Archäologisches Museum erörtert Ursprung des modernen Menschen:

“Out of Africa”

Foto: AMH

Während alle deutsche Welt über die Zuwanderung aus den afrikanischen Ländern diskutiert, stellen Forschende fest: „Wir sind doch selbst daher!“ Im Harburger Museum gibt es nun Fundiertes dazu …

Das Archäologische Museum Hamburg hat gerade die Ausstellung „Zwei Millionen Jahre Migration“ eröffnet, die zur aktuellen Migrationsdebatte akademische Resultate beiträgt. Denn: aus- und eingewandert wurde schon immer und in den seltensten Fällen aus Gründen der Freizeitbeschäftigung.

Nun wird die Ausstellung noch um eine Diskurs-Reihe „Schaufenster der Geschichte“ ergänzt. Den Auftakt macht am kommenden Donnerstag , 26. April, um 18.00 Uhr einen Vortrag Prof. Dr. Richter. Thema: Wo liegt der Ursprung des modernen Menschen? Entstammt der Mensch Gebieten im heutigen Afrika, oder gab es eine gleichzeitige Entstehung in verschiedenen Regionen der Erde?

Diese und andere große Fragen zur Evolution des Menschen erläutert der renommierte Wissenschaftler Prof. Dr. Jürgen Richter vom Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Köln als einer der führenden Vertreter der sogenannten Out-of-Africa-Theorie.

Evolutionsforscher rätseln seit langer Zeit darüber, wie der moderne Mensch die Welt besiedelte. Nach der als gut gesichert geltenden “Out of Africa”-Theorie breitete sich die Gattung Homo von Afrika aus über die Welt aus. Eine Reihe genetischer Untersuchungen weist darauf hin, dass sie sich im südlichen Afrika entwickelte und vor etwa 70.000 bis 43.000 Jahren aufbrach. Manche Experten schließen nicht aus, dass auch andere, nicht-afrikanische Gruppen wie zum Beispiel der Neandertaler einen Beitrag zum Erbgut des modernen Menschen lieferten. Hinter der Diskussion steht die Frage: Wie eng sind die heutigen Menschen miteinander verwandt? Vor fast 140 Jahren begann der Dialog zwischen Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen zu diesem Thema. Der Referent wird in seinem Vortrag die Position der Anthropologie und der Genetik erörtern sowie Aspekte der archäologischen Befundlage vorstellen.

Der Vortrag findet am 26. April, um 18:00 Uhr im ArchaeoLOGiCUM des Archäologischen Museums Hamburg, Harburger Rathausstraße 5, 21073 Hamburg statt. Eintritt: 4 €, erm. 3 €, ohne Anmeldung

Die Vortragsreihe geht weiter: Am 31. Mai wird Prof. Dr. Johannes Krause, Direktor des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte, Abteilung Archäogenetik, in Jena, passend zur aktuellen Ausstellung des Archäologischen Museums Hamburg „Zwei Millionen Jahre Migration“ einen Vortrag halten. Sein Thema lautet: „Die genetische Herkunft der Europäer: Migration in der Vorgeschichte“.

Quelle: www.amh.de

 

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