Die 7. SuedLese - Literaturtage in Hamburgs Süden endeten:

Die Nachlese zur SuedLese

Der Bremer Autor Dolf Hermannstädter las auf einem Laster in der Einkaufsstraße von Buchholz. (Foto: PR)

Der Juni stand im Süden Hamburgs ganz im Zeichen der Literatur. Die nunmehr 7. SuedLese-Literaturtage waren mehr als ein Neustart nach der Pandemie …

Mehr als 60 Termine, 80 Autor*innen, 30 Orte der Worte und über 1000 Besuchende sind die zahlenmäßige Bilanz des diesjährigen Sprachspektakels. Und es zeigt: die Kultur ist auch in Sachen Literatur wieder und immer noch da.

Und trotz spürbarer Zurückhaltung des Publikums zu sonst besuchsstarken Veranstaltungen, die auch andere Kulturgenres gerade erleben, ist die Projektleiterin Anne Lamsbach mit den inhaltlichen Ergebnissen mehr als zufrieden: „Der Ideenreichtum zu Leseorten war schon bemerkenswert: ob auf dem Rad, unter einem Baum, auf einem Laster, einem Sandberg, einem Flohmarkt, einer Kneipe, einem Club, einem Schlossgewölbe oder am Fenster – die Literatur war an Orten zu finde, wo man sie wohl kaum erwarten würde. Und auch die Zusammenarbeit von Bezirk und Landkreis Harburg, die letztes Jahr ihren Anfang nahm, hat ihr Potenzial gezeigt.“ Denn in Winsen, Buchholz, Moisburg oder Stelle wurde ebenso der Literatur gehuldigt wie in Neugraben oder Harburg, Heimfeld, im Hafen oder in Wilhelmsburg.

Konzertlesung in der Kneipe Zur Altstadt in Harburg (Foto: PR)

Und auch Literatur und Inklusion war deutlich präsent durch das Schreiblabor des Sozialkontors Hamburg-Süd aber auch im Heimfelder HinZimmer und gar im Popupstore des Harburg Marketings im Phoenixcenters.

Märchenhaft mit der „kleinen Hexe“ ging es Moisburg zu. (Foto: PR)

Allein zum Otfried Preußler-Märchentag in Moisburg kamen 200 Besucher*innen jeglicher Altersklasse und erfreuten sich an der kleinen Hexe, dem Räuber Hotzenplotz oder dem kleinen Gespenst. „Es war für uns, dem Verein Kultur Punkt Moisburg, wieder eine schöne Gelegenheit, Kultur mal auf anderen Wegen zu vermitteln“, so die erste Vorsitzende Angelika Fröhning. „Und die Einbindung ins Netzwerk SuedKultur hilft dabei natürlich und macht einfach Spaß.“ Das bestätigt auch Musikclubbetreiber und SuedKultur-Sprecher Heimo Rademaker: „Bei der diesjährigen SuedLese war mein sonst als Rockclub agierende Club auch erstmals als Literaturort dabei. Mit dem Trashautoren Jan Off hat es richtig Spaß gemacht und wir werden uns sicher auch weiter anderen Kulturgenres gegenüber offen zeigen.“ Und auch Anke Zumdohme der Bücherhalle Harburg stellt fest: „Unsere SuedLese-Kooperation mit der Buchhandlung am Sand und der Harburger Volkhochschule läuft eh schon sehr gut. Nun kommen noch weitere Kooperationen mit dem Heimfelder HinZimmer und auch der Lesereihe „Die Insel liest“ in Wilhelmsburg hinzu.“ Und Anne Lamsbach weiß auch zu berichten, das durch die SuedLese eine Seniorenresidenz Kontakt zum Literaturteam suchte und nun regelmäßig auch Lesungen für eine Zielgruppe veranstaltet, die selten in der Lage ist, Otte der Lesungen aufzusuchen. „Also kommt die Literatur nun zu denen.“

Die SuedLese ist also trotz Pandemie weiter ein festes kulturelles Highlight im Süden Hamburgs und eine Fortsetzung ist geplant.

Die 7. SuedLese-Literaturtage wurden vor allem möglich durch die Förderung NEUSTART der Bundesbeauftragten für Kultur sowie des Bundesverbandes Soziokultur.

Infos auch auf www.suedlese.de

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