Ein neues Bündnis fordert grundlegende Änderungen im Sozialsystem:

„Absicherung auch für Freie!“

Sie hat Ideen, wie "soziale Gerechtigkeit" auch für Freischaffende erreicht werden könnte: die neue "Allianz". (Foto: PR)

Honorare, soziale Absicherung, Altersvorsorge – bei diesen elementaren Bedürfnissen lässt der Gesetzgeber die Selbstständigen bislang weitgehend allein. Das soll sich nun mit einer „Allianz der Freien Künste“ ändern.

Am vergangenen Dienstag (27. Jun 2017) war es so weit. Es wurde eine Pressekonferenz der „Allianz der Freien Künste“ im Berliner Kulturzentrum „Radialsystem“ und den neuerdings als Solos-Selbständige benannten eine Stimme gegeben.

„Berlin, 28. Juni 2017 | In einer Pressekonferenz am 27.06.2017 hat die Allianz der Freien Künste als Stimme und Plattform für die Freien Künste auf Bundesebene ein Positionspapier mit acht Kernforderungen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen freier künstlerischer Produktion in Deutschland vorgestellt. Gründungsmitglieder der Allianz der Freien Künste sind neben der Union Deutscher Jazzmusiker  weitere Bundesverbände überwiegend privatrechtlich organisierter Kunst- und Kulturschaffender anderer künstlerischer Sparten wie u.a. der Bundesverband Freie Darstellende Künste, der Bund der Szenografen und die Vereinigung Alte Musik. Mit ihren Forderungen richtet sich die Allianz der Freien Künste in erster Linie an die Bundeskulturpolitik. Die Forderungen richten sich aber – gerade auf Bundesebene – dezidiert auch an die Sozial-, Renten- und Arbeitsmarktpolitik.

Raster des Normalarbeitsvertrags

Die Allianz fordert auf, die sozialen Rahmenbedingungen und die öffentlichen Fördersysteme für freies künstlerisches Arbeiten an die gegebenen Realitäten anzupassen. „Durch wechselnde Erwerbsformen fallen die meisten Kunstschaffenden – wie fast alle Soloselbständigen! – durch die Raster der am Normalarbeitsvertrag orientierten sozialen  Sicherungssysteme. Das Ziel kann nicht sein, alles wieder zurückzuschrauben. Wir brauchen eine Fortentwicklung der arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen!“, so Lena Krause vom Verband der freien Ensembles und Orchester (FrEO).

Ein konkretes Beispiel nennt Stephan Behrmann vom Bundesverband Freie Darstellende Künste: „Was bringt ein Kita-Platz, wenn ich abends auftreten muss und die Kita schon um 17 Uhr schließt?“ Die Allianz der Freien Künste wird sich mit dem vorgestellten Positionspapier im Bundestagswahlkampf und darüber hinaus in die inhaltliche Auseinandersetzung einmischen und  steht als Ansprechpartner für Politik und Öffentlichkeit zur Verfügung.“

Quelle: www.u-d-j.de

Die Forderungen als Schlagzeilen:

  • Die Freiheit der Kunst bewahren
  • Praxisorientierte soziale Rahmenbedingungen schaffen (hier auch „Stärkung der Künstlersozialkasse“)
  • Das Fördersystem an die künstlerische Praxis anpassen
  • Interessenvertretungen stärken
  • Freie Künste in den Medien
  • Freie Künste in künstlerischen Curricula
  • Freie Szene ist kulturelles Erbe
  • Kultur als Staatsziel

Hier findet sich das Positionspapier im Ganzen: Positionspapier Allianz der Freien_Kunste

Kontakt: Allianz der Freien Künste

Lena Krause: +49 176 6409 2843 | Stephan Behrmann: +49 177 733 99 28

 

 

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