Behörde für Kultur und Medien vergibt Literaturpreise

Entdeckte Stimmen

Ran an die Bücher! (Foto: Monika Svajdova / Pixabay)

Ob Comic, Lyrik oder Erzählung – Literatur hat viele Gesichter und vor allem immer wieder neue. Sie zu entdecken ist ein Teil der Literaturpreisvergabe Hamburgs. Nun wurden wieder einige gekürt …

Die Behörde für Kultur und Medien zeichnet sechs Autorinnen und Autoren, drei Übersetzerinnen und Übersetzer und eine Comic-Zeichnerin für ihre herausragenden literarischen Arbeiten aus. Die Literaturpreise werden in den Kategorien Roman, Erzählung, Lyrik–Drama–Experimentelles, Kinder- und Jugendbuch, Comic sowie Literaturübersetzungen verliehen. Außerdem kürt die unabhängige Jury Benjamin Maacks „Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein“ als „Buch des Jahres“. Die Literaturpreise sind mit je 6.000 Euro dotiert, die Preise für literarische Übersetzungen mit je 3.000 Euro. 336 Bewerberinnen und Bewerber aus dem Großraum Hamburg haben 2020 an dem Wettbewerb teilgenommen.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Die zahlreichen Bewerbungen für die Hamburger Literaturpreise zeigen, wie wichtig diese Preise sind, mit denen wir sowohl etablierte Autorinnen und Autoren auszeichnen als auch noch zu entdeckende Stimmen. Die Preise helfen Autorinnen und Autoren ihre Verlage zu finden – und umgekehrt. Sie zeigen das breite Spektrum und die literarische Kompetenz in unserer Stadt. Benjamin Maack hat mit ,Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein‘ ein sowohl stilistisch wie inhaltlich herausragendes Buch über seine Depression geschrieben. Ein Wagnis, das nun zurecht als Hamburger ,Buch des Jahres‘ ausgezeichnet wird. Der Comicpreis passt hervorragend zu Hamburg als wichtigem Studienort und Zentrum für grafisches Erzählen. Die Auszeichnung für Kinder- und Jugendliteratur würdigt unsere Stadt als kreativen Standort für die Leseförderung. Allen Preisträgerinnen und Preisträgern gratuliere ich herzlich.“

Die mit je 6.000 Euro dotierten Hamburger Literaturpreise erhalten in der Kategorie:

  • „Buch des Jahres“: Benjamin Maack für „Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein“ (Suhrkamp Verlag)
  • Roman: Magdalena Saiger für „Was ihr nicht seht oder Die Absolute Nutzlosigkeit des Mondes“ und Simon Urban für „Wie alles begann und wer dabei umkam“
  • Erzählung: Frank Schliedermann für „Dorval, Quebec“
  • Lyrik/Drama/Experimentelles: Silke Stamm für den experimentellen Text „Hohe Berge“ und Peter Thiers für das Theaterstück „Paradiesische Bauten“
  • Kinder- und Jugendbuch: Uticha Marmon für „Dreizehn Wochen Sonntag oder Wie ich den Kaninchen die Sprache zurückgab“
  • Comic: Nadine Pedde für „Gespenster der DDR“

Die mit jeweils 3.000 Euro dotierten Preise in der Kategorie Literarische Übersetzungen gehen an:

  • Ursel Allenstein für die Übersetzung des Romans „Nach der Sonne / Efter solen“ von Jonas Eika aus dem Dänischen, erschienen bei Hanser Berlin
  • Mirko Bonné für die Neuübersetzung des Romans „Der Niemand von der ,Narcissus‘ / The Nigger of the ,Narcissus‘“ von Joseph Conrad aus dem Englischen, erschienen bei mare
  • Cornelia Wend für den Roman „Doggerland“ von Élisabeth Filhol aus dem Französischen, erschienen in der Edition Nautilus

Die Jury, bestehend aus dem Buchhändler Thomas Bleitner (Buchhandlung Lüders), der Autorin Julia Ditschke (Hamburger Literaturpreis 2019), der Literaturjournalistin Natascha Geier (NDR Fernsehen), der Lektorin Katharina Picandet (Edition Nautilus) und der Übersetzerin Britt Somann-Jung (Hamburger Literaturpreis 2019) hat ihre Wahl aus 260 anonymisierten Einsendungen für Literatur, 53 Comic-Projekten und 23 literarischen Übersetzungen getroffen.

Die Preisverleihung findet als geschlossene Veranstaltung mit reduzierter Teilnehmerzahl voraussichtlich am Montag, 7. Dezember um 19.30 Uhr im Literaturhaus Hamburg statt, wenn dies im Rahmen der aktuell geltenden Corona-Regeln möglich ist. Falls nicht, wird die Preisverleihung 2021 stattfinden.

Quelle: Behörde für Kultur und Medien Hamburg

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