Museum im Marstall: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Jüdisches Leben in Winsen

Jüdischer Friedhof in Winsen

Am Sonntag, den 29. August bietet das Museum im Marstall eine Führung zum jüdischen Leben in Winsen an. Von 14.30 – 16.00 Uhr begeben sich Interessierte unter fachkundiger Leitung auf eine Erkundungstour zum Thema „Die jüdische Gemeinde in Winsen“.

Die Führung geht in die Winsener Altstadt, wo sich erste Spuren der jüdischen Bevölkerung Winsens finden lassen. Einzelne Juden haben mit Sicherheit bereits 1720 in Winsen gelebt. Der erste, der namentlich bekannt ist, ist der Händler Benjamin David, der 1774 einen Schutzbrief des Kurfürsten in Hannover bekam. Er gab als Geburtsstadt Winsen an. Eine aktive jüdische Gemeinde bestand bis 1900 in Winsen.

Während der Führung geht es zu Orten auf der Luheinsel, wo noch Nachweise dieser Gemeinde zu finden sind. Auch das Schicksal der bis zum Dritten Reich in Winsen lebenden Juden wird thematisiert. Ein Stolperstein kennzeichnet eines der Wohnhäuser. Der jüdische Friedhof, zu dem es im Museum eine wissenschaftliche Begleitschrift gibt, wird ebenfalls Teil der Tour sein.

In diesem Jahr wird das Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ begangen. Seit 321 leben nachweislich Juden auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands. In Winsen reichen die Nachweise gute 300 Jahre zurück. Die Führung möchte einen Einblick in diesen Teil der Winsener Geschichte geben und dazu anregen, sich mit der jüdischen Geschichte der Stadt auseinanderzusetzen.

Die Führung beginnt um 14.30 Uhr am Museum im Marstall und dauert etwa 1,5 Stunden. Die Kosten für die Teilnahme betragen pro Person 3 €, die vor Ort eingesammelt werden. Eine Anmeldung ist nicht nötig, wird aber empfohlen. Diese kann per Mail unter info@museum-im-marstall.de oder telefonisch unter 04171-3419 erfolgen.

Die Veranstaltung findet unter den dann geltenden Hygieneregeln statt.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.museum-im-marstall.de

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