Bundesverband LiveKomm wählte neuen Vorstand

Größer und stärker

Hat seinen Job getan: der bisherige Vorstand des Bundesvebandes LiveKomm. (Foto: Livekomm e.v:)

Live-Clubs und –veranstalter stehen vor größten Herausforderungen. Doch statt in die Knie zu gehen, formatiert sich die Lobbyarbeit nun stärker …

In der Pressemitteilung des Bundesverbandes LiveKomm heißt es:

„Am 16.Dezember rief die Live Musik Kommission, der Verband der Musikspielstätten in Deutschland e.V. (kurz LiveKomm) ihre Mitglieder auf, einen neuen Vorstand zu wählen. Knapp 60 Delegierte aus allen Bundesländern, in denen der Bundesverband vertreten ist, waren aufgerufen, auf der digital durchgeführten Mitgliederversammlung die Weichen für die nächsten Jahre zu stellen.

Als erster Vorsitzendender wurde Axel Ballreich (HIRSCH Nürnberg & Concertbuero Franken) von den Delegierten wiedergewählt. Neu in der Position der stellvertretenden Vorsitzenden ist Julia von Wild (freie Kulturmanagerin und Vorstand des Clubverstärkers Bremen). Nach acht Jahren wechselt Olaf Möller nun in den erweiterten Vorstand der LiveKomm und übergibt das Amt des politischen Sprechers an die Berliner Kollegin Pamela Schobeß, (Clubcommission Berlin e.V. & Club GRETCHEN). Im Amt bestätigt wurde Steffen Kache (Distillery Leipzig), der seit 2018 das Amt des Kassenwarts im geschäftsführenden Vorstand ausübt.

In der Abstimmung zur Wahl des erweiterten Vorstands entschieden sich die Delegierten für eine Vergrößerung des erweiterten Vorstands auf bis zu 16 Positionen. Bereits im Vorfeld hatten sich mehrere Kandidat:innen beworben und sich zur Wahl aufstellen lassen.Die Delegierten wählten den 13-köpfigen erweiterten Vorstand aus Katharin Ahrend (Clubcommission Berlin e.V.), Mankel Brinkmann (Vorstand KLUBKOMM e.V., Club Bahnhof Ehrenfeld, Köln), Klaus Bossert (Vorstand Clubs am Main e.V., Tanzhaus West Frankfurt), Felix Grädler (halle02 Heidelberg), Gunnar Gessner (Klubnetz Niedersachsen, MusikZentrum Hannover), Olaf Möller (OM Consult & Event GmbH, Berlin),Daniel Nitsch (PopKW, Rostock), Franziska Pollin (ImPuls Brandenburg e.V., ehemals LAG Soziokultur Brandenburg e.V.), Bernd Strieder (Verband für Popularkultur in Bayern e.V.), Lars Templin (LiveInitiative NRW, Musikbunker Aachen), Johanna Treppmann (Kulturwerk MV, Rostock), Marc Wohlrabe(Clubcommission Berlin e.V. & KOnferenz STADT NACH ACHT) und Mats Wollny (Clubkombinat Hamburg e.V. & Stellwerk Hamburg).

Noch vor der Wahl eines neuen Vorstands, wurden die Delegierten von den noch amtierenden Vorstandsmitgliedern über die geleistete Arbeit des Verbands informiert. Den Ausblick gab Karsten Schölermann, der mit seinem 10-Punkte-Papier „Future Love“ den Mitgliedern einen Strategieplan vorlegte. Dieser sieht neben der Bearbeitung der aktuellen Problemlagen, wie dem Schutz und Erhalt von kulturellen Räumen auch das Thema Diversität auf und hinter den Bühnen vor. Als Grundlage führte Schölermann hier die Kampagne „Road to Diversity“ an, welche der Schweizer Spielstättenverband PETZI 2019 initiiert hatte. Hieraus leiteten die Delegierten den Wunsch zu Einrichtung einer Arbeitsgruppe ab, die das Thema stärker auf Bundesebene bearbeiten möge.

Mit diesem Ausblick in die Zukunft gab Schölermann nach nunmehr acht Jahren an der Spitze des Verbands seinen Rückzug bekannt. Er, der den Verband als geschäftsführender Vorstand maßgeblich prägte, will „den Übergang zu der neuen Generation von Club- und Festivallobbyist:innen schaffen“.

Der ehemalige geschäftsführende Vorstand will die Arbeit innerhalb der LiveKomm jedoch nicht komplett aufgeben. So möchte er nach wie vor beratend tätig sein und als Sprecher der LiveKomm innerhalb der Foren Musik- und Veranstaltungswirtschaft tätig sein.

Zu den beschlossenen Anträgen gehörte auch der Vorschlag des Arbeitskreises Festival Kombinat, die Besucher:innenobergrenze von 10.000 Besucher:innen auf 30.000 Besucher:innen (pro Tag) zu erweitern. Grund hierfür war das im Vorfeld ausgesprochene Interesse von unabhängigen Festivals, die den Aufnahmekriterien bisher nicht entsprachen. Diesem Antrag entsprachen auch die Delegierten.

Quelle: LiveMusikKommission e.V.

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