Die einzigartige Kooperation von gut 25 Kunstinstitutionen der südlichen Metropolregion Hamburgs geht am 17. Juni in die 2. Woche und es gibt sogar ein Picnic!
Mo., 17. Jun., 12 Uhr: HabibiAtelier: Kunstkursus „Pastell“, Lüneburger Str. 39 (Harburg Arcaden, OG) | 21073 Hamburg-Harburg
Am Montag, den 17.06 wird Luka im Rahmen der “Winter” Ausstellung im Habibi Atelier einen Pastell Workshop anbieten. Sie ist 22 Jahre alt und Meisterschülerin in Malerei. So wie bei dieser Ausstellung hat sie bereits bei der “ArtExpo” im Winter 2023 mitgewirkt und ist Teil des Habibi Ateliers.
Luka malt hauptsächlich mit Pastellkreiden und freut sich darauf, noch mehr Menschen für dieses Medium zu begeistern!

Mo., 17. Jun., 14 Uhr: Sammlung Falckenberg: Führung durchs Depot, Wilstorfer Str. 71 | 21073 Hamburg-Harburg
Eintritt: 10,- €, Anmeldung über post@sued-art.de, begrenzte Teilnehmerzahl!
Die Sammlung Falckenberg umfasst mehr als 2.200 Werke von 450 Künstler*innen. Ihr Schwerpunkt liegt auf deutscher und amerikanischer Gegenwartskunst der letzten 40 Jahre, die nach dem Zweiten Weltkrieg als Aufstand gegen die Eliten und das Kunstestablishment insbesondere in den USA und Deutschland entstanden ist. Die großzügigen Räume machen es möglich, größere Installationen und multimediale Projekte von Künstler *innen wie John Bock, General Idea, Thomas Hirschhorn, Mike Kelley, Jon Kessler, Sarah Lucas, Jonathan Meese und Gregor Schneider zu präsentieren. Neben der Sammlung werden auch hier regelmäßig umfangreiche Wechselausstellungen gezeigt. Ein umfangreiches Rahmenprogramm ergänzt die Ausstellungen.
Die Sammlung ist international mehrfach ausgezeichnet und setzt Akzente auf Querdenker und Außenseiter des Kunstbetriebs, die mit subversiven, oft genug ironischen bis hin zu sarkastisch-zynischen Betrachtungsweisen die traditionellen Vorstellungen einer Repräsentationskunst des Guten, Wahren und Schönen unterlaufen.
Die., 18. Jun., 12:30 Uhr: Galerie 1565: „Franz Kaiser – Oh, schöne Welt““, Harburger Schloßstr. 13 | 21079 Hamburg-Harburg
Führung mit Andreas Winzer durch die Ausstellung.

Franz Kaiser (1888-1971) war ein vielseitiger Künstler mit einer ungewöhnlichen Biografie. Als kritisch kommen-tierender Zeitgenosse erlebte er zwei Weltkriege, die bewegten zwanziger Jahre, die NS-Zeit und die Jahre nach 1945, in denen sein Hauptwerk entstand. Seine künstler-ische Vielfalt präsentiert sich in Malerei, Collagen, Zeichnungen, Skulpturen, Keramik- und Holz-Arbeiten sowie Textilien. In einigen Sparten entwickelte er spezifische Techniken, um seine Ideen zu vertiefen, z.B. eine Brandtechnik für Collagen. Schon zu Lebzeiten fanden seine Werke interessierte Sammler, die wohl Bekanntesten waren Helmut und Loki Schmidt. Kaisers umfangreiches Werk wurde nach seinem Tod von Dr. Jürgen Winzer in Hamburg bewahrt, der ihm als Freund und Arzt nahestand. Seit 2017 setzt sich der „Freundeskreis Franz Kaiser“ dafür ein, den heute vergessenen Künstler und sein Werk mit über 1500 Arbeiten von Gemälden, Collagen, Reliefs, Stoffmalereien, Zeichnungen, Mischtechniken und Skulpturen zu würdigen.
Zwischenzeitlich befasste sich der Künstler zum Broterwerb mit angewandter Kunst und Kunsthandwerk. Seine selbstgewebten, künstlerisch hochwertigen Teppiche und Wandbehänge wurden zu Lebzeiten in verschiedenen Ausstellungen gezeigt.
Autodidaktisch eignete er sich die Technik der Holzverarbeitung und Keramikherstellung an, schnitzte Dekorationen, baute Möbel, brannte in einer umgebauten Teertonne große Gefäße, künstlerische Objekte und Gebrauchsgeschirr. Sie verhalfen dem asketisch lebenden Paar zum Überleben.
