Die Kolumne von Sophie Selbst-Zweifel

Krank vor Angst

Foto: guoyakun / Pixabay

Mein Name ist Sophie und ich bin Denkerin. „Es wird immer schlimmer“ mit den Risiken und Nebenwirkungen aller Krisen.

 Wenn wir uns auf die Straße trauen, könnten wir überfahren werden von Selbstmordattentätern oder Rentnern, die Gas geben, statt zu bremsen. Wir könnten ermordet werden, weil wir anders aussehen oder politisch links von rechts sind. Wir könnten krank werden und vielleicht sogar sterben, weil wir uns mit dem Corona-Virus oder multiresisten Keimen anstecken. Die Angst geht nicht erst seit gestern um, aber sie breitet sich rasanter aus als die Gefahr an sich.

Wie begegnet man dem Risiko bzw. vermeidet es, sich zu infizieren?

Nach allen Anschlägen war ein gewisser Trotz zu spüren: Wir lassen uns unsere Art zu leben nicht verderben! Wir gehen weiter aus, auf Weihnachtsmärkte und andere Plätze. Vielleicht begleitet von einem mulmigen Gefühl, aber auch aus Überzeugung, dass die Angst nicht siegen soll.

Die Ansteckungsgefahr droht nun, uns zu isolieren. Mahnwachen und Menschenketten gegen Corona wird es nicht geben. Wie bedrohlich das Virus real ist, verblasst angesichts der gefühlten Bedrohungslage.

Ich hoffe, dass wir aus Sorge vor möglicher Krankheit und einem uns sicheren Tod nicht vorzeitig aufhören zu leben.

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