Die Kolumne von Sophie Selbst-Zweifel

Für nichts und wieder nichts

Foto: mochilazocultural / Pixabay

Mein Name ist Sophie und ich bin Denkerin. Aktuell kämpfe ich an so vielen Fronten gegen die Tücken der Technik, dass ich mich geradezu schikaniert fühle.

Don Quichotte hatte es gut, denke ich gerade, der konnte immerhin ganz analog gegen Windmühlen antreten, während ich digital gegen unsichtbare Gegner antrete. In Anbetracht zahlreicher unvorhergesehener Komplikationen erkläre ich nun zwei bereits verfasste Kolumnen für hirntot. Vielleicht können sie später einmal von einer Nahtod-Erfahrung berichten. An den Schnittstellen muss unbedingt noch gearbeitet werden, damit es zu keinen tragischen Datenverlusten kommen kann! Andernfalls drohe ich dem Schicksal mit Schlägen. Bin nämlich stocksauer deswegen und habe Gewaltfantasien, in denen Smartphone, Laptop und WLAN zu Boden gehen und nie wieder aufstehen…

Vielleicht sollte ich einfach endlich den alten Schriftsteller-Rat befolgen. „Kill your darlings!“ Darin steckt die Weisheit, man solle sein Herz nicht an alle Sätze hängen, sondern sich von einigen trennen können. Ja, denke ich bemüht, es sind doch nur Texte.

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