Die Kolumne von Sophie Selbst-Zweifel

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Foto: Manuel de la Fuente / Pixabay

Mein Name ist Sophie und ich bin Denkerin. Ich war schon immer kamerascheu, aber nun gewöhne ich mich wohl oder übel daran, optisch mit mir selbst konfrontiert zu werden, ZOOM sei Dank.

Seit geraumer Weile verbringe ich wie so viele andere auch noch mehr Zeit vor dem Bildschirm. Ob im Büro oder Homeoffice, bei der Arbeit oder in meiner Freizeit. Manches ist ein Muss, anderes mache ich freiwillig. Onlinekonzerte und Fortbildung beispielsweise. Es kann ja nicht schaden, aus der Not eine Tugend zu machen.

Online-Formate der Begegnung waren Neuland, aber nach anfänglichen Schwierigkeiten komme ich auf den Geschmack, weil ich Möglichkeiten entdecke in dem digitalen Schnickschnack. Anfangs sind die Hürden hoch, steht man doch wie ein Ochs vorm Berg. Aber so ist das im Leben: Man macht so vieles zum ersten Mal und hat es dann mit etwas Übung irgendwann drauf. Laufen und lesen beispielsweise. Anfangs stammelt oder taumelt man noch rum – oder stürzt eben online ab. So groß ist der Unterschied im Prinzip nicht. Learning by doing. Zur Belohnung eröffnen sich dann neue Möglichkeiten.

Und wie nebenbei komme ich darauf, dass nur ich selbst mich an meinen Anblick gewöhnen muss, die anderen waren damit schon länger vertraut. Und bisher hat noch niemand wegen meines Aussehens den Kontakt zu mir abgebrochen. Eine schöne Lektion für meine Eitelkeit.

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