Wanderausstellung informiert ab 9. April über alte Industriestandorte und deren Umnutzung

UPGRADE! Ressource Industriedenkmal

Die reaktivierte Tankstelle Brandshof dient nun als Oldtimertreffpunkt mit GTÜ-Prüfstelle (Foto: BKM)

Wie können alte Industriestandorte mit Mehrwert und zeitgemäß umgenutzt werden? Eine Ausstellung regt an …

Die Ausstellung „UPGRADE! Ressource Industriedenkmal“, die die Vereinigung der Denkmalfachämter der Länder (VDL) konzipiert hat, ist vom 9. April bis zum 8. Mai im HafenCity Infocenter im Kesselhaus zu Gast und zeigt an aktuellen Beispielen, wie alte Industriestandorte in Norddeutschland mit Mehrwert und zeitgemäß umgenutzt werden.

Modernisierung und Strukturwandel führen immer wieder zur Aufgabe alter Industrie- und Technikstandorte. Um diese in eine neue Zukunft zu führen, sie aber auch als Zeugnisse unserer Geschichte zu erhalten, sind Ausdauer und Kreativität gefragt. Die Ausstellung „UPGRADE! Ressource Industriedenkmal“ zeigt, wie Denkmäler der Industrie und Technik mit einem Mehrwert für alle umgenutzt werden können – sei es durch Wohnen, Gewerbe oder kreative Nutzungen. Die gezeigten Lösungen aus den letzten Jahren sind nicht nur überraschend vielfältig, sie machen zudem deutlich, dass durch Wieder- und Weiterverwendung auch ein wichtiger Beitrag zum Schutz der Umwelt geleistet werden kann. Vorgestellt werden große Industrieareale, aber auch kleine Objekte wie Tankstellen. Geschossbauten werden in Kontrast gesetzt zu Hallen und Silos. Immer stellt sich dabei die Frage: Was ist die Besonderheit des Denkmals? Und wie kann ohne große Eingriffe in die Bausubstanz eine gute Nutzung gefunden werden?

Unter den knapp fünfzig Denkmälern aus allen Bundesländern befinden sich auch verschiedene Beispiele aus Hamburg. In den Blick genommen werden etwa die Zeisehallen, die fast vierzig Jahre nach ihrer Umwidmung zum Kultur- und Medienzentrum in Teilen ein Update durch neue Nutzungen erfahren haben. Aber auch hochwertiges Wohnen im Pumpwerk am Falkensteiner Ufer oder die Reaktivierung der Tankstelle Brandshof als Oldtimertreffpunkt mit GTÜ-Prüfstelle sind Teil der Ausstellung.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Die Nachnutzung von Industriestandorten, die ihre ursprüngliche Funktion verloren haben, stellt auch den Denkmalschutz regelmäßig vor Herausforderungen. Die Ausstellung zeigt an vielfältigen und kreativen Praxisbeispielen, wie eine gelungene Umnutzung aussehen kann, bei der die Seele eines Denkmals erhalten bleibt. Oft sind es gerade die neu genutzten Denkmäler, die die Geschichte eines Ortes lebendig halten und zu identitätstiftenden Orten in einem Quartier werden. Zugleich leistet eine gelungene Umnutzung oft auch einen wichtigen Beitrag zum Ressourcenschutz.“

Den Abschluss der Ausstellungszeit in Hamburg bildet ein Werkstattgespräch des Denkmalschutzamtes am 8. Mai von 18:00 bis 20:00 Uhr im Kesselhaus. (siehe auch Tiefgang-Artikel Ressource Industriedenkmal ‎)

Öffnungszeiten der Ausstellung: Dienstag bis Freitag: 10:00–17:00 Uhr | Samstag und Sonntag: 11:00–17:00 Uhr |montags geschlossen

Eintritt frei

Nach Hamburg wird die Ausstellung noch in Ribnitz-Damgarten, Bremen und Kiel zu sehen sein.

 

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