Landesmusikrat Hamburg mit Erfolg des vergangenen Aktionswochenende zufrieden

Hamburgs Musikszene lebt noch!

Berauschende Kostüme und Rhythmen bot das Ensemble Maracatu (Fotos [2]: Jil Henne)

„Wir sind noch zu hören – und wie!“ Das ist das Fazit das der Dachverband Landesmusikrat Hamburg e.V. zum vergangenen Wochenende ziehen kann. Ob bei der altonale, 48h Wilhelmsburg, der Choraktion aufatmen! oder den eigenen Open-Air-Aktionen „Wir verschaffen uns Gehör! RESTART“ im Landhaus Walter oder Radaktion „Brise“ – an allen Ecken und Ende Hamburgs war die Musikszene Hamburg zu vernehmen.  

„Hamburg hat eine riesige Musikszene, die nicht nur von Stars sondern vor allem einer breiten und bunten Amateurszene  getragen wird, die kulturell vielfältig und Jung wie Alt gleichermaßen abbildet“, so Geschäftsführer Thomas Prisching im Nachgang des vergangenen Wochenendes „Diese Szene hat es in der Corona-Pandemie schwer gehabt, überhaupt arbeiten und proben zu können und drohte in Teilen zu zerbrechen. Daher war es uns wichtig, mit dem Wochenende nicht nur wieder Auftritte vor zahlreichem Publikum zu bieten, sondern Ihnen auch Gehör und Respekt zu verschaffen und so Ihre weitere Arbeit zu sichern!“   

Und das ist mehr als gelungen. Allein über 90 verschiedene Chöre, Vocal Groups, Instrumentalensembles und Schauspielgruppen wurden in allen sieben Bezirke der Stadt zum Klingen und Spielen gebracht, um zu zeigen, dass die Amateurkulturszene der Stadt auch nach der langen Pandemiepause noch quicklebendig ist! Die Radaktion „Brise“ fuhr von der Uni Hamburg auf Fahrrädern bis zum Stadtpark und musizierte die Klang-Aktion „Eine Brise“ von Mauricio Kagel unter Polizeigeleit. Und im Landhaus Walter traten an 2 Tagen weitere Ensembles vor ein zahlreiches Publikum und erhielten reichlich Applaus und Respekt: z.B. eine afrikanischer Trommel- und Tanzgruppe, das Nachwuchsensemble Young ClassX, zwei Spielmannszügen oder auch die Tanzgruppe „Grazia“. Und das, obwohl vielen lange Zeit nur ein Proben per Digitalübertragung möglich war und gerade junge Ensembles auseinanderzufallen drohten. 

„Es war ein Kraftakt, der aber alle mit reichlich Zuhörenden und Applaus belohnte und man spürt, wie wichtig dieser Ansporn für die weitere Arbeit ist“, so Prisching zufrieden. Mehr als 250 Gäste waren am Sonntag bei gutem Sonnenschein beim Open-Air am Landhaus Walter und waren sichtlich und hörbar überrascht von der Vielfalt und Qualität, die die Ensembles unter dem Dach des Landesmusikrates aufzubieten hatten.  

Auch Pop-Sängerin Kate Louisa verschaffte sich Gehör.

Die ganze Aktion wurde möglich durch die Unterstützung der Behörde für Kultur und Medien Hamburg, des Bundesmusikverbandes Chor und Orchester und einer großzügigen privaten Spenderin. Zudem hatten NDR Fernsehen und Radio sowie zahlreiche Printmedien über das Aktionswochenende berichtet. „Wir sind dafür sehr dankbar, denn trotz allen Ehrenamtes und Engagements sind solche Aktionen auch mit Kosten verbunden und ginge es nach uns – wir würden es alle halbe Jahre wiederholen wollen. Denn wie schön wäre es, allen unseren gut 100.000 musizierenden Mitgliedern in Hamburg mal Gehör zu verschaffen!“, so Prisching vorausschauend.    

In Kürze wird der Landesmusikrat Hamburg noch etliche Mitschnitte auf der eigenen Homepage und seinen Social-Media-Kanälen veröffentlichen und so das Live-Erlebnis nachklingen lassen. Und der nächste Coup des Landesmusikrates steht auch schon in den Startlöchern: Gemeinsam mit dem Hamburger Komponistenverband und dem Rockclub Marias Ballroom in Harburg startet die Reihe „klangClub“, in der ungewöhnliche Klangkonzepte auf eine ungewöhnliche Location treffen. „Ein Resultat des solidarischen Kultursommers Hamburg: man lernt sich kennen und schätzen und wagt eben immer wieder Neues“, resümiert Prisching.   

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