"Denkmalsanierung 2025/2026" weist den Weg in die Zukunft

Ein Kompass für das Erbe

Sieht aus wie Schrott - kann aber auch zur hippen Wohnimmobilie werden. (Foto: congerdesign / Pixabay)

Ein Magazin als Aufruf zum Handeln für alle Denkmalbesitzer: Schluss mit dem Kopfzerbrechen, her mit den Lösungen!

Wer ein Denkmal besitzt, trägt nicht nur ein Stück Geschichte, sondern oft auch eine Last auf den Schultern. Die Sorge vor hohen Kosten, komplexen Genehmigungsverfahren und dem vermeintlichen Widerspruch zwischen Denkmalschutz und modernem Wohnkomfort sitzt tief. Doch was, wenn wir diese Last in eine Chance verwandeln könnten? Das brandneue Jahresmagazin „Denkmalsanierung 2025/2026“ ist genau das: ein leidenschaftlicher Mutmacher und ein praktischer Wegweiser für alle, die das Erbe bewahren und gleichzeitig zukunftsfähig gestalten wollen.

Es ist entgegen dem Klischee vom verstaubten Fachbuch: Der Allensbacher Herausgeber Johannes Laible hat mit diesem Jahresmagazin einen Sammelband geschaffen, der eher die Herzen von Denkmalbesitzer*innen, Kapitalanleger*innen und Fachleuten höherschlagen lässt. Es ist kein trockener Gesetzestext, sondern ein lebendiger Dialog über die Möglichkeiten, unsere Baudenkmale fit für die Herausforderungen von heute und morgen zu machen. Von der energetischen Sanierung über innovative Materiallösungen bis hin zur Frage, wie man Fenster oder Dächer denkmalgerecht modernisiert – hier wird nicht lamentiert, sondern konkret aufgezeigt, wie’s geht!

Die über 30 Fachbeiträge sind dabei keine theoretischen Abhandlungen, sondern fundierte Praxisberichte, die von ausgewiesenen Expert*innen verfasst wurden. Nehmen wir etwa Verena Lutz, eine Architektin der JaKo Baudenkmalpflege, die sich als Projektleiterin der Gesamtrestaurierung bereits intensiv mit Dachausbauten in denkmalgeschützten Gebäuden beschäftigt hat. Ihr Beitrag zum „Dachausbau im Denkmal“ ist ein Musterbeispiel dafür, wie man kreative Lösungen findet, um ungenutzte Räume in einzigartigen Wohnraum zu verwandeln, ohne die historische Substanz zu gefährden. Oder Tanja Feil, freischaffende Journalistin für Architektur und Bauwesen, die in „Fensterlösungen für das Baudenkmal“ mit Kompetenz und Leidenschaft die Balance zwischen Ästhetik, Bauphysik und Denkmalschutz beleuchtet. Auch weitere Autor*innen wie Jürgen Benitz-Wildenburg und Robert Krippahl, die sich dem Hochwasserschutz widmen, oder Miriam Melzer, die das Potenzial von Carbonbeton aufzeigt, tragen dazu bei, dass dieses Magazin zu einem unverzichtbaren Kompendium wird.

Der Stil des Buches ist erfrischend direkt und zugänglich, weit entfernt von steifer Fachsprache. Er ermutigt und inspiriert, anstatt abzuschrecken. Man spürt die Begeisterung der Autor*innen für ihr Thema und ihre Überzeugung, dass Denkmalschutz und Fortschritt Hand in Hand gehen können. Es ist eine Lektüre, die nicht nur informiert, sondern auch motiviert, die Ärmel hochzukrempeln und das eigene Denkmal mit neuem Elan anzupacken.

Dieses Magazin wendet sich an ein breites Publikum: den privaten Denkmalbesitzer*innen, die nach praktischen Ratschlägen suchen, den Bauingenieur*innen und Architekt*innen, die neue Techniken und Ansätze kennenlernen möchten, und den Kapitalanleger*innen, die das Potenzial von Denkmalimmobilien als Steuersparmodell entdecken wollen. Es ist ein Plädoyer für den Erhalt unseres kulturellen Erbes, das zeigt: Tradition und Innovation sind keine Gegensätze, sondern Partner auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft.

Johannes Laible (Hg.): Denkmalsanierung 2025/2026Laible Verlagsprojekte; ISBN: 978-3-944549-57-6, 160 Seiten, Preis: 9,40 EUR

Das Jahresmagazin ist im Buchhandel erhältlich und kann auch direkt über die Laible Verlagsprojekte Website und auch als eMagazin/PDF bezogen werden.

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