Die Ausstellung ist noch bis zum 31. Aug. 2024 zu sehen
Die., 18. Jun., 14 Uhr – Harburger Rathausplatz (beim Tubaspieler): der Harburger Kunstpfad | 21073 Hamburg-Harburg
Führung mit Hans-Ulrich Niels, Eintritt frei! Anmeldung erbeten unter: 040 / 42871 2497
Das hat kein anderer Hamburger Stadtteil zu bieten: Einen Kunstpfad, der sich durch die Innenstadt schlängelt und die markantesten 27 Kunstwerke des öffentlichen Raumes miteinander verbindet.
Zu erkennen ist der Pfad an den bronzenen Bodenmarkierungen mit dem Schriftzug „Kunstpfad“. Die klassischen wie auch zeitgenössischen Werke sind nicht nur ein Spiegel der Kunstgeschichte, sie sind vor allem lesbare Stadtgeschichte. Prominente Künstler der Gegen-wart reihen sich an die nun vergessenen, aber einst berühmten Künstler vergangener Zeiten – gemeinsam ist ihnen die enge Verbundenheit mit Harburg.

Anlässlich der SuedArt bietet das Stadtmuseum Harburg eine geführte Tour an, die spannende Details und Hintergründe zu den Kunstwerken vermittelt.
Der Harburger Kunstpfad wurde erstmals 1994 als Rundgang zu Kunstwerken im öffentlichen Raum ins Leben gerufen. Nachdem er einige Zeit in Vergessenheit geriet, wurde er 2007 durch die Initiative des einstigen Kulturredakteurs Ernst Brennecke, dem Kulturpolitik Siegfried Bonhagen und dem seinerzeit neuen Museumsdirektor Rainer-Maria Weiss wieder belebt und vergrößerte sich sogar. Mit Unterstützung der „Norddeutschen Affinerie“ (heute Aurubis) wurden tropfenförmige Wegweiser aus Kuper gegossen und in den Boden gesetzt und führen heute zu knapp 30 Kunstwerken mit eigener Geschichte, eigener Position und eigener Zeit.
Eine Broschüre des Museums aber auch eine Kulturrouten-App erläutern Hintergründe zur Kunst und ihren Urheber*innen.
Mi., 19. Jun., 12 Uhr: Galerie 1565: Führung durch Galerie & Gruppenausstellung, Harburger Schloßstr. 13 | 21079 Hamburg-Harburg
Gruppenausstellung: Elena Bulycheva | Daniel Hörner | Stephanie Jacobs | Sandrine Mahéo
Bei der Führung werden die Galerie wie auch die Gruppenausstellung gleichermaßen vorgestellt und erläutert.
Die GALERIE1565 ist ein Raum für zeitgenössische Kunst, eine der größten privaten Galerien Hamburgs mit über 660qm Ausstellungsfläche. Seit Frühjahr 2023 hat sich die GALERIE1565 mit monatlich wechselnden Ausstellungen zu einem etablierten Ort für zeitgenössische Kunst lokaler und internationaler Künstler in Hamburg gemacht.
Elena Bulycheva (Hamburg) studiert an der HFBK bei Prof. Anselm Reyle. Charakteristisch für ihr Werk sind abstrakte Gemälde, die durch ein Zusammenspiel von lebendigen Farben, Texturen und ungewöhnlichen Formen gekennzeichnet sind. Unkonventionelle Prozesse, zum Beispiel das bearbeiten der Leinwand in einer Waschmaschine, führen zu Rissen und Spalten im Material. So werden die darunterliegenden Farben oder Oberflächen sichtbar.
Daniel Hörner (Hamburg) studierte Kunst an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel bei Prof. Ludger Gerdes. Er malt seine farbintensiven, oft monochromen Bilder mit selbstgemachter Ölkreide, die er in einem aufwändigen Prozess und in beeindruckender Farbvielfalt herstellt. Er zieht präzise Linien, um Kästen und Streifen für die Farbverläufe zu schaffen. Diese Technik ist sein Alleinstellungsmerkmal und beschäftigt Hörner seit über 10 Jahren. Er arbeitet in seinem Atelier in Hamburg und betreibt dort gemeinsam mit anderen Künstlern auch den Ausstellungsraum “Lycra”.
