Neues Programm des Bendestorfers Filmmuseums wartet mit Überraschungen auf:

Hitler, Dylan und G20

Bild: Spencer Bohren

Bendestorf glänzt durch sein Filmmuseum an alter Produktionsstätte. Bis zum Jahresende sind dort aber mehr als nur Requisiten zu bestaunen …

Das einzige Filmmuseum in Norddeutschland liegt südlich von Harburg – nämlich in Bendestorf. Neben seinen regelmäßigen Ausstellungen, die jeweils am Donnerstag von 16 bis 18 Uhr und sonntags von  15 bis 17 Uhr geöffnet sind, sind dort aber auch Musik und Filme zu sehen. Seit Kurzem läuft auch eine Reihe „Film und Kunst“ in Kooperation mit der Jesteburger Kunststätte Bossard. Das Programm kann sich im wahrsten Sinne „sehen“ lassen.

BOSSARD-BENDESTORF-FILME: 13. September 2018; 19:00 Uhr (Einlass ab 18:00)
„Hitler‘s Traumfabrik“ Das deutsche Kino im Nationalsozialismusm Regie: Rüdiger Suchsland
Fragen und Antworten mit Rüdiger Suchsland
Die Reihe „Film und Kunst“ ist eine Kooperation zwischen der Kunststätte Bossard und dem Filmmuseum Bendestorf. Der Eintritt ist frei (Spende erbeten)

FILMCLUB: Themenabend – BOB DYLAN
Donnerstag, 20.9.2018; 19:00 Uhr

MUSIK: Bernd Sternberg & Band  Sternberg sings Dylan
Fr 21.9.2018; 19:00 Uhr (Einlass ab 18:00)
Am Konzertabend sind in einer Sonderausstellung die großformatigen Bob Dylan-Portraits des Künstlers Bernd Lehmann zu sehen!
„Nobody sings Dylan like Dylan“ – diese Behauptung widerlegt Bernd Sternberg eindrucksvoll. Seine Stimme kommt der des vielleicht berühmtesten Storytellers in der Folk- und Rockmusik unglaublich nahe. (Kreiszeitung Syke)
Noch heute, mehr als fünf Jahrzehnte nach den ersten Auftritten des damals spätjugendlichen Bob Dylan übt der Mann aus Minnesota, vielleicht mehr denn je, eine Faszination und Anziehungskraft aus, wie sie nur wenigen Musikern der Rock- und Popgeschichte nachgesagt werden kann.
Kaum einer hat mehr Klassiker geschaffen, als dieser „Mr. Tambourine Man“. Über die Jahrzehnte häutete er sich immer wieder neu als messianisch verehrte Stimme, als christlicher Missionar oder Bewahrer archaischer Folktraditionen.
Bernd Sternberg verkörpert das musikalische Thema Bob Dylan so perfekt, dass eine Zuschauerin sagte „wenn ich die Augen schließe, denke ich, er ist es wirklich“… Er präsentiert als Dylan-Verehrer mit Hang zur Authentizität das facettenreiche Oeuvre der Dylan-Songs meist näher an der Originalaufnahme, als der Altmeister in seinen Konzerten selbst. Sobald Bernd Sternberg zu singen beginnt, schwebt es im Raum: das typische, leicht näselnde Dylan Timbre.

Während der Altmeister Dylan seine Songs heute ganz anders in Konzerten performt, als sie auf den Schallplattenaufnahmen der frühere Jahre zu hören sind, besinnen sich Sternberg und Band auf die Schönheit und Schlichtheit der „Ur“-Versionen der Songs und präsentieren diese in sehr vertrauter und inniger Art und Weise. Die Auswahl der Lieder des Konzerts zeigen, dass Wandel die einzige Konstante in Dylans Werk -darstellt.

Besetzung: Bernd Sternberg (voice, guitar, harp); Regina Mudrich (violin); Martin Zemke (bass); Tjard Cassens (percussion)
Eintritt: 13,50 € (Vorverkauf); 15,00 € (Abendkasse)
Karten erhältlich: Touristik Information Jesteburg, Seniorenwohnsitz Bendestorf per email: info@film-bendestorf.de

FILM: „Der Gipfel – Performing G20“, D 2017
Do., 27. September 2018; 19:00 Uhr (Einlass ab 18:00)
Der Regisseur Rasmus Gerlach ist anwesend
Der Eintritt ist frei (Spende erbeten)

FILMCLUB – Themenabend, Donnerstag, 04.10.2018; 19:00 Uhr

MUSIK: Spencer Bohren : „Down The Dirt Road Blues“
Samstag, 6. Oktober 2018: A History of American Music
Eine Zeitreise durch Nordamerika mit Theater und Live-Musik.

Im Frühjahr 2017 hat Spencer Bohren, der weltweit geschätzte Musiker aus New Orleans, ein viel beachtetes Konzert im Filmmuseum gegeben. Damals versprach er, wieder zu kommen. Spencer Bohren wird seinen Zuhörern die Geschichte der Blues-Musik in Wort und Musik von den Sklaven auf den Baumwollfeldern bis zu den Beatles und den Rolling Stones in einem faszinierendem Vortrag vermitteln.

