Im September wird zum 3. Male zur Deichpartei geladen:

Finkenwerder macht mobil!

Finkenwerder? Da gibt´s nur Scholle, Airbus und sonst nix los?! Von wegen …!

In Finkenwerder findet zum dritten Mal die „Deichpartie“ statt. Eine unkommerzielle Veranstaltung mit rund 100 Aktiven, die von 6 Anwohnern organisiert wird. Durch die alte dörfliche Struktur am Rande der Großstadt im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne, Seefahrt und Landwirtschaft oder auch Kunst und Handwerk ist eine Vielfältigkeit entstanden, die in Hamburg einzigartig ist.

Die Deichpartie lädt dazu ein, die ehemalige Elbinsel mit ihrer gesamten kulturellen Vielfalt an einem Wochenende zu entdecken. Nach den erfolgreichen Veranstaltungen 2013 und 2015 öffnen sich am Wochenende 9. und 10.September 2017 erneut viele Türen, die normalerweise verschlossen sind.

Die Besucher können sich auf die Besichtigung von 2 großen Obsthöfen, traditionellen Werkstätten, Künstlerateliers und denkmalgeschützten Gebäuden freuen. Im alten Kutterhafen warten zahlreiche Traditionsschiffe auf Besucher. Bei der Deichwacht oder den Pfadfindern kann mit zugepackt werden. In einer alten Schmiede glüht das Feuer, der Bäckerinnungsmeister von Hamburg öffnet seine Backstube.

Der Gedanke kam Tanja Ribitzki auf einem Straßenfest am Auedeich. Tanja fiel auf: Hier in der „Altstadt“ von Finkenwerder feiern nicht nur Nachbarn vor ihren schönen alten Häusern. Darinnen und dahinter gibt es noch mehr, nämlich die Arbeitsstätten von Handwerkern, Kunsthandwerkern, Musikern, Künstlern. Nur einiges davon kann man auf einem Straßenfest kennen lernen. – Wie wäre es mit einem Tag der offenen Türen?

Noch auf dem Straßenfest fragte Tanja Nachbarn und Bekannte, ob sie mitmachen würden bei der Verwirklichung. Sie hat die Richtigen angesprochen: Alle sechs, die sich zur ersten Beratung trafen, bilden noch heute das Organisationsteam, welches ehrenamtlich die Veranstaltung organisiert. So wurde aus einem „Tag der offenen Türen“ die „Deichpartie auf Finkenwerder“.

Die Aufrufe in der regionalen Presse fanden eine überwältigende Resonanz. Nun werden sich am 9. und 10.September 2017 ca. 100 Teilnehmer an 27 verschiedenen Haltepunkten präsentieren.

Jeder Teilnehmer führt seine Präsentation in eigener Verantwortung durch. Das Organisationsteam strukturiert die Veranstaltung, gruppiert die Mitwirkenden, verhandelt mit den Behörden, sorgt für Werbung in Form von Flyern und dieser Website.

Ausstellung „Me(h)er für die Sinne“ im Atelier Voogd

Im Bereich Kunst etwa ist das Atelier Voogd im Hein-Saß-Weg 7 und die Ausstellung „Me(h)er für die Sinne“ zu besuchen. Immer der Nase nach, um mehr zu riechen, mehr zu sehen und Strandschätze des Meeres zu entdecken. Meerkunst von Petra Voogd, handgefertigte Seifen von Andrea Wache und Christine Seidel sowie  Malerei von Linda Fleischer. Kinder können hier flache Steine bemalen oder auch bekleben (mit Muscheln o.ä.).

Oder die Galerie Stroh am Köhlfleet-Hauptdeich 2. Hier kann man beeindruckende Seestücke des Marinemalers Hinrich Stroh ansehen. Gleichzeitig gibt es eine Fotoausstellung „Finkenwerder damals“ mit historischen Fotos und einen Antik-Bilder-Flohmarkt. Dazu wird Kaffee und Kuchen gereicht.

Bei „Eisen-Achner“, Steendiek 32, ist Kunsthandwerk zu sehen. Finkenwerder Modellbauer zeigen, was in ihren Kellerwerkstätten entsteht: Holzskulpturen, viele Schiffsmodelle in unterschiedlichem Maßstab, u.a. die gesamte HADAG Fährschiffflotte. August Pahl baut mit Kindern Schiffsmodelle aus Pappe. Bei dem Verein „Augen auf Ghana“ e.V. kann der Besucher mit Simulationsbrillen probieren, wie die Welt aussieht, wenn man sehbehindert ist. Auf der Braille-Schreibmaschine kann man seinen Namen in Blindenschrift schreiben.

Im Kutterhafen Altenwerder auf ein Bier …

Im jüngsten Café auf Finkenwerder – dem Finkenwerder Kaffeekontor in der Müggenburg 7, kann man der Goldschmiedin Ingrid Klindworth bei der Herstellung ihrer selbst entworfenen Schmuckstücke zusehen. Geschmückt sind auch die Wände: Hier hängen Bilder der Künstlerin Ute Ehrhorn.
Für den leiblichen Genuss gibt es Süßes und Herzhaftes: Alles hausgemacht.

Die Orgel der Nikolaikrche

Die Türen der Osman Bey Moschee im Müggenkamp 20 sind für Gäste, die die Moschee näher kennen lernen möchten, weit geöffnet. Es gibt ein reichhaltiges türkisches Buffet, genießen Sie die Speisen bei türkischem Volkstanz und Musik.

Beim Museumskutter HF231 „Landrath Küster“ gibt es ein Jubiläumsprogramm mit Auftritten der Finkwarder Speeldeel, des Airbus-Orchesters, mit Samba Carioca und Schifferklaviermusik. Man kann sich in Knotenkunde und Netze „schötten“ üben und mit Matjes- und Bismarckheringsbroten stärken. Nachmittags gibt es Butterkuchen und Kaffee. Das Schwesterschiff HF294 „Präsident Freiherr v. Maltzahn“ schaut auch vorbei. Auf der MS Altenwerder bekommt man ein zünftiges Labskaus und kann sich mit einer breiten Palette von Getränken erfrischen. Ca. 10 Finkenwerder Hobbyfotografen stellen im Inneren ihre Lieblingsbilder aus. Und am Samstag gibt es ab 15.00 Uhr Livemusik. Die „Gaffelgemeinschaft e.V.“ präsentiert ehemalige segelnde Berufsfahrzeuge und bietet Rundfahrten mit historischen Schiffen an.

Aber bei allen tollen Einzelheiten – schaut Euch selbst das Programm, und die durchaus gelungene Homepage an: hamburg.deichpartie.de. Denn dort sind Kartenausschnitte, die Orte gut vorgestellt, Auswahlmöglichkeiten nach Interessen und und und …

Das Programm auch zum Ausdruck und als Download vom Samstag (9. Sept.)

deichpartie.deveranstaltungsprogramm_sa

und vom Sonntag (10. Sept.)

deichpartie.deveranstaltungsprogramm_so

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