Stephanie Jacobs (Hamburg) studierte an der HFBK in Hamburg bei Prof. Werner Büttner. Jacobs erzählt uns durch ihre Malereien auf Leinwand oder auf Keramiken von rätselhaften Nachtwelten, Giftpflanzen und Körpern in Not. Sie untersucht die Wirkmacht des Symbolismus und dessen Effekt auf den Betrachtenden. Zunächst nähert sie sich ihren Fragen auf theoretischer Ebene an. So beeinflussen kulturwissenschaftliche und anthroposophische Texte, aber auch Werke und Motive aus Popkultur und Kunst Jacobs Oeuvre.
Sandrine Mahéo (Berlin) studierte an der Hochschule für Bildende Künste in Montpellier, Frankreich. Die großformatigen Leinwände der französischen Künstlerin sind eine lebendige Feier der Farbe und des Kontrastes. Wie der Akt der Schöpfung wird die Farbe auf die Leinwand gesprüht, auf eine Weise, die an Künstler wie Hartung und K. Grosse erinnert. Diese Technik, vielleicht beeinflusst von einer Neigung zu weitläufigen Gesten, schafft ein Gefühl von Tiefe innerhalb des Kunstwerks. Dabei werden gewollte Unschärfen genutzt, um diese Tiefenwirkung zu intensivieren.
Die Ausstellung ist noch bis zum 4. Jul. 2024 zu sehen.
Fr., 21. Jun., 17 Uhr: Kulturwohnzimmer: INNENstadtDIALOGE, Lüneburger Str. 1a (Gloria-Tunnel)| 21073 Hamburg-Harburg
Zur SuedArt dreht sich im Kulturwohnzimmer alles um die kreative Ko-Produktion, den Dialog und das Entstehen von Nachbarschaftlichkeit und Zukunftsvisionen.
Zahlreiche in den letzten Jahren entwickelte, getestete und verfeinerte Formate des gemeinsamen künstlerischen Gestaltens liefern spannende Einblicke in das Harburger Stadtteilleben und die Kreativität seiner Bewohner*innen.
Die Ausstellung umfasst sowohl verschiedenste Gemeinschaftswerke und -bilder, gemalt oder gesprüht, kleinformatig, mehrteilig oder riesengroß, als auch Serien und Werke lokaler Künstler*innen, Installationen, Musik und intermediale Jam-Sessions.
Vom Harburger Bahnhof kommend, werden Besucher*innen schon in der Seevepassage, vor dem Gloria-Tunnel und in Richtung Lüneburger Straße blickend, von strahlenden Farben empfangen. Denn der Bauzaun am Neubauprojekt HAR6 ist das jüngste Gemeinschaftswerk und Ausstellungsstück im Sinne der INNENstadtDIALOGE. Geziert werden die rund 80m² von einem großen, vielschichtigen Gemeinschafts-Graffiti, initiiert und umgesetzt vom Kulturwohnzimmer e.V. in Zusammenarbeit mit über 100 Beteiligten, Passant*innen und spontan Entschlossenen.

Am Tag der Vernissage bildet dieser Zaun den Ausgangs-punkt einer Reise in die dialogische Produktion von Gemeinschaftswerken. Der Gloria-Tunnel wird zur Galerie-Passage, verhüllt von riesigen, noch in der Pandemie entstandenen Werken, gemalt mit 1,5m langen Pinsel unter dem Projekttitel “mit-Abstand-Malen”.
Begleitet von Jam Sessions, Licht und Videoinstallationen führt die Ausstellung in das Innere des Stadtteilateliers. In 3 Räumen, bei Getränk, und Gespräch laden wir zum Eintauchen in die verschiedensten Bildwelten früherer Atelier Besucher*innen sowie zum Betrachten der Werke aktuell vor Ort aktiven Künstler*innen.
Fr., 21. Jun., 17:30 Uhr: S-Bahnstation Harburg (Ausgang Moorstraße): walls can dance |21073 Hamburg-Harburg
Mural Walk mit Rudolf Klöckner, Anmeldung: HIER; Teilnahme frei – Spende erbeten
Walls Can Dance will Brücken schlagen: Der Hamburger Stadtteil Harburg steht seit Jahren vor einer großen Herausforderung: Wie lässt sich die räumliche Trennung der zwei zentralen Stadtteile “Innenstadt” und “Binnenhafen” durch eine Bahn- und Autotrasse aufheben? Mit Walls Can Dance entstehen beidseitig der Trasse künstlerische Fassadengestaltungen und schaffen so symbolisch eine Verbindung. Gemeinsam mit den InitiatorInnen von Walls Can Dance geht es im Rahmen der Führung, den Kunstwerken folgend, von der Harburger Innenstadt hinüber in den Binnenhafen. Die Macher*innen berichten dabei über Hintergründe und Wissenswertes zu den einzelnen Kunstwerken und Künstler*innen.
