutzt wird, bot es sich an, der Artothek „Asyl“ zu gewähren. Ich gehe davon aus, dass beide Projekte davon profitieren.“

Zu Ostern nun packen die Akteure der Kunstleihe in der Neuen Straße ihre Sachen, transportieren sie in die Eißendorfer Straße 124 und bringen dort auch Leisten zur temporären Hängung leihbarer Kunstwerke an. „Da auch etliche andere Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften diesen Nachbarschaftstreff für ihre Mieter nutzen, ist es eine klassische win-win-Situation. Denn Kunst auf eine gewisse Zeit zuhause wirken zu lassen, ist vielen noch unbekannt. Die, die es bisher nutzten, waren aber alle begeistert“, so Sonja Alphonso von der Kunstleihe.

Und so wird die Harburger Kunstleihe ab Sonntag, dem 28. April wieder von 12-17h geöffnet haben, Kunst ausstellen und bei Interesse zur Verleihung mitgeben. Die Leihgebühren betragen gerade einmal 6,- € für ein Vierteljahr.

Auch wer das Projekt in anderer Form unterstützen will, kann gerne vorbeikommen oder sich bei den Kunstleihe-Akteuren unter kunstleihe@sued-kultur.de oder per Telefon 040 – 300 969-48 melden. Bei Kaffee und Kuchen und manchmal auch Sekt treffen sich Interessierte und oftmals auch lokale Künstler*innen  selbst bei den Kunstleihe-Tagen und tauschen sich über Harburgs Kulturszene aus.

In Vorbereitung ist auch eine weitere Kooperation mit Studierenden der Abteilung „arts and change“ der in Harburgs Hafen sitzenden Medical School Hamburg. Hier sind Kurse und Seminare der Kunstvermittlung im Gespräch.

Weiterführender Link: www.sued-kultur.de/kunstleihe

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Würdelos https://www.tiefgang.net/wuerdelos/ Fri, 13 Jul 2018 22:28:27 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=3915 [...]]]> Der Gloria-Tunnel Harburgs ist alles andere als ein Lobgesang. Und das hat weniger mit den dort tätigen  Kulturschaffenden als mit der beschämenden Politik im Bezirk zu tun.

Es war im April Thema des Kulturausschusses. Es war im Mai Thema. Das KulturWohnZimmer.

Erst Ende 2017 eröffnete es und Harburgs Politik und Verwaltung freute sich: nicht nur, dass mit der Medical School Hamburg eine Abteilung der Künste in den Harburger Hafen gezogen war und so gleich viele junge Menschen durch ihre Ausbildung Harburg bereicherten. Sondern dass auch gleich ein paar jener Studierende die Initiative ergriffen und im ehemaligen „Schmuddel-Tunnel“ – dem Gloria-Tunel zwischen Lüneburger Straße und Seevepassage ein sogenanntes „KulturWohnZimmer“ errichteten. (´Tiefgang` berichtete am 18. Nov. 2017)

Und dann das: in einem Antrag an die Bezirksversammlung erklärten die Aktivist*innen ihre Ziele, ihre Arbeit, ihren Erfolg und ihre Kosten. Dafür wollten sie einen  Beitrag der Bezirksversammlung. Denn viele der Studierenden stehen vor dem Ende Ihrer Ausbildung und wünschten sich, einen Teil ihrer Daseinsvorsorge auf diesem Projekt dauerhaft begründen zu können.

Welch´ Frevel! Ist man doch in Harburg gewohnt, dass Kultur nicht nur kostenfrei (Stichwort ´Hutspende`) angeboten wird, sondern auch unentgeltlich ehrenamtlich erarbeitet. Denn „Harburg hat ja kein Geld“ verheißt die Leier. Vermutlich seit es den Bezirk gibt.

Noch schöner aber: die Aktivist*innen durften einen Vortrag im Kulturausschuss halten und im nicht-öffentlichen Teil (der dann die Finanzen klärt), so war von zuverlässigen Stimmen zu hören, wurde der Antrag ohne Diskussion (und Argumente) von der Großen Koalition aus SPD und CDU abgelehnt.

