Die Harburger Herzblatt-Kolumne

Hape in Harburg!

Clara Klatsch hat wieder genau hingehört ...

Meine Lieben, schnallt euch an! Ich hab diese Woche das Gefühl, in einem Fiebertraum zu stecken, und schuld daran ist niemand Geringeres als unser aller liebster Graue-Maus-Reporter: Horst Schlämmer.

Ja, der Kerl mit dem Schnurrbart, dem Trenchcoat und der ewigen Frage: „Isch hab da mal ne Frage…“

Das ganze Viertel stand Kopf, und das aus gutem Grund! Plötzlich war Harburg nicht mehr nur Harburg, sondern die Kulisse für einen Kinofilm! Der gute Hape Kerkeling drehte hier in Neugraben-Fischbek, und das mit seinem Alter Ego Horst Schlämmer. Was da so in den Lokalmedien kursierte – von harburg-aktuell.de über besser-im-blick.de bis suederelbe24.de – ist einfach zu köstlich.

Das Beste ist ja die Szene, die sie da in Fischbek gedreht haben! Man hat Schlämmer nicht in seinem zerknitterten Trenchcoat gesichtet, nein! Er war getarnt. Mit Tropenhut und Safarikleidung. Und da frage ich mich: Ist das noch die „Isch-hab-da-mal-ne-Frage“-Mentalität, oder hat er jetzt ein neues Hobby, Großwildjagd? Ausgerechnet hier bei uns? Ich sehe schon die Schlagzeilen vor mir: „Schlämmer auf Fischbek-Safari – Auf der Jagd nach dem letzten Hasen in Neugraben!“

Und dann erst die Kulisse: Eine „täuschend echt wirkende Savannenlandschaft“ in der Straße Dritte Meile! Liebe Leute, wer von euch Harburgern hat das gesehen? Eine Safari-Landschaft zwischen den Häusern! Ich stell mir vor, wie die Nachbarn aus dem Fenster schauen, ihre Gießkannen in der Hand, und plötzlich einen Pick-up-Truck mit einem Gewehr auf der Ladefläche sehen. Was muss da in deren Köpfen vorgegangen sein? Ist die Straße jetzt auf einmal die Maasai Mara? Ich glaube, die Anwohner haben sich bestimmt gefragt, ob sie noch in Harburg leben oder ob sie aus Versehen im Fernsehen gelandet sind.

Das Schöne an Horst Schlämmer ist ja, dass er uns alle auf den Arm nimmt. Er ist die Karikatur des „alten weißen Mannes“, wie das Abendblatt so treffend schreibt. Und trotzdem lieben wir ihn irgendwie. Er fragt die unbequemen Fragen, er duzt jeden und er hat immer einen Spruch auf den Lippen. Seine Figur ist wie ein Spiegel für uns alle. Er zeigt uns, wie absurd die Welt manchmal ist, und da kann man nur lachen.

Und jetzt bei uns. In Harburg! Wer hätte das gedacht? Wir sind nicht nur die Stadt der Elphi und der Reichen, wir sind auch die Stadt der Schluffis und der Träumer, der Leute, die sich mitten in Fischbek eine Savanne bauen. Und dafür liebe ich Harburg.

Also, liebe Harburger: Haltet die Augen offen! Wer weiß, wo Horst Schlämmer das nächste Mal auftaucht. Vielleicht fragt er euch ja: „Isch hab da mal ne Frage, Schätzelein… wo ist denn hier der nächste Zebrastreifen?“

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