Sa., 22. Jun., 13 Uhr: Wiese am Freilichtmuseum: „Marinella Senatore – together we picnic!“ | Auf der Insel 2 | 21682 Stade
Anlässlich der Ausstellung „together we stand“ wird zur SuedArt24 eine Performance mit dem Titel „together we picnic!“ auf der Wiese am Freilichtmuseum kreiert. Speisen bitte selbst mitbringen, Infos unter: www.museen-stade.de/kunsthaus

Die aus Italien stammende Marinella Senatore (*1977) ist international bekannt für ihre öffentlichen Paraden, die Tanz, Musik, Popkultur und Aktivismus verbinden und mit Menschen aus der Bevölkerung vor Ort entstehen. Ihre groß angelegten Umzüge, bei denen bereits über sieben Millionen in 23 Ländern mitgewirkt haben, machen neue Formen von Gemeinschaft erlebbar. Entgegen sich zuspitzender Logiken von Perfektion, Produktion und Erfolg geht es um die Erfahrung eines „gemeinsamen Herzschlags“, wie die Künstlerin sagt, und um eine „Wiedergutmachung auf der Straße“. Die Ausstellung zeigt Werke, die Senatore aus dieser DNA ihrer Paraden heraus entwickelt. Farbenfrohe Zeichnungen, Collagen, Skulpturen, Videos und Installationen befassen sich mit (historischen) Protestkulturen. Im Zentrum steht dabei der Körper als etwas, das immer auch öffentlich ist, individuell und kollektiv. Er ist ein Ort aktueller Krisen und birgt zugleich das Potenzial von Veränderung und Zusammengehörigkeit.
Ein Schlüsselelement in Senatores Werk ist die Überzeugung, dass Kunst als Katalysator für sozialen Wandel fungieren kann. In einer Welt, in der soziale Nachhaltigkeit immer dringlicher wird, trägt sie mit ihrer Kunst dazu bei, eine inklusivere, engagiertere und resilientere Gesellschaft zu gestalten. Diese zentralen Aspekte sozialer Nachhaltigkeit sollen auch im Rahmenprogramm zur Ausstellung zum Tragen kommen.
Ausstellungsdauer: 08. Juni bis 08. September 2024
So., 23. Jun., 12 Uhr: Kunststätte Bossard: das Gesamtkunstwerk | Bossardweg 95 | 21266 Jesteburg
Führung durch das Gesamtkunstwerk Kunststätte Bossard

Das Museum Kunststätte Bossard: Am Rande von Jesteburg errichteten Johann und Jutta Bossard in der Zeit von 1911 bis 1950 auf einem gut 3 Hektar großen Heide-grundstück ein einmaliges Gesamtkunstwerk – die Kunststätte Bossard. In dem heutigen Museum können Sie Architektur, Bildhauerei, Malerei, Kunstgewerbe und Gartenkunst erleben.
Zwischen Jesteburg und Lüllau verwirklichten Johann Michael Bossard und seine Frau Jutta Bossard-Krull ihren Lebenstraum von einer Stätte, an der die verschiedenen Künste Architektur, Bildhauerei, Malerei, Kunstgewerbe und Gartenkunst zu einer Einheit verschmelzen. Sie arbeiteten bis zum Tode Johann Michael Bossards (1950) unermüdlich an diesem Werk. Dabei wurden nicht nur die verschiedenen Stile der Zeit aufgegriffen, sondern auch unterschiedliche und moderne Materialien verwendet.
Die historischen Gebäude der Kunststätte Bossard sind im Originalzustand erhalten. Das Wohn- und Atelierhaus im Heimatschutzstil ist bis in das kleinste Detail künstlerisch ausgestaltet. Neben dem Wohnhaus ist der 1926 in Backsteinexpressionismus errichtete Kunsttempel zu besichtigen. Auf dem Waldgrundstück hat das Künstlerehepaar eine beeindruckende Gartenanlage mit z.B. Baumtempel, Klostergarten, Gemüse- und Obstbaumgärten geschaffen.