Im zweiten Anlauf dann war als offenbar einzig laut genanntes Argument zu vernehmen, dass die ja da nur rumsässen. Also ganz anders als Bezirkspolitik, wenn sie tagt.

Das kann nicht gerade einladend wirken oder die bisherige Arbeit in irgendeiner Form würdigen. Eher wohl führt es zu Verdruss, Unverständnis und Abkehr vom Bezirk.

Da in dem Antrag auch Honorare eingefordert wurden, kam die Frage auch an die Initiative SuedKultur auf, wie man den Antrag denn sehe. Denn SuedKultur bekomme ja (auch) so gar nichts und manche Institutionen innerhalb der SuedKultur-Initiative nur sehr wenig. Mit anderen und verwaltungstechnischen Worten: „nicht auskömmlich“. Nun: das macht es a) nicht besser und zeigt b) dass es nur noch schlimmer wird. Denn auch bei der schon bestehenden Kultur in Harburg kann von „Würdigung“ keine Rede sein. Und die Würde beginnt nicht mit Geld, sondern mit Haltung. Und selbst wenn die Initiative des KulturWohnZimmers Geld bekäme, wäre die Situation der SuedKulturler nicht besser oder schlimmer, sondern gleich schlecht. Eine Art soziokultureller Neid bringt niemandem was – außer dem für Kultur stets abgeneigtem Bezirks-Sparschwein. Probleme muß man erkennen, erörtern und lösen. Kurz: angehen.

Um so besser, dass die Oppositionspartei „Die Linke“ nicht nachgibt und in der Sommer-Sitzung des Bezirksparlaments (am 17. Juni) das Thema neuerlich aufgreift.

In dem Antrag (Drs. 20-3920) heißt es:

„Seit Jahren schon ist der „Gloria-Tunnel“ zwischen Seeveplatz und Lüneburger Straße ein ungeliebter und verwahrloster Ort. Es gab bereits viele Versuche, ihn attraktiver zu machen, wie z. B. ein Galerie-Café, das jedoch nicht viel Zuspruch bei der Bevölkerung fand. Seit Ende 2017 wird nun der größte Raum des ehemaligen Cafés Dienstag – Freitag von 14 bis 20 Uhr und Samstag von 12 bis 20 Uhr zum „Kulturwohnzimmer“. Es handelt sich um ein Projekt von fünf Studentinnen und Studenten der Fachhochschule Medical School Hamburg am Schellerdamm. Interessant an dem Projekt ist, dass Kunst hier keinen musealen Charakter hat oder die Vorbeikommenden in die Rolle von Zuschauern gedrängt werden, sondern unter Anleitung der Studierenden selbst künstlerisch tätig werden können. Material wird kostenlos zur Verfügung gestellt, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Unabhängig von gesellschaftlichen und kulturellen Hintergründen können die Menschen sich hier als Kunstschaffende begegnen – ein Konzept, das gerade im sozial und kulturell vielschichtigen Harburg eine wichtige Aufgabe erfüllen kann. So wird der Gloria-Tunnel, die vorherige Harburger „Schmuddelecke“ zum kreativen, alle Menschen verbindenden Raum. Vergütung haben die Student*innen erstmalig in den Monaten Mai, Juni 2018 erhalten. In der Zeit vom 22.11.2017 bis April 2018 sind die Student*innen ihrem Projekt unentgeltlich nachgegangen und ihr Bestreben, dieses Projekt auch nach dem Studium weiterzuführen, ist nur zu befürworten und damit einhergehend auch ein angemessener Lohn. Der Erfolg des „Kulturwohnzimmers“ ist auch der Verwaltung im Bezirksamt bewusst, deshalb wurde das Projekt im Ausschuss für Kultur, Sport und Freizeit bereits zweimal auf die Tagesordnung gesetzt.“

Die daraus resultierende Bitte im Antrag:

„Mit dem Kulturwohnzimmer Kontakt aufzunehmen, um über die Möglichkeit der Weiterfinanzierung des Projektes aus Bezirksmitteln oder auf andere Weise zu beraten.“

Kurzum: das, was „normalerweise“ am Anfang stehen sollte.

