Unsere Kolumnistin Sophie Selbst-Zweifel denkt über 2017 nach:

… an den Meistbietenden verkauft

Mit wem wird die Macht 2017 sein? (Foto: DerSpecht)

Was wird 2017 werden? Kommt mit Trump der Gipfel und zugleich das Ende des Kapitalismus?

„Mein Name ist Sophie und ich bin Denkerin.
Ich denke über große Verdienste nach. Dass Geld die Welt regiert, ist im Grunde nicht neu. Aber noch nie wurde es so offensichtlich und offiziell. Der neue Regierungssitz befindet sich logischerweise im Trumptower. Die Amts-Geschäfte werden jetzt in einem anderen Format geführt. DT lässt einflussreiche Geschäftsleute wie in einer Casting-Show vorsprechen und verteilt hochdotierte Posten und Regierungsgelder. AsdS (Amerika sucht die Superreichen)
Ich warte nur noch darauf, dass das Weiße Haus an den Meistbietenden verkauft wird. Es könnte allerdings auch eine rentable Investition sein, es zu einem Hotel für eine erlese Elite, sprich: zahlungskräftige Clientel auszubauen oder es als Clubraum für Milliardäre einzurichten, mit einem Special Service im Oval Office.
Ich würde gerne ein Denkmal für all jene errichten, die den Mehrwert schaffen. Jenen Wert, der dann von Geldsäcken in Steueroasen geschafft wird. Wo einige wenige es sich gut – bis sehr gutgehen lassen, während drum herum alles wüster wird und für den Rest der Menschheit karger und die Ressourcen knapper.
Meine vage Hoffnung ist, dass der Raubtierkapitalismus in voller Geschwindigkeit auf die Spitze getrieben wird, dass er auf dem Gipfel der Macht das Gleichgewicht verliert und auf der anderen Seite herunterfällt. Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Gesellschaftssystem sich nicht hält. In meinen Augen sind beide K-Modelle längst überholt und sollten ausrangiert werden: Kommunismus und Kapitalismus. Im Namen von Freiheit und Gerechtigkeit wünsche ich mir eine Synthese aus beidem mit allen Vor- und keinen Nachteilen für die Bevölkerung, Abschaffung der Lohnsklaverei, Einkommensgerechtigkeit und Mitmenschlichkeit.“

(07.01.2017, SZ)

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