Meine Lieben, schnallt euch an! Diese Woche war in Harburg mehr los als auf dem Hobby-Horsing-Parcours, den uns Harburg Marketing gerade beschert hat. Wir hatten das volle Programm: Erst kam der Himmel runter, dann der Harburger Sommer im Park – ein echter Herzschlag-Moment für unsere Stadt!
Also, fangen wir mal mit dem an, was uns alle nass gemacht hat: Dieser Regen! Meine Güte, da kam doch mehr Wasser vom Himmel als Tränen bei der letzten Staffel von „Bachelor in Paradise“. Das Hamburger Abendblatt titelte sinngemäß: „Meckelfeld räumt auf nach dem Regen-Chaos!“ Und das war kein Zuckerschlecken, sag ich euch.
Besonders herzzerreißend war ja die Geschichte der Bücherei Seevetal. Stellt euch vor: Der Schulteich hat sich gedacht, „Ach, heute werde ich mal zum Swimmingpool für Bücher!“ und ist über die Ufer getreten. Die Leiterin Sarah Vogler berichtete, das Wasser stand zwar nur knöcheltief – etwa drei Zentimeter, aber der ganze Teppich war durchweicht. Meine armen Bücher! Zum Glück standen die hoch genug, aber der Schock sitzt tief. Die Gemeinde Seevetal musste die Bücherei erstmal dichtmachen. Da rackern sich die Mitarbeiter nun ab, um alles zu retten. Bürgermeisterin Weede hat ja versprochen: „Wir geben Gas!“ Na, da bin ich mal gespannt, ob die Harburger Leseratten wirklich kaum merken, dass hier ein kleiner Amazonas durch die Bücherei geflossen ist. Ich stell mir vor, wie die Bücher jetzt in einem Trockenraum mit Föhnen behandelt werden. Mein Friseur wird vielleicht auch helfen …
Und draußen schiebt die Feuerwehr Überstunden und war im Dauereinsatz! Über 100 Einsätze im Landkreis Harburg, das müsst ihr euch mal vorstellen! Die Feuerwehr Seevetal berichtete, dass sogar Autofahrer in Meckelfeld von den Wassermassen eingeschlossen wurden. Zum Glück ohne Lebensgefahr, aber trotzdem – da rutscht einem doch das Herz in die Hose. Und sein Appell: „Auf überfluteten Straßen nicht durch Wasser brettern!“ Leute, das ist kein Autorennen, das ist eine Hochwasserzone! Wer will schon sein Auto von der Feuerwehr aus einem See fischen lassen, nur weil er dachte, er sei James Bond im U-Boot?
Bürgermeisterin Weede sieht die Ursache übrigens im Klimawandel. Die Kanalisation sei für solche Regenmengen einfach nicht ausgelegt. Das ist doch mal eine Ansage! Und sie plädiert für mehr unversiegelte Flächen. Recht hat sie! Vielleicht sollten wir alle unsere Gärten in kleine Moore verwandeln, damit das Wasser versickern kann, statt in unsere Keller zu schwimmen. Ich sehe schon die nächste Garten-Challenge: „Wer hat den nachhaltigsten Sumpf im Vorgarten?“
Aber liebe Harburger, nach dem Regen kommt ja aber bekanntlich der Sonnenschein – oder zumindest das Kulturprogramm! Denn kaum war das Wasser abgelaufen, startete am Dienstag das lang ersehnte Festival „Sommer im Park“ an der Freilichtbühne im Harburger Stadtpark. Und was für eine Party, sage ich euch! Von Bluesdiva Inga Rumpf bis zum Hamburger Kult-Entertainer Lotto King Karl – da ist für jeden was dabei. Ich liebe ja solche Mischungen!
Aber das absolute Highlight, bei dem ich mich wegschmeißen muss, ist ja der Hobby-Horsing-Parcours! Ja, ihr habt richtig gelesen: Steckenpferde! Das ist dieser skurrile Trendsport aus Finnland, wo man mit selbstgebastelten Pferden Dressur und Springreiten simuliert. Antonia Marmon von Harburg Marketing hat die Idee ins Leben gerufen und wirbt mit einem rosa Einhorn namens „Bella“. Ich sehe schon die Teenie-Detektive, die ich letzte Woche auf das Ortsschild angesetzt habe, jetzt auf ihren Steckenpferden über das Plateau galoppieren. Wer braucht schon echte Pferde, wenn man Bella hat? Das wird ein Abenteuerspielplatz für alle großen und kleinen Pferdenarren!
Und das Beste daran: Das Bezahlmodell ist solidarisch! „Pay what you want!“. Das ist doch mal was! Fünf Euro für Kultur-für-alle, zehn für den Standard und zwanzig, wenn man ein Herz aus Gold hat und andere unterstützen will. So geht Kultur in Harburg!
Also, liebe Harburger, egal ob ihr diese Woche mit Gummistiefeln oder Tanzschuhen unterwegs wart: Harburg hat wieder mal gezeigt, dass es sich von nichts unterkriegen lässt. Wir stehen zusammen, ob im Hochwasser oder auf dem Steckenpferd. In diesem Sinne: Macht’s gut und haltet die Ohren steif! Und wenn ihr Lotto King Karl singen hört, denkt dran: Die Regenpfützen von letzter Woche sind jetzt die Tanzflächen von heute!
