Buxtehude eröffnet heute die 11. Kunstinsel

Ein Wellenboot als Vermittler

Vermittelt in Buxtehude die Kunst auf dem Wasser: das Wellenboot #2 von Thomas Werner (Foto: Thomas Werner)

Die Buxtehuder Kunstinsel ist nicht nur Anreiz für viele Kunstschaffende der Region sondern auch ein wahre Hinguckerin für die Bürger*innen Buxtehudes. Dieses Jahr gestaltet sie der Stader Thomas Werner.

In der Mitteilung der Stadt Buxtehude heißt es:

„Buxtehude. Die Eröffnung der 11. Kunstinsel findet am heutigen Sonnabend, 13. April im Restaurant „din hau“, Zwischen den Brücken 2, in Buxtehude statt. Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt wird das vom Künstler Thomas Werner gestaltete, schwimmende Kunstobjekt „Wellenboot #2“ um 11.30 Uhr offiziell an die Bürgerinnen und Bürger der Hansestadt übergeben.

Für den Stader Skulpturenkünstler und Buxtehuder Kunstpreisträger des Wettbewerbs „KünstlerInnen sehen Buxtehude“ 2013 ist es das zweite Exponat, das aktuell in Buxtehude zu sehen ist, wenn auch nur temporär, bis zum Frühjahr 2020. Bereits seit 2017 befindet sich sein Kunstwerk „umfassen/sich öffnen (Erinnern an SBD)“ dauerhaft installiert auf dem Platz vor dem Bahnhof, in Gedenken an die langjährige Leiterin für Kultur und Tourismus der Hansestadt Buxtehude Sibylle Bruns-Decker.

Das Boot als Vermittler

Der Grundriss des „Wellenboot #2“ von Thomas Werner ist schlicht gehalten und erinnert an ein Auge. Es lädt den Betrachtenden ein, genau hinzuschauen, die stetige Bewegung auf dem Wasser und der Objektoberfläche zu entdecken. Für die von Jürgen K.F. Rhode konzipierte Idee der Kunstinsel, der Kunst auf dem Wasser, setzte sich Werner erneut mit dem flüssigen Element auseinander. Nicht zum ersten Mal, erklärt er, denn „Wellenformen begleiten mich seit vielen Jahren in meiner künstlerischen Arbeit.“  

Im Fluss sein und beweglich bleiben, körperlich und im eigenen Denken. Werner sieht Boote auch als wichtige Vermittler, die seit jeher Menschen und Waren transportierten. „Schauen wir genau hin, welche Massen mit welchen Intentionen auf Booten wohin befördert werden: Maschinen, Waffen, Müll, Früchte, Erden, Öl. 2017 kamen nach Deutschland 120 Milliarden Kilogramm Rohöl und 180 Tausend hilfesuchende Menschen.“, führt er weiter aus.

Das „Wellenboot #2“ ist aus Stahlblech konstruiert, an allen Kanten verschweißt und dadurch schwimmfähig (Maße: Länge: 3200mm, Breite: 1450mm).Die Idee sowie die bisherigen Künstlerinnen und Künstler der Kunstinsel: Mit „Wellenboot #2“ gestaltet der in Stade lebende Thomas Werner die 11. Ausgabe der Kunstinsel. Ins Leben gerufen vom Buxtehuder Künstler Jürgen K.F. Rohde wurde diese Plattform für Kunst auf dem Wasser bereits im Jahr 2009. Seitdem hatten Künstlerinnen und Künstler der Region die Möglichkeit, die „Insel“ nach eigenen kreativen Vorstellungen zu gestalten. Dies waren bisher:

  • 2009 Jürgen F.K. Rohde „Rhombonaden“
  • 2010 Folkert Bockentien „Ballance“
  • 2011 Christa Mücke „man kann es drehen und wenden wie man will“
  • 2012 Michael Jalowczarz „Spiegel der Anderswelt“
  • 2013 Dorota Albers „Maispignon“
  • 2014 Christa Donatius „3 rote Figuren“
  • 2015 Gundula Menking „Meerjungfrau und Seemannsgran“
  • 2016 Peter Schmidt „Kreuzfahrten“
  • 2017 Jürgen K.F. Rohde „Leuchtfeuer in der Este“
  • 2018 Uwe Schloen „Rüdiger (Lost in the Supermarket)“

Die Kunstinsel wird auch in diesem Jahr von der Fachgruppe Kultur, Tourismus und Stadtmarketing der Hansestadt Buxtehude mit Unterstützung der Sparkasse Harburg-Buxtehude realisiert.“

 

Quelle: www.buxtehude.de/kultur

 

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