Die Kolumne von Sophie Selbst-Zweifel

Literatur

Grafik.: moritz320 / Pixabay

Mein Name ist Sophie und ich bin Denkerin. Aus aktuellem Anlass denke ich über Schriftstellerei nach.

Ich bin im Bilde, was es heißt, ein Buch zu schreiben. Mindestens 49 Seiten gehören per Definitionem dazu. Sie können sogar leer sein, um unter dem Begriff in den Handel zu gelangen. Tagebücher beispielsweise. Für Autoren empfiehlt es sich allerdings, auf das geschriebene Wort zu setzen, vorzugsweise in ganzen Sätzen. Schrifttype und -größe können ebenso variabel gehandhabt werden wie Seitenränder, über die tunlichst nicht hinausgeschrieben werden sollte; Das bringt man bereits Kindern in der Schule bei. Soviel zu den Rahmenbedingungen. Darüber hinaus mache ich mir Gedanken über Inhalt und Schreibstil von Autoren, denn nicht jeder ist ein Literat. Wo genau sich die Geister scheiden, vermag ich nicht zu bestimmen.

Mir persönlich bedeutet es viel, wenn mich ein Text in besonderer Weise anspricht und in Resonanz bringt. Es können originelle Gedanken sein, die zum Ausdruck kommen oder sprachlich herausragend formuliert wurden. Im Unterschied zu Fach- oder reiner Unterhaltungslektüre möchte ich von Literatur geistig bewegt werden. Neben handwerklichem Können wünsche ich mir einen Zauber, der mich einnimmt.

Literatur ist für mich die hohe Kunst, eine Eingebung so in Worte zu kleiden, dass ich als Leser sie selber enthüllen kann. Ein Werk möge wie ein Bild oder Parfüm auf Anhieb betören und dann nach und nach seine Kopfnote entfalten.

Vielschichtigkeit kommt bei mir gut an, selbst dann, wenn ich sie nicht unmittelbar verstehe…

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