Die Kolumne von Sophie Selbst-Zweifel

Kolorit

Foto: moritz320 / Pixabay

Mein Name ist Sophie und ich bin Denkerin. Mein aktuelles Thema heißt Diversität.

Klingt vielleicht wie ein Modewort, aber ich könnte auch altbacken von Vielfalt sprechen. Oder noch besser: von Verständigung.

Wenn ich meinen Horizont erweitern will, muss ich nicht reisen. Es genügt, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken. Was es dann zu entdecken gibt, mag Befremden auslösen. Logisch, denn das Andersartige liegt außerhalb meiner üblichen Norm. Mein Blick auf die Welt ist wohl oder übel geprägt von Wahrnehmungs- und Handlungsroutinen. Um mehr zu erfahren, muss ich fragen und kennenlernen. Das ist leichter gesagt als getan, denn meine Vorurteile sind sich ihrer Sache sicher und halten es für überflüssig, sich eingehender mit diesem oder jenem zu beschäftigen. Innerhalb eines geschlossenen Systems sind die Interpretationsspielräume begrenzt. Das ist das Fatale an Vorurteilen. Sie bestätigen sich quasi selbst und lassen möglichst nur Informationen zu, die ins Bild passen. Das ist normal. Dass wir glauben zu wissen.

Diversität zu begrüßen, bedeutet Aufgeschlossenheit gegenüber dem Gegenüber. Im Dialog und nicht im Selbstgespräch. Erst wenn ich meine Unsicherheit aushalte und den Dialog suche, wird meine Welt tatsächlich vielseitiger. Bitte umblättern.

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