Reformationstag soll als Impulstag der Hamburger Gesellschaft dienen:

Freier Tag, freier Eintritt!

Bei freiem Eintritt kann man manchen Euro auf die hohe Kante legen. Wo die sich befindet, kann man im Museum Elbinsel Wilhelmsburg erfahren. (Foto: MEW)

Hamburg hat einen neuen Feiertag: den 31. Oktober. Und als Kulturbonbon gibt es da noch freien Eintritt in die Museen obendrauf. Also ab ins Museum!

Gleich mit dem Start des Feuilletons ´Tiefgang` starteten wir auch eine Serie über den „Wert der Kultur“ und hatten auch mal sondiert, wie dieser denn bei Museen zu berechnen sei. Der Eintritt jedenfalls ist es nicht. (siehe Tiefgang vom Jan 2017 „Kunst nur gegen cash“)

Die Stadt Hamburg aber hadert und sieht weniger den Eintritt als Hemmschwelle für Museumsbesuche, sondern – so Kultursenator Brosda: wären die meisten Hamburger Museen ebenerdig gebaut und hätten auch einfach schicke, moderne Cafés im Entrée, würde man diese sicher stark frequentieren und dann auch mal einen Blick ins Haus, sprich Museum, werfen wollen. Nun denn. Als Impulstag jedenfalls ist man weniger geizig und lob die „Brücke zwischen Religionen und Weltanschauungen“. Dabei war es 2017 als Wiedergutmachung der Strapazen des G20-Gipfels an die Hamburger Bevölkerung deklariert. Mal sehen, was nächstes Jahr auf der Agenda steht.

Interessierten kann es gleich sein: nutzt es und besucht Museen, die ihr sonst nicht so auf der Kultur-Liste stehen habt!

In der Pressemitteilung der Behörde für Kultur und Medien heißt es:

„Der 31. Oktober ist ab 2018 als Tag der Reformation in Hamburg ein gesetzlicher Feiertag. Mit dem neuen Feiertag möchte die Hansestadt einen gesellschaftlichen Impulstag etablieren, der eine Brücke zwischen unterschiedlichen Religionen und Weltanschauungen schlägt. Die Museen übernehmen hierbei eine besondere Rolle: Sie ermöglichen allen Besucherinnen und Besuchern – dem Bürgerschaftsbeschluss vom Februar 2018 entsprechend – freien Eintritt zu ihren Ausstellungen und laden sie ein, Stadtgeschichte, Kunst und Kultur neu zu entdecken. Neben den öffentlichen Museen haben sich auch verschiedene private Ausstellungshäuser und Universitätsmuseen der Aktion angeschlossen, darunter das Bucerius Kunst Forum, das Medizinhistorische Museum, die Sammlung Falckenberg oder das Museum Elbinsel Wilhelmsburg. Zahlreiche Häuser bieten neben dem freien Eintritt ein Sonderprogramm zum Tag der Reformation (Programm unter www.seeforfree.de).

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Feiertage sind nicht nur für das gesamtgesellschaftliche, soziale und familiäre Miteinander wichtig, sondern auch Zeiten für Besinnung und Erholung. Deshalb freue ich mich, dass wir die Hamburgerinnen und Hamburger am Tag der Reformation in unsere Museen einladen können. Es ist ein zentrales Anliegen des Senats, die Hamburger Museen für alle Menschen zu öffnen. Der Tag der Reformation als eintrittsfreier Museumstag ist in seinen Bezügen zu gesellschaftlichem Austausch und kulturellem Miteinander ein guter Anlass, um auch Menschen zu erreichen, die bislang noch nicht oder selten Hamburger Ausstellungshäuser besuchen. Einen zentralen Beitrag leisten dabei auch die vielfältigen Programme der teilnehmenden Museen, die zentrale Aspekte gesellschaftspolitischer wie auch kultureller oder religiöser Entwicklungen aufgreifen sowie Museumsführungen in zahlreichen Sprachen anbieten.“

Das Programm

Das Programm der teilnehmenden Häuser umfasst neben dem freien Eintritt ein vielfältiges Sonderprogramm zum Tag der Reformation. Neben vielen Mitmachaktionen für Kinder widmen sich verschiedene Angebote auf ganz besondere Weise dem Thema des Tages: So halten zum Beispiel im Altonaer Museum Kinder- und Jugendbuchautorinnen und -autoren des Netzwerks „Elbautoren“ Lesungen unter dem Motto „Toleranz ist toll!“ Das Archäologische Museum Hamburg bietet eine exklusive Preview zur neuen Ausstellung „Margiana“ über das geheimnisvolle Königreich der Bronzezeit in Turkmenistan an. Das Museum der Arbeit präsentiert eine Podiumsdiskussion zur Bildberichterstattung rund um den G20-Gipfel. Die Kunsthalle bietet Führungen zu reformatorischen Ideen und Werten in der Kunst an, während im Freilichtmuseum Rieck Haus eine Führung durch die Sonderausstellung über Stickmustertücher mit biblischen Motiven stattfindet. Zudem werden in den Museen zahlreiche Führungen angeboten, die neben Deutsch auch auf Englisch, Russisch, Spanisch, Koreanisch, Arabisch und in Gebärdensprache gehalten werden.

Im Vorfeld des Tages der Reformation wird zudem in einzelnen Communities, unter anderem unter Geflüchteten, über den freien Eintrittstag informiert.

Folgende Museen bieten am Tag der Reformation freien Eintritt:

  • Altonaer Museum
  • Archäologisches Museum Hamburg – Stadtmuseum Harburg
  • Bucerius Kunst Forum
  • Computer-Museum des Fachbereichs Informatik der Universität Hamburg
  • Deichtorhallen Hamburg
  • Deutsches Zollmuseum
  • Freilichtmuseum Rieck Haus
  • Gipsabgusssammlung der Universität Hamburg
  • Hamburger Kunsthalle
  • Hamburger Schulmuseum
  • Jenisch Haus
  • Kramer-Witwen-Wohnung
  • KZ-Gedenkstätte Neuengamme
  • Loki Schmidt Haus
  • Medizinhistorisches Museum
  • Museum am Rothenbaum – MARKK
  • Museum der Arbeit
  • Museum Elbinsel Wilhelmsburg
  • Museum für Bergedorf und die Vierlande
  • Museum für Hamburgische Geschichte
  • Museum für Kunst und Gewerbe
  • Sammlung Falckenberg

Das komplette Programm gibt es unter: www.seeforfree.de

Zudem wird der Museumsdienst Hamburg auf seinen Social Media-Kanälen unter #seeforfree Informationen zum eintrittsfreien Museumstag posten.“

Quelle: www.hamburg.de/bkm

 

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