Es droht, eine Wiederauflage des Tunnel-Desasters zu geben. Denn schon mal – und da ging es um gute fünfstellige Beträge – wurde Kultur (aus-)genutzt, um hausmeisterische Tätigkeiten im einstigen „Schmuddel-Tunnel“ vorzunehmen. (siehe ´Tiefgang` vom 24. März 2017) Und die Situation drängt sich wieder auf: „Harburg – liebe es oder verlasse es“!

Quelle: sitzungsdienst-harburg.hamburg.de

 

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Poesie goes EAST https://www.tiefgang.net/poesie-goes-east/ Fri, 06 Apr 2018 22:38:09 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=3436 [...]]]> Manches im Leben ist so schön wie ein Gedicht. Wer davon mehr haben will, kann dies nun auch studieren: Poesie als Studium. Und zwar direkt in Harburg …

Ab dem Wintersemester 2018/19 ist es möglich, den Studiengang EAST mit dem Schwerpunkt  ‚Poesie‘ zu studieren. Bewerber*innen, die sich insbesondere in poetischem Arbeiten und Gestalten ausbilden möchten, also insbesondere mit dem Schreiben, Lesen und verschiedenen Formaten von Literatur beschäftigen wollen, absolvieren etwa 30% des Studiums in poetisch-künstlerischer Theorie und Praxis. Darüber hinaus lernen sie auch die Grundlagen anderer Künste kennen: Musik, Performing Arts, Bildende Kunst, Digitale Medien.

Poesie in sozialen Veränderungsprozessen

Worte, Sprache, Schreiben und Lesen sind Universalien unserer Kultur und stellen zentrale Kompetenzen in Kommunikationsprozessen und für Beziehungsgestaltungen zur Verfügung. Das ‚In Worte fassen können‘ ermöglicht es, subjektive Wahrnehmungen von Welt zur Sprache zu bringen und damit in einen Dialog mit anderen und der Welt einzutreten. So können wir persönliche, soziale und gesellschaftspolitische Verhältnisse gestalten und Teilhabe erleben. 

Wir kreieren und ordnen unser Leben in Geschichten

Das Verfassen und Erfassen von ästhetisch gestalteter Schrift und Sprache in ihren unterschiedlichen Genres ermöglicht die Erfahrung von individueller Autor*innenschaft. Im Sinne eines kunstanalogen Prozesses sind diese Erfahrungen von Selbstwirksamkeit und Kohärenz übertragbar und ermöglichen es, sich als aktive Gestalterin nicht nur auto-biografischer oder fiktionaler Texte zu erleben und zu verstehen, sondern auch als aktiver Teil einer poiesis von Lebenswelt.

Daher eignet sich ein derart intermediales, angewandt-literarisches Studium zur erfolgreichen Arbeit in verschiedenen sozial-kulturellen Feldern, in kulturellen Bildungsprojekten aber auch der gesundheitlichen Vorsorge und Selbstfürsorge. Über die fachliche Qualifikation hinaus bietet es ein professionelles Netzwerk mit interessanten beruflichen Anknüpfungsmöglichkeiten und Perspektiven.

  • Studieninhalte und Aufbau
  • Zulassungsvoraussetzungen
  • Berufliche Perspektiven
  • Studieninhalte und Aufbau

Ca. 30% des Unterrichts findet im Schwerpunkt Poesie statt. Die verbleibenden 70% bestehen aus gemeinsamem Studium mit den Studierenden der anderen künstlerischen Schwerpunkte.

