Zuschüsse für Sanierungen und Lärmschutz

Rot-Grün will Musikclubs schützen

Live-Musik in urbanen Gebieten ist traditionell ein strittiges Thema. (Foto: Lohnke / Pixabay)

Es wird eng in der Stadt und während die einen sich die Dezibel in Clubs um die Ohren schlagen, beklagen andere genau diese und fürchten um ihren Schlaf. Hamburgs Regierungskoalition weiß darum und will helfen …

In einer Pressemeldung der Bürgerschaftsfraktion der Grünen heißt es:

„Mit einem Antrag für die nächste Bürgerschaftssitzung will Rot-Grün die Hamburger Clubs auch in den Jahren 2019/2020 bedarfsgerecht stärken. Neben Mitteln für Sanierungen und Lärmschutz sind 250.000 Euro jährlich für den bundesweit einzigartigen „Live Concert Account“ vorgesehen, der Live-Auftritte in den Hamburger Clubs fördert. Die Hamburger Clubszene ist ein bedeutender Teil des gesellschaftlichen Lebens der Stadt. Sie bietet künstlerischem Nachwuchs eine Bühne, ermöglicht Karrieren, und ist mit vier Millionen Gästen im Jahr ein bedeutender Wirtschaftsfaktor.

Dazu René Gögge, kulturpolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Bei Live-Musik-Clubs ist Hamburg die Nummer Eins in Deutschland – und das wird auch so bleiben! Mit der dauerhaft erhöhten Förderung können Spielstätten leichter auch weiterhin unbekannte Bands auftreten lassen ohne ihre eigene Existenz zu gefährden. Musikalischer Nachwuchs gehört auf die Bühne! Lärmschutz ist ebenfalls ein wichtiger Faktor, auch für die Akzeptanz in der Nachbarschaft. Deswegen prüfen wir, welche Maßnahmen für Lärmschutz erforderlich sind und stellen die Mittel dafür zur Verfügung. Die Clubs als Taktgeber der Musikszene liegen uns am Herzen.“

Dazu Hansjörg Schmidt, Experte für Kreativwirtschaft der SPD-Bürgerschaftsfraktion: „Die Hamburger Live-Musik-Clubs sind immer wieder dem Veränderungsdruck der Stadtentwicklung ausgesetzt. Wenn Anwohner ihre Ruhe haben wollen, kann schon mal eine Institution dicht gemacht werden. Wir wollen diese Gegnerschaft von Wohnungsbau und Kulturbetrieben mit dem Aufbau eines Club-Katasters auflösen. Ein Blick auf das Kataster soll in Zukunft die Frage beantworten: Würde ein Neubau an dieser Stelle eine Location gefährden? So werden sich Wohnen und Party in Hamburg hoffentlich nicht mehr in die Quere kommen.“

Quelle: Bündnis 90 / Die Grünen GRÜNE Bürgerschaftsfraktion Hamburg

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