Heute ist die Kunststätte Bossard ein einzigartiger Ort, an dem expressionistische Wandmalerei und Raumausstattung im ursprünglichen Zusammenhang erhalten geblieben sind. Zu sehen sind die Ausstellungen im Neuen Atelier, der Kunsttempel sowie der Eddasaal und das Urgebraus im Wohn- und Atelierhaus. Viele Fragen zur Geisteshaltung des Künstlers Johann Bossard und seiner Frau insbesondere im Nationalsozialismus sind noch heute ungeklärt. Im Sommer 2021 beauftragte die Stiftung Kunststätte Johann und Jutta Bossard das Institut für Zeitgeschichte München-Berlin mit der objektiven und wissenschaftlich fundierten Aufarbeitung der Rolle des Ehepaares Johann und Jutta Bossard zur Zeit der nationalsozialistischen Diktatur. Das Forschungsvor-haben wird sich über mehrere Jahre erstrecken. Die Ergebnisse und Zwischenergebnisse dieser Forschung werden regelmäßig im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Reden wir über Bossard“ an der Kunststätte Bossard vermittelt.
Reg. Öffnungszeiten: Mrz – Okt.: Di-So 11-18 Uhr / Nov. – Feb.: Di-So 11-16 Uhr
So., 23. Jun., 14 Uhr: Kunststätte Bossard: „Lebenswelten“ | Bossardweg 95 | 21266 Jesteburg
Führung durch die Ausstellung “Lebenswelten – das private Leben des Künstlerehepaars Bossard“
Das private Leben des Künstlerehepaars Bossard und das Leben an der Kunststätte stehen im Mittelpunkt dieser Sonderausstellung.
Zwischen 1911 und 1950 verbindet Johann Michael Bossard, ab 1926 gemeinsam mit Jutta Bossard (1903–1996), verschiedene Künste zu einer großen Einheit, zu einem Gesamtkunstwerk. Wichtiger Bestandteil dieser Idee ist auch der Mensch.
Die Bewohnerinnen und Bewohner mit ihren Gästen sind hier jedoch nicht nur künstlerisch tätig, sondern sie bestreiten ihr Leben, ihren Alltag. Selbstversorgung ist aufgrund der ländlichen Lage eine Notwendigkeit. Anzucht von Gemüse und Obst, Tierhaltung, aber auch der Anbau von Getreide oder Buchweizen gehören zum Alltagsleben dazu. Ebenso spielt das Kunsthandwerk eine große Rolle. Neben der Gestaltung von Textilien, wie Teppichen und Kissen für den Eigengebrauch, gestalten Bossards auch Porzellanservice.
Das private Leben, der Alltag an der Kunststätte Bossard, steht im Mittelpunkt dieser Sonderausstellung. Wer waren die Bewohnerinnen und Bewohner der heutigen Kunststätte? Wie sah ihr Leben hier aus? Diesen »Lebenswelten« im Kontext der Entwicklung der Idee von der Wohn- zur Kunststätte spüren wir nach.
Ausstellungsdauer: 02. Jun. 2024 – 10. Nov. 2024
Zur SuedArt24:
SuedArt24 ist eine neuartige Kooperation der bedeutendsten Kunstorte im Süden Hamburgs. Sie stellt Künstler*innen und aktuelle Ausstellungen aber vor allem auch die Kunstorte, ihre Geschichte und Entwicklungen vor. Sie wird dabei von der Adalbert Zajadacz- und Claussen-Simon-Stiftung, der Sparkasse Harburg-Buxtehude und der Hamburger Kulturbehörde unterstützt.
Zum Event, das den ganzen Juni über läuft, gibt es neben einer ausführlichen Website www.sued-art.de auch ein gedrucktes Programmheft, das haptisch hochwertig gestaltet auch ein Statement der Kunstregion abgibt. Und auch dies ist online abrufbar. Und wer den einen oder anderen Termin nicht wahrnehmen kann: das Programm gibt auch Hinweise, wann und wie lange welche Ausstellungen wo auch so zu besuchen sind.
Teilnehmende Institutionen: Kunsthaus Stade, Schloß Agahtenburg, Kunststätte Bossard, der Marschtorzwinger und die Artothek Buxtehude, die Buxtehuder Kunstinsel, die kleine Flethphilharmonie wie auch die Kunströsterei Buxtehude, das Neugrabener Kulturhaus Süderelbe, die Heimfelder Hall, die MSH Hamburg, die Kunstinitiative der TUHH, die Kunstleihe Harburg, der Kunstverein „Alles wird schön“ in Heimfeld, die Harburger Galerie 1565, das Mayr´sche Haus Harburg, der Harburger Kunstpfad, das Harburger HabibiAtelier, die Freiluftgalerie Walls Can Dance, das Stadtmuseum Harburg, das Harburger Kulturwohnzimmer, der Kunstverein Harburger Bahnhof, die Sammlung Falckenberg in Harburg, die Artothek und der Kunstverein in Buchholz / Nordheide.
