Im Juni 2026 wird die erste Tanztriennale die Hansestadt starten. Dann wird es um weit mehr als um ästhetische Pirouetten oder akrobatische Sprünge gehen sondern auch um eine soziale Kraft, die unsere Stadt transformieren kann.
Unter dem elektrisierenden Motto „Brave Moves. Courageous Joy“ wird Hamburg vom 14. bis 21. Juni zum Epizentrum einer Kunstform, die in den Hamburger Alltag drängt: mitten ins Leben, mitten auf die Straße und tief in die Herzen.
Es ist ein kulturpolitisches Highlight, dass Hamburg den Zuschlag für dieses neue Leuchtturmprojekt erhalten hat. Gefördert mit stolzen 950.000 Euro durch die Kulturstiftung des Bundes und weiteren 600.000 Euro durch die Stadt, entsteht hier ein Bündnis, das es so noch nicht gegeben hat. Das Hamburg Ballett, die Kampnagel Internationale Kulturfabrik und das K3 – Zentrum für Choreographie rücken zusammen. Für Amelie Deuflhard, die Intendantin von Kampnagel, setzt diese intensive Zusammenarbeit Maßstäbe und sendet ein wichtiges Signal für die verbindende Kraft des Tanzes über alle kulturellen, sozialen und generationellen Grenzen hinweg.
Das Programm, das nun vorgestellt wurde, verspricht eine wilde Mischung. Hier trifft klassisches Ballett auf Urban Dance, zeitgenössische Ästhetik auf Krump. Es ist diese bewusste Öffnung der Genres, die den Reiz ausmacht. Wenn eine Hip-Hop-Tänzerin selbstverständlich neben dem Balletttänzer auf der Bühne steht, entstehen daraus neue künstlerische Qualitäten und Zugänge für das Publikum, wie Katarzyna Wielga-Skolimowska von der Kulturstiftung des Bundes es visionär beschreibt.
Besonders spannend für alle Klassik-Fans: Das Hamburg Ballett steuert mit Alexei Ratmanskys „Wunderland“ eine Weltpremiere bei. Doch die Tanztriennale will mehr als nur glanzvolle Abende im Opernhaus. Sie will in den öffentlichen Raum, will den Diskurs und vor allem: sie will uns alle zum Mitmachen bewegen. Tanz gehört allen – jedem Körper, jedem Lebenshintergrund und jeder Geschichte, erklären die künstlerischen Co-Leiterinnen Gwen Hsin-Yi Chang und Monica Gillette. Für sie ist klar: Mut ist eine Praxis und Freude eine treibende Kraft. Beides wächst, wenn Menschen gemeinsam tanzen.
Kultursenator Carsten Brosda bringt es auf den Punkt: „Die Tanztriennale macht den Tanz in seinen ganz unterschiedlichen Ausdrucksformen für alle erlebbar – für Profis, für Laien, für Zuschauer und Zuschauerinnen, für Tänzer und Tänzerinnen. Vom Urban Dance über zeitgenössische Ästhetiken bis zum klassischen Ballett öffnet die Tanztriennale die universelle Sprache des Tanzes weit in die Gesellschaft hinein und verbindet Menschen und Tanzstile.“ Denn die Tanztriennale soll eine Einladung an alle Hamburger*innen sein, die Welt durch Bewegung neu zu entdecken.
Man spürt die Begeisterung bei allen Beteiligten, von den Profis bis zu den Institutionen. Nicolas Hartmann vom Hamburg Ballett sieht in der gegenseitigen Öffnung der Genres die wesentliche Zukunft des Tanzes. Und diese Zukunft beginnt im Sommer 2026 in Hamburg.
Der Vorverkauf startet am 20. März – ein Datum, das sich alle Tanzbegeisterten und Neugierigen rot im Kalender markieren sollten. Denn man kann davon ausgehen, dass manche Veranstaltungen schnell ausverkauft sein werden. Wer nämlich wissen will, wie sich mutige Schritte und mutige Freude aktuell anfühlen, wird im Juni an Hamburg nicht vorbeikommen. Das Programm unter: www.tanztriennale.de
