Meine Lieben, schnallt euch an – aber dieses Mal nicht vor Vorfreude, sondern weil mir heute die Worte fast im Hals stecken bleiben. Es gibt Nachrichten, die lassen einen fassungslos zurück, und die Meldung über den brutalen Überfall auf Peter Sebastian am vergangenen Montagnachmittag ist genau so eine.
Mitten in unserem Harburg, in seinem Büro am Reeseberg, ist etwas passiert, das man eigentlich nur aus schlechten Krimis kennt. Ein maskierter Mann, ein Messer, Gewalt. Dass Peter Sebastian jetzt mit Platzwunden und Prellungen gezeichnet ist, schmerzt nicht nur ihn, sondern eine ganze Gemeinschaft. Denn wenn wir ehrlich sind: Peter Sebastian gehört zu Harburg wie das Rathaus oder der Binnenhafen.
Seit Jahrzehnten setzt er sich unermüdlich für andere ein. Ob mit seiner Starpyramide, seinem Einsatz für unfallgeschädigte Kinder oder beim gemeinsamen Singen auf dem Marktplatz – er ist einer, der anpackt, der lächelt und der das Wir-Gefühl in unserem Bezirk mit Leben füllt. Dass ausgerechnet so ein Mensch Opfer einer solchen Tat wird, fühlt sich wie ein Schlag in die Magengrube für uns alle an.
Man fragt sich in solchen Momenten: Wo sind wir eigentlich gelandet? Da sitzt jemand in seinem Büro, wartet auf eine Freundin, und plötzlich bricht die nackte Gewalt über ihn herein. Es ist nur einem glücklichen Zufall und dem rechtzeitigen Erscheinen seiner Bekannten zu verdanken, dass nicht noch Schlimmeres passiert ist. Sein Schutzengel hatte an diesem Nachmittag am Reeseberg ordentlich zu tun.
Aber wisst ihr, was mich trotz allem beeindruckt? Peter Sebastian ist ein Kämpfer. Auch wenn er sichtlich gezeichnet ist, teilt er seine Erfahrung, um zu warnen und vielleicht auch, um das Erlebte zu verarbeiten. Das zeigt wahre Größe. Es ist eine Erinnerung für uns alle, dass Sicherheit keine Selbstverständlichkeit ist, aber auch, dass wir in Harburg zusammenstehen müssen, wenn einer von uns so feige angegriffen wird.
Ich wünsche Peter von ganzem Herzen eine schnelle Genesung – nicht nur für die Wunden im Gesicht, sondern vor allem für die Seele. Harburg braucht seine Stimme, seinen Optimismus und seinen unermüdlichen Einsatz.
Lassen wir uns von solcher Gewalt nicht einschüchtern. Passen wir aufeinander auf, halten wir die Augen offen und zeigen wir, dass in unserem Bezirk kein Platz für Hass und Gewalt ist.
Gute Besserung, Peter! Wir freuen uns darauf, dich bald wieder lächeln zu sehen.
Eure Clara