Das Schwerpunktstudium umfasst vor allem die Vermittlung einer erfahrungsgesättigten und soliden poetisch-künstlerischer Praxis und Theorie in Bezug auf unterschiedliche Praxisfelder:

 

Kontexte I

  • Die Kultur- und Entwicklungsgeschichte des Schreibens und Lesens sowie der Poesie
  • Literatursoziologischer und anthropologisch-philosophischer Bezugsrahmen
  • Autorinnen- und Poesie-Begriff: Positionen, Haltungen und Selbstverständnisse

Kontexte II

  • Handwerkskoffer des Kreativen Schreibens und des Einsatzes von Poesie, Literatur und Storytelling
  • Strategien und Konzepte poetischen Gestaltens beim Schreiben und Lesen
  • Intermedial-schriftstellerische Strategien und deren Anwendung
  • Performative und partizipatorische poetische Strategien
  • Poetische Projektarbeit: Von der Idee zum Konzept und in die Umsetzung
  • Autor*innenschaft, Textproduktions und -publikationsverfahren

Kontexte III

  • Wahrnehmung und Selbstwirksamkeit in poetischen Veränderungsprozessen
  • Literaturpädagogik, Poesie- und Bibliotherapie, Schreib-, Lese- bzw. Graphotherapie, Graphologie
  • Berufliche Perspektiven, konkrete Anwendungsfelder und Netzwerken mit professionellen Akteurinnen

Verantwortlich und Ansprechperson: Professorin Kerstin Hof, M.A., eMail an kerstin.hof(at)medicalschool-hamburg.de

als PDF-Download: arts-and-change.de

Quelle: arts-and-change.de/east-schwerpunkt-poesie

 

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Der Harburg-Song https://www.tiefgang.net/der-harburg-song/ Fri, 22 Dec 2017 23:29:59 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=2796 [...]]]> Weihnachtslieder sind nicht jedermanns Sache. Da kommt der „Song für Harburg“ gerade recht. Und ein Video wurde gleich mitgeliefert …

Peter Schuldt ist ja schon eine Art musikalisches Fundament von Harburg. 1988 kommt er an die heutige Goethe-Schule Harburg und initiiert ein eigenes Chor-Projekt – den Gospel-Train. Seine kontinuierliche Arbeit mit diesem singenden Generationen-Zug ist mittlerweile weit über Hamburg hinaus bekannt und geschätzt. Und einige Sprösslinge sind zu Ruhm, Ehre und Professionalität gelangt. Und immer war es Harburg, was ihn erdete und was er musikalisch besingen ließ. Und so entstand vor einigen Jahren der sogenannte Harburg-Song, der als Idee einer Lokalredakteurin durch ihn zu tonalem Leben erweckt wurde. Nun wurde eine Art Harburg-Song 2.0 geschaffen und zugleich mit einem Video versehen. Der Text stammt von Ansgar Böhme, einem renommierten Werber, der immer auch Songtexte schrieb. Das Video wurde letztlich von Anna Clarks gedreht, die an der Medical School Hamburg am Standort Harburg studierte und auch gerne mit anderen Aktivitäten wie dem Kultur-Wohnzimmer im Gloria-Tunnel die Harburger Kulturszene bereichert.

 

 „Ich bin Harburg!“

(Prolog)

Guckst Du beim Landeanflug auf mich drauf

seh ich wüst und ganz zerrissen aus

Du weißt noch nicht, was ist das für ein Stern

Der erste Schritt auf neuem Land

in deiner Nase riecht’s verbrannt

in Deinen Ohren dröhnt Maschinenlärm

(Interlude)

(1. Strophe)

Hier zählt der Kopf, hier zählt das Herz

Hier lebt die Schönheit und der Schmerz

Ich fliege weiter Richtung morgen

Lass keinen zurück mit seinen Sorgen

(1. Refrain)

Ich bin Harburg, bin ein eigener Planet

mit einer eigenen Umlaufbahn

ist mir egal, wenn sich nicht alles um mich dreht

denn ich weiß, was ich bin und kann

Whow-oh! – Whow-oh! – Whow-oh! – Whow-oh!

Whow-oh! – Whow-oh! – Whow-oh! – Whow-oh!

