Meine Lieben, habt ihr am Wochenende schon was vor? Ich sage euch: Packt die Wanderschuhe ein, wir verlassen den „Planeten Harburg“ für einen Moment und schauen mal, was die Nachbarn so treiben.
Im Landkreis startet nämlich der „Kultursommer 2026“ – und das Motto könnte nicht passender sein: „Neue Wege“. Und während wir uns am Harburger Ring immer noch fragen, ob die Rolltreppe im Ex-Karstadt jemals wieder ein Lebenszeichen von sich gibt, machen die in Holm-Seppensen Nägel mit Köpfen. Im Kulturbahnhof gibt es zur Eröffnung Akrobatik und Musik. Stellt euch das mal vor: Da bewegen sich Menschen in der Luft, während bei uns im „Vortragsraum mit bewegten Bildern“ (ihr wisst schon, das Fast-Kino) wahrscheinlich erst mal geprüft würde, ob die Artist*innen eine Baugenehmigung für die Flughöhe haben.
In Winsen geht es im Museum im Marstall um Mobilität – vom Pferdewagen bis zur E-Mobilität. Auch so ein Thema für uns, oder? In der City diskutieren wir über Parkplätze und Sichtachsen für Sonnenschirme, während man dort zeigt, dass Wege sich eben verändern.
Besonders gespannt bin ich ja auf das „labor für andere kunst“ in Jesteburg. Da wird experimentiert, meine Lieben! Da kommen Künstler*innen aus Amsterdam und Leipzig angereist. Ich frage mich ja: Wissen die, dass sie in Harburg (Land) wahrscheinlich schneller eine Ausstellungsfläche bekommen als in unserer City eine Erlaubnis für ein beklebtes Schaufenster?
Wisst ihr, was mir aufgefallen ist? Der Kultursommer läuft bis September. Das ist eine ordentliche Strecke! Wenn ich mir anschaue, wie schnell unser Hamburger Stadt-Wolf mit seinem neuen Sender durch die Gegend flitzt, dann ist der wahrscheinlich schon dreimal das gesamte Programm abgelaufen, bevor bei uns in der Innenstadt die erste Bücherhalle auch nur einen Umzugskarton gefaltet hat.
Vielleicht ist das das Geheimnis der „neuen Wege“: Einfach mal losgehen! Nicht erst warten, bis der Brandschutz für das Luftschloss steht, sondern die Kunst dorthin bringen, wo die Menschen sind – ob im Bahnhof, im Museum oder im Labor.
Meine Lieben, ich werde mir am Wochenende mal anschauen, wie sich diese „neuen Wege“ anfühlen. Vielleicht begegne ich ja dem Wolf in Jesteburg bei der modernen Kunst – der ist ja jetzt auch mobil und weiß dank Sender immer ganz genau, wo es langgeht. Ein Vorbild für uns alle!
Bussi, eure Clara!
