Initiative SuedKultur schreibt Offenen Brief an Hamburger Senat

„Harburgs Kultur braucht 1,85 mehr!“

Ein paar Cent mehr sollten es schon sein, finden die Kulturschaffenden der Initiative SuedKultur. Foto: reflexblue / Sabine Schnell

Dass Harburg auch in Sachen Kulturmitteln von der Stadt Hamburg stiefmütterlich behandelt wird, ist nichts Neues. Dass Kulturschaffende nun das Wort ergreifen schon. Dabei wollen sie nur das Mittelmaß.

Der Brief im Wortlaut:

„2. April 2019 – Offener Brief an den Hamburger Senat:

Harburgs Kultur braucht 1,85 mehr!

Seit Jahren bemängeln die Harburger Verwaltung, Politik und wir Kulturschaffenden aber selbst der Landesrechnungshof, dass der Bezirk Harburg bei der Verteilung der Stadtteilkulturmittel benachteiligt wird. Seit Jahren hören wir, es sei kein Geld da und die ungleiche Verteilung auf die Bezirke sei auf Grundlage „spezifischer, regional unterschiedlicher, gewachsener Strukturen und Milieus in Verbindung mit initiativem Engagement von Personen, Gruppen und Einrichtungen“ entstanden.

An Engagement für kulturelle Vielfalt und Teilhabe hat es in Harburg nie gefehlt. Daher unterstützen wir, die gut 50 Kultureinrichtungen, Initiativen, Vereine etc. und darüber hinaus etliche Kunst- & Kulturschaffende, die sich in der Initiative SuedKultur zusammen gefunden haben, diesen Aufruf.

Es braucht mehr Mittel für Kunst und Kultur in Harburg, insbesondere auch in Anerkennung der soziokulturellen Arbeit und der Förderung von Kunst und Kultur.

In den letzten Jahren haben wir trotz der stets desolaten Finanzierung des Bezirkes durch den Senat unsere Potenziale dennoch und in Eigeninitiative ausgenutzt. Wir haben vor 12 Jahren mit der Initiative SuedKultur begonnen uns selbst zu organisieren, haben ein eigenes Portal www.sued-kultur.de geschaffen, seit 9 Jahren eine Music-Night als Nacht der Clubs des drittstärksten Live-Musik-Bezirks Hamburgs, seit 4 Jahren die vierwöchigen Literaturtage „SuedLese“ und seit diesem Jahr eine einzigartige Kunstleihe HH-Harburg für die Bildenden Künste. Nicht zufällig ist Harburg auch dieses Jahr mit zwei Projekten für den Hamburger Stadtteilkulturpreis 2019 nominiert gewesen. Von nichts kommt nichts!

Wir sind in Vorleistung gegangen und wir erwarten nun, dass dies anerkannt wird.

Daher wünschen wir die Anpassung an den Hamburger Durchschnitt. Dieser liegt bei 3,63 € je Einwohner in Hamburg. In Harburg liegt er trotz Erhöhung im nächsten Jahr bei gerade mal 1,78 €.

Also: der Senat möge 1,85 € je Einwohner drauf legen!

Denn auch wir wachsen hinsichtlich der Einwohnerzahl aber auch bzgl. unserer Strukturen und unseres Engagements.

Lasst den Worten Taten folgen!

Also: 1,85 € mehr!“

 Quelle: SuedKultur

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