Eppendorfer Galerie lädt zu einer Bilderschau zu Gängevierteln

Fotograf Feininger

Seine Städtefotografie beeindruckt stets aufs Neue: Andreas Feiniger hängt auch im New Yorker Musem of Modern Art (Foto: Andreas Feiniger - ohne Titel / MoMA)

Lyonel Feiniger ist in der Kunstwelt berühmt. Aber auch sein Sohn brachte es zu Weltruhm. Als Fotograf. Nun gibt es ihn in Hamburg zu sehen.

In der Mitteilung heißt es:

„Hamburg – der Name allein hat einen zauberhaften Klang.“ schreibt Andreas Feininger als er mit 24 Jahren nach Hamburg kommt. Der Bauhaus Architekt und Fotograf, Sohn von Lyonel Feininger, wurde später in den USA weltberühmt. Aber seine fotografischen Anfänge hat er in Hamburg gemacht. Für ihn geht ein Traum in Erfüllung als er 1930 als Zeichner in einem Architekturbüro der Karstadt-Kette eingestellt wird.
Im Rahmen der Veranstaltungen zu 100 Jahre Bauhaus und dem Hamburger Architektur Sommer präsentiert VisuleX – Gallery for Photography, Hamburg, erstmalig die Ausstellung Andreas Feininger: Die Hamburger Gängeviertel mit einer Auswahl seiner Original Fotografien aus dem Zeppelin Museum in Friedrichshafen.
Andreas Feininger lebte und arbeitete von 1929 – 1931 in Hamburg. „… Welthafen, Tor zur Welt, Reiz des Unbekannten, Auswanderung, Abenteuer, Hoffnung auf eine große Zukunft.“, das alles verband er mit der Stadt, die er mit seiner Leica durchstreifte. Und so hielt er in atmosphärisch dichten Aufnahmen alles fest was für ihn typisch an Hamburg war. Nicht die öffentlichen Gebäude, Hauptstraßen und Plätze, sondern die windschiefen Häuser der Gängeviertel, Fleete und natürlich der Hafen machten das unverkennbare an Hamburg für ihn aus.
Der Schwerpunkt der Ausstellung sind Aufnahmen der Gängeviertel, das drängendste Bauproblem der Stadt Anfang des 20. Jahrhunderts. Wohnquartiere der Arbeiter und Armen, waren sie ein rein Hamburger Phänomen und Ausgangspunkt und Herausforderung für die Städteplanung und den sozialen Wohnungsbau in Hamburg. Da die Gängeviertel in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sukzessive abgerissen wurden, sind die Fotos Feiningers Zeugen einer vergangenen Zeit und belegen gleichzeitig wie wichtig deren Abriss und der Neubau von sozialen Wohnungssiedlungen war.
In den 1920er Jahren, unter Oberdirektor Fritz Schumacher in Hamburg und etwas später mit Gustav Oelsner in Altona, kam es zu einer gesamtheitlichen Städtebaupolitik und neue Siedlungen nach neusten Standards wurden erbaut, geleitet von dem revolutionären Leitfaden „Licht, Luft und Sonne.“ Die ausgestellten Architekturmodelle der beiden großen Architekten sind Zeugnisse Kommunaler Architektur und repräsentieren den Sozialer Wohnungsbau der Moderne.
Ein umfangreiches Vermittlungsprogramm in Zusammenarbeit mit der Fritz-Schumacher-Gesellschaft und der Gustav-Oelsner-Gesellschaft begleitet die Ausstellung.
Fotoausstellung: Andreas Feininger: Die Hamburger Gängeviertel

VisuleX – Gallery for Photography, Loogestraße 6, 20249 Hamburg – Eppendorf
Eröffnung: Mittwoch, 08. Mai, 18 Uhr
Laufzeit: 09. Mai bis 27. Juni 2019, Mittwoch bis Samstag 12-18 Uhr und nach Vereinbarung“

Quelle: VisuleX – Gallery for Photography

 

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