Die Kolumne von Sophie Selbst-Zweifel

Ordnungshalber

Bild: 8926 / Pixabay

Mein Name ist Sophie und ich bin Denkerin. Ich habe einen schönen Vergleich zur Hand.

Es gibt einen Bildband mit dem Titel „Kunst aufräumen“. Darin werden einige Werke namhafter Künstler einmal in ihrer ursprünglichen Form abgebildet und einmal neu arrangiert, indem alle Bildelemente übersichtlich angeordnet sind. Eine originelle Idee, finde ich, und ein interessanter Dialog zwischen der einen und der anderen Ansicht.

So ähnlich geht es mir in einer chaotischen, willkürlichen Welt. Ich betrachte die Einzelteile im Detail liebevoller und sehne mich insgeheim nach einer anderen Struktur. Menschenmassen möchte ich auseinanderdividieren, damit die Personen sichtbar werden und mehr Raum haben. Gebäude würde ich aufeinandertürmen, irgendwo am Rand, wo sie den Blick weniger stören und die Fläche freigeben für Wälder beispielsweise. Einzelne Blumen möchte ich zu Wiesen zusammenstellen und Autos in Tiefgaragen verschwinden lassen.

Was ich allerdings nicht täte: Leute nach Kleidung, Haar- oder Hautfarbe gruppieren. Denn ein bunter Haufen würde betonen, dass wir alle Menschen sind.

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