Rap-Part International

„Benim adım Ümran. Almanyaya geldiğimden beri beni destekleyen herkese çok teşekkür ederim. Harburg beni bir yabancı gibi hissettirmedi.“ (Türkisch)

„Nkonye nye Fabiola, gakeme ye nye koudo enonye mir va Hamburg , hamburgtowo lomi eye wo xomi nyuiede ey e wo tsi mia pe dziwome.“ („Ewe“ in Togo (Lome´)

Yɛfrɛ me Dinah – Me krom ɛtoso mienu

Yɛ Harburg – Ehɔ na yɛwoo me – Ehɔ na mewɔ nannfo fofrɔ („Tiwi“ in Ghana)

Rap-Part

Wir sind hier südlich der Elbe und im Süden is schön

hier kannste chillen, rabotten, Dein eigenes Ding drehn

Geben jeden Tag Gas, geben der Galaxie Asyl

Fürsten, Freaks, Flüchtlingen und Gunter Gabriel

Wenn Arne Weber baut, wird gerne Neues ausgecheckt

So wie sein Lighthouse, das absolute Leuchtturmprojekt

Wie’n UFO von der streunenden Meute umrandet

In Harburg gestartet, in der Zukunft gelandet

Professor Weiss weiß Bescheid und buddelt gerne im Dreck,

bis er endlich entdeckt, was tief darin steckt

Respekt für Falckenberg, der wie der Phönix aus der Asche

ein Museum baut, komplett aus eigener Tasche

(2. Strophe)

Ich feiere hart, ich schaffe gut

hier qualmt die Shisha und der Schlot

Ich bin ein Ort mit 1000 Sprachen

mit Krücken und mit Kinderlachen

(2.Refrain)

Ich bin Harburg, bin ein eigener Planet

mit einer eigenen Umlaufbahn

ist mir egal, wenn sich nicht alles um mich dreht

denn ich weiß, was ich bin und kann

Whow-oh! (Voller Energie)

Whow-oh! (Chaos und Magie)

Whow-oh! (Landeplatz für Dich)

Whow-oh! (lass Dich nicht im Stich)

Whow-oh! (Unentdecktes Land)

Whow-oh! (vielen unbekannt)

Whow-oh! (doch als Pionier)

Whow-oh! (bist Du richtig hier)

Text: Ansgar Böhme; Musik: Peter Schuldt

Weiterführender Link: gospeltrain.hamburg

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Ein Wohnzimmer für Kultur https://www.tiefgang.net/ein-wohnzimmer-fuer-kultur/ Fri, 17 Nov 2017 23:39:07 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=2549 [...]]]> Ist Kultur hochtrabend, nur für Zeiten des Müßiggangs? Quatsch, sagen einige Studierende und schaffen nun ein Wohnzimmer für sie. 

Am Mittwoch (22. Nov. 2017) öffnet um 14h im Gloria-Tunnel ein Wohnzimmer. Und zwar eines für Kultur. Auf die Idee für das ehemalige Künstercafé MyToro des gleichnamigen Harburger Künstlers (siehe dazu auch Tiefgang vom 24. März 2017 „Harburg – liebe es oder verlasse es“) kamen einige Studierende der im Harburger Hafen  ansässigen Medical School Hamburg. Dort geht es vielmals darum, Kultur aus soziokulturellen Zusammenhängen entstehen zu lassen. Den Studierenden fiel bei ihren Erkundigungen in Harburg auf, dass es wenig Plätze und Orte für eben junge, kreative Studierende gibt. Und in der Tat: Harburg hat zwar viele Studierende schon durch die Technische Universität. Aber im Gegensatz zum klassisch-klischeehaften Geistwissenschaftler ist der angehende Ingenieur nicht gerade für ausschweifende Kneipentouren bekannt.

Und so fiel der Blick auf die leerstehenden Räume im Gloria-Tunnel – dem ewigen Schmuddelkind Harburgs. Soll er nun zugeschüttet werden oder wartet man auf neue Bauten im Umfeld? Entscheidungen fallen Harburgs Politik auch an dieser Stelle immens schwer. Aber das lässt dann auch Zeit für Experimente.

