Neue Pläne zum Interessensbekundungsverfahren

Wird der Rieckhof zur Elbe-Werkstatt?

Schon bei der Grundsteinlegung zum Rieckhof 1981 waren die Unterschiede von Akteuren (links) und Verwaltung und Politik (rechts) gut sichtbar. (Foto: J. Hansen)

Der Streit um eine Neuausrichtung des Bürgerhuases Rieckhof geht in die nächste Runde. Nun haben der Trägerverein Rieckhof und die bisherigen Pächter Elbe Werkstätten einen Vorschlag gemacht …

Wie es in eienr Pressemitteilung nun heitß, sei in Übereinstimmung zwischen dem Verein „Freizeitzentrum Hamburg-Harburg e.V.“ als Träger des „Kulturzentrums Rieckhof“ und der „Elbe Werkstätten GmbH“ gemeinsam beschlossen worden, dass sich die „Elbe Werkstätten GmbH“ um die Trägerschaft des gesamten Rieckhofs bewerbe.

Dem habe die Vereinsvollversammlung des Rieckhof-Trägervereins am 24.11.2021 und der Aufsichtsrat der „Elbe Werkstätten GmbH“, unter dem Vorsitz von Frau Liebrecht von der Sozialbehörde Hamburg, am 14.12.2021 jeweils einstimmig zugestimmt.
Der Rieckhof-Trägerverein wird sich aus diesem Grund nicht im Rahmen des vom Bezirksamt Harburg angestrengten Interessen-bekundungsverfahren bewerben.
40 Jahre nach der Grundsteinlegung am 05.10. 1981 ist das ein großer Schritt zur Sicherung und Weiterentwicklung des Kulturzentrums Rieckhof in den nächsten Jahrzehnten. Die „Elbe Werkstätten GmbH“ ist seit 1999 Pächter der Rieckhof-Gastronomie sowie Dienstleister für den Bereich Reinigung und Hausmeisterei im Rieckhof. Die enge und sehr erfolgreiche Zusammenarbeit ist seit gut 21 Jahren von
gegenseitiger Wertschätzung und Professionalität geprägt. Die „Elbe Werkstätten GmbH“ würde die Arbeit im Kulturzentrum Rieckhof fortführen und weiterentwickeln.
Aus der gemeinsamen Sicht sei ein Übergang der Trägerschaft zum Jahreswechsel 2022 auf 2023 sinnvoll. Die Arbeit würde so auf ein festes, professionelles Fundament gestellt, garantiert den Fortbestand des Rieckhofs und hätte ein riesiges Potential zur Weiterentwicklung
innerhalb einer sehr breit aufgestellten Unternehmensstruktur. Diese Lösung sei gar alternativlos.

Bisher, so ist aktuellen Berichterstattungen zu entnehmen, schient die Idee auf große Zustimmung im Bezirk zu stoßen. Ob es aber wirklich noch das vermeintlich anvisierte Ziel einer inhaltlichen Neuausrichtung umfasst, darf bezweifelt werden. Denn die Elbe Werkstätten als Arbeitgeberin des sogenannten Zweiten Arbeitsmarktes ist bisher nicht als Kulturakteurin in Erscheinung getreten, was aber einen großen Teil des bisherigen Rieckhof-Programmes bisher ausmachte.

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