Fotoarbeiten von Monika Vollmer greifen das Thema Klima-Veränderung auf:

Wandel und Verwandlung

Dunkle Rauchwolken aus grauen Schornsteinen, brache Landschaften und menschgemachte Industrie. Die Hamburger Künstlerin Monika Vollmer präsentiert an der TU Hamburg Bilder ihres Zyklus „change“.

Diesen Sommer war er auch für den letzten Zweifler spürbar: der Klima-Wandel. Monika Vollmer hat ihn künstlerisch und doch real bearbeitet und dargestellt. Einerseits den biologischen Verfall von Pflanzen und Tieren in Kohle sowie auf der anderen Seite die industrielle Gewinnung von Braunkohle und deren Verwertung in Strom und Abgas. Durch Doppelbelichtungen und Verwischungen zeigen die Fotografien der Künstlerin die Braunkohlegewinnung aus einem neuen und verfremdeten Blickwinkel. Für das perfekte Bild wagt sich die Fotografin in unliebsame Gegenden vor und zeigt Landschaften, die auch düsteren Science-Fiction-Filmen entnommen sein könnten. „Meine Arbeiten entstehen intuitiv und aus einer Situation heraus. Mit Hilfe der technischen Verfremdung erinnern manche Fotografien auch an die Malerei“, erklärt die Künstlerin ihre Werke.

In der Ausstellung werden Fotoarbeiten gezeigt, die sich im engeren und weiteren Sinne mit Braunkohle beschäftigen. Ein Moor als Vorstufe zur Verwandlung von Pflanzen und Tieren über Torf in Kohle. Fotografiert im Wandel der Jahreszeiten. Die Gewinnung der Braunkohle aus der Erde unter Zerstörung von Landschaft und Dörfern, die sich in Ödnis verwandeln.

Fotografiert in der Oberlausitz

Die Kohle dient in erster Linie zur Energiegewinnung und wird in Strom und Abgas verwandelt. Massen von Masten und Leitungen durchziehen die Landschaft. Das ausgestoßen CO2 erhöht den Treibhauseffekt und trägt zum Klimawandel bei. Die Auswirkungen des Klimawandels verändern unsere Welt und unser Leben. Die Arbeiten verstehen sich nicht als informative Dokumentation oder Belehrung. Sie sind vielmehr situativ und intuitiv, als Anregung zum Nachdenken konzipiert.

Es wird vielfach mit Verfremdungen gearbeitet, die zum großen Teil schon beim Fotografieren entstehen, wie z.B. Doppelbelichtungen oder „Verwischungen“. So entsteht eine Mischung aus graphischen, abstrakt anmutenden Bildern und Bildern, die an Malerei erinnern.

Die Fotografin und Künstlerin Monika Vollmer wurde 1953 in Stuttgart geboren und arbeitet als Berufsschullehrerin für Chemie, Molekularbiologie und Mikrobiologie und Fotokünstlerin. Sie lebt und arbeitet in Hamburg. Seit 1996 hatte sie neben Einzelausstellungen etliche Beteiligung an Ausstellungen und Fotoprojekten wie z.B der „Internationalen Foto-Unikat-Postkarten-Aktion“, der „Kunstklinik“ oder dem Projekt „Mütter-Töchter-Künste“. Sie arbeitet gern themen- und projektbezogen. Sie stellte im Süderelbe-Raum unter anderem in der Kunststätte Bossard, der Honigfabrik in Wilhelmsburg oder der Bücherhalle Harburg aus.

Ausstellungseröffnung am Do., 11. Oktober 2018 um 18 Uhr.

Begrüßung durch Joachim Stieglitz (TUHH), nachfolgend Rundgang durch die Ausstellung sowie Get-together mit Umtrunk, Snacks und Live-Jazz

Die Ausstellung ist nachfolgend bis zum 30. Dez. 2018 täglich zwischen 9 und 21h zu sehen.
Am Schwarzenberg Campus 1, Hauptgebäude der TUHH, 21073 Hamburg

tuhh.de/kunstinitiative;  monikavollmer.de

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