Und so bekommt das Team vom Kulturwohnzimmer – kurz: KuWoZi – jetzt für ein halbes Jahr die Chance, die Räume mit neuen Inhalten  zu „bespielen“. Täglich ab 14h wollen sie „geöffnet“ haben. Die Ideen reichen von einer Schreibwerkstatt, in der sich Harburger „Laufkundschaft“ einfach an vorzufindende Schreibmaschinen setzen kann, um alltägliche Dinge zu Papier zu bringen. Aber auch Musik, Malerei, Poesie soll kommen. „Wir sind offen für alles“, schnappt man auf.

Die Studierende  Anna Clarks gehört auch zum Team und hat parallel ein Online-Magazin namens „heigh“ gestartet. Das „heigh Magazine“ wird künftig abgedrehte Inhalte ins digitale All schießen. „heigh; steht für ein Hochgefühl der Kreativität. Wir wollen gemeinsam stark sein, wir sagen was wir denken, wir glauben was wir sagen, wir lassen uns ein und lassen was raus. Wir publizieren, kommunizieren, kreieren, einfach nur, weil wir es lieben. Sagen wir es laut“, so Clarks als Einführung. Und als schönen Untertitel nennt sie es „Magazin von noch nicht ganz herangereiften, aber fast schon erwachsenen Menschen“.

 

Kurzum: frisches, heißes Blut strömt künftig in Harburgs Kulturadern. Da wird auch „Tiefgang“ heigh. Auf der Magazin-Website zu den künftigen Inhalten: Ein Blick hinter die Kulissen, ein Schuss abseits vom Trubel. Ein Gedanke frei von Pessimismus und dazu eine Portion Trüffel. Ein Magazine voller Eindrücke und Erfahrungen von noch nicht ganz herangereiften, aber fasst schon Erwachsenen, die sich mit Fragen des Alltags und Kultur beschäftigen. Es gibt Situationen in denen wir uns fremd schämen, Worte runterschlucken und Tränen weg wischen. Dies ist ein Ort zur Vemeidung bald kommenden Burnouts. Ein Platz für extreme Gefühlsschwankungen, Liebesgedichte und Extasenrausch. Ein Raum für die intimsten, peinlichsten und emotionalsten Gedanken aller, die sich als Kreative betiteln und in einem Collective versuchen wollen die Welt zu verbessern.“

Dort finden sich künftig auch Informationen über Projeket, die auch jetzt schon mit z.B. dem Heimfelder Kulturort „Alles wird schön“ oder dem Umsonstladen praktiziert werden.

Wir freuen uns und heißen „heigh“ und die KuWoZis herzlich willkommen!!

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Kunst und Harburg verbindet https://www.tiefgang.net/kunst-und-harburg-verbindet/ Sat, 05 Aug 2017 06:26:03 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=1644 [...]]]> Die Gegenwart ist die Vergangenheit der Zukunft. Was können wir heute tun für ein friedliches Miteinander in Harburg? Ein Projekt will nun eine künstlerische Antwort geben …

Die Frage nach dem friedlichen Miteinander will nun das Projekt „Wir sind Harburg“ beantworten. Initiatorin: die Künstlerin Ulrike Hinrichs (siehe auch: Das Recht auf Kunst und Perspektiven und Willkommen bei den Fischköppen und Von der Integration zur Transklusion).

Unter dem Motto ´Bürger erobern ihre Stadt!` wird mit Pinseln, Stift und Kamera gearbeitet. „Unter diesem Motto fotografieren, malen und schreiben wir – Alt- und Neu-Harburger, Geflüchtete, Freunde, Gäste und Fans von Harburg – unsere Stadt. Wir verbinden uns nach außen sichtbar mit einem Logo „Wir Sind Harburg“. Unsere Bilder, die in einem Harburg-Blog veröffentlicht werden,  bringen unseren Stadtteil noch mehr zum Glänzen. Und wir wollen ein Harburg-Buch gestalten mit unseren  Bildern und Ideen dazu.“, so Hinrichs enthusiastisch zum Projekt. „Wir malen Bilder von unserem Harburg: unsere Lieblingsplätze,  bedeutende Orte, Skizzen aus dem Alltag, schöne Gebäude und spannende Gegenden.“

