Die Veddel ist Hamburgs Labor. Ein Ort, an dem sich die Wucht des Hafens, die Herausforderungen des sozialen Miteinanders und die drängendsten Klimafragen der Stadt auf engstem Raum verdichten. Nun wird es auch ein Ort für Utopien.
Mit dem Performance-Projekt „Choreographing Fair Future“ laden zwei zwei Künstlerinnen zur aktiven Zukunftsforschung ein. Und zwar tanzend. Es geht darum, die Veddel nicht nur zu bewohnen, sondern sie durch Bewegung, Klang und Imagination neu zu erfinden.
Hinter dem ambitionierten Plan stehen die Choreografin und Ökosystem-Forscherin Verena Steiner sowie die Performance- und Community-Expertin Angela Kecinski. Ihre Mission: Sie wollen die Veddel-Community – Schüler*innen, Anwohner*innen, Migrant*innen – mit professionellen Künstler*innen zusammenbringen, um gemeinsam „imaginäre Oasen der Zukunft“ zu erfinden.
Steiner bringt die wissenschaftliche Perspektive aus ihrer Promotion über fragile Ökosysteme mit, Kecinski die Erfahrung aus der direkten partizipativen Arbeit im Quartier. Gemeinsam schlagen sie eine Brücke zwischen akademischer Tiefe und Street-Smartness.
Das Ergebnis soll in etwa anderthalb Jahren Hamburgs vielleicht aufregendste Performance werden: ein „choreographierter Nebel-Spaziergang“.
Die Veddel soll zur Bühne und zum Forschungsraum werden. Es geht darum, soziale und ökologische Fragen nicht nur zu diskutieren, sondern sie durch den Körper zu durchleben und in eine neue Form des Miteinanders zu übersetzen.
Wer kann mitmachen? Gesucht werden explizit professionelle Einzelkünstler*innen aller Genres, die entweder auf oder nahe der Veddel wohnen/arbeiten oder eine klare Verbindung zum Stadtteil haben. Das Projekt ist offen für:
- Tänzer*innen und Performer*innen
- (Instrumental-)Musiker*innen und Komponist*innen
- Sänger*innen und Digital-Musikproduzent*innen
Besonders willkommen sind Perspektiven aus Urban Styles! Wer den Rhythmus der Veddel im Blut hat, ist hier genau richtig.
Die Künstlerinnen wissen: Visionen brauchen Zeit. Der Zeitplan ist daher auf zwei Jahre angelegt und wird von der Stadtteildiakonie Veddel und Kampnagel unterstützt. Die Recherchephase beginnt voraussichtlich im Frühjahr 2026. Hier entstehen die Workshops mit Schüler*innen und Anwohner*innen, in denen das künstlerische Material gesammelt wird. Die eigentliche partizipative Performance – der „choreographierte Nebel-Spaziergang“ – folgt dann voraussichtlich im Herbst 2026 oder Frühjahr 2027.
So bewirbst du dich: Wer Teil dieses Experiments werden und die Veddel aktiv mitgestalten möchte, wendet sich direkt an die Projektleitung. Die Kontaktaufnahme ist unkompliziert:
- Verena Steiner & Angela Kecinski; steiner_verena@gmx.at und akecinski@yahoo.de
Dies ist der Moment, in dem Hamburgs Künstler*innen zeigen können, dass Kunst nicht nur kommentiert, sondern die Zukunft aktiv baut. Auf zur Veddel – die Choreografie beginnt jetzt!