Mit einem einzigen Song nimmt uns Spencer Bohren mit auf eine Reise durch Nordamerikas Geschichte und Kultur. Unsere Reise beginnt bei den unfreiwilligen Einwanderern. Die Sklaven bringen aus Afrika ihre ganz eigenen Riten und Rhythmen auf den neuen Kontinent.
Vom Baumwollfeld wird der Song langsam weitergereicht zum Mississippi Blues, wird Tanzschuppenmusik in Memphis, wird ein Banjotune aus Appalachia, berührt Hank Williams frühe Countrymusic, wechselt zu Muddy Waters´ lautem Chicago–Blues, um dann auch noch sowohl Folker wie Bob Dylan als auch Rocker wie die Stones zu inspirieren.
Bohren erzählt parallel zur Zeitleiste von Sklaverei, Rassentrennung, Alkohol und Lebensgefühl der amerikanischen Gesellschaft. Die Songs begleitet er auf traditionellen Instrumenten, jeweils zu der Zeit passend.
Spencer hat es immer wieder geschafft, sich an das jeweilige Sprachniveau seiner Zuhörer anzupassen. Er spricht sehr gut verständliches Englisch und hat dieses Programm bereits mehrfach in Amerika vorgetragen.Wir freuen uns, dass wir Spencer Bohren mit diesem  Programm exklusiv in Deutschland auf unserer Bühne präsentieren können.
Sicherlich wird er anschließend noch Songs aus seinem Live-Repertoire vortragen.

FILM: Schicksal aus zweiter Hand
Do., 11. Oktober 2018; 19:00 Uhr (Einlass ab 18:00)
D, 1950 Regie: Wolfgang Staudte, Darst.: Friedel Rostock
Der Eintritt ist frei (Spende erbeten)

FILM: BOSSARD-BENDESTORF-FILME
Do., 25. Oktober 2018; 19:00 Uhr (Einlass ab 18:00)
Das Bad auf der Tenne
D 1942, Regie: Volker von Collande, Drehbuch: Rolf Meyer; Die Reihe „Film und Kunst“ ist eine Kooperation zwischen der Kunststätte Bossard und dem Filmmuseum Bendestorf
Der Eintritt ist frei (Spende erbeten)

FILM: BOSSARD-BENDESTORF-FILME
Do., 15. November 2018; 19:00 Uhr (Einlass ab 18:00)
Das neue Hamburg, D 2014
Film von Christian Bau; Christian Bau ist anwesend
Die Reihe „Film und Kunst“ ist eine Kooperation zwischen der Kunststätte Bossard und dem Filmmuseum Bendestorf
Der Eintritt ist frei (Spende erbeten)

MUSIK: Caro Josée & Band   –   zurück im Tonstudio Bendestorf
Fr., 23. November 2018
Als Caro Josée 2012 nach einer Familienpause in der Musikbranche wieder auftauchte, überzeugte sie nicht nur ihr Publikum mit einem inhaltlich substantiellen Werk, das eine gereifte und starke Frau in der Mitte ihres Lebens präsentierte, „Turning Point“, sondern überraschte die Medien auch mit Sounds, die Eigenständigkeit und Selbstbewusstsein ausdrückten. Lohn für das sehr tief im Gypsy Jazz Sound verwurzelte Werk war ein ECHO JAZZ als Sängerin des Jahres National.
Jetzt, drei Jahre später und nach ausgedehnten Konzertaktivitäten, gelingt es ihr abermals, für musikalische Überraschungen, Vielfalt der Stimmungen und stilvolle Eleganz zu sorgen.
„Summer‘s Ease steht für ein Lebensgefühl, da sich die Geschichten, die ich erzähle, vorwiegend in wärmeren Regionen abspielen. Ob Ibiza, Laguna Beach, Ligurien oder Cote d’Azur, all diese Regionen sind Teil meines Lebens. An diesen Plätzen tanke ich auf und mit Summer’s Ease nehme ich alle Hörer mit auf meine musikalische Reise“, verspricht die ECHO-Preisträgerin.
Das Album „Summer’s Ease“ atmet Easy Listening und Jazz, zeigt sie als moderne Songwriterin und originelle Sängerin. Sie faucht und flüstert, surft samtig mal auf melancholischen Reminiszenzen (wie in „Mr. Django“), dann wieder wunderbar federleicht phrasierend quer durch die Welt.
Mit Patrick Pagels hat sie bei „Summers’s Ease“ einen kongenialen Partner gefunden, der nicht nur den Großteil der Songs mit ihr gemeinsam schrieb, sondern als Produzent auch für diesen musikalisch reichhaltigen Kosmos an Sounds verantwortlich zeichnet. Dabei gerät es fast schon zur Randerscheinung, dass auch die vielfältigen Gitarrensounds auf dem Album überwiegend und souverän von Patrick Pagels verantwortet werden.
Nahtlos aufeinander eingespielt, in ständigem Kontakt untereinander … ein Beispiel für makellose Geschlossenheit und hochwertiges Handwerks. So viel Ausdruck, Gefühl und Stilsicherheit gibt es selten.
Gießener Anzeiger Kultur

FILMCLUB – Themenabend
Donnerstag, 29.11.2018; 19:00 Uhr

FILM: BOSSARD-BENDESTORF-FILME
Do., 6.Dezember 2018; 19:00 Uhr (Einlass ab 18:00)
Die Feuerzangenbowle; D 1944, Regie Helmut Weiss, Einführung: Dr. Gudula Mayr
Die Reihe „Film und Kunst“ ist eine Kooperation zwischen der Kunststätte Bossard und dem Filmmuseum Bendestorf; Der Eintritt ist frei (Spende erbeten)

Ort: Filmmuseum Bendestorf;  Am Schierenberg 2,  21227 Bendestorf
Anmeldung unter: info@film-bendestorf.de. Das Filmmuseum ist barrierefrei.

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