KutiMangoes stellen im Stellwerk ihr Album „made in africa“ vor:

Hottest Afro Jazz

The KutiMangoes kommen live ins Stellwerk. (Foto: Manuel Weber)

Jazz stammt aus Nordamerika aber irgendwie auch aus Afrika und irgendwie ist er Weltmusik. Die Band KutiMangoes sieht sich zwar in afrikanischer Jazztradition, ist aber ebenso global. Nun fährt der Afro-Jazztrain im Harburger Bahnhof ein.

2013 erschien eine Gruppe renommierter Jazzmusiker auf der Kopenhagener Bildfläche, deren Ideengeber und Komponisten Michael Blicher und Gustav Rasmussen sich zum Ziel gesetzt hatten, die Faszination westafrikanischer Musik in der Tradition des Fela Kuti mit denen des unnachahmlichen Bassisten Charles Mingus zu verbinden; für beide hatten sie eine ausgeprägte Vorliebe und so waren schließlich The KutiMangoes geboren.

Afro Fire

Sie mischten nicht nur dänische Clubs gehörig auf mit ihrem so feinen wie energetischen Stilmix, ihr Debut CD „Afro Fire“ wurde 2014 folgerichtig auch Grammy Gewinner für das beste dänische World Music Album, der in Radiosendern international rotierende Titel “fire” Best World Music Track. Darüber hinaus wurde das Album für die Best Compositions und das Best Alternative Jazz Album nominiert. Es folgten Festivaleinladungen der begeisterten Jazz und Worldmusic Szene u.a. nach Afrika, China und Korea, zur Bremer Musikmesse jazzahead!, eine Tour im Rahmen der norddeutschen Konzertreihe FANTASTISCHE MUSIK, und zuletzt 2 Tourneen, präsentiert von NDR, Funkhaus Europa und der taz durch nordische Gefilde Europas samt England. Dass die lebensfrohe Musik der The KutiMangoes bei aller „Jazzigkeit“ keine Publikumsgrenzen zu kennen scheint, beweisen Einladungen z.B. beim eigentlich rockorientierten Reeperbahnfestival ebenso wie beim Roskilde-Festival.

“Afro Jazz’ hottest newcomer”, “..pure fuckin brilliance!”, “best merger of deep funk sharpness with Nigerian styles in recent years”, “…wundervolles Album voller eklektischer Welten aus Jazz, Afrobeat und Soul!” begeisterte sich die Fachpresse schon beim ersten Album.

Mit dem zweiten Album stellen die Musiker nun ihre Sonderstellung nachhaltig unter Beweis und lösen gerade unter denjenigen Kritikern Respekt und Begeisterung aus, bei denen der Gedanke afrikanischer Musik aus dem hohen Norden für berechtigte Skepsis sorgte.

made in africa

Die Kooperation mit dem Sänger und Tänzer Patrik Kabré aus Burkina Faso führte dazu, das zweite Album „Made in africa“ eben dort einzuspielen, wo ihre Musik seine Ursprünge hat. Es sollten Gastmusiker und neben eigenen zeitlose afrikanische Kompositionen und Arrangements ineinander fliessen, ohne Authentizität vorzugaukeln, um dem spirituellen Wesen der Musik in Mali und Burkina Faso aber so nah wie möglich zu kommen.

„The KutiMangoes‘ musical mission is not to record African or Western Music“ sagen Gustav Rasmussen und Michael Blicher: „Our goal is to create music together – to share and meet through music.“

Und wieder ist sich die Presse einig: „Superb, superb, superb“ / „Love it…“ / „This is great. Lovely stuff“ / „Tight as a nut“ / „a perfect slice of afro-funk!“ / „very current and very cool“ / „guaranteed to light up the more discernible Afro-Tinged dance floors“ / „Sensational sounds 10of10“ / „Brilliant LP“ / „Such a dope release!“

Das Quintett um die Kopenhagener Jazzer Michael Blicher und Gustav Rasmussen macht mit dem Bandnamen ihren Kotau nicht nur vor Fela Kuti. Charles Mingus stecke in den Mangoes, sagt Posaunist und Gitarrenspezi Rasmussen; dessen Art, mit Bläsern zu arbeiten, habe Vorbildcharakter, „diese völlige Ernsthaftigkeit im Kreieren expressiver Musik, kombiniert mit echter Verrücktheit und wilder Energie“. Das zweite Album heißt nicht umsonst „Made In Africa“ (Tramp/Groove Attack).

„Wir haben es in der Tat in Mali, Burkina Faso und Kopenhagen aufgenommen. Zuerst haben wir Telefonsachen zwischen Dänemark und Afrika hin- und hergeschickt, dann haben wir vor Ort mit den afrikanischen Musikern gearbeitet.“

Unterstützung bekamen die Dänen in Mali unter anderen von Rokia Traoré, die ihnen bei der Auswahl von Musikern behilflich war. Manche Tracks des Albums basieren auf traditionellen Songs, die neu geschrieben und arrangiert wurden; zuletzt war man im Mai vor Ort, um Ngoni und andere Instrumente einzubauen sowie Sounds aus dem Alltag mitzunehmen.

„Aus der Nachbarschaft, in Schulen und auf Märkten. Jetzt können wir gar nicht mehr genau unterscheiden, was wann und wo aufgenommen wurde – es ist einfach ein großer Mix von Einspielungen aus kühlen und heißen Ländern.“

The Kutimangoes sind: Michael Blicher – saxophones and flute / Gustav Rasmussen – trombones and guitar / Aske Drasbæk –  saxophones / Johannes Buhl Andresen – fender rhodes and moog bass / Casper Mikkelsen/Eddi Jarl – drums / Magnus Lindgaard Jochumsen – percussion / Gastmusiker: Patrick Kabré

CD + Vinyl + Download direkt beim Label tramprecords.

THE KUTIMANGOES (World Class Afro Jazz / DK)

Termin: Fr., 13. April // Einlass ab 20h, Stellwerk, im Bhf. HH-Harburg über Fernzuggleis 3, Hannoversche Str. 856, 21079 HH, www.stellwerk-hamburg.de

 

weitere Infos zu THE KUTIMANGOES: kutimangoes.com; facebook.com/TheKutiMangoes

 

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