Zum 88. Jahrestag der Ausstellungseröffnung "Entartete Kunst":

Explosive Erinnerung in Harburg

Göbbels beim Besuch der Ausstellung. (Foto: Bundesarchiv, Bild 183-H023648)

Am 19. Juli 2025 steht ein Datum im Kalender, das elektrisiert und zum Nachdenken anstachelt: vor 88 Jahren eröffnete in München die Ausstellung „entartete Kunst“!

88 Jahre nach der infamen Ausstellung „Entartete Kunst“ in München, die einst Künstler*innen verteufelte und Freiheit diffamierte, lädt nun die Internationale Buchhandlung „Horizonte“ zu einer brisanten Diskussion ein. Das ist kein müdes Geschichtsreferat, das ist ein energiegeladener Kultur-Weckruf, der die Bedeutung von Kunstfreiheit und Kulturpolitik in den Fokus rückt – heute, hier, bei uns in Harburg!

Die Vergangenheit hallt nach, und sie fordert uns heraus. 88 Jahre ist es her, dass die Nationalsozialisten ihre Hass-Ausstellung eröffneten, um „moderne“ Kunst als krankhaft und volksfeindlich zu diffamieren. Unfassbar, welche Wunden das geschlagen hat! Doch gerade deshalb ist es essenziell, die Erinnerung wachzuhalten und die Mechanismen von Diffamierung und Zensur immer wieder aufs Neue zu durchleuchten. Wie zeitlos ist diese Bedrohung? Wie verteidigen wir unsere Kultur vor ideologischen Vereinnahmungen?

Diese brennenden Fragen werden an diesem Abend von zwei spannenden Stimmen beleuchtet:

Heiko Langanke von der Kunstleihe Hamburg e.V. und Die Linke bringt die Perspektive des Engagements für Kunst und Zivilgesellschaft ein. An seiner Seite:

Okşan Karakuş, die kulturpolitische Sprecherin der SPD Fraktion Harburg, die den Blick auf die kommunale Verantwortung und die politischen Rahmenbedingungen lenken wird. Eine seltene und wichtige Konstellation, die zeigt: Wenn es um die Verteidigung unserer kulturellen Grundwerte geht, müssen Gräben überwunden werden.

Das Ganze findet um 19 Uhr in der Internationalen Buchhandlung „Horizonte“ statt – und könnte es einen passenderen Ort geben? Ein Ort, wo Bücher leben, wo Ideen sich entfalten, wo Austausch und Horizonterweiterung Programm sind. Eine Buchhandlung als Bastion der Gedankenfreiheit – das passt perfekt zu diesem brisanten Thema. Das ist Lokalpatriotismus, der Mut macht und zeigt, dass Kulturpolitik eben nicht nur in großen Sälen, sondern direkt bei den Menschen, direkt in Harburg gemacht wird.

Dieses Datum gehört in jeden Kalender! Es ist die Chance, sich einzumischen, zu lernen und die eigene Haltung zu schärfen. Lasst uns gemeinsam darüber sprechen, wie wir sicherstellen, dass Kunst immer frei bleibt und unsere Stadt ein lebendiger Ort der Ideenvielfalt ist.

Diskussion: 88 Jahre „Entartete Kunst“

Wo: Internationale Buchhandlung „Horizonte“, Bremer Str. 6, 21073 Hamburg

Wann: 19. Juli 2025, 19 Uhr

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