Harburg sei ja eh ein Stadtteil, in dem Menschen aus den verschiedensten Regionen dieser Welt friedlich zusammenleben. In den letzten Jahren seien zudem viele Geflüchtete in den Bezirk zugewandert. Und so begreifen die Projektler Harburg als Gemeinschaft, die sich in Offenheit, Wertschätzung und gegenseitigem Respekt begegnet. „Wir sehen diese Vielfalt als Chance und Bereicherung. Mit dem künstlerischen Projekt „Wir sind Harburg“ wollen wir diese Vielfalt zwischen den Kulturen und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Harburger noch weiter stärken.“

Das Projekt zielt dabei auf eine Interaktion von verschiedenen Menschen in einer kulturell bunten Gesellschaft. Das gemeinsame künstlerische Schaffen zum Thema Harburg unterstützt den (interkulturellen) Dialog und die Verbindung in der Gemeinschaft. Das künstlerische Schaffen vor allem ermöglicht Begegnungen, die mühelos Sprachbarrieren aufheben und auf Gemeinsamkeiten setzen, statt Unterschiede hervorzuheben. Menschen begegnen sich auf Augenhöhe. Das gemeinschaftliche künstlerische Schaffen zu Motiven in der Umgebung verbindet Menschen untereinander und mit ihrem Stadtteil. Neu-Harburger (insbesondere Geflüchtete) werden in den Bezirk eingebunden. Die Veröffentlichung in einem ´Harburg-Blog` soll zudem die Verbindung untereinander stärken und für alle Beteiligten eine Aufwertung ihrer Kunstwerke schaffen. Als Multiplikator der Idee. Und es steht auch schon fest, dass in der Haspa-Filiale am Sand eine Folgeausstellung kommen wird.

Veranstaltungen: Zur Vorbereitung der Bilder macht „Wir sind Harburg“ Stadtwanderungen  und Kunst-Workshops. Auf den Stadtwanderungen werden Motive fotografiert, die dann künstlerisch umgesetzt werden. Wer Lust hat kann auch Skizzen und Bilder unterwegs fertigen  (Urban Sketching) und die Gruppe künstlerisch unterstützen. Die Künstlergruppe für Flüchtlinge wird das Projekt parallel begleiten. Die Künstlergruppe besteht aus Laien und Profis, wie etwa Emad Hashem, der in Syrien eine Kunstprofessur inne hatte.

Der Harburger Binnenhafen, gemalt von Mehdi Ghorbani

Termine: Sonntag 13.8.2017 / Samstag 26.8.2017 / Samstag 9.9.2017

  •  Sonntag 13.8 um 13 Uhr auf dem Harburger Rathausplatz. Wir erobern Harburg und malen unsere Stadt, bei gutem Wetter draußen (sonst im Atelier im Binnenhafen)
  • Samstag 26.8.  „Auf den Spuren der Vergangenheit“ Historische Führung von Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss, Stadtmuseum Harburg Helms-Museum (AMH). Wir treffen uns um (voraussichtlich 12 Uhr) vor dem Harburger Schloss, An der Horeburg 8, 21079 Hamburg (Schlossinsel im Harburger Binnenhafen).
  • Samstag 09.09.2017 Stadtwanderung: Besondere Orte in Harburg, Treffen 13 Uhr an der Außenmühle, am Bootshaus Gotthelfweg 2a · 21077 Hamburg

Gestaltung der Kunstwerke bei schönem Wetter draußen / unterwegs oder in der MSH Medical School Hamburg, Department Kunst, Gesellschaft & Gesundheit im  Harburger Binnenhafen und Recherche zu den Häusern und Denkmählern, für kleine Textanmerkungen im Blog

Wöchentlich trifft sich die Künstlergruppe für Flüchtlinge und begleitet das Projekt parallel künstlerisch, www.heimat-harburg.de

 

 

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