Inklusives Kunstprojekt „Atelier Freistil“ zieht von Harburg nach Wilhelmsburg

„Attraktive Kooperationsmöglichkeiten“

"Maschine 1" hat Freistil-Künstler Siegmar Voss dieses bereits veräußerte Aquarell betitelt.

„Kunst ist Kunst“ ist einer der prägnanten Slogans vom Atelier Freistil, das mit über 30 Künstler*innen künstlerisch begabten Menschen – ob mit oder ohne Behinderung – einen Arbeitsplatz und einen Freiraum bietet, sich auszudrücken. Jetzt zieht es nach Wilhelmsburg und nennt Gründe.

Handicaps sind beim Atelier Feistil nicht die Abweichung vom Normalen sondern werden in ihrer ganzen Identität akzeptiert. Die Künstler werden so gefördert, dass sie ihre eigene Fähigkeit und Originalität herausarbeiten können. Kunst steht im Mittelpunkt. Diese Arbeit wurde jahrelang im Nymphenweg in Harburg erfolgreich praktiziert. Doch jetzt verspricht man sich mehr Synergien und Kooperationsmöglichkeiten im kreativen Wilhelmsburg. Verständlich, sind hier Kreativwirtschaften wie das Atelierhaus 23 in den Zinnwerken und die Veringhöfe Hotspots der jungen Szene. Harburg ignoriert solche Bedarfe bisher hartnäckig.

In der Pressemitteilung heißt es nun:

„Endlich ist es soweit: die Umbauarbeiten für das Atelier Freistil – eine Kooperation der Elbe-Werkstätten GmbH und „Leben mit Behinderung Hamburg Sozialeinrichtungen gGmbH“  – in den Veringhöfen in Wilhelmsburg sind abgeschlossen. Das Atelier Freistil ist Anfang März mit Sack und Pack und Pinsel und Farben vom bisherigen Standort am Nymphenweg in Harburg in die Veringhöfe umgezogen. Die 38 Freistilkünstler sind bereits seit Montag in den neuen Atelierräumen kreativ.

Die neue Adresse lautet: Atelier Freistil, Am Veringhof 15-17, 21107 Hamburg. Telefonisch sind wir ab sofort unter 040 – 35 03 110 12 zu erreichen, per Mail unter info@atelier-freistil.de. Weitere Infos finden Sie auf unserer Homepage  unter www.atelier-freistil.de. Seit neuestem finden Sie das Atelier Freistil auch auf Facebook und auf Instagram.

Im Zuge des Umzugs wird das Atelier-Freistil-Angebot erweitert: Neben den drei Räumlichkeiten im zweiten Obergeschoss, die zusammengelegt und hauptsächlich als Atelierräume genutzt werden, sollen künftig in einem darunter liegenden Raum (1. OG) Mahlzeiten eingenommen und auch Ausstellungen stattfinden.

Bis zum Sommer 2018 entsteht hier eine neue Gruppe, aus sechs Menschen mit Tagesförderungs-Bedarf plus Personal. Die Gruppe wird hauptsächlich den Essens- und Abwasch-Service für das Atelier Freistil übernehmen.

Durch den Umzug in die Veringhöfe erhofft sich das Atelier Freistil vor allem attraktive Kooperationsmöglichkeiten mit (kulturellen) Trägern im Stadtteil, gemeinsame Ausstellungen und die gemeinschaftliche Nutzung der Galerie, der offenen Ateliers und Werkstätten. Kurse und Veranstaltungen sowie Kooperationen mit Kindergärten, Schulen und sozialen Einrichtungen können durch den zentralen Standort besser umgesetzt werden. Das Atelier Freistil will den Kulturnachwuchs fördern und das kulturelle Angebot Wilhelmsburgs langfristig bereichern. Das bedeutet Inklusion in unmittelbarem Umfeld, z.B. im Atelierhaus 23, in den Zinnwerken, wo bereits zweimal die Jahresausstellung des Ateliers stattfand, und im Atelier Freistil selbst. Der Grundgedanke wird hiermit gestärkt: Kunst ist Kunst – ob von Menschen mit oder ohne Behinderung. Inklusion kann im  Quartier in Wilhelmsburg gelebt werden. Das Atelier Freistil soll ein lebendiger Ort der Begegnung werden, ein bunter und zukunftsträchtiger Teil Wilhelmsburgs, in dem behinderte und nicht behinderte Künstler aus dem Süderelberaum aufeinander treffen, sich austauschen und mit gemeinsamen Ausstellungen ein breites Publikum locken.

Am 21. Juni ab 11.00 Uhr findet eine Einweihungsfeier im Atelier Freistil für die interessierte Öffentlichkeit statt. Details dazu ebenfalls demnächst unter www.atelier-freistil.de und  auf der facebook-Seite des Atelier